Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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20. Dezember 2017


Kurze Durchsage des Forschungsministeriums: Es ist richtig, dass Kriminalität, speziell Gewaltkriminalität, mit dem sozialen Status der Täter korreliert. Noch mehr aber korreliert sie mit fehlender Intelligenz.
(Und womit die korreliert, ist so bekannt, dass man's besser nicht sagt.)


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Während sich die Wahrheits- und Qualitätspresse in bewährter Penibilität mit einem "Nazi-Emblem" bei der sächsischen Polizei beschäftigt, dem nur noch Reichsadler und Hakenkreuz fehlen, dann sähe es wie ein Emblem mit Reichsadler und Hakenkreuz, also wie ein Nazi-Emblem aus (hier), ist zu Nürnberg eine 72jährige Frau von einem kohlpechrabenschwarzen Zeitgenossen, der nur mit einer Unterhose bekleidet und anscheinend ohne konkrete Pläne für den weiteren Tagesverlauf auf der Straße stand, niedergeschlagen und danach mehrfach gegen den Kopf getreten worden – hier; wenn Sie Geschmack an so etwas finden, es gibt auch ein Händi-Video (aber Vorsicht, der Tag ist hin danach) –, ohne dass dieser Exzess, der in jedem Land, in dem man nicht gut und gerne lebt, einen Lynchmord ausgelöst hätte, aber in ’schland vorbildlich mit der Herbeirufung der Polizei endete, von den Genossen Medienschaffenden bei Spiegel online, Süddeutscher, stern, FAZ, Zeit etc pp. als meldenswert befunden wurde (korrigieren Sie mich, wenn ich etwas übersehen habe), weil es in ihrer journalistischen Verantwortung liegt, unnötigen Verallgemeinerungen vorzubeugen, damit nicht noch mehr Steine auf die Mühlen der AfD fliegen. Hätte Heribert Prantl vielleicht zum x-ten Male darauf hinweisen sollen, dass es wahrscheinlicher ist, sich beim Rückwartseinparken den Halswirbel zu brechen, als Mitte Dezember am helllichten Tag in einer deutschen Stadt auf einen nahezu nackten Mohren zu treffen, der einem obendrein noch den Schädel eintritt? Und der Vorfall war ja nun wirklich nur von regionaler Relevanz!


PS: Willige Helfer der Sonnenkanzlerin befleißigen sich anscheinend, die weitere Verbreitung des Videos zu verhindern, speziell auf Facebook (hier – da sieht man doch gleich, dass die Masi vor die richtige Schmiede getreten ist, und jetzt kommt bekanntlich Youtube an die Reihe). Unserer Willkommenjunta schwant allmählich, welche Bestien sie mit dem Strom der sog. Flüchtlinge ins Land gelassen hat und dass alles nur der Anfang gewesen ist; nun versucht man, die Blutspuren zu verwischen.   


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Im FAZ-Interview sagte die französische Philosophin und Feministin Elisabeth Badinter: "Noch vor fünf Jahren konnte ich mich in Aubervilliers oder La Courneuve als Frau unbesorgt in ein Straßencafé setzen. Das ist vorbei. In den Cafés sitzen einfach keine Frauen mehr. Die Verschleierung der Frauen hat rapide zugenommen. Sie tragen das, was ich die Uniform der Muslimbruderschaft nenne. Das betrifft natürlich nur einige, ganz bestimmte Viertel. Aber ich beobachte, dass inzwischen schon kleine, fünf Jahre alte Mädchen mit einem Schleier verhüllt werden. Das Burka-Verbot ändert leider nichts daran."

Und unsere längst zur Nazisse upgegradete Alice Schwarzer setzt hinzu: "Man muss sich das mal vorstellen: Wir, Elisabeth Badinter und ich, werden beide wegen unserer kritischen Position zum politisierten Islam – dessen erste Opfer übrigens Muslime sind – von einem Teil der Linken und manchen jüngeren sogenannten intersektionellen Feministinnen als islamophobe Rassistinnen diffamiert, als weiße, bürgerliche Feministinnen, die nicht das Recht hätten, andere Kulturen zu kritisieren. Ich stand am Pranger, weil ich gewagt hatte, auf den Fakt aufmerksam zu machen, dass es überwiegend Männer aus dem Maghreb waren, die in der Silvesternacht in Köln Frauen sexuell belästigt hatten. Aber wie wollen wir die Realität ändern, wenn wir sie nicht benennen dürfen?" (Mehr hier.)


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Beim großen Rennen um den Titel des närrischsten Volkes Europas – wenn nicht der Erde – hat Schweden wieder einmal mächtig vorgelegt. Während der Ebba- oder Agnes-Normal-Schwedin schon mal ein so deftiger wie zustimmungsfreier Gang-Bang blüht (hier) oder eine Bande ihre Vagina anzündet (hier), hat die Regierung für diejenigen Schweden, die einstweilen noch schon länger dort leben, das Sexualstrafrecht verschärft. Premierminister Stefan Löfven erklärte: "Sex sollte freiwillig sein. Und wenn er nicht freiwillig ist, ist er ungesetzlich." Es habe in diesem Herbst zu viele Geschichten von Frauen gegeben, die sexuell belästigt wurden. "Er meint damit die große Debatte, die der Skandal um US-Filmproduzent Harvey Weinstein auch in Schweden losgetreten hat", berichtet die Süddeutsche Zeitung. "Dort war die Reaktion besonders flächendeckend. Tausende Frauen meldeten sich in verschiedenen Foren zu Wort, im Internet, in Zeitungen, bei Protesten auf der Straße. Eine Branche nach der anderen wurde erschüttert: Theater, Film, Musikindustrie, Justiz, Sport und Politik. Sogar die schwedische Nobelpreis-Akademie hatte ihren Skandal: Der Ehemann eines ihrer Mitglieder soll Frauen bedrängt haben." Soll! Bedrängt! Haben! "Die Regierung in Stockholm hatte während der Enthüllungswelle versprochen, mehr gegen sexuelle Belästigung zu unternehmen."

Fehlt da nicht etwas? 


PS: Leser *** stellt die verschwiemelte Frage, warum keinerlei "mehto"-Gelärme aus den weiblichen Reihen des Staatsfernsehens und anderer öffentlich-rechtlicher Parteidienststellen ertönt, "was nach der Gaußschen Normalverteilungskurve, aus wissenschaftlicher Sicht, völlig unmöglich ist. Kann es sein, dass da etwas verschwiegen wird?"

PPS: Das Einverständnis-Formular, welches ich hier verlinkt hatte, war offenbar ein Fake.

PPPS: "Sehr geehrter Herr Klonovsky, wenn selbst Sie eine Satire als Fake einordnen, dann muss ich entweder etwas vollkommen falsch oder viel zu richtig gemacht haben. Oder liegt es daran, dass die Realität, also die Verschärfung des schwedischen Sexualstrafrechts in diesem Fall, jegliche satirische Fantasie schon so weit überholt hat, dass der Unterschied ohne vorangestellte Gebrauchsanweisung nicht mehr zu erkennen ist?"

Es ist heutzutage wahrlich sehr schwierig, eine Satire zu schreiben, sofern eben die tatsächlichen Vorkommnisse und die satirisch unterstellten in identischer (Un-)Wahrscheinlichkeit bolzenstramm nebeneinanderstehen. In diesem Falle aber war obendrein eine gewisse Eyle und mangelhafte Aufmerksamkeit meinerseits im Spiel. Also hier ist er wieder, der Link.   


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Ist es nicht drollig, dass keineswegs nur eine ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda diesem Land vorsteht, sondern auch eine ehemalige SED-Genossin, studierte DDR-Juristin, die 1986 mit einer Arbeit über den "Rechtsverkehr in Strafsachen zwischen den sozialistischen Staaten" promoviert wurde, danach an der Universität Leipzig, dem sog. "Roten Kloster" Medienrecht lehrte, und zwar am Institut für Internationale Studien, einem Ort, an dem Westdeutschland ungefähr jene Rolle spielte, die im Vatikan dem Antichrist zufällt, und die mit einem DDR-Militärstaatsanwalt verheiratet war, ist es nicht niedlich, sage ich, dass jene Person, die überdies, wie die Schrottsammelstelle Wikipedia informiert, "zusammen mit einem Geheimdienstoffizier im besonderen Dienst", also einem Stasi-Mann (OibE?), einen Bericht über eine Internationale Konferenz zum Revanchismus (= Wiedervereinigungsforderung) in der BRD schrieb, worin u.a. zu lesen sei: "Im politischen und ideologischen Arsenal der aggressivsten und reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals nimmt der Revanchismus einen gewichtigen Platz ein", was eine der üblichen ostzonalen Propagandafloskeln gewesen ist, ungefähr wie man heute "Buntheit" und "Vielfalt" trötet, um sich bei den Bonzen beliebt zu machen... – ist es, sage ich also, nicht sau-, ja geradezu säuisch komisch, dass diese klassenkämpferische Maid heute nicht nur die Intendantin des MDR, sondern zugleich die Vorsitzende der ARD ist und über ihre dortige Aufgabe – Bekämpfung des Revanchismus! – sagt, sie bestehe darin, "den Positionen der AfD den Boden zu entziehen"? Karola Wille heißt die Genossin, und sie sagt diesen Satz im Interview mit der Süddeutschen, das leider hinter der Bezahlschranke (hier) bzw. in der Printausgabe steht, also an hochgeheimen Orten, und sie sagt desweiteren, dass die "Menschen hier im Osten", also diejenigen, die dort noch schon etwas länger leben, 1989 auf die Straße gegangen seien – Genossin Wille wahrscheinlich mittenmang oder vorneweg –, "damit man nicht mehr desinformiert und vormundschaftlich behandelt wird", und nur der öffentlich-rechtliche Rundfunk garantiere, dass dergleichen nicht wieder passieren werde. Satireblock beendet.


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Zu meiner Erwähnung des polnischen Freiheitskämpfers Jósef Bem (A.d. vom 17. Dezember) schreibt Leser ***: "Beim Namen Bems klingelt es nicht nur in der polnischen, sondern auch in der ungarischen Seele. Bem stellte sich nämlich 1848 der bürgerlichen ungarischen Revolution zur Verfügung und kämpfte zuletzt gegen die übermächtige russische Invasion in Siebenbürgen, das, man muss das seit 1918 immer wieder betonen, zur ungarischen Krone gehörte. Einer der größten ungarischen Dichter, Sándor Petőfi, der leider meinte, keinen Intellektuellenbonus genießen zu sollen und daher wie alle anderen auch seine Pflicht auf dem Schlachtfeld erfüllen zu müssen, war sein Adjutant und wurde von ihm, so gut es ging, beschützt, doch verschwand Petőfi dann doch in der katastrophalen Niederlage bei Segesvár / Schäßburg. Sein Leichnam wurde nie gefunden. Bem aber konnte fliehen und zwar in die osmanische Türkei.

Und hier wird es noch interessanter. Der Padischah nahm Bem und weitere ungarische Militärs zwar gnädig auf, aber so bekloppt tolerant wie Merkel war er natürlich nicht. Diese Soldaten beherrschten nur die Kriegskunst und wollten weiter Soldaten bleiben, auch unter dem Sultan. Kein Problem; sie mussten nur konvertieren. In ihrer Verzweiflung haben sie es gemacht; vielleicht auch mit der gebotenen reservatio mentalis. Jedenfalls wurde Bem nach Aleppo versetzt. Dort kam es 1851 zu einem der regelmäßigen Massaker an Christen, die im toleranten osmanischen Reich immer wieder stattfanden, ganz ohne westliche Schuld und allen heutigen Geschichtsrevisionisten zum Trotz. Unter anderm Bem war mit der Niederschlagung des Pogroms beauftragt. Kurz darauf starb er.

Vor 170 Jahren im Prinzip alles wie heute: Polen, Russen, Türken, Aleppo. Sie sehen ferner ein trauriges Schicksal, das man in Deutschland besser kennen sollte, um die mehr als gemischten Gefühle der Ostmitteleuropäer zu verstehen."


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Apropos Schweden: Ich lese in einem sog. sozialen Netzwerk, ein schwedischer Richter habe sich gegen die Abschiebung eines somalischen Vergewaltigers mit den hiermit geflügelten Worten ausgesprochen, dass der Mann ja dann somalische Frauen gefährden werde und eine somalische Frau nicht weniger wert sei als eine Schwedin. Wie recht der brave Mann hat! Hätte man, wie weiße Hetzer im Nachhinein fordern, beispielsweise diesen Anis Dingenskirchen abgeschoben, dann hätte der Märtyrer eben einen Sattelschlepper in einen syrischen, ägyptischen oder saudi-arabischen Weihnachtsmarkt gelenkt, vorher dem, sagen wir mal marokkanischen Fahrer die Kehle durchgeschnitten und Menschen, die schon länger in Syrien, Ägypten oder Saudi-Arabien leben, zu Brei gefahren. Und diese Menschen sind nicht weniger wert als diejenigen, die er in Berlin aus dem Verkehr zog. Ist das endlich verstanden worden?!