Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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14. März 2018, alternativer Volkstrauertag


Diesen Eid wird Angela Merkel heute, am letzten Tag des Zeitalters der Ironie, coram publico sprechen (Durs Grünbein feilt derzeit im Auftrage von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung an einer neuen Eidesformel): "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."

Das ist großes Gaunerkino, nicht nur was das Schadensabwenden angeht, sondern vor allem auch die Wahrung und Verteidigung der Gesetze – das Oberlandesgericht Koblenz konstatierte Anfgang 2017 in einem Beschluss: "Die rechtsstaatliche Ordnung in der Bundesrepublik ist in diesem Bereich (illegale Einwanderung – M.K.) seit rund eineinhalb Jahren außer Kraft gesetzt und die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt" –, doch die Willkommensjunta arbeitet ja mit Fiebereifer an der Änderung des Dublin-Abkommens, um den millionenfachen Rechtsbruch mit all seinen Folgen für Leib, Leben, sexuelle Selbstbestimmung und Eigentum von Abertausenden dem Amtseid Anempfohlenen nachträglich zu legitimieren. Die Eidesformel in Merkels Kopf freilich, das schwöre ich auf den Koran, lautet ungefähr: "Ich werde meine Kraft dem Wohle all jener widmen, die hier leben, ob länger oder kürzer oder bald nicht mehr"; den Rest walte Darwin* bzw. Richard Coudenhove-Kalergi, Merkels Houston Stewart Chamberlain. Was dem Führer erst in den späten Bunkertagen klar wurde – Wir schaffen das nicht, mag also das stärkere Ostvolk die Herrschaft übernehmen –, entspricht in etwa der seit 2015 stabil frommen Denkungsart von Frau Merkel, und wie dem Führer der russische Kanonendonner assistierte, ist das Hauptbegleitgeräusch der letzten Regentschaftsperiode unserer Fremdenführerin das liebliche Flutschgeräusch von Messern, die in amtseidirrelevante (irre Levante!) Leiber eindringen (ganz aktuell hier und hier; andere Zeitungen sprachen im ersten Fall willkommenskulturellen Hobelns mit wahrscheinlich indigenen Spänen übrigens von einem Afghanen), aber Ursula von der Wenck, die heute denselben Eid leistet, wird ihre Truppen in das Herkunftsland des Messerrabauken entsenden, ein paar Gründe mehr für die Fortsetzung der Völkerwanderung zu schaffen.

Am Rande: Leser *** witzelt: "Wenn ich wählen könnte, ob Vladimir Putin oder Angela Merkel Bundeskanzler(in) von Deutschland werden sollte, würde ich den wählen, der besser Deutsch spricht" und sendet "beste Grüße aus der Hauptstadt Neusyriens ins Land der verdientermaßen untergehenden Partei von Franz-Josef Strauß."

Währenddessen pieksen unsere Maulwerker mit ihren Federn nach Uwe Tellkamp (hier, hier oder hier), der Tagesspiegel kramt sogar eine alte Rezension des Romans "Der Eisvogel" heraus, welcher zufolge man schon lange wissen musste, was für ein konservativ revolutionärer Finger der Tellkamp ist (niedlich, wie dieser linke Rezensent, der nie einen eigenen Gedanken gedacht und nie einen nur ihm gehörenden Absatz Prosa geschrieben hat, Tellkamp unterstellt, dieser fühle nur, während der Linke als solcher, also auch er, Rezensent und Null unter Nullen, denke...). Was aber, beiseite und in den Wind gesprochen, ist der sich hier ausbreitende Islam anderes als eine konservative Revolution? Und zwar eine weit radikalere, als sich deutsche Konservative es sich ausdenken können, so radikal, dass es die emanzipatorische Linke auf jede Art Barrikade treiben müsste. Warum stellt sich keiner dieser Wichte dem eigentlichen Angriff auf die hiesige sogenannte Zivilgesellschaft, der täglich Todesopfer produziert, in den Weg? Die Antwort hat Rolf Peter Sieferle formuliert:

"Wer wird erstaunt sein, wenn die Lage rasch eskaliert? Eine Frau verweigert sich einem jungen Mann? Warum gerade ihm, da sie doch sonst, wie ihre laszive Kleidung zeigt, offenbar jedem zu Willen ist? Dies ist eine Beleidigung (aus 'Rassismus'), eine Ehrverletzung, die geahndet werden muß. Die Polizei wird die Hinrichtung dieser Frau als 'Beziehungstat' werten, und die Gerichte werden den offenbar traumatisierten Täter mit äußerster Milde behandeln und seine Strafe zur Bewährung aussetzen. Dies wird in seinem Milieu natürlich als Ausdruck von Schwäche interpretiert und zu weiteren Übergriffen motivieren.


Die letzten Menschen werden erstaunt sein, wie viele Alltagskonflikte plötzlich mit ungewohnter Gewalt ausgetragen werden (...)  Eine Welle unfaßbarer blutiger Gewalt überspült die letzten Menschen, die von einer Vertreibung aus ihrem Rentnerparadies bedroht sind. Sie werden die Verunsicherung in innere Konfliktlinien transformieren, sie werden in den eigenen Reihen Feinde identifizieren, die leicht zu bekämpfen sind, da sie aus dem gleichen Holz geschnitzt sind wie sie selbst." ("Das Migrationsproblem")

"Nachdem das Aas des Leviathan verzehrt ist, gehen sich die Würmer gegenseitig an den Kragen." ("Finis Germania")

Ich kann es kaum erwarten. Sela, Psalmenende.


* "Des Rests walte Darwin", moniert Leserin ***. Das mag grammatikalisch stimmen, doch ich folge dem bekannten "Dat walte Hugo (Stinnes)", wie es an Rhein und Ruhr noch heute gebräuchlich ist...


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Große Unruhe im Bundestag löste vor einigen Tagen ein AfD-Abgeordneter aus, welcher die spärlich besetzten Reihen der politischen Mitbewerber musterte und offenbar durchzählte; der parlamentarische Schlummer wich hektischer Betriebsamkeit; die Sorge, gleich werde von den Populisten wieder ein "Hammelsprung" anberaumt, ging um; es wurde telefoniert und gesimst, man holte Abgeordnete aus den Restaurants, Hotelzimmern und Bars, die Zahl der Saaldiener wurde verdoppelt, die Reihen füllten sich. Aber nichts geschah, der Schelm hatte sich wieder gesetzt und tat, als sei nichts gewesen...


Einer der Saaldiener sagte: "Machen Sie denen ruhig Dampf. Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren hier, und die werden von Jahr zu Jahr fauler."


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Fremdenführerin hin, Willkommensmaid her, auch der austriakische Kanzler Kurz, scheint's, kann der Buntheit nicht wehren. Die Zahl der Messserattacken in Wien sei in den vergangenen zehn Jahren um fast 300 Prozent gestiegen, meldet die Kronenzeitung (die Zahlen von 2017 liegen offenbar noch nicht vor, insofern wird die Bilanz des Herrn Kurz noch nachgereicht). Das ist der Unterschied zu Deutschland; hier werden es immer weniger, aber die Medien melden mit geradezu kanzlerinnenfeindlicher Intensität auch jeden Pieks. Dafür haben wir die besseren Statistiker.


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"Putin äußert sich in dem Film auch über das Verhältnis der Deutschen zur Geschichte. Dem Journalisten Andrej Kondraschow sagte er: 'Ich bin kein Anhänger dessen, dass alle Generationen der Deutschen gezwungen werden, sich Asche aufs Haupt zu streuen und sich zu geißeln wegen der furchtbaren Vergangenheit, die ihr Land, ganz Europa und die ganze Welt erlitten hat.'"