Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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19. März 2018



Der gestrigen Tagesschau durften wir entnehmen, dass es schlecht sei, wenn die Wahlbeteiligung hoch ist und die Menschen aufgefordert, ja sogar gedrängt werden, zur Wahl zu gehen – solange Wladimir Putin zu den Kandidaten gehört.



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Anfrage an Radio Jerewan: "Ist es wahr, dass in Moskau eine Demonstration von Putin-Gegnern durch staatlich geförderte gewaltbereite Blockierer verhindert wurde und die Polizei zusah? Und stimmt es, dass in Chabarowsk der Bürgermeister erklärt hat, es sei 'völlig klar, dass alle im Föderationskreis zusammenstehen', wenn regierungskritische Demonstranten die Stadt für ihre Propaganda missbrauchten?"

Antwort: "Im Prinzip ja, nur handelt es sich bei den Städten nicht um Moskau und Chabarowsk, sondern um Berlin und Kandel, und bei den Demonstranten nicht um Gegner von Herrn Putin, sondern von Frau Merkel."



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Heiko Maas, der neue Chef des Außenpolitikdurchsetzungshauptamtes, hat einen Satz wiederholt, mit dem er schon vor ein paar Jahren mächtig angegeben hatte, nämlich: "Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen." Darunter macht es unser Charakterhüne nämlich nicht. Ohne Auschwitz wäre er damals als Student in Saarlouis gar nicht in die SPD eingetreten, sondern hätte wenigstens einen Tag seines Lebens als Jurist gearbeitet. Ohne Auschwitz wüsste keiner, wem er äußerlich ähnelt und auch habituell. Ohne Auschwitz kein Maas, ganz klar. In einem Satz will dieses sich in charaktervoller Kleinheit verbergende moralische Schwergewicht klarstellen, dass wir auch intellektuell wieder wer sind. Eigentlich jedoch sollte inzwischen jeder Teilnehmer am deutschen Betroffenheits-Limbo wissen: Im Kontext Bundesrepublik lässt sich mit dem Begriff Auschwitz kein Satz bilden, der nicht auf eine Obszönität oder Trivialität hinausliefe. Wahrscheinlich weiß unser Nie-wieder!-Heiko das sogar selber. Doch diese Versuchung, sich mit der Indienstnahme der größtmöglichen Verfolgung eines Tages selber die Legitimation als Verfolger erschleichen zu dürfen, wer wollte ihr wehren?

Was mich betrifft, so habe ich mich genau wegen solcher Figuren in die Politik begeben, wenn auch nur assistierend. Von deutschem Boden darf nie wieder ein Maas ausgehen!


PS: Über die mutmaßliche Verbindung von Maas zu Soros spekuliert recht gruselig der achtbare Hadmut Danisch.


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Kurze Durchsage der Bundesagentur für Arbeit: "Schutzsuchende sind überwiegend jung und männlich. (...) 60 Prozent der Asylerstanträge wurden im Zeitraum Januar bis Dezember 2017von männlichen Schutzbewerbern gestellt. (...) Mehr als drei Fünftel haben das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht, 84 Prozent sind jünger als 35 Jahre. In der Altersgruppe der 16-bis unter 25-Jährigen waren fast drei Viertel der Erstantragsteller männlich."

Merke: Die heißen jetzt Schutzbewerber. Nicht zu verwechseln mit Schutzhäftling!

"Im November 2017 wurden fast 76.000 geflüchtete Personen gefördert."

Ich nehme an, dass heißt, man hat sie aus der Arbeitslosenstatistik herausgerechnet, lasse mich aber eines noch Besseren belehren. Ich will überhaupt gern gar nicht wissen, was sie an dieser Statistik noch so herumgeschönt und -manipuliert haben.

"Die mit 24,8 Prozent vergleichsweise geringen Beschäftigungsquoten von Beschäftigten aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern – Angaben nach dem Aufenthaltsstatus liegen hierzu nicht vor – zeigen, dass die Integration in den Arbeitsmarkt einen langen Atem braucht."

Wessen Atem mag gemeint sein?


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Aus der Reihe "Schutz suchen vor Schutzsuchenden" (oder eben: Schutzbewerbern): "Bis zu 300 Prozent mehr Angriffe - Messer-Angst in Deutschland". Bild macht mal wieder aus einem Rhinozeros ein Nashorn (hier). Als ob das neue Kabinett nicht längst auf bewährte Weise daran arbeiten würde.



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Apropos Schutzbewerber. Leserin*** weist darauf hin, dass nach Berlin nun auch Brandenburg die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2017 vorgestellt hat (hier) und notiert: "Der Ausländeranteil in Brandenburg betrug im September letzten Jahres 3,6 Prozent, so das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in seinen 'Wahlkreisportraits'.

PKS 2017, Seite 4: ‚Der Anteil der nichtdeutschen TV an allen ermittelten TV betrug im Berichtsjahr 24,5 %. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 23,0 %. (...) Ein Anstieg der TV-Zahlen wurde vor allem im Bereich der Urkundenfälschung (244 TV bzw. 37,3 % mehr als 2016), der Körperverletzung (um 233 TV bzw. 10,1 % mehr als 2016), des unerlaubten Aufenthaltes (221 TV bzw. 7,6 % mehr als 2016), der Beförderungserschleichung (169 TV bzw. 18,1 % mehr als 2016), der Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung und Zwangsheirat (109 TV bzw. 15,6 % mehr als 2016) sowie der Straftaten gegen das Waffengesetz (109 TV bzw. 47,0 % mehr als 2016) registriert.’

Seite 5, Anteil ausländischer Tatverdächtiger an ausgewählten Deliktsbereichen:

- bei Körperverletzung: 19,8 %
- bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: 33,8 % (2016: 22,2 %)
- bei Einbruch: 31,4 %
- bei Autodiebstahl u. unbefugtem Gebrauch: 48,1 %.

Auffallend ist die Steigerung bei 'gefährlicher und schwerer Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen': Da lag im Jahr 2017 der Anteil junger Opfer an der Gesamtheit der Opfer bei 39,4 % (2016: 30,1 %). Wichtig zu wissen: 'Schwere Körperverletzung' bedeutet nach der ständigen Rechtsprechung, dass bleibende Schäden hervorgerufen wurden.

Seite 18: Gewaltkriminalität. Ausländeranteil: 26,8 %.

Schlussbemerkung: Die Gewaltkriminalität (aller TV) hat in Brandenburg im Jahr 2017 im Vergleich zum Jahr 2016 um ca. acht Prozent zugenommen, nachdem sie bereits im Vorjahr um 15,6 Prozent gestiegen war. Dies ist ein Anstieg um gut 25 Prozent in zwei Jahren."