Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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9. Januar 2018


Ich empfehle je eher selten, den Fernseher überhaupt und dann obendrein die ARD einzuschalten, doch dieser Film aus der Reihe "Große Schüler des kleinen Doktors" dürfte obligatorisch sein: "Der Fernsehfilm 'Aufbruch ins Ungewisse' (WDR/ARD Degeto), am 14. Februar 2018 um 20.15 Uhr schildert das Schicksal einer Familie, die unter lebensbedrohlichen Umständen vor der Verfolgung durch ein totalitäres System flieht, aus einer ungewöhnlichen Perspektive: In naher Zukunft: Europa ist im Chaos versunken. Rechtsextreme haben in vielen Ländern die Macht übernommen. Aus dem demokratischen Staat, der Deutschland einmal war, ist ein totalitäres System geworden, das Andersdenkende, Muslime und Homosexuelle verfolgt."

Die nicht völlig abseitige Frage, wie 60jährige Rechtsextremisten dereinst die Macht in Ländern übernehme sollen, in denen heute schon 20jährige Einwanderer viele Viertel beherrschen, wie die rüstigen Alten es geschafft haben, den Spieß des Verfolgtwerdens umzudrehen, und wer eigentlich den Job des "Verfolgers" erledigt (Hogesa? "Skinheads Sächsische Schweiz"? Kripo Bremen? Heeresmusikkorps? Necla Kelek? Richter Maier?), klärt hoffentlich die Talkshow am Ende des Films genauso wie die ebenfalls nicht ganz unwichtige Frage, in welches muslimische Land die deutschen Homosexuellen fliehen werden, um sich auf den Bahnhöfen von züchtigen Mädchen mit Teddys bewillkommnen zu lassen.


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"Kommt zu mir, die ihr muslimisch und bin Laden seid."
Angela Antichrista


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Apropos, ihr Brüder und Narren in Christo: Wäre es nicht langsam Zeit, einen Gegenpapst auszurufen, der den Ketzer auf dem Hl. Stuhl exkommuniziert?


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Ehe ich's aus Gründen der Selbstverständlichkeit vergesse: Wer öffentlich mit Termini wie "Halbneger" hantiert, ist entweder ein Rassist oder ein V-Mann. Tertium non datur.

"Werter Herr Klonovsky, unterwirft er sich nun der linken PC-Herrschaft über die deutsche Sprache? No-Go-Aereas werden akzeptiert? Ist Meinungsfreiheit nicht demokratisch, egal ob die Meinung richtig, falsch, brilliant oder saudumm ist? Mit Kuschen wird es nix mit der politischen Wende, da helfen auch keine lateinischen Weisheiten. Der beanstandete Begriff ist nichts weiter als eine neutrale Bezeichnung."

Grüß Gott Herr ***, es geht hier nicht um Semantik oder Etymologie, sondern um Manieren sowie um eine politische Dummheit. Wir haben gelernt, dass Schwarze den Begriff Neger als Beleidigung empfinden, also verwendet man ihn nicht. Das Wort ist nicht "neutral". Sie sind kein Rassist, wenn Sie "Neger" denken, dabei handelt es sich um eine Mischung aus jahrhundertelanger Gewohnheit und Distinktion, das denken nicht "Sie", sondern "es" denkt sich. Aber wer mit dem Begriff öffentlich pejorativ herumfuchtelt, muss es sich gefallen lassen, Rassist genannt zu werden. Sie sind kein Flegel, wenn Sie über eine übergewichtige Frau denken: Was für eine fette Kuh. Aber wenn Sie es aussprechen, sind Sie es auf unentschuldbare Weise. Nennt sich Zivilisation.