Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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3. August 2018



"Man beginnt an den Klassikern zu zweifeln, seit es Einführungen in ihre Werke gibt."
Jürgen Große



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"Es ist doch gut so, daß unsere Jugend schon ganz gut unterscheiden kann, was Revolution und was Konterrevolution ist."
Margot Honecker, Juni 1989



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Seit einigen Tagen, meldet die Wahrheits- und Qualitätspresse, finde in Deutschland unter dem originellen Hashtag #metwo eine "Debatte" über den alltäglichen Rassismus statt, welchem hierzulande Ausländer ausgesetzt sind und dessen schwunghaftes Wachstum sogar die fortschreitende globale Erwärmung toppt, deren Menschengemachtheit empirisch ähnlich exakt bewiesen ist wie die Deutschheit des besagten Rassismus. Da diejenigen Neumitbürger, die sich seit 2015 vom Regen in die Traufe (auch wenn sie dies Bild nicht verstehen) nach Kaltland gerettet haben, ihre Sprachschwierigkeiten erst nach ca. anderthalb Generationen überwinden (sofern sie nicht aus Südostasien stammen, dann dauert es ein, zwei Jahre), tauchen ca. 1,5 Millionen neue Opfer des deutschen Rassismus, deren Blitzableiterxistenz den Indigenen hohe zweistellige Millardensummen wert ist, in der "Debatte" noch nicht einmal auf.

An der Journalistenschule lernen die künftigen Bediensteten im "Hospital der Meinungen" (Lichtenberg) zwar nicht wirklich viel, aber eines zuallererst, nämlich dass ein Journalist Informationen nicht einfach übernehmen, sondern nachrecherchieren sollte. Den unter #metwo geposteten Statements, so egozentrisch, unglaubwürdig und erbsenprinzessinnenhaft viele davon auch ausfallen – nach der Herkunft gefragt werden, gilt als Rassismus –, scheint eine derartige Dignität innezuwohnen, dass kein Journalist sie nachprüfte, wahrscheinlich weil Zweifel erst recht unter Rassismus oder Förderung desselben fielen. Vielmehr haben Vertreter der Wahrheits- und Qualitätsmedien auch die absurdesten Aussagen umstandslos weiterverbreitet und gegen die deutsche Mehrheitsgesellschaft in Stellung gebracht. Einzig der penetrante Alexander Wendt stellte ein paar Proben aufs Exempel an, indem er einem der schrillsten Vorwürfe folgte, nämlich dass nichtdeutsche Schüler für dieselbe Leistung schlechter benotet worden seien als deutsche, und siehe da: Alles war ganz anders als behauptet. Womit auch die Begründung geliefert wurde, warum Wendts Kollegen nicht nachgeprüft haben. Recherchieren kann einem ja die ganze schöne Propagandastory kaputtmachen.

Im Übrigen merkt Wendt mit Recht an, dass unter einem Hashtag keine "Debatte" stattfindet. Ein Hashtag ist eher so etwas wie eine Schrottsammelstelle für Ideologen, Hypochonder, Aufschneider und andere Trolle. Kein Mensch von Geschmack würde seinen Namen unter einen Hashtag setzen, kein Mensch von Verstand den dort versammelten Bekundungen einen besonderen empirischen Wert beimessen.

Vera Lengsfeld ihrerseits stellt die naheliegende Frage, warum so viele Migranten nach Deutschland wollen, wenn es hier so rassistisch zugehe. Die Antwort ist simpel: Weil sich der eigentliche harte, boshafte und interessengeleitete Rassismus gegen die indigenen Deutschen richtet, damit die sich weiter ohne Murren ausnehmen und aus ihren Stadtteilen verdrängen lassen. In Lengsfelds Worten: "Weil nicht so ohne weiteres einzusehen ist, warum die einheimische Bevölkerung ihre erarbeiteten Werte ohne Gegenleistung mit Einwanderern teilen soll, muss sie eingeschüchtert werden, damit sie keinen Widerspruch wagt. Genau das passiert in der so genannten Rassismus-Debatte."

Lassen Sie sich nicht von seitenverkehrten Rassisten wie Diez, Augstein, Lobo, Stokowski etc. ad nauseam pp. für dumm verkaufen. Fremdenfeindlichkeit entsteht hierzulande vor allem durch die Einwanderung von Fremdenfeinden bzw. feindseligen Fremden. Sich dagegen nicht zu wehren, fiele abwechslungshalber wirklich unter Förderung von Rassismus.


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Noch dazu. In Hamburg ist jeder elfte Tatverdächtige ein "Flüchtling", meldet die Welt. Diese "Meldung" ist vier Absätze lang und weder durch einen identifizierbaren Verfasser noch auf andere Weise als Kommentar gekennzeichnet. Gleichwohl sind zwei der vier Absätze der Kommentierung vorbehalten, welche anhebt mit den mahnenden Worten: "Die Zahlen sind nur mit Einschränkungen interpretierbar." Eigentlich ist "aussagekräftig" gemeint, "interpretierbar" klingt aber pädagogischer. Worauf im üblichen Ton der Belehrungs- und Erziehungsjournalistik das übliche tantenhafte Abwiegelungsgeschwafel folgt: Unter den Flüchtlingen seien überproportional viele junge Männer, die begingen nun mal mehr Straftaten als z.B. rüstige Seniorinnen, außerdem würden sie Studien zufolge öfter angezeigt, und Tatverdächtiger sei nicht dasselbe wie Täter (was offenbar speziell für Migranten gilt).

Es ist mir ein Rätsel, wer für eine solche Art von Journalismus auch nur noch einen Cent zahlt. Wer hat diesen Menschen nach seiner Meinung über die Meldung gefragt? Warum glaubt er (oder sie), sie ausplärren zu dürfen? Und warum gleicht sie der regierungsoffiziellen Propaganda aufs Haar? Es ist nachweisbar, dass junge Männer aus Afrika und dem Orient gewalttätiger sind als gleichaltige Biodeutsche und Ostasiaten. Es gibt keine einzige Studie, die seriös belegt, dass Ausländer schneller und öfter angezeigt werden. Ein Unterschied zwischen tatverdächtig und Täter besteht in der, hehe!, Tat, doch obwohl viele Gewaltverbrecher mit dem berühmten schmückenden, ja schmucken Hintergrund für schwere Straftaten lächerliche Bewährungsstrafen erhalten, sind die Knäste voll von Migranten. Und last but not least sowie auf die Gefahr, mich prantlhäufig zu wiederholen: Von einem Flüchtling, also jemandem, der sich aus Lebensgefahr nach Deutschland gerettet hat und hier auf Kosten seiner großzügigen Gastgeber lebt, erwarte ich, dass er NULL Straftaten begeht, nicht mal einen Eierdiebstahl. Wenn die Zustände in seinem Heimatland so schlimm sind, würde er es ohnehin nicht riskieren, dorthin zurückgeschickt zu werden. Tut er es dennoch, ist er kein Flüchtling, sondern ein undankbarer Gauch, ein Schurke und Bandit, der umgehend außer Landes geschafft werden müsste, sofern wir von einem Land sprechen, dass nicht von inländerfeindlichen Verrückten und Willkommensbarbaren regiert wird. 

Dazu passend:
Stadt Essen ordert 128 kugelsichere Westen für die Ausländerbehörde
 Um die Mitarbeiter der Ausländerbehörde besser zu schützen, hat die Stadt Essen 128 kugelsichere und stichfeste Westen geordert (hier). Schutz suchen vor Schutzsuchenden, x-te Folge. #metwo! 

Dazu ebenfalls passend: Mitunter überschneiden sich #metoo und #metwo auch, wodurch es zur Interferenz kommt, also beide sich wechselseitig aufheben und kein #aufschrei zu hören ist: Am Bahnhof Heilbronn wurde ein Kätchen von zwei "Südländern" in einen Pkw gezerrt, wo sie widerstrebend den Willkommensdank in Empfang nehmen durfte (hier – wie ich vorgestern schon andeutete bedeutet #metwo sinngemäss: Ich bin zu zweit). 

Dazu irgendwie auch noch passend: Im Land der Fremdenfeinde leben immer mehr Einheimische auf der Straße. "Die obdachlosen Familien kommen mittlerweile aus allen Schichten", sagt ein Sozialarbeiter der Berliner Morgenpost. Selbst berufstätige Mütter lebten heute so prekär, dass sie teilweise mit Säuglingen aus ihren Wohnungen geworfen werden. Etwa 30.000 Wohnungslose gäbe es derzeit in Berlin – 22 Prozent davon seien Familien.


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"Wenn man die Bewährungsstrafe auf einen Delinquenten aus einer Tribalgesellschaft anwendet, wird er dies als Freispruch und damit als Ausdruck von Schwäche interpretieren. Er muß sich nicht 'bewähren', denn seine 'Integration' in die eigene Gesellschaft hat er nie verloren. Die deutsche rechtsstaatlich geprägte Gesellschaft ist für ihn dagegen bloßes Beutegebiet, auf das er umso entschlossener zugreifen wird, je schwächer der Widerstand ist."
(Rolf Peter Sieferle, "Das Migrationsproblem")


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Alle Rechtsparteien, die in der BRD gegründet wurden (und alle Bürgerrechtsparteien in der späten DDR) waren von V-Männern der Geheimdienste durchsetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies ausgerechnet bei der AfD nicht der Fall sein sollte, dürfte gen null tendieren. Wäre ich Geheimdienstler, würde ich im Falle einer so erfolgreichen Feindpartei eine Doppelstrategie aus Spalten und Diskreditieren verfolgen; beides müsste natürlich von innen stattfinden. Wichtig ist, dass diese Bürger-Partei, die normalerweise über 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen müsste, für die bürgerliche Mitte als unwählbar dargestellt wird. Dazu bedarf es regelmäßiger "kontrollierter Zündungen", also rufschädigender Vorfälle, am besten im Zusammenhang mit den schlimmen zwölf Jahren. Spekulieren Sie am besten selber weiter. Irgendwo müssen die V-Leute ja sitzen.

Der Chef der niedersächsischen AfD-Jugend hat den Hitler-Attentäter Graf Stauffenberg jetzt auf Facebook einen "Verräter" genannt, der dem kämpfenden Reich in den Rücken gefallen sei. Bereits im März kassierte ein NPD-Mann für den gleichen Post eine Freiheitsstrafe. Kann jemand so dumm sein? Oder sollte er bloß? (Mehr hier.)


PS: Nicht dass jemand meint, ich plädierte hier für Zensur; jeder mag posten, was er will, so lange er es begründen kann. Aber in einer Partei muss man eben auch Partei sein, wer Mitglied wird, hat sich auf diesen Handel, diese intellektuelle Disziplinierung und Flurbegradigung eingelassen (deshalb werde ich nie in eine Partei eintreten). Und was die Sache mit dem angeblichen "Verrat" Stauffenbergs betrifft, hat mir Friedrich der Große in einem Gespräch unter vier Augen bestätigt, dass Stauffenbergs Tat völlig legitim gewesen sei.


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Die Geschlechtergerechtigkeit bricht sich überall Bahn: "Autographen und Autographinnen sächsischer Fürsten und Fürstinnen" verheißt diese Webseite. Törinnen und Toren hatten wir bereits, aber die Türinnen und Türen stehen uns noch bevor, zu schweigen von den Dementörinnen und -toren des ästhetischen Empfindens.


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Zu meinem Lob des schönen Sommers bemerkt Leser ***: "Bei Ihren Sonnenbädern, die ich Ihnen von Herzen gönne, haben Sie allerdings übersehen, dass wir gerade nicht zu viel Sonne und Wärme, sondern einfach zu wenig Regen haben. Dabei sollten es ja gerade tropische Sintfluten sein, die unseren Klimawandel kennzeichnen. Nichts davon zu sehen. Stattdessen einfach nur heiß. Schauen Sie sich mal in den trockengestressten Gegenden um. Da sieht es aus wie in einem Horrorfilm. Dieses Gefühl beschlich mich heute selbst bei einer Fahrt durchs Schwarzwälder Kinzigtal, wobei ich nicht einmal weiß, ob diese Region besonders hart betroffen ist. Die Laubbäume werfen selbst im geschlossenen Waldverband! die Blätter ab. Auf den Wiesen kein Gras mehr, die Tiere schieben Kohldampf oder wandern zum Metzger. Wenn sie Glück haben, bekommen sie den Mais zu fressen, der unreif und vertrocknet geschreddert wird. Die Äpfel sind samt Blätter braun und fallen herunter und das nach der granatenschlechten Ernte 2017. Die Weintrauben (und dies wird sie besonders interessieren) werden von den Stöcken, als lebensrettende Notreaktion, abgestoßen. Manche Landwirte stehen vor dem Ruin, und ihr Verband sucht verständlicherweise nach Hilfe.
Und jetzt kommt der eigentliche Skandal. Die Obergrünin Baerbock schüttet kübelweise Häme über den Landwirten aus: Sie sollen sich doch nicht so haben, immerhin seien sie ja für den Klimandel selbst verantwortlich. Das wäre ja alles nicht der Rede wert, würden nicht täglich, stündlich, minütlich schaufel-, schubkarren-, nein waggonweise und mit gefälligem Abnicken der Grünen et. al. Steuergelder für Sie-wissen-ja-wofür, verbraten werden.

Egal wer das Wetter 'macht', 'der Mensch', Petrus oder der Liebe Gott: Sie hätten gerne auch auf die negativen Seiten des momentanen Wetters hinweisen können, unter denen manche gerade sehr leiden."



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Furchtbare Juristen, nächste Folge. "Noch im Gerichtssaal wurden die gerade wegen gemeinschaftlichen Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen verurteilten Täter gefeiert, draußen vor dem Reutlinger Amtsgericht gab es Selfies und sogar Beifall, während sich das Opfer von dannen schlich", meldet die Regionalpresse. "Zwei Syrer standen gestern Morgen vor dem Amtsgericht Reutlingen unter Vorsitz von Richter Eberhard Hausch, weil sie im März diesen Jahres in den frühen Morgenstunden einen jungen Mann fürchterlich zusammengeschlagen, ihn ausgeraubt und ihm gedroht hatten, sie würden ihn umbringen." Zu einem Jahr und neun Monaten verurteilte Richter Hausch den Älteren, zu einem Jahr Freiheitsstrafe den Jüngeren nach Jugendstrafrecht. Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Richter Eberhard Hausch versteht seine Milde als "gelbe Karte". Merken Sie sich auch diesen Namen: Richter Eberhard Hausch, Amtsgericht Reutlingen. Eberhard Hausch.

Soll ich den Sieferle noch mal zitieren, bis es "sitzt"? Also:

"Wenn man die Bewährungsstrafe auf einen Delinquenten aus einer Tribalgesellschaft anwendet, wird er dies als Freispruch und damit als Ausdruck von Schwäche interpretieren. Er muß sich nicht 'bewähren', denn seine 'Integration' in die eigene Gesellschaft hat er nie verloren. Die deutsche rechtsstaatlich geprägte Gesellschaft ist für ihn dagegen bloßes Beutegebiet, auf das er umso entschlossener zugreifen wird, je schwächer der Widerstand ist."

Natürlich fand sich auch im vorliegenden Fall ein Spitzbube aus den Maschinenräumen der Migrationsindustrie, der ungeniert um Verständnis für seinen unbegleiteten jüngeren Schläger warb, ungefähr wie gewisse Schickeriaschachteln nach der ersten Beißattacke ihres Köters ausrufen: "Das hat er ja noch nie gemacht!" Der Name des Asozialarbeiters ist unbekannt und unwichtig. Merken müssen Sie sich nur: Richter Eberhard Hausch, Amtsgericht Reutlingen. Eberhard Hausch, Reutlingen. Eberhard Hausch.