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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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8. Oktober 2018


Unseren linken Alptraumtänzern bescherte die vergangene Woche wieder eine Reihe von Fiascos. Gleich drei ihrer Denunziationskampagnen endeten erfolglos.

Zuerst wurde Brett Kavanaugh als oberster US-Richter vereidigt, obwohl eine Frau und obendrein Psychologieprofessorin, also praktisch eine Herr_innenmenschin (wengleich weiß, da geht noch was), behauptet hatte, Kavanaugh habe sie im Sommer 1982, damals 17jährig und betrunken – also nach heutigen Begriffen ein unbegleiteter männlicher Nestflüchtling – bei einer Party "massiv sexuell bedrängt". Sie selber zählte weiland 15 holde Lenze. Das fällt der Frau 36 Jahre später ein, als der Kerl einen guten Job bekommen soll. 1982 war Ronald Reagan gerade US-Präsident geworden, Angela Merkels erste Ehe wurde fristlos geschieden, und Oskar der Erste besuchte als saarländischer Sonnenkönig erstmals Erich den Einzigen. Man überlege: Schwere Körperverletzung verjährt im deutschen Strafrecht nach zehn Jahren, Körperverletzung mit Todesfolge sowie Vergewaltigung verjähren nach zwanzig Jahren, im US-Recht wird es nicht anders sein  – aber Anmachverbrechen weißer Alpha-Männchen verjähren nie! Es ist die normalste Sache von der Welt, dass maskuline Teenager auf Partys die Mädels bedrängen, das gehört zum Spiel (ich selber habe es x-mal getan, mit wechselndem Erfolg), und jede Maid, die auf eine Party geht, weiß das; deswegen geht sie ja hin. Zum Spiel gehört ebenfalls, dass mitunter der Falsche "bedrängt", sogar "massiv", aber wenn daraus keine Vergewaltigung entsteht, darf man die Regeln als gerade noch eingehalten betrachten, sofern der Videoschiedsrichter nichts anderes sagt. Die gute alte Ohrfeige wirkt übrigens oft Wunder.

"Fürchtet den weißen Mann", lamentiert dennoch die Zeit, als gebe es keine Kölner Domplatte, keinen Tahirplatz und keine offenbar bitter notwendigen Anti-Vergewaltigungs-Plakatkampagnen in Afrika, aber die Hamburger müssen ja zumindest im Print als "linker Dachschadensanzeiger" (Wolfgang Röhl) die taz ablösen. Spiegel online suggeriert: "Christine Blasey Ford war bei der Anhörung zu den Vorwürfen der sexuellen Gewalt weit glaubwürdiger als Brett Kavanaugh. Er verwickelte sich in Widersprüche, doch am Ende fehlte trotzdem der Beweis, dass Fords Geschichte so stimmte." (Erinnern Sie sich, geneigter Leser, was Sie vor 36 Jahren angetrunken auf der Party in X mit der süßen, wie hieß sie doch gleich, veranstaltet haben?) Durch Kampagnen dieser Art sind in den vergangenen Jahren viele männliche Karrieren zerstört worden, und nie wird man erfahren, ob die Vorwürfe wenigstens stimmten. Jene gegen den designierten Obersten Richter waren allerdings zu absurd – oder erleben wir gerade eine echte Trendwende?

Der zweite Fall: Die wahrscheinlich direkt vom Kanzleramt aus orchestrierte Hetzjagd gegen den Hetzjagden-Leugner Hans-Georg Maaßen verläuft, wie ein Qualitätsjournalist metaphern würde, ebenfalls im Sand; Maaßen bleibt einstweilen im Amt. Wahrscheinlich mauert hier das gesamte Innenministerium, wo man schließlich weiß, von wem in diesem Land eine Bedrohung ausgeht, mag der Süddeutsche Beobachter auch einen Schelm nach dem anderen aus dem alten Hut zaubern, der ein paar elan- und planlose Schreihälse mit einem IQ ungefähr auf dem durchschnittlichen Level des Goldes aus den Schiffen zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit aufbläst (siehe auch Acta diurna vom 2. Oktober, zweiter Eintrag).

Vor den dritten Fall setze ich aus Gründen der Leserfreundlichkeit drei Sternchen:


                                           ***


Noch inniger beplärrte die Wahrheits- und Qualitätspresse mit freundlicher Unterstützung einiger staatsfrommer jüdischer Funktionäre (oder, was die Unterstützung angeht, umgekehrt) die Gründung der Gruppe "Juden in der AfD", die sich frecher- bzw. unverständlicherweise auch noch ohne Anweisung von oben, wie das in echten demokratischen Parteien üblich ist, sondern auf eigene Faust konstituierte. Die Maßlosigkeit der Beschimpfungen erweckte den Anschein, diesmal sei den Brüdern und Schwestern der ganze Planet auf die Hühneraugen getreten. Mit der AfD habe zum ersten Mal eine Partei den Einzug in den Bundestag geschafft, "deren Programm sich zusammenfassen lässt mit den Worten: 'Juden raus'", phantasierte Charlotte Knobloch im Spiegel und bekundete damit immerhin ihre erschütternde Unkenntnis des AfD-Programms. Alfred Jacoby, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Offenbach und augenscheinlich eine der hellsten Kerzen auf der Menora, wurde in einem Interview gefagt:

"Zuerst sollte die Gründung der JAfD ja in Offenbach stattfinden. Jetzt trifft sich die Partei am Sonntag in Wiesbaden. Wie finden Sie das?"
Worauf er mit den geflügelten und sogar gefinkelten Worten antwortete:
"Ich finde, dass wir uns die Stinktiere gut vom Hals gehalten haben."

Ich überlasse es Ihrem Geschmacksurteil, geneigter Leser, ob Sie es als ein Zeichen von Normalität werten, dass sich nun auch unter jüdischen Funktionären die Nazimentalität auf die Suche nach neuerdings sogar jüdischen Nazis begibt. Für unsere Linksfaschisten ist das natürlich ein Fest: ein legaler Judenboykott!

Warum der (jüdische) Wirt in Offenbach, bei dem die Veranstaltung ursprünglich stattfinden sollte, aufgegeben hat, kann sich jeder denken, der mit den Erpressungs- und Bedrohungsgepflogenheiten im besten Deutschland aller Zeiten halbwegs vertraut ist; dass auch die Wiesbadener Zusammenkunft verspätet begann, hatte bloß mit einer Bombendrohung und einem allzu pedantischen Polizeisuchhund zu tun. Bei der gleichwohl erfreulich gut besuchten Pressekonferenz wurde den Medienschaffenden schnell klar, dass sie zu den üblichen Distanzierungstänzchen, wie sie ein biodeutsch besetztes Podium wahrscheinlich hingelegt hätte, nicht länger aufzufordern brauchten; die Juden auf dem Podium ließen sich einfach nicht bitten. Dass die AfD von allen Parteien die israelfreundlichste sei bzw. dies immerhin simuliere, musste sogar Bild eingestehen. Diese Antisemiten arbeiten mit allen Tricks. Sie engagierten sogar zwei Künstler, die auf Pianoforte und Cello das "Kol Nidre" darboten, bevor eine besonders zwielichtige Figur die Bühne betrat und folgende hetzerische Rede hielt:

"Meine Damen und Herren, ein alter jüdischer Witz, der in verschiedenen Versionen erzählt wird, geht so: Im New Yorker Central Park sitzt ein Schwarzer auf einer Bank und liest die Jerusalem Post. Ein Jude kommt vorbei und fragt ihn: 'Neger zu sein genügt Ihnen wohl nicht?'

Wenn ich in diese Runde schaue, kann ich mir die Frage nicht verkneifen: Jude sein genügt Ihnen wohl nicht?

Wenn sich jetzt Juden auf die Seite der AfD schlagen, ist das natürlich ein Fest für linke Antisemiten. Gönnen wir ihnen die geifernde Lust. Man muss nur das etwas unappetitliche Gedankenexperiment anstellen und sich vorstellen, um wieviel gebremster die öffentliche Empörung ausgefallen wären, wenn sich eine Gruppe 'Juden in der Antifa' gegründet hätte.

Etwas enttäuschender, wenngleich ähnlich erwartbar, waren die Reaktionen des offiziellen Judentums. Bedauerlicherweise scheinen sich viele Juden in Deutschland mit zwei sehr deutschen Stilmitteln angefreundet zu haben: dem Gleichschritt und dem Maulkorb. Insofern ist es zu begrüßen, dass Sie, meine Damen und Herren, aus der Reihe scheren und eine alte Regel wieder in Kraft setzen, welche ungefähr lautet: fünf Deutsche – eine Meinung, fünf Juden – zehn Meinungen.

Wir müssen nicht lange drumherum reden, das Hauptmotiv für Juden, der AfD beizutreten, ist die Förderung der Masseneinwanderung von überwiegend Muslimen durch sämtliche anderen Parteien. Ob nun in unbegrenzter Zahl, wie Linke und Grüne fordern, oder in jährlichen Kontingenten, wie es der Koalition vorschwebt, Deutschland wird die muslimische Judenfeindschaft auch künftig großzügig importieren.

Deutschlands Offenheit für diese Masseneinwanderung – die vermeintlichen oder tatsächlichen Flüchtlinge sollen ja nicht wie Flüchtlinge behandelt werden, sondern definitiv hierbleiben, und das nur als Vorhut für kommende Einwandererkohorten –, Deutschlands Offenheit für Einwanderer hängt psychostruktuerell eng mit der Schoa zusammen. Dieses Land will sühnen, genauer: seine Funktionseliten wollen sühnen, was wiederum heißt: sie wollen die anderen Deutschen sühnen lassen – und selber zwischen Sektempfang und Golfturnier Resolutionen unterzeichnen. In der sogenannten Willkommenskultur hat die rituelle Sühne eine neue Qualität erreicht. Ein Land, das keine Grenzen mehr kennt, ist ein Land, das von der Karte verschwinden will. Wer nicht mitverschwinden möchte, sieht sich heute zur politischen Entscheidung geradezu genötigt.

Die Deutschen sind ein seelisch labiles Volk, sie neigen zu Fundamentalismus, Irrationalismus und kollektiver Hysterie. Nachdem sie Hitler hinterhergelaufen sind und die halbe Welt mit Krieg und Mord überzogen haben, wollen sie heute die halbe Welt bei sich aufnehmen. Es ist nicht allein der Wunsch nach Wiedergutmachung der NS-Verbrechen, der die deutschen Grenzen wie Wunden offenhält, es kommt noch ein Phänomen hinzu, das man speziell auch in Schweden studieren kann: ein Protestantismus, der nicht mehr an Gott glaubt und seinen Zerknirschungsfuror innerweltlich ausleben muss. Beiden Buß- und Sühnegemeinschaften gemeinsam ist die über sie verhängte ewige Unerlöstheit.

Was hierzulande zu der bemerkenswerten Pikanterie oder doch besser politischen Perversion führt, dass Deutschland den Judenmord sühnt, indem es Scharen von Judenfeinden willkommen heißt. Das ist sehr 'tief', sehr deutsch, sehr krank, und Sie als Juden bekommen damit zunehmend ein Problem. Zum deutschen psychopolitischen Dachschaden gehört, dass die einzige Partei, die gegen diese Entwicklung protestiert, von den Medien und der politischen Konkurrenz zu einer Art NSDAP light umgelogen wird.

Meine Damen und Herrn, der Historiker Michael Wolffsohn, den ich hier zitiere, weil er zu den zurechnungsfähigen Gegnern dieser Gründung gehört, hat vor kurzem der Neuen Zürcher Zeitung gesagt: 'Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen. Wenn ich mich in meinem jüdischen Bekanntenkreis umhöre, dann sagen alle das Gleiche: Gewalt gegen Juden geht ausschließlich von Muslimen aus.'

Und die Kanzlerin, die für diese Entwicklung verantwortlich ist, besucht am deutschen Nationalfeiertag Israel und tags darauf Yad Vashem. Verstehen Sie, was ich mit politisch pervers meine? Die populärsten Juden in Deutschland sind, um eine Sottise von Alexander Wendt zu zitieren, Herr und Frau Stolperstein.

Derselbe Michael Wolffsohn schrieb ein paar Wochen später in derselben Zeitung: 'Judenfeindschaft verdammen und gleichzeitig möglichen Judenfeinden Tür und Tor zu öffnen, ist bestenfalls naiv. Frankreich bekämpft die antijüdische Gewalt von Muslimen ebenfalls erfolglos. Wen wundert es daher, dass rund 30 Prozent der Juden Frankreichs jüngst die rechtsextreme Marine Le Pen wählten oder eine Mini-Minderheit deutscher Juden zur AfD wandert?' Dass sich Juden für die AfD oder Le Pen entscheiden, so Wolffsohn, sei 'analytisch erklärbar, aber moralisch und politisch falsch'.

Was für ein Eiertanz. Analytisch erklärbar, aber politisch falsch? Was wäre denn politisch richtig bzw. korrekt?

Sich lieber für die linken und grünen Israelboykotteure und Masseneinwanderungs-Propagandisten zu entscheiden? Oder für die SPD, deren einer Außenminister, Herr Gabriel, Israel einen Apartheidstaat nannte, während der nächste, Herr Maas, verkündet, er sei wegen Auschwitz in die Politik gegangen – darunter macht es dieser Schneidsimulant nicht –, aber zugleich den Saudis in den Allerwertesten kriecht, also den Hauptfinanziers der weltweiten Verbreitung des Islam und damit des muslimischen Antisemitismus? Oder sollten Juden am besten gleich der größte Antisemiten-Importspedition der deutschen Nachkriegsgeschichte beitreten, der Merkel-CDU?

Meine Damen und Herren, es liegt eine unglaubliche Verlogenheit darin, die Muslime zu den 'Juden von heute' zu erklären, was Narren wie Herr Benz und Interessenvertreter wie Herr Mazyek bekanntlich tun.

Ich meine dabei nicht einmal die krasse Verschiedenheit der beiden Bevölkerungsgruppen hinsichtlich ihrer Zahl, ihrer Bildung, ihrer Erwerbsgeneigtheit, Kriminalitätsbilanz, Wissenschaftler-, Künstler-, Professoren- und Nobelpreisträgerdichte. Ich meine auch nicht den radikalen Mentalitätswandel bei den Deutschen nach 1945, die nur noch Sozialpartner und Betreuungskollektive kennen wollten. Worauf ich hinauswill, ist vielmehr die simple Tatsache, dass ein zügig vergreisendes, bereits jetzt bei einem Durchschnittsalter nahe der Fünfzig angelangtes Volk, in dessen vitaler Alterskohorte der fünfzehn- bis dreißigjährigen Männer gerade mal um die acht Millionen übriggeblieben sind, von denen wiederum ungefähr ein Drittel bereits einen sogenannten Migrationshintergrund hat, dass ein solches Volk sich unmöglich je zu irgendwelchen kollektiven Schandtaten anspornen lassen wird, schon gar nicht gegen eine Minderheit, die in den letzten drei Jahren um etwa eine Million meist junge Männer gewachsen ist und heute bereits, schlösse sie sich zusammen, ein zahlenmäßig nahezu ebenbürtiges Kämpferkontingent in der besagten Alterskohorte aufstellen könnte. Tendenziell nimmt die eine Gruppe ab, die andere zu. Tendenziell wächst die Bedrohung der einen Gruppe durch die andere, wie das heute bereits in diversen Stadteilen, Schulen und öffentlichen Verkehrsmitteln der Fall ist.

Diejenigen, die 1933 anfingen, den Stacheldraht auszurollen und bei Juden die Scheiben einzuschmeißen, waren junge Männer, der Nationalsozialismus war eine Jugendbewegung, wie auch der Bolschewismus oder der Maoismus Jugendbewegungen waren – und der radikale Islam eine ist. Keine Ideologie ohne Biologie.

'Erkenne die Lage!', heißt die erste aller politischen Maximen. Von wem geht eine Bedrohung aus und von wem eher nicht? Sie, meine Damen und Herren, haben die Lage augenscheinlich erkannt.

Das führt uns zu der Frage, warum Israel in Deutschland keinen sonderlich guten Leumund genießt, auch wenn die Kanzlerin verkündet, die Bundeswehr werde mit all ihren fahrtüchtigen Panzern und flugfähigen Kampfhubschraubern für die Existenz des Judenstaates einstehen. Beim tonangebenden linken Milieu, bei den Akrobaten der Israel-Anklage, handelt es sich um Leute, die der Meinung sind, die deutsche Vergangenheit 'aufgearbeitet' zu haben, und die sich überhaupt moralisch vorbildlich fühlen. In diesem Milieu wird Israel sozusagen als 'rechter' Staat wahrgenommen. Dass die Israelis immer noch wie ein Volk agieren, das Wohlergehen der eigenen Landsleute wichtiger nehmen als das fremder Minderheiten und ihr Territorium rustikal verteidigen, widerspricht all den Buntheits-­, Multikulti-­, Teilhabe-­ und Diversity-Vorstellungen der hiesigen Wortführer. In diesem Kontext gehört Israelkritik paradoxerweise zum staatsreligiösen deutschen 'Kampf gegen rechts', auch wenn man gerade den Rechten vorwirft, heimlich oder offen antisemitisch zu sein. Die deutschen Progressisten erwarteten von Israel, es möge sich die pazifizierte, auch gegen ihre Feinde tolerante, auf eigene Souveränität und Verteidigung weitgehend verzichtende, Selbsterhaltung für Rassismus haltende Bundesrepublik zum Vorbild nehmen. Nur wäre Israel, wenn es sich wie das heutige Deutschland aufführte, übermorgen von der Landkarte verschwunden.

Meine Damen und Herren, lassen Sie sich nicht kirre machen von Leuten, die Ihnen einreden wollen, die AfD sei eine Antisemiten-Partei. Wenn die AfD antisemitisch wäre, stünde ich nicht hier. Wir sind Populisten, das heißt: Wir wenden uns gegen ein Establishment, das in seinem globalistischen Amoklauf alles aufs Spiel setzt, was dieses Land lebenswert macht: den Rechtsstaat, die öffentliche Sicherheit, die Meinungs- und Religionsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frau, die Bildungsstandards an den Schulen und Universitäten, überhaupt unsere Art zu leben.

Die Linke hat nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs die Chance erkannt, die darin bestand, die Nazis zu Rechten zu deklarieren und die Juden als Verbündete im 'Kampf gegen rechts' zu gewinnen. Inzwischen haben sowohl die Linken als auch die von Frau Merkel zur Partei ohne Eigenschaften umgekrempelte Union die Solidarität mit dem Judentum aufgekündigt. Der deutsche Zeitgeist wird von Feiglingen gemacht, und diese Leute lassen derzeit jedes ihrer einstigen Hätschelkollektive fallen. Gewalt gegen Frauen, Unterdrückung von Frauen, das war noch vor zehn Jahren ein deutsches Sakrileg. Heute gilt beides, von den Richtigen ausgeübt, als Folklore und Kollateralschaden der Gesellschaftsverbuntung. Gewalt gegen Schwule? Dasselbe. Gewalt gegen Juden? Wenn man sie nicht den Rechten in die Schuhe schieben kann, kein Thema mehr.

Meine Damen und Herren, Juden in der AfD, das ist nichts weiter als die Herstellung von Normalität. Normalität heißt, dass Juden zu sämtlichen politischen Lagern gehören.

Ich gestatte mir, Karl Kraus zu zitieren:

'Wo Leben sie der Lüge unterjochten,
war ich Revolutionär.
Wo gegen die Natur sie auf Normen pochten,
war ich Revolutionär.
Mit lebendig Leidendem hab ich gelitten.

Wo Freiheit sie für Phrase nutzten,
war ich Reaktionär.
Wo Kunst sie mit ihrem Können beschmutzten,
war ich Reaktionär.
Und bin bis zum Ursprung zurückgeschritten.'

Man wüsste doch gern, was Otto Weininger zu 'Gender' sagen würde, Egon Friedell zum letzten deutschen Historikertag, Karl Kraus zur deutschen Lückenpresse, Rudolf Borchardt zu deutschen Bestsellerlisten, Jacob Taubes zur Theologie des Islam. Aber das ist ein anderes Thema. Freuen wir uns fürs erste, dass der jüdische Geist nun auch in die einzige Oppositionspartei einzieht.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit."