Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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9. Mai 2018


Am kommenden Mittwoch, dem 16. Mai, um 15 Uhr werden Vera Lengsfeld, Henryk Broder, Alexander Wendt und ich dem Vorsitzenden des Petitionsauschusses des Bundestags die zur Petition umgewandelte "Gemeinsame Erklärung 2018" übergeben. Am 17. veranstalten wir um 11 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz in identischer Besetzung eine Pressekonferenz dazu.


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In einem Kurzinterview unterzieht sich Grünen-Vorsitzende Robert Habeck der allseits beliebten Schlagfertigkeitsnachweisübung, auf ein paar hingeworfene Begriffe spontane Assoziationen zu formulieren, also zu offenbaren, was einem in diesem Falle eben Grünen spontan durch die Rübe rauscht, wenn die Pawlowschen Lämpchen aufleuchten. Da der Mann als sogenannter Hoffnungsträger, als gescheit, ja als Schriftsteller gilt, wollen wir seinen Repliken mit der gebotenen Unvoreingenommenheit lauschen.

"Marktwirtschaft."
"Ist ’ne gute Sache, wenn sie sozial eingefedert wird."

Davor muss sie aber noch geteert werden, sonst halten die Federn nicht.

"Stolz."
"Gefährlich."

Weil: ein Deutscher zu sein und so. Geht gar nicht. Aber ein stolzer Türke? Oder eine Frau, „deren Gang eine einzige Provokation war, um die sich freilich der solide Harnisch eines spöttischen Stolzes schloss“, wie ein moderner Flaubert schrieb? Gefährlich? Doch doch, durchaus.

"Europa."
"Interrail und reisen."

Wir leben definitiv "nach den Kulturen" (Frank Lisson) bzw. der Kultur. Aber vielleicht reist er ja zuweilen in den Louvre und die Uffizien?

"Heimat."
"Super, um die Rechte zu provozieren."

Immerhin taugt die alte Vettel überhaupt noch für irgendwas. Nur: Es heißt doch "Kampf gegen rechts", nicht "Provokation gegen rechts"!

"Islam."
"Spannungen, aber ’ne bunte Gesellschaft."

Im Gegensatz z.B. zum Nationalsozialismus, der war zwar auch ziemlich spannend, aber total braun, wie Sachsen heute noch.

"Volksverräter."
"Ist’n Nazi-Begriff."

Na ja, nicht ganz, den Begriff gab es schon im deutschen Vormärz, er kam folglich, wie die Nazis auch, bei denen wir nun endlich angelangt sind, von links. Marx und Engels haben Alphonse de Lamartine so genannt, Georg Büchner hat das Wort verwendet, und Rosa Luxemburg herzte die Sozialdemokraten im Mai 1916 mit den Worten, sie seien eine "Rotte von Volksverrätern".

Aber die Antwort entfuhr ihm sozusagen mehrstufig, der eigentlich Clou folgt erst:

"Es gibt kein Volk, und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk. Das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren."

Man merkt es an der Wortwahl: Diese Figur ist in der Zeitgeistbrühe gegart wie ein Karpfen im Wurzelsud. Die Bemerkung, es gebe kein Volk, entstammt freilich der Nouvelle Cousine. Deswegen ist nämlich die AfD-Forderung nach Volksabstimmungen Quatsch. Aber gibt es dann auch keine Volksverhetzung? Und warum steht über dem Reichs- bzw. Bundestag "Dem deutschen Volke", und das auch noch in Versalien?

Habeck ist seit 2012 stellvertretender schleswig-holsteinischer Ministerpräsident und Minister für Energiewende (sic!), Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume – 2017 fielen die "ländlichen Räume" weg und wurden mehr als vollwertig durch "Natur und Digitalisierung" ersetzt, wie überhaupt die Digitalisierung seit Merkel zur zweiten Natur der Deutschen geworden ist –, das heißt, er hat zweimal den folgenden Amtseid geleistet: "Ich schwöre: Ich werde meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seine Freiheit verteidigen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden" etc. pp. Und nun teilt er uns en passant mit, dass er einen Meineid geschworen hat? Es gibt den Souverän gar nicht! "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus" (Art. 20,2 GG)? Blödsinn! "Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt" (20,4)? Geht doch gar nicht! Und es wäre Ausgrenzung aller anderen.

Ich hege freilich den Verdacht, dass unsere grüne Granate nur das deutsche Volk meint, zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass er beispielsweise dem jüdischen Volk abspricht, eines zu sein, von den stolzen Arabern oder den fidelen Afghanen zu schweigen. Und die schwarzen Völker erst!

Apropos: Bei Grünen-Chef Robert Habeck läuft übrigens zuhause Rap-Musik, sagte er dem Musikmagazin Rolling Stone, schreibt die Welt. Bei Familie Habeck bestimmen nämlich die drei Söhne das Musikprogramm. "Zuhause ist jetzt oft Trap Music angesagt, das ist gechillter Hip-Hop", erklärte er. "Das läuft bei uns den ganzen Tag, durch die Jungs wird das ganze Haus mit schwarzer Partymusik beschallt." Das einzige Problem: "Man darf als Grüner nicht auf die Texte achten." Auch auf die eigenen nicht! "Ich bin mit U2, Talking Heads und Philipp Boa aufgewachsen. Aber Musik hat sich ja weiterentwickelt", sagt Habeck.

Klar. Von Palestrina über Bach und Mahler zu U2 und hinauf zum Rap. Und mittendrin, als bunter, gut beschallter Hohlraum ohne Volk, der Grüne H.


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"Die Blutrache gehört zu Deutschland."
(Netzfund)


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Malcolm Schauf, der Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte, sagte im Januar im Interview mit der Wirtschaftswoche:

"Ein Gefühl der gesellschaftlichen Verantwortung für das Land ist bei heutigen Konzernlenkern nicht weit verbreitet. Die sind international orientiert. Mir sagte neulich noch ein Vorstandschef, für ihn sei das ohnehin nicht so wichtig, was hier gesellschaftlich passiert. Wenn es schlecht läuft, zieht er privat eben weg. Mittelständler sind da anders. Und bei denen herrscht große Ernüchterung, was die Einwanderung angeht."

So sieht sie aus, die Weltsicht von Globalisten, von Nutznießern der Globalisierung, von Wirtschaftslenkern und DAX-Konzernchefs, die der Kanzlerin nach dem Mund reden und ein neues Wirtschaftswunder durch Flüchtlinge herbeifabulieren, aber keinen einzigen einstellen. Wenn das Experiment scheitert, golfen sie halt woanders.


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Zur Meldung "Spaziergänger entdeckt Leiche von junger (blonder) Frau in Frankfurter Park" schreibt ein Leser auf welt.de:

"Ich hab mir mal vor einer Woche eine Liste gemacht, nur aus den letzten 7 Tagen, auf offener Straße Tote gefunden, bin momentan bei 13. Tote in Flüssen, und mit Messerstichen getötet, erschlagen etc. In den meisten Fällen wird man keine Täter finden, die vergewaltigte Frau in Barsinghausen wurde danach auch getötet, kam leider nicht in den großen Medien, Rostock, Herzberg, Paderborn, Oberhausen, dazu noch die ganzen sexuellen Übergriffe, da bin ich auch bei über 30 in den letzten 2 Wochen, Offenburg, Tübingen, Berlin, München, Jena, Duisburg, Freiburg, Schwabing, Hamburg mehrfach, sind nur einige der Taten der letzten paar Tage. Diese Kriminalitätsstatistik und dieses Feiern als 'Erfolg' ist der blanke Hohn für die Opfer dieser schecklichen Taten."


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Meine Beobachtung, dass kaum Muslime in europäischen Kulturstätten auftauchen (Acta vom 7. Mai), stößt bei Leser *** auf Missfallen:

"Die Muslime ohne Kopftuch fallen Ihnen nicht als solche auf. Wenn Sie zählen, scheinen sie nur Kopftücher zu zählen. Zu berücksichtigen wäre der Gesamtanteil der muslimischen Bevölkerung, darin der Anteil Kopftuchträgerinnen. (...) Auffallend bleibt, dass eine automatische Gleichsetzung von Kopftuch und Muslima zum Ausdruck kam. Und Sie infolgedessen keineswegs streitbare Äußerungen tätigen, sondern lediglich fragwürdige."

Der Einwand ist insofern berechtigt, als ich einen in Europa lebenden, assimilierten Muslim bzw. eine ebensolche Muslima wahrscheinlich nicht erkennen würde. Ich möchte allerdings behaupten, dass ich imstande bin, einen – im weiten Sinne – Orientalen mit einer Trefferquote über 80 Prozent an seinem Habitus, seiner Sprache und seinen ethnischen Merkmalen zu identifizieren. Ich darf ferner darauf verweisen, dass es in den großen Galerien Museumsführer in allen möglichen Sprachen gibt, aber arabische, persische oder türkische habe ich noch nirgendwo gesehen.

Ich meine also schon, dass meine Beobachtung zutrifft. Um ein Vorurteil handelt es sich jedenfalls nicht.