Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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22. November 2017


So teuflisch kann ein Frevel kaum sein, dass nicht die Exkommunikation des Frevlers Sympathien für ihn wecken würde.


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Jüdischer Humor, xte Folge. "Wann ist es denn soweit mit eurem Kind?", fragt die Gattin einen israelischen Freund, dessen Frau zum ersten Mal schwanger ist.
"Ach, weißt du", versetzt der, "wir sind grün und progressiv, bei uns kommen die Kinder, wann sie wollen."


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In einer "einstimmig verabschiedeten" Stellungnahme teilt der Senat der Universität Leipzig mit, dass er die via Twitter veröffentlichten Meinungen des Jura-Professors Thomas Rauscher (siehe Actum diurnum von gestern) "aufs Schärfste" missbillige. "Das durch diese Äußerungen gezeichnete menschenfeindliche Weltbild widerspricht dem Leitbild und dem Selbstverständnis der Universität als weltoffenem und tolerantem Ort der Wissenschaft", heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei nicht auszuschließen, "dass diese Einstellungen auch in der Forschung und Lehre Prof. Rauschers Ausdruck finden". Daher begrüße der Senat die von der Universität eingeleitete Prüfung dienstrechtlicher Schritte.

Es ist also menschenfeindlich, sich gegen die fortgesetzte Masseneinwanderung kulturfremder Analphabeten auszusprechen, die den deutschen Steuerzahler jedes Jahr zweistellige Milliardensummen kosten und sich als gesellschaftliche Fremdkörper etablieren werden. Es ist menschenfeindlich, wenn man nicht sukzessive verdrängt werden will. Es ist menschenfeindlich, den parallel dazu stattfindenden "Einwanderungsdschihad" (Michael Ley) nicht so richtig toll zu finden, statt ihn zu leugnen und kleinzureden (das wäre ja logischerweise menschenfreundlich). Menschenfeindlich argumentiert, wer als Europäer unter überwiegend Europäern leben und in guter Nachbarschaft in den nächsten Generationen ethnisch-kulturell überleben möchte. Selbsterhaltung ist menschenfeindlich. Die Menschenfeindlichkeit ist defensiv geworden. Das haben die Senatoren der Uni Leipzig in Einstimmigkeit – ich kenne übrigens nichts Menschenfeindlicheres, zumindest nichts Barbarischeres als die Einstimmigkeit, so hoch denke ich vom Menschen (hört, hört!) – feige beschlossen.


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"Frau Merkel als Aspergerin oder Autistin zu diagnostizieren, ist für mich eine Beleidigung für Menschen dieses Spektrums, so wie auch Schweine keine bösen Tiere sind", rügt Leserin ***, "angehende Autismuscoachin (mit ausländischem Hochschulstudium)". Ähnliche Zuschriften erhielt auch Alexander Wendt, dessen mehr als Provokation denn als Befund gedachte "Ferndiagnose" ich zitiert hatte. "Menschen der hochfunktionellen oder milderen Autismusart zeichnen sich durch eine grosse Gerechtigkeitsliebe aus", erläutert Frau ***. "Auch sind sie in ihrer Reinform der Lüge unfähig. Ganz anders sieht es da beim malignen Narzissten aus. Nach aussen charmant und selbstherrlich, innen jedoch eine Höllenwüste beherbergend und zu jeder Niedertracht fähig. Allerdings kommt es oft zu Komorbiditäten.

Was Sie mit Autismus umschreiben möchten, ist die Teflonstruktur der Marke Merkel. Narzissten haben in der Tat potemkinsche Fassaden. Aber was den Autisten vom Narzissten unterscheidet, ist das, was hinter der Fassade sich verbirgt. Autisten leiden unter ständiger Reizüberflutung und wehren sich zu diesem Zwecke mit groben Igel-Ausrüstungen. Der Narzisst verbirgt im Gegensatz dazu eine innere gähnende Leere. Man stelle sich das ganz plastisch vor – so wie man sich früher auf dem Ozean das Ende der Welt vorstellte."

Belehrung angenommen.


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"Als Frau muss man heute nicht mehr Angst vor sexuellen Übergriffen haben als noch vor ein paar Jahren“, frohlockt die FAZ. "Die allgemeine Sicherheitslage in Deutschland hat sich nicht verschlechtert. Die Mehrzahl der sexuellen Übergriffe ereignet sich nach wie vor nicht im öffentlichen Raum, sondern im privaten Umfeld. Aber die Fälle, wo Frauen in der Öffentlichkeit sexuelle Gewalt erfahren, haben einen großen Effekt auf das Sicherheitsgefühl der Gesellschaft."

Sprich: Ein paar tausend Frauen hatten in den vergangenen beiden Jahren so unangenehme wie statistisch vernachlässigbare Erlebnisse, die einen viel zu großen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der anderen Frauen nahmen. Sie können unbehelligt nachts durch jeden Park gehen und jede Bahnlinie benutzen, ein paar FAZ-Journalistinnen werden demnächst mit Bodycams nächtliche Großstädte durchstreifen und den Beweis antreten.

"Allerdings hat sich die Zahl der Sexualstraftaten, die in Gruppen verübt wurden, 2016 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt."

Was aber keinen Einfluss auf die allgemeine Sicherheitslage hat. Gruppen bündeln nur einzelne Einzelfälle zum kollektiven Einzelfall.

"Der Statistik des Bundeskriminalamtes zufolge waren knapp 15 Prozent der Tatverdächtigen, die im vergangenen Jahr wegen Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung angezeigt wurden, Zuwanderer, ein überproportionaler Anteil."

Überproportional viele Sexualdelikte werden von Typen verübt, die vor dem Herbst 2015 noch gar nicht hier waren, doch die allgemeine Sicherheitslage hat sich trotzdem nicht verschlechtert. Es muss Magie sein. Harvey Weinstein würde rasend gern einen Dokumentarfilm darüber produzieren.

"Diese Zahl ist mit Vorsicht zu betrachten. Die Flüchtlinge, die schon anerkannt wurden, fehlen."

Na so was! Wo sind sie denn hin? Es fehlen übrigens auch diejenigen Tatverdächtigen, die noch nicht wirklich lange, aber schon ein bisschen länger hier leben und sich einen deutschen Pass haben ausstellen lassen. Deswegen lautet die von den Kartellparteien angestrebte Lösung ja auch: So viele wie möglich einbürgern! Das Tätermerkmal "Ausländer" würde mehr und mehr verschwinden, bis sich schließlich die Deutschen auch prozentual an die Spitze der Kriminalstatistik setzen. Die Forderung, die Herkunftsethnie von Tatverdächtigen statistisch zu erfassen, können dann nur noch anspeienswürdige Rassisten erheben.

"Außerdem hängt die Anzeigebereitschaft der Frauen stark davon ab, wie fremd der Täter ist. Der unbekannte Mann im Park wird häufiger angezeigt als der Arbeitskollege, der nach der Betriebsfeier übergriffig geworden ist."

Außer in den – extrem seltenen – Fällen, wo es kein Danach mehr gibt. Wo jemand willkommenskulturell gehobelt wird, da fallen eben auch mal ein paar Späne. Ansonsten wage ich die These, dass die jährliche Zahl nichtangezeigter Vergewaltigungen durch Arbeitskollegen nach Betriebsfeiern landesweit ungefähr im Bereich der momentan erzielten Tore des 1. FC Köln liegt und nach FAZ-Feiern sogar bei Null.

"Kann man dann die Frage, ob Flüchtlinge überproportional viele Sexualstraftaten begehen, überhaupt beantworten? Schon, aber die Antwort bleibt ungenau. Man müsste vergleichen können, wie hoch der Anteil von deutschen Sexualstraftätern ist (im Verhältnis zur deutschen Bevölkerung) und wie hoch der Prozentsatz der Flüchtlinge ist, die Sexualstraftaten begehen, im Verhältnis zu ihrer Gesamtzahl. Die kennt man aber gar nicht so genau."

Da ich über dieses Thema bereits speioft geschrieben habe, mache ich’s kurz: Jemand, der hier eine Frau vergewaltigt oder sich andere Gewalttaten zuschulden kommen lässt, ist kein "Flüchtling", spätestens ab diesem Moment nicht mehr. Wer irgendwo Schutz sucht, benimmt sich dort nicht wie ein Konquistador. (Strengenommen bestünde die exakte Vergleichsgruppe übrigens aus deutschen Einwanderern im Ausland, also der Frage, für wie viele Sexualdelikte gegen Frauen des Aufnahmelandes Männer aus dieser Gruppe verantwortlich sind; das Ergebnis würde allerdings bloß Vorurteile erzeugen bzw. bestätigen.) Warum aber kennt "man", also der Staat, dessen Hauptaufgabe der Schutz des Staatsvolkes und die Sicherung der Landesgrenzen ist, die Gesamtzahl der Einwanderer bzw. -dringlinge nicht genau? Wäre die Anprangerung dieser – im Wortsinn – Ungeheuerlichkeit nicht ein journalistisches Dauerthema?

"Wenn man aber davon ausgeht, dass Flüchtlinge in Deutschland ein bis zwei Prozent der Bevölkerung stellen, bei schweren Sexualstraftaten aber knapp 15 Prozent der Tatverdächtigen, dann ist das eben deutlich überproportional."

Womöglich will die FAZ-Journalistin ja unter der Hand Tacheles reden und absolviert diese ganzen Verrenkungen nur, damit die Chefs ihren Text nicht rauskegeln; in diesem Fall bitte ich diskret um Pardon.

"Dabei muss man, neben der höheren Anzeigebereitschaft der Opfer, Folgendes beachten: Die meisten Asylbewerber, die ab 2015 nach Deutschland kamen, sind junge Männer. Das ist die Bevölkerungsgruppe, die überall auf der Welt die meisten Straftaten begeht. Wenn diese jungen Männer dann noch losgelöst von Familienstrukturen und Autoritäten gemeinsam mit Gleichaltrigen unterwegs sind, steigt das Risiko, das von ihnen ausgeht. Der Kriminologe Pfeiffer drückt es so aus: ‚Ihnen fehlt das zivilisierende Element der Ehefrauen, Schwestern und Mütter. Sie kommen aus Machokulturen und sind das freie Verhalten von deutschen Frauen nicht gewöhnt. Sie empfinden es schon als ein provokatives Verhalten, wenn eine Frau im Sommer mit kurzem Rock und T-Shirt herumläuft.’"

Sie wollen den immergleichen Sermon anscheinend so oft abspulen, bis die einen ihn glauben und der Widerspruch der anderen ermüdet! Die höhere Anzeigebereitschaft ist eine Hypothese, die empirisch nicht gedeckt ist und es nie sein wird, was an den Tücken dieser Art Statistik liegt, die ohne das sogenannte Dunkelfeld nicht auskommt (ausführlicher dazu hier). Also möge die Maid nicht so tun, als stünde dergleichen bolzenfest. Wenn nun aber junge Männer überall auf der Welt die meisten Straftaten begehen, warum lässt man dann hunderttausende von ihnen ins Land, ohne dass dieses Land davon parallel einen z.B. wirtschaftlichen, kulturellen oder wenigstens kulinarischen Nutzen hätte, der die Kollateralschäden aufwöge? Und, nebenbei: Warum begehen junge ostasiatische oder (bio-)deutsche Männer im Schnitt weniger Gewaltstraftaten als zum Beispiel Nordafrikaner oder Afghanen? Und wenn die besagten jungen Importmänner über die von ihnen ohnehin ausgehende Gefahr hinaus obendrein Frauen im kurzen Rock als "Provokation" empfinden, also als freche Wesen, die man sexuell demütigen und bei Gelegenheit zwangsmauseln soll oder muss, warum dürfen sie da nach Deutschland kommen? Aus Frauenfeindlichkeit? Macht sich derjenige, der solche Figuren hereinlässt und zum Teil sogar einlädt, nicht der Beihilfe zu diversen Straftaten gegen Leib und Leben von deutschen Staatsbürgern schuldig?

Und last but not least: Wie verträgt sich die Tatsache, dass Angehörige eines Alterssegments, aus dem heraus überall die meisten Straftaten verübt werden und die im speziellen Fall aus Machokulturen stammen, weshalb sie Frauen, die sich westlich kleiden, als Provokation – tatsächlich ja, wie das Land insgesamt, als Beute – betrachten, scharenweise in unser Land strömen, wenn, wie sogar der Gefälligkeitsgutachten-Apportierer Pfeiffer zugibt, ein Risiko von ihnen ausgeht, wie verträgt sich, frage ich, diese Tatsache mit der den Artikel einleitenden Behauptung, als Frau müsse man heute nicht mehr Angst vor sexuellen Übergriffen haben als noch vor ein paar Jahren, die allgemeine Sicherheitslage in Deutschland habe sich nicht verschlechtert? Ich kann mich nicht erinnern, dass Joggerinnen früher von der Polizei aufgefordert wurden, abends nicht allein zu laufen. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass die Polizei früher ganze Stadtgebiete als "Angsträume" bezeichnet und vor deren Betreten gewarnt hat.

Gibt es wirklich Leute, die diesen DDR light-Medien noch irgendetwas glauben?


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Eine treffliche Erklärung, welche Funktion der taz im medialen Biotop zufällt, gibt Wolfgang Röhl: Sie sei "als linker Dachschadensanzeiger unverzichtbar".