Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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31. August 2018


"Der Chevalier du Bran d'Enhaut hatte einem kleinen Anwalt am Provinzialgericht der Normandie das Leben gerettet. Als der Terreur losbrach, empfahl ihm dieser Anwalt voller Dankbarkeit an einen Schuhflicker weiter, der ihn einem Kotschaufler empfahl, der ihn einem aus der Haft entsprungenem Benediktiner empfahl, der ihn der Prophetin Catherine Théot empfahl, die ihn Robespierre empfahl, der ihn enthaupten ließ. Eine Gefälligkeit geht nie verloren."
Léon Bloy, "Auslegung der Gemeinplätze" (Kap. CL)


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Alexander Wendt hat auf seiner Facebook-Seite ein zur Abwechslung sehr deutliches Foto des auffälligsten Chemnitzer Hitergrußzeigers veröffentlicht; wer den Mann kennt, mag sich bei ihm (oder bei mir) melden; man wüsste doch gern, ob es sich um einen authentischen oder gekauften "Nazi" handelt...


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Inzwischen hat sich jeder davon überzeugen können, dass in der vergangenen Woche zu Chemnitz weder ungewöhnlich heftige Ausschreitungen noch irgendwelche "Menschenjagden" stattgefunden haben. (Zum Nachlesen: die Einsatzberichte der lokalen Polizei zu den spontanen Versammlungen in der Mordnacht des 26. August, den Demonstrationen am 27. und den offenbar besonders schlimmen am 28.: "Großeinsatz verlief störungsfrei." Überhaupt verdeutlicht eine genauere Lektüre auch der Chemnitzer Polizeiberichte, wer hier die Probleme macht.) Die Spoekenkieker schreiben von der "FakeNews des Jahres".

"Chemnitz ist das neue Sebnitz", konstatierte Vera Lengsfeld am 29. August und fasst zusammen: "Auch am Tag drei nach den angeblichen Hetzjagden auf alles 'was ausländisch aussieht', die in Chemnitz am Rande des Trauermarsches der 800 Chemnitzer stattgefunden haben sollen, gibt es keinerlei Beweise dafür. Es bleibt bei den zwei Videos, die von verschiedenen Medien als Beleg präsentiert wurden, dafür aber nicht taugen. Es gibt nach wie vor nur einen Toten und zwei schwer verletzte Deutsche, wobei die Verletzten fast gänzlich aus der Berichterstattung verschwunden sind. Es gibt keine Hinweise auf verletzte Asylbewerber. (...)

Aufgetaucht sind dagegen Videos, die zeigen, dass Schutzsuchende am Rande der Demonstration die Teilnehmer mit 'Nazis raus!' provoziert haben. Es sollen Stinkefinger gezeigt und laute Musik gespielt worden sein. Von einem solchen Verhalten der Schutzsuchenden wird in den Qualitätsmedien nichts berichtet. Es wird auch nicht die Frage gestellt, warum die Schutzsuchenden bei uns mit Messern herumlaufen, die immer häufiger zum Einsatz kommen. Nach dem Messermord in Chemnitz hat es bundesweit mehrere Messerattacken gegeben. (...)

Die Politik ist nach wie vor nicht bereit, die von Migranten verübte Gewalt zum Thema zu machen. Selbst Mehrfach- und Serientäter werden kaum abgeschoben. (...) Harte Maßnahmen sind dagegen angekündigt für alle, die Migrantengewalt und ihre Folgen nicht länger hinnehmen wollen" (mehr hier; auch philosophia perennis hat darüber berichtet: hier und hier).

Dennoch ist in allen Wahrheits- und Qualitätsmedien bis heute von "Hetzjagden auf Flüchtlinge" und der "Schande von Chemnitz" (Bild) die Rede. Die – was den vom deutschen Volk abzuwendenden Schaden betrifft – routiniert amtseidbrüchige Bundeskanzlerin, ihre Sprechpuppe und sogar der UNO-Menschenrechtskommissar haben "Menschenjagden" verurteilt, für die es keinen Beleg gibt und die wahrscheinlich nie stattgefunden haben. Nun ist allgemein bekannt, was für ein zwielichtiger Lobby-Verein die UNO ist (vor allem wenn es gegen Israel geht), doch das Statement des Herrn Said Raad al-Hussein ist schon von spezieller Unverschämtheit. "Zu sehen, was in Sachsen passiert ist, ist wirklich schockierend", erklärte der Jordanier, obwohl er nichts gesehen hat. Es habe "nichts mit Mut zu tun, sich auf ungeschützte Menschen zu stürzen", fügte er hinzu, meinte allerdings nicht seine arabischen Brüder, die eine Blutspur durch Deutschland ziehen, sondern diejenigen Eingeborenen, die dagegen protestieren (vielleicht beschäftigt sich der Herr besser mit Fällen wie diesem). "Es ist unabdingbar, dass Politiker dies alles verurteilten. Wir brauchen eine Konzentration von Stimmen in dieser Sache." In der Tat, wir brauchen Politiker, die eine solche Frechheit eines zur Ausgewogenheit verpflichteten UNO-Funktionärs verurteilen, aber das devotionsgeübte deutsche Politikpersonal hat den Mann keineswegs gerügt, denn die sind ja selber damit beschäftigt, gegen ein halluziniertes Sachsen zu hetzen, statt ihr Land gegen Unterstellungen zu verteidigen.

Die Frage nach den Gründen dieses immer verbisseneren Festhaltens am "Narrativ" des edlen schutzsuchenden, die Rentenkassen füllenden Flüchtlings inmitten von hässlichen, hartherzigen, rassistischen, die Rentenkassen leerenden Deutschen ist leicht zu beantworten: Würde unser politisches und mediales Personal auch nur eine Woche innehalten und eine nüchterne Lagebeurteilung vornehmen, würden diese Leute Zustände eingestehen müssen, die sie über Jahre geleugnet und zugleich forciert haben, würden sie ihre Verantwortung einräumen müssen, würden sie zugeben müssen, dass sie jede Legitimation verloren haben. Und das werden sie naturgemäß nicht tun, denn kaum eine dieser in jahrzehntelanger Negativauslese in ihre Positionen eingerückten Figuren würde danach in irgendeinem ehrbaren Job ihre Bewährungszeit antreten können.

Wenn man jetzt noch die linken Mordaufrufe gegen Sachsen liest (ich habe vorgestern einige verlinkt) oder twitter-Einträge wie jenen des "Theaterautors" Reiner Woop ("
Mauer um Sachsen, AfD rein, Dach drüber, Napalm und Tür zu"; hier) – mit Napalm haben es diese Kretins, ein Linken-Politiker wollte vor kurzem Mainz damit bestreichen (hier) –, dann kommt einem Lengsfelds Sebnitz-Gleichnis zu kleinformatig vor. Wie wäre es mit: Chemnitz ist der neue Reichstagsbrand? Ich liebe diese Nazi-Vergleiche wegen des pawlowschen Gekläffs, welches sie zur Linken verlässlich hervorrufen. Am liebsten würden diese roten Habitusnazis schließlich die "Verordnung zum Schutz von Volk und Staat" erneuern (wenn auch in abgewandelter Zielgruppenansprache) und die Grundrechte für Rechte außer Kraft setzen.


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"Nach Krawall-Demos in Chemnitz: Schweiz rät Reisenden zur Vorsicht in Deutschland", schlagzeilt Spiegel.online, und Focus.online präzisiert: "Nach Schande von Chemnitz gibt Schweiz Reisewarnung für Deutschland aus".

Beide Qualitätsmagazine suggerieren, die Warnung beziehe sich auf "Ausschreitungen gewaltbereiter Neonazis mit Attacken gegen Ausländer". Wovor warnt das Eidgenössische Departement für Auswärtiges wirklich?

Zunächst rät man den Landsleuten, sich im Umfeld von Demonstrationen vorsichtig zu verhalten, "da Ausschreitungen möglich sind". Von Neonazis steht dort so wenig wie von Linksextremisten, die Warnungen beziehen sich auf das "Umfeld" solcher Veranstaltungen, also auf alle Kategorien von Gewalttätern. Sodann heben die Schweizer vier Vorfälle besonders hervor: den Messerangriff in einem Hamburger Supermarkt im Juli 2017 mit einem Toten und mehreren Verletzten, das Lkw-Attentat vom Berliner Breitscheidplatz, den Sprengstoffanschlag auf ein Musikfestival in Ansbach im Juli 2016 sowie den Axtangriff eines Mannes auf Zugpassagiere in einer Bahn bei Würzburg im selben Monat (hier) Bei allen Tätern handelt es sich um islamische Radikale.

Keine Silbe davon in den Meldungen.



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Warum immer Sachsen?

Am 12. Dezember 2015 lieferten sich Linksextremisten in Leipzig eine stundenlange Straßenschlacht mit der Polizei, zündeten Barrikaden an und verletzten 69 Beamte, einige davon schwer. Die Straßenschlacht in der Leipziger Südvorstadt reihte sich in eine ganze Serie von Anschlägen und Übergriffen ein, zu denen sich Linksextremisten mit Stolz bekennen. Gab es überregionale Reaktionen? Einen Aufschrei? Sachsenbeschimpfungen? Ich kann mich nicht entsinnen.

Die Sachsen-Schmähungen begannen Ende 2014 und werden seither immer wilder. Warum zu dieser Zeit? Was war 2014? In Sachsen zog erstmals eine AfD-Fraktion in einen Landtag. Pegida begann zu demonstrieren. Noch etwas war 2014: die NPD verschwand aus dem Landtag. Merkwürdig für ein angeblich immer brauner werdendes Bundesland. Aber das spielte keine Rolle in der Berichterstattung.

Ohne die AfD und Pegida gäbe es das ganze Sachsen-Bashing nicht. Sachsen-Bashing ist ausschließlich "Kampf gegen rechts". Deswegen bleiben die "Aufschreie" aus, wenn Autonome halbe Straßenzüge zerlegen. Deswegen gibt es keine Kampagnen, wenn die Polizei meldet, dass in Berlin oder im Ruhrgebiet arabische Banden Stadtteile beherrschen und die Bewohner schikanieren. Die Silvesterexzesse in Köln haben niemanden auf die Idee gebracht, von Dunkelrheinland oder Schandköln zu reden.

Im Paragraf 130 StGB (Volksverhetzung) heißt es: "Wer die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft."


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Viel ist in letzter Zeit über die regionale bzw. überregionale Relevanz von Nachrichten gelogen worden. Ein Beispiel.

Geradezu notgeil wartet man in hiesigen Redaktionen darauf, endlich einmal eine Gewalttat gegen Migranten melden zu können (also eine von Deutschen begangene, untereinander messern und schlägern Schutzsuchende ja mit beachtlichem Elan). Auf Anfrage der Linkspartei gibt die Bundesregierung regelmäßig Zahlen ausländerfeindlicher Übergriffe bekannt, aber die Eingeborenen scheinen nie Opfer zu produzieren, im Kranken- oder Leichenschauhaus landen anscheinend immer nur tranchierte, kaputtgetretene oder gruppenweise zwangsgekuschelte Deutsche. Nun endlich trat der ersehnte Moment ein: "Syrer in Wismar angegriffen", meldet tagesschau.de. "Der schwer verletzte junge Mann, der nach eigenen Angaben aus Syrien stammt, wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ihm wurden unter anderem die Nase gebrochen, dazu kommen Hämatome in Gesicht und Oberkörper. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen."

Man mag darüber streiten, ob Hämatome und ein Nasenbeinbruch in die Kategorie der schweren Verletzungen fallen – welche Formulierung wählt man dann für niedergemesserte Intensivstationsbeleger? –, aber noch seltsamer ist, dass die Genossen Journalisten bereits wissen, welches Motiv eine Tat hatte, obwohl die Ermittlungen noch laufen, Zeugen gesucht werden und die Täter, scheint's, gar nicht gefasst sind. Ich nannte es: Notgeilheit, und dabei will ich's bewenden lassen, denn auf der achtbaren Webseite ScienceFiles hat man die Sache bereits angemessen referiert. Als vor wenigen Tagen in Offenburg ein Arzt vor den Augen seiner zehnjährigen Tochter von einen somalischen Schutzflehenden regelrecht abgestochen wurde, meldete die Tagesschau das ebensowenig wie die Ermordung von Mia aus Kandel oder Maria aus Freiburg, und zwar ebenfalls mit der Begründung, der Fall sei nicht von überregionalem Interesse.

ARD-Chefredakteur Kai Gniffke erklärte, dass von einzelnen Morden oder Gewalttaten nur dann berichtet werde, wenn der Vorfall von gesellschaftlicher, nationaler und internationaler Relevanz sowie für die Mehrzahl der 83 Millionen Deutschen von Bedeutung sei. Die gebrochene Nase eines Syrers, dessen Beitrag zur deutschen Gesellschaft unklar ist, besitzt demzufolge eine weit höhere gesellschaftlich-nationale und internationale Relevanz als die Abschlachtung eines Arztes, der viele Jahre Patienten geheilt und Steuern gezahlt hat.

"Daraus kann man nur schließen", resümiert ScienceFiles, "dass für Tagesschau-Redakteure Deutsche Menschen zweiter Klasse sind. Eine andere logische Möglichkeit gibt es nicht. Damit hat die Ideologie der Herrenrasse eine interessante Wendung genommen".


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Von überregionalem, ja überbordendem Interesse war, Sie erinnern sich gewiss, übrigens auch diese Bluttat:  

Hollstein image

Und die Nazis behaupten immer, deutsche Opfer würden ignoriert!


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Ein Rudel Linksextremisten ist in den Dienstsitz der Berliner Justizverwaltung im Stadtbezirk Schöneberg eingedrungen und hat einen Justizmitarbeiter bedroht. Laut einem Bekennerschreiben auf der Internetplattform Indymedia erklärten sie dem Beamten, sie besäßen Kenntnis von "den Bedrohungen und Drangsalierungen", welche einer ihrer Komplizen durch die Justiz erleide, und nun kenne man das Gesicht des dafür Verantwortlichen. Weiter heißt es in dem Schreiben, man werde im Zweifelsfalle zurückkommen, "um ihn eindringlicher an seine Schreibtischtäterschaft zu erinnern".

Ist aber keine Nachricht von überregionaler Relevanz. Dafür hätte der Überraschungsbesuch schon in Chemitz stattfinden müssen.


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Leser *** ist auf die tückische Idee gekommen, die Häufigkeit des Begriffes "Messerattacke" auf google.de in den vergangenen Jahren herauszusuchen. Das Resultat ist total überraschend und kaum erklärbar:

2012: ungefähr 24.800 Ereignisse (0,16 sec)
2013: ungefähr 33.800 Ereignisse (0,19 sec)
2014: ungefähr 43.800 Ereignisse (0,22 sec)
2015: ungefähr 53.700 Ereignisse (0,24 sec)
2016: ungefähr 76.200 Ereignisse (0,22 sec)
2017: ungefähr 126.000 Ereignisse (0,16 sec)
2018: ungefähr 639.000 Ereignisse (0,14 sec)

2018 scheint zumindest in diesem Betracht ein überaus heißes Jahr zu werden. Ich habe die Zahlen nicht überprüft, aber sowohl meine Erinnerung – "das einzige Paradies, aus dem man uns nicht vertreiben kann" (Jean Paul) – als auch die Bilanz auf google-Trends stützen sie.

Es kann dafür eigentlich nur einen Grund geben: Seit 2015 haben sich die Gerüchteverbreiter und Rassisten in den Medien durchgesetzt, und was sie vorher dezent verschwiegen hatten, tischen sie seither genüsslich ihren tumben und ängstlichen deutschen Lesern auf.


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Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will: Im Messermänner-Nachwuchswettbewerb hat sich ein Achtjähriger in die pole position gestochen, fürs erste noch mit der eigenen Schwester als Trainingsobjekt, doch die sportlichen Aussichten des Rackers sind glänzend.


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Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Harald Weyel ist knapp jeder dritte Strafgefangene in 'schland kein Deutscher. Das Justizministerium kann allerdings nicht beziffern, wie viele Gefangene einen Migrationshintergrund haben.

Leser *** ergänzt: "Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Butzbach (Hessen) sagte mir, in seiner Arbeitsstelle liegt der Ausländeranteil / Menschen mit Migrationhintergrund bei ca. 80 Prozent" und schickt mir diesen Artikel über die Zahlen in Baden-Württemberg (46 Prozent); nur Berlin kommt da noch drüber, aber bis zur Planerfüllung ist noch viel Luft nach oben.


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Die sozialistische Regierung Spaniens will nicht nur die Grenzen für afrikanische Migranten öffnen wie die deutsche internationalsozialistische Regierung um Frau Merkel, sondern auch, womöglich nach dem nämlichen Vorbild, gegen "rechts" kämpfen. Das Grab Francos mitsamt der Gedenkstätte für die – übrigens alle! – Gefallenen des spanischen Bürgerkriegs ist den iberischen Linken ein Kreuz im Auge –

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so hoch dürfen heutzutage nur noch Windräder ins Land ragen! –, weshalb sie dessen zumindest diskutierte Schleifung einläuten mit der Ankündigung, die Gebeine des Autokraten zu exhumieren und woandershin zu entsorgen. Dies sei "ein Akt rückwirkender Rache ohne Präzendenzfall in der zivilisierten Welt", erklärten die Nachkommen Francos, aber dafür, präzedenzlose Scheußlichkeiten zu verrichten, ist die Linke ja da. Sie hat es Franco nie verziehen, dass er die Kommunisten besiegt hat, aber dieses Ruhmesblatt werden die Totenruhestörer dem General nie nehmen können.

Die nächsten Niederwerfer der Linken stehen bekanntlich schon bereit – einstweilen benutzen sie den Feind noch als nützlichen Idioten –, und wieder handelt es sich um gottesfürchtige Kämpfer. Der Gott freilich, in dessen Namen sie nahen, ist ein anderer, das Kreuz würden sie auch gern abreißen, aber man kann nicht alles haben; das Leben ist kein Wunschkonzert; alle Tage ist kein Sonntag; mach' es wie die Sonnenuhr, zähl' die heit'ren Stunden nur; you can't always get what you want; jeder nur ein Kreuz!