Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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19. September 2018


Journalismus hieß einmal, unter ein- und demselben Autorennamen immer neue Artikel zu lesen. Heute liest man ein- und denselben Artikel mit immer neuen Verfassern.


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Nachtrag zum "Integrationsbarometer" (siehe meinen gestrigen Eintrag inmitten meiner ewiggestrigen): Es ist alles noch weit schlimmer.

Nicht nur dass:
> die Studie von einem Markforschungsinstitut durchgeführt wurde;
> die Befragungen ein halbes Jahr dauerten, bis sich aus mehr als 140.000 Antelefonierten die 9.298 auswertbaren Probanden herauskristallisiert hatten;
> die auf Deutsch geführten Interviews durchschnittlich 26,4 Minuten dauerten, die auf Englisch geführten durchschnittlich 50 Minuten (die Plaudereien auf Arabisch, Türkisch, Russisch und Farsi lagen zeitlich irgendwo dazwischen), und man sich fragen sollte, welcher für eine "Repräsentativumfrage" taugende Mensch tagsüber soviel Zeit zur Verfügung hat;
> eine ungenannte Zahl von Befragten über Auslandstelefonnummern angerufen wurde, um den vorgegebenen Anteil der Migranten bzw. Deutschen mit Migrationshintergrund zu erreichen;
> 84.000 Angerufene die Teilnahme verweigerten, knapp 6.600 das Vorgespräch abbrachen und  rund 1.700 ein bereits begonnenes Interview nicht zu Ende führen wollten;

davon abegsehen verlief offenbar auch die Auswertung der Studie im pseudowissenschaftlichen Sande. Die achtbaren Manipulationsdetektoren von ScienceFiles haben sich die Erläuterungen zur Methodik viel genauer angeschaut, als es mir meine Zeit, mein Durst und vor allem meine unstillbare Neigung, mich mit schönen Dingen (und Texten!) zu beschäftigen, gestatteten. Das Ergebnis: Die rosigen Zahlen des "Intergrationsklimas" mit Zustimmungswerten "zwischen 64 und 70" kamen ScienceFiles zufolge dadurch zustande, dass es die Verfahrensweise bei der Auszählung der vier erhobenen Teilindices praktisch unmöglich machte, unter 50 zu gelangen. "Wenn nun ein Befragter auf alle 16 Aussagen / Fragen konstant sagt, 'eher negativ', 'trifft eher nicht zu' und 'eher nein', dann erreicht er die Grenze von 50, ab der die Autoren davon ausgehen, dass der Index im positiven Bereich sei und ein positives Integrationsklima abbilde. Der Unsinn hinter dieser Behauptung wird daran deutlich, dass ein Befragter, der 15 Mal eher nicht, trifft eher nicht zu und einmal eher positiv' gesagt hat, als Befragter gezählt wird, der das Integrationsklima in Deutschland positiv einschätzt."
(Hier nochmals zum Nachlesen der Methodenbericht.)


Fazit: Ein weiteres Fiasco des deutschen Qualitätsjournalismus, doch die Genossen Journalisten "leben ihre Begeisterung darüber, dass eine Studie herausgefunden haben will, was sie denken, in freudiger Unkenntnis dessen aus, was die Spezialisten vom SVR-Integrationsbarometer in ihren sechs Monaten Feldzeit eigentlich getrieben haben" (ScienceFiles).

Aber immerhin, die Schlagzeile ist in die Welt geblasen worden, und viele Gutgläubige käuen sie wieder. Das Dementi erreicht die wenigsten davon. Ziel erreicht. Auf zur nächsten Märchenstudie.


PS. Leser *** meldet Widerspruch zu den ScieneceFiles-Darlegung an: "Ich habe mit Herrn Klein von science files eine kurze Diskussion geführt (falls Sie dort nachsehen wollen, ich bin das hübsche grüne Männchen mit dem Benutzernamen Stefan). Ich bin mir nicht so sicher, daß in der Studie wirklich methodisch falsch vorgegangen wurde (ungeachtet der anderen Kritikpunkte). Herr Klein behauptet ja, daß selbst wenn alle 16 Fragen mit der 'schlechtesten' Antwort beantwortet wurden, die Grenze von 50 % erreicht würde. Seine Begründung habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, das ist aber nicht entscheidend. Ich habe gefragt, ob nicht auch folgende Vorgehensweise denkbar wäre:

Kategorie 4 hat vier Fragen mit jeweils 4 Antwortmöglichkeiten. Wird Frage 1 mit 'auf keinen Fall' beantwortet, geht diese mit 0 ein, bei 'eher nein' mit 8,3, bei eher ja mit 16,7 und bei 'auf jeden Fall' mit 25. Diese vier Werte werden dann addiert und durch 4 geteilt. Hat man also 4 mal mit 'auf keinen Fall' geantwortet, ergibt sich für diese Kategorie (0+0+0+0)/4 =0. Hat man aber einmal mit 'auf jeden Fall', ansonsten mit 'auf keinen Fall', geantwortet, kommt 6,25 heraus (0+0+0+25)/4. usw. Dasselbe erfolgt mit den anderen drei Kategorien. Die Ergebnisse werden dann zusammen addiert. Es könnte also theoretisch 0 raus kommen.

Er sagte dann, daß dies möglich sei. Und genau das kritisiere ich. Herr Klein rekonstruiert die Auswertung der 16 Fragen auf eine Weise, die zu in der Tat seltsamen Ergebnissen (die den Migrationsbefürwortern zupaß kämen) führen würde. Gleichzeitig erweckt er den Eindruck, daß nur diese Rekonstruktion denkbar sei (so kam es zumindest bei mir an). Er sagt auch, daß er gar nicht weiß, ob in der Studie tatsächlich so vorgegangen wurde. Auch liefert er keinerlei Belege oder Hinweise dafür, daß wahrscheinlich so vorgegangen wurde.

Das ist nach meinem Dafürhalten äußerst unseriös. Ich habe übrigens daraufhin beim SVR, der die Studie durchgeführt hat, angerufen. Dort wurde mir gesagt, daß bei Beantwortung aller Fragen mit der migrationskritischen Antwort durchaus 0 % im Gesamtergebnis herauskommt. Allerdings ist es mir nicht möglich, zu untersuchen, ob das stimmt."

Weiteren Diskussionsbeiträgen über die Zählweise stehe ich aufgeschlossen gegenüber...



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Einer der Chemitzer Tatverdächtigen ist wieder auf freiem Fuß. Ihm konnte keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Auf den Messern fanden sich keine Fingerabdrücke. Egal, ob der Bursche nun beteiligt war oder nicht: Der Fall zeigt, welche Lektionen in Messerfatzkekreisen gelernt worden sind. Erstens: Greife im Rudel an, am Ende werden sich die Zeugen widersprechen, und keinem Einzelnen wird die Tat resp. der entscheidende Stich (oder Schlag) zur Last gelegt werden können. Zweitens: Trage Handschuhe, auch im August (angeblich trägt einer der beiden Migranten auf dem längst legendären "Antifa Zeckenbiss"-Video welche; ich vermag es nicht zu erkennen). Der Anwalt regelt den Rest.

Es gibt, wenn man die Täter überführen will, wohl nur ein Mittel: Die vollständige Überwachung des öffentlichen Raumes mit Kameras.


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"Sehr geehrter Herr Klonovsky, Ihr Bericht über den Tod von Ulrich Schacht hat alte Erinnerungen wieder hervorgebracht. Ich bin ihm nie persönlich begegnet, trotzdem verliefen unsere Wege kurzfristig parallel. In den Jahren 1974/1975 waren wir beide in Brandenburg wohnHAFT. Ich war in einer anderen 'Brigade' untergebracht als Ulrich Schacht. Trotz der dort üblichen Isolierungsmaßnahmen erfuhren auch wir in unserer Abteilung von einem mutigen  jungen Theologiestudenten, der trotz sieben Jahren Haftandrohung mutig und optimistisch blieb. Durch 'Pendeln' gelangten auch zu uns Texte, die er verfasst hatte und die geeignet waren, uns zu zeigen, dass wir mit unserer Denkweise nicht allein waren. Wenn ich mich richtig erinnere, bezahlte er für seinen Mut auch mit Aufenthalt in der  'Esse', i.e. verschärftem Arrest.

Summa summarum: Für mich war er ein mutiger, aufrechter und kluger Mensch wie es leider nicht viele gibt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. ***"


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Ich habe hier bisweilen die sogenannten Farmermorde in Südafrika thematisiert. Bei diesen oft unglaublich grausamen Taten werden ganze Familien niedergemetzelt, meist nach ausgiebigen Folterorgien, auch an Kindern oder Alten. Immer sind die Opfer Weiße und die Täter Schwarze, das heißt, die Taten sind klar rassistisch motiviert. Linke Weiße, die sich die Bilder nicht anschauen müssen, haben oft ein gewisses Verständnis für die Täter, die sich ja nur für die Schrecken der Apartheid "rächen", andere zarte Gemüter weisen darauf hin, dass Schwarze noch mehr Schwarze als Weiße umbringen. Die Morde an Farmern scheinen "mit Blick auf die enorm hohe Gewaltkriminalität in Südafrika eher ein Randaspekt zu sein – allerdings wird das wahre Ausmaß des Schreckens klar, wenn man diese Zahlen ins Verhältnis zur Größe der betroffenen Gruppe setzt", schreibt die Nordwest Zeitung in einer Rezension des Buches " Kill the Boer. Government Complicity in South Africa’s brutal farm murders" von Ernst Roets (Pretoria, 2018). Roets "kommt zu dem Ergebnis, dass Landwirt einer der gefährlichsten Berufe im Land ist. Die Mordrate betrug im Jahr 2016 rund 156 pro 100 000 Farmern. Zum Vergleich: In El Salvador, dem Land mit der höchsten Mordrate weltweit, betrug dieses Verhältnis in Bezug auf die Gesamtbevölkerung 82,8 in Südafrika 34, in Deutschland 1,2." Menschenfreundliche Politiker wie der damalige Staatschef Jacob Zuma (hier) oder Julius Malema (hier) versuchen vergeblich, ihre Anhänger zu beruhigen. Am Kap vollzieht sich eine ethnische Säuberung. Die Opfer freilich gehören zur Rasse der Täter. Ihr Schicksal lässt den mit ethischen Säuberungen beschäftigten Westen gleichgültig.

Eine Anmerkung zu der These, die Buren hätten schließlich den Ureinwohnern das Land gestohlen. Leser ** schreibt: "Ureinwohner Südafrikas, auch Namibias, sind die Khoi. Die leb(t)en dort wohl schon seit 100.000 Jahren, wie genetische und linguistische Untersuchungen nahelegen. Die eingewanderten, Bantu sprechenden Völker haben die Khoi 'verdrängt', wie der geneigte Ethnologe euphemisiert (anstatt es korrekt einen Völkermord zu nennen). In den Bereichen, wo während der holländischen Besiedlung noch Khoi lebten, waren die weißen Einwanderer nur schneller als die Bantuvölker, und haben so wohl einen weiteren/ umfassenderen Völkermord verhindert. (Soweit ich aus meiner DDR-Bildung noch weiß, waren die Khoi 'Kollaborateure' der Südafrikanischen Armee, also dann wohl doch recht gut integriert. Eine Lobby, zumal im ANC, haben sie wohl nicht.)"


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"Gestern bin ich in Hotpants aus dem Auto gestiegen, als eine Gruppe grölender Franzosen hupend an mir vorbei gefahren ist. Gerne hätte ich ihnen erklärt, dass man sowas nicht mehr macht, und es wichtig für Frauen ist, dass sie was können.

Quatsch. Danke Jungs"

(twitter-Fund)