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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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20. März 2018


Der Musikethnologe Lars-Christian Koch wird Sammlungsdirektor am Berliner Humboldt-Forum. "Ein weiterer weißer Europäer an der Spitze von Deutschlands wichtigstem Kulturprojekt – das ist kein gutes Signal", kommentiert in erfrischend rassistischer Offenheit der Süddeutsche Beobachter. Vielleicht geht jetzt ein Ruck durch die verbliebenen weißen Abonnenten des Hochqualitätsblattes?


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Anti-Merkel-Demo am Dammtor Gegen-Demonstranten legen Bahnverkehr lahm – Quelle: https://www.mopo.de/29894630 ©2018
Anti-Merkel-Demo am Dammtor Gegen-Demonstranten legen Bahnverkehr lahm – Quelle: https://www.mopo.de/29894630 ©2018
"Anti-Merkel-Demo am Dammtor: Gegendemonstranten legen Bahnverkehr lahm", vermeldet die Hamburger Morgenpost. Gaaanz am Ende des Artikels verborgen folgt diese Mitteilung:

"Im Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert."

Kämen die Täter zufälliger- und ungewöhnlicherweise von der anderen Seite, läsen wir gewiss die Schlagzeile: "Nazis prügeln Antirassisten ins Krankenhaus".

Am Rande:  "Ehemaliger Merkel-Gegner", ist das eine Prognose oder eine Recherche?

PS: Inzwischen bringen sie die Nachricht groß, aber ohne Hinweis, wer da wen niedergestreckt hat.


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Im Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es darüber hinaus zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil  eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. – Quelle: https://www.mopo.de/29894630 ©2018
Im Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es darüber hinaus zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil  eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. – Quelle: https://www.mopo.de/29894630 ©2018
Im Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es darüber hinaus zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil  eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. – Quelle: https://www.mopo.de/29894630 ©2018
Im Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es darüber hinaus zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil  eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. – Quelle: https://www.mopo.de/29894630 ©2018
Im Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es darüber hinaus zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil  eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. – Quelle: https://www.mopo.de/29894630 ©2018
Im Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es darüber hinaus zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil  eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein KrankenhIm Bereich der U-Bahn-Station Stephansplatz kam es darüber hinaus zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil  eines möglicherweise ehemaligen Merkel-Gegner durch zwei bislang unbekannte Täter. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.


Unbedingt in die Annalen der späten Bundesrepublik gehört eine Bemerkung des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul, CDU. Im Mutterland des Großen Austausches (den es nur gibt, wenn er gepriesen wird; sonst handelt es sich um rechte Hetze) hat ausgerechnet die SPD die Zahl der Messerattacken ermittelt, die bekanntlich bei den früher schon länger dort lebenden Germanen, von denen wir gottlob nicht abstammen, viel höher war und seitdem disruptiv, aber kontinuierlich sinkt. Messerattacken gehören jedenfalls zu Deutschland wie das Oktoberfest und der Damenbart.

Liebe Kinder, jetzt alle zusammen: Messerattacken gehören zu Deutschland!

Das Ergebnis: Vom September 2017 bis März 2018 haben in Nordrhein-Westfalen sogenannte Täter 572mal auf andere eingestochen, die nur durch Zufall nicht von der Gesellschaft zu Tätern gemacht wurden. Im Schnitt sind das gerade mal etwas mehr als drei Messerangriffe pro Tag; die Wahrscheinlichkeit, im Haushalt verletzt zu werden, ist ungleich höher, sogar wenn man nicht verheiratet ist. Minister Reul, Vater dreier Töchter und gelernter Soziologe oder umgekehrt, ließ sich denn auch nicht ins Bockshorn jagen und erläuterte im ZDF: "Polizisten schützen wir dadurch, daß wir sie mit Schutzwesten ausstatten, und Bürgerinnen und Bürger werden einfach sensibler sein müssen. Man muss nicht unbedingt Menschen nah an sich ranlassen" (mehr hier). Wer nicht genau weiß, wie er (oder sie) das bewerkstelligen soll, einfach den ersten Kampf von Ali gegen Sonny Liston anschauen, Ali konnte das vorbildlich!

Gerüchte, denen zufolge die gesamte Bevölkerung mit Schutzwesten ausgestattet werden soll, gehen vermutlich auf russische Hacker zurück.


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Im Freitag hebt ein Kommentar an mit den Sätzen: "Die Entropie nimmt ab. Unter gefühlt zunehmender Hitze sortieren sich frei schwebende Teilchen mehr oder minder radikaler Rechter neu. Das ist ein Problem vor allem für Rechte, die keine sein wollen, sondern lieber Konservative. Denn diese Grenze gibt es nicht."

So viel Mindersinn und schiefe Bilder auf drei Zeilen unterzubringen, gelingt nur wenigen. Entropie nimmt ab bzw. sinkt, wenn aus einem System Energie abfließt. Wie dort dann gleichzeitig die Hitze zunehmen soll, was unter einer "gefühlten" Zunahme zu verstehen sein mag und wie frei schwebende rechte Teilchen Hitze zu "fühlen" vermögen, wird uns der Metaphernflipperspieler, der womöglich damals, als Thermodynamik auf dem Lehrplan stand, seine erste Sinnkrise hatte, nie erklären. Dass diese frei schwebenden Teilchen sich neu sortieren, ist also ein Problem für Rechte, die Konservative sein wollen, denn es gibt zwischen Rechten und Konservativen keine Grenze, weil die Entropie abnimmt (bei den Rechten oder bei den Konservativen? in welche Richtung?). Aber wenn es die Grenze nicht gibt, wie der Gevatter mal eben so behauptet, wie unterscheiden sich die Systeme und von wo nach wo fließt überhaupt Energie? Wahrscheinlich meint er, dass die Konservativen Rechte werden und dieser Prozess irreversibel ist, aber dann muss er's erstens schreiben und zweitens begründen.
(Einige Naturwissenschaftler unter meinen Lesern weisen mich darauf hin, dass ich zwar mit der Rüge des Textes richtig läge, aber mit meiner Begründung völlig daneben, siehe unten; aber: "Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.")

Ich bin auf diesen Nonsense nur gestoßen, weil ich mich durch die durchweg drolligen Reaktionen der Wahrheits- und Qualitätspresse auf die "Gemeinsame Erklärung 2018" geklickt habe, deren Unterzeichnerschar täglich um Dutzende Personen wächst, die man weder als Dumpfdeutsche noch als Nazis-Rassisten-Alteweißemänner-FckAfD denunzieren und obendrein leider nicht mehr ignorieren kann. Nicht übel etwa das Neue Deutschland, wo bis heute zu lesen steht: "Es sind gerade einmal drei Sätze, die eine Ende vergangener Woche im Internet veröffentlichte 'Erklärung 2018' umfasst."

Die Berliner Zeitung hat es quasi auch mit der Entropie, nämlich mit der sozialen Kälte, die aus der Erklärung spräche (wobei wir thermodynamisch Klippgeschulten wissen, dass es eine physikalische Größe namens Kälte gar nicht gibt und Europa früher oder später den Entropietod sterben wird, wenn es seine Systemgrenze nicht abdichtet). Die sozialistische Restaurations-Gazette raunt gleichwohl unbekümmert von der "vermeintlichen Tatsachenbehauptung, es fände eine illegale Masseneinwanderung statt", denn die Zahlen gingen doch zurück. Nun, wenn etwas dazukommt, wird es nicht weniger. Und da niemand von einer Rückkehr redet, sollen diese Leute mit ihren bisweilen unappetitlichen Sitten also offenbar hierbleiben; sie fliehen nicht, sondern wandern ein. Die braven Deutschen werden im Tagestakt dazu vergattert, diese Leute zu versorgen und zu integrieren bzw. die Regeln des Zusammenlebens täglich neu mit ihnen auszuhandeln. Der drohende massenhafte Familiennachzug, eine zwischen den Koaltionsparteien ausgehandelte Obergrenze, die beinahe so solide ist wie die Staatsgrenze, so gut wie keine Abschiebungen, auch von Banditen nicht, per Chartermaschinen aus sicheren europäischen Drittstaaten nach Deutschland geflogenen Migranten und die Einwanderung über die Kreißsäle, vom deutschen Steuerzahler finanziert: All das fällt unter "vermeintlich"? Kein Wunder, dass die Auflagen dieser Blätter noch schneller sinken als der Entrüstungspegel der Grünen bei AfD-Bundestagsreden steigt. Nach Angaben des BND werden pro Monat über die wieder offene Balkanroute im Schnitt 15.000 Migranten nach Deutschland geschleust (hier). Die Schlepper verdienen daran um die 120 Millionen Euro im Monat. Wenn das keine illegale Masseneinwanderung ist, dann ist die Berliner Zeitung ein Oppositionsblatt. Gespannt warten nun alle auf die Zeit, die für ihr geriatisches Publikum Aktualität simuliert, indem sie beim immergleichen Artikel gegen "rechts" öfter mal die Protagonisten und zuweilen auch den Verfasser austauscht.

PS vom 22. März: Ich muss mich einzelfallhalber korrigieren, der Artikel in der Zeit über die Initiatoren der Erklärung war bemerkenswert sachlich und frei vom üblichen denunziatorischen Eifer.

PPS: Leser *** belehrt mich: "Thermodynamische Prozesse bzw. Energieumwandlungen sind immer mit Veränderung (Zu- oder Abnahme) der Entropie und der Enthalpie verbunden. Grob gesagt, beschreibt die Entropie die Ausrichtung der inneren Energie, während die Enthalpie eher ein Maß für den absoluten Betrag der inneren Energie ist. Eine hohe Entropie bedeutet dabei sehr chaotisches Verhalten der einzelnen Teilchen. Wenn die Entropie abnimmt, stellt das tatsächlich eine höhere Arbeitsfähigkeit des betrachteten Stoffes dar. Man kann 4 (Extrem-) Zustände betrachten:

– hohe Enthalpie und niedrige Entropie
Viel in nutzbare Arbeit umsetzbare innere Energie vorhanden. Dies entspricht z.B. dem Zustand von Frischdampf in einem Kraftwerk: Die Kesselspeisepumpe hat den Wasserdruck erhöht und damit die Entropie gesenkt. Im Kessel wurde durch gute (Biomasse, Sonnenstrahlen) oder böse (Kernspaltung, Kohleverbrennung) Energiezufuhr die Enthalpie erhöht.

– hohe Enthalpie und hohe Entropie
Entspricht z.B. einem Waldbrand: hohe Temperaturen, chaotische Energiefreisetzung, welche innerhalb der Systemgrenzen nicht nutzbar ist. (Wenn Sie einen Schnellkochtopf in die Flammen werfen und dann wenn genügend Dampf in dem Topf entstanden ist, diesen wieder herausnehmen, so haben Sie in diesem Topf wieder einen Zustand von relativ hoher Enthalpie und relativ niedriger Entropie, also nutzbare Energie, auch Exergie genannt.) Wichtig: je höher die Entropie umso weniger Enthalpie kann in nutzbare Energie abgebaut werden.

– niedrige Enthalpie und hohe Entropie
Entspricht dem Endzustand des Prozessgases/-stoffes in thermodynamischen Prozessen zur Energiegewinnung, z.B. der Abdampf eines Dampfkraftwerkes nachdem er die Turbine durchlaufen hat. Hier ist erkennbar, warum ein herkömmlicher Dampfprozess einen Wirkungsgrad <50% haben muss. Es befindet sich noch die gesamte Verdampfungswärme im Arbeitsstoff, aber der Druck ist tief im Vakuum. Diese Wärme mit Temperaturen knapp über Umgebungstemperatur ist nicht mehr in mechanische Arbeit umwandelbar.
Das Abgas des Dieselmotors ist noch immer 'heiß', aber der Druck liegt knapp über Umgebungsdruck (das Zeug muss ja auch noch aus dem Zylinder raus...) - die enthaltene Wärme kann (im Rahmen des betrachteten Prozesses) nicht mehr in mechanische Arbeit umgesetzt werden.

– niedrige Enthalpie und niedrige Entropie
Der Zustand des Arbeitsfluids eines thermodymanischen Kreisprozesses, wenn die Arbeitsfähigkeit prinzipiell hergestellt wurde: die Luft, die im Zylinder des bösen Dieselmotors oder des nicht ganz so bösen Ottomotors verdichtet (aber noch nicht gezündet) ist, das Kesselspeisewasser im Dampfkraftprozess (dem noch nicht Verdampfungswärme und Überhitzung zugeführt sind), die Luft im Strahltriebwerk nach dem Verdichter vor der Brennkammer...

Leider ist das Bild also richtig: Die Entropie nimmt ab, das Arbeitsgemisch unserer Gesellschaft ist verdichtet. Da diese Prozesse alle verlustbehaftet stattfinden (die Luft im bösen Diesel wird dabei so heiß, dass man den Kraftstoff nur noch einspritzen muss, er entzündet sich selbst), ist leider auch das Bild mit der 'gefühlt zunehmenden Hitze' richtig. Eines ist Bullshit, hier wird das Bild schief: Diese Verdichtung betrifft nicht nur 'frei schwebende Teilchen mehr oder minder radikaler Rechter', es betrifft die gesamte Gesellschaft. Ob ein Teilchen als Sauerstoff aktiv an der Temperaturerhöhung nach der Zündung teilnimmt oder als Stickstoff nur seine spezifische Wärmekapazität zur Verfügung stellt, ist unerheblich. Ich würde die Gemeinsame Erklärung 2018 in diesem schwer verständlichen Bild daher eher als Manometer sehen: der Druck steigt an, für die Mannschaft, die diese Anlage bedient steht die Frage: Sind alle Systeme so ausgelegt, dass sie dem (exponentiell steigenden) Druck nach der Zündung standhalten? Für uns die Frage: wann wird gezündet, warum sollte überhaupt gezündet werden?

Das Perfide: in dem Bild des Herrn sind wir alle nur Gasteilchen in einem Experiment, welches einige Menschen durchführen.
Thermodynamisch ist es immer wieder spannend, wenn neue Komponenten, Kraftwerke, Maschinen in Betrieb genommen werden. (Es läuft bei weitem nicht alles glatt.) Dabei handelt es sich um erprobte Technik, welche von Ingenieuren bedient wird, die wissen, was sie tun. Technik, die zum Teil eine Evolution von 100 und mehr Jahren hinter sich hat.
Im Bild der thermodynamischen Koryphäe des Freitags sind wir Menschen zu Gasteilchen degradiert (eine Entmenschlichung, die noch tiefer geht, als die gern genommenen Tiernamen...) und willenlos den sozio- (nicht thermo-) dynamischen Experimenten unserer Führung ausgesetzt. Sie drehen Ventile auf und zu, wie sie es für richtig halten, sie heizen oder kühlen, geben Brennstoff zu... Vor meinem inneren Auge sehe ich Frau Merkel mit dem irren Lachen des Kernkraftwerkbesitzers aus den Simpsons ... Altmeier als Homer Simpson? - Diese Experimente stützen sich nicht auf jahrzehntelange Erfahrungen. Es wird ein Experiment mit unklarem Ausgang durchgeführt, aber es gibt immerhin Menschen, die denken, 'es wird gelingen'.

Einen anderen Aspekt kann man noch an dem betrachteten Zitat beobachten: Jemanden 'geht die Muffe', weil sich das Arbeitsfluid nicht mehr chaotisch verhält, sondern die einzelnen Teilchen – mit Namen versehen – aufhören, sich willenlos um sich selbst zu drehen, ihre Energie zu vergeuden (und damit ungefährlich zu sein), sich Ihrer schieren Masse bewusst werden, also hier die Entropie tatsächlich sinkt. Im Thermodynamischen geht das nur über äußere Systemabgrenzungen, aber Menschen können sich organisieren bzw. auch ihre Energie gerichtet einsetzen und dabei hilft es, nicht das Gefühl zu haben, allein zu stehen.

Auch bei der Frage, ob Europa 'den Entropietod sterben wird, wenn es seine Systemgrenze nicht abdichtet', bin ich nicht ganz sicher. Über die Systemgrenzen kommen Menschen mit einem festen Zusammenhalt, die ihre Energie leider oft zielgerichtet einsetzen. Möglicherweise ist das, was uns blüht nicht der Entropietod, sondern der Enthalpietod? Dazu muss aber Vorsatz unterstellt werden: Jemand hat absichtlich durch entsprechende Einstellungen an einer speziellen dafür geeigneten Konstruktion einen Zustand herbeigeführt, der explosiv unsere schöne Zivilisation wegbläst... Sowas tut man eigentlich nur, wenn man etwas Neues in der Hinterhand hat oder aber die entstehende Enegie sinnvoll nutzen kann und will. Jeder Kernkraftwerkerentwickler in der alten Bundesrepublik ist so betrachtet um Längen verantwortungsbewusster, als die Leitung unseres Experimentes, denn diese Leute kannten die Risiken und waren in der Lage, sie zu minimieren. ( In anderen Teilen der Welt darf man sagen, sie kennen ... und sind in der Lage ...)
Eigentlich war es auch schön in der DDR: Wir wussten, dass Erich senil ist, wir wussten, dass man nicht alles sagen darf, aber wir waren sicher, dass unsere Führung schlicht nicht in der Lage ist (und wohl nicht auf die Idee gekommen ist), ganz Europa platt zu machen. (Dahin will ich trotzdem nicht zurück, ich gehöre eher nicht zu den Abgehängten, den Einheitsverlierern, denen alles egal ist und die, weil sie keine spezifisch deutsche Kultur kennen ihr Heil in fremden Kulturen suchen müssen, die sich auf Demonstrationen hinter schwarzen Uniformen verstecken müssen. Ich lebe schon länger gut und gerne in Deutschland, aber irgendwie ist das so langsam nicht mehr mein Land ...)

Ich schweife ab und hätte wohl schon eher aufhören sollen. Vielleicht konnte ich die Sache mit Enthalpie und Entropie etwas erklären ... Wir haben in Europa inzwischen einen sehr großen Industriezweig, der tatsächlich nur Entropie erzeugt aber die Gefahr für uns und unsere Kultur geht – denke ich – von den enthalpiegeladenen Ungeladenen aus."

Wenn so profunde Darlegungen daraus resultieren, sollte ich mich wohl öfter mal auf Gebiete wagen, von denen ich noch weniger Ahnung habe als ohnehin ...


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Hadmut Danisch hat ein treffendes Bild für Georges Soros gewählt: "Der Kerl wirkt wie ein Bösewicht in einem James Bond-Film, bei dem ja auch gern ein einzelner Schurke ganze Länder zu vernichten droht. Nur mit dem Unterschied, dass im Film nach spätestens 150 Minuten Bond den Bösewicht umlegt und alles ist gut, während Soros nicht mal mehr durch Ableben aufzuhalten wäre, weil der sich in einer 18 Milliarden schweren Stiftung verewigt hat. Stiftungen halten ihr Kapital und arbeiten über die Erträge, und 18 Milliarden neigen zur Vermehrung, womit der seine staatsfeindlich-subversiven Aktivitäten in enormer Stärke in die Ewigkeit festgenagelt hat – es gibt allerdings Amerikaner, die der Auffassung sind, dass man ihn zum Terroristen erklären und in der Folge seine Organisationen beschlagnahmen sollte, damit daraus kein Bürgerkrieg wird." (Dringend lesen!)



die vermeintliche Tatsachenbehauptung, es fände eine „illegale Masseneinwanderung“ statt. – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/29887386 ©2018