Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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15. November 2017


Das Verhältnis zwischen ethnisch-kulturellen und sozialen Ursachen der Gewaltkriminalität ist ein Thema für die Gesellenprüfung. Die Magisterarbeit sollte sich der Frage widmen, inwieweit ethnisch-kulturelle Ursachen dazu führen, dass Gesellschaften an die Monokausalität sozialer Problemerklärungen glauben.


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Die deutsche Öffentlichkeit ist durch die zwar nicht wirklich verifizierten, aber schrecklichen und jede Unschuldsvermutung von vornherein ausschließenden Schweinereien von Kerlen wie Harvey Weinstein, also praktisch allen Männern, höchst sensibilisiert. Und das ist gut so! Nach einem "sexistischen Kameraschwenk" über die nackten Beine von Verona Pooth entschuldigte sich jetzt die ARD, näherhin das "Anne-Will-Team", bei der – mir fehlt ein klassifizierungstauglicher Begriff für die Dame, also jedenfalls bei jener aus TV und Boulevardpresse für ihr Dasein bekannten Frau Pooth./ Schnitt. / "Barbie geht mit der Zeit", meldet die Welt. Der US-amerikanische Spielwarenhersteller Mattel hat eine Puppe vorgestellt, die am Modell der US-Säbel(!)fechterin Ibtihaj Muhammad entworfen wurde. Die Muslimin trägt einen Hidschab, also ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt, und die Beine sind es selbstverständlich auch.

Haben diese beiden parallelen Nachrichten etwas miteinander zu tun? Ich meine schon.

Was die Barbie betrifft, müssen wir uns zunächst der rechtspopulistischen Fortschrittsfrömmlerei erwehren, die darin besteht, im Mit-der-Zeit-gehen von Matell etwas Rückschlägiges zu wittern und rhetorisch zu fragen, ob Modelle der Puppe jetzt auch in der Tracht einer mittelalterlichen Nonne oder eines Burgfräuleins mit Keuschheitsgürtel in Serie gehen oder nach einer Barbie im Nikab zu rufen und den Folgemodellen Accessoires wie Sprengstoffgürtel oder ein paar Steine im Kopf (Fremdgeh-Barbie) zu empfehlen.

Sodann registrieren und vergessen wir sofort den Vorwurf des Verhältnisschwachsinns, der in etwa lautet: Dieselben Leute, die den Mund halten, wenn im Strom der sogenannten Flüchtlinge ganze Scharen von notgeilen Grapschern, Brachialflirtern und Vergewaltigern das Land invadieren, regen sich über einen Kameraschwenk auf; wie bigott ist das denn!

Wir gelangen zum Aspekt des quid pro quo, etwa im Statement der austriakischen Mimin Nina Proll (sic!), welche zu Protokoll gab: "Ich kenne diese ganzen Schauspielerinnen, die auf den Galas und irgendwelchen Preisen und Events herumlaufen und ihre Möpse irgendwelchen Produzenten unter die Nase halten, sich auf Schöße setzen und hinterher behaupten, sie sind sexuell belästigt worden. Ich kenne doch diese ganzen Kolleginnen, die jetzt posten #metoo, ich weiß doch wie die sich 'zubehaun' zu den Produzenten." Alles was auf der Besetzungscouch stattfindet, gehöre zum Casting, verkünden solche libidinösen Veristen, Frauen hätten zu allen Zeiten ihren Körper eingesetzt, um gesellschaftlich voranzukommen, und wenn ein Produzent sage: Für gewisse Gefälligkeiten bekommst du die Rolle, sei das keine sexuelle Belästigung, sondern ein Geschäftsangebot. Niemand sei gezwungen, es anzunehmen. Hier werden Opfer der Gesellschaft zu Mittäter_innen gemacht. Pfui Teufelin!

Noch ist die Lösung des Problems nicht in Sicht, also weiter denn, tränenden Auges! Dass sich ein TV-Sender bei einer Frau wie Verona Pooth, ehemalige Feldbusch (und im verfluchenswürdigen Scherz vom V.I.P.-Chefredakteur Joseph Rosentreter "Geldmusch" genannt), die 1968ff. mitbefreit wurde (auch wenn sie damals noch nicht auf dieser sexistischen Welt weilte) und die ihre sogenannte Karriere ausschließlich dem Umstand verdankt, dass sie sexy ist, dafür entschuldigt, dem Publikum ihre Beine präsentiert zu haben, dafür haben doch die 68er nicht gekämpft und in Konzentrationslagern gelitten! Die Befreiung der Frau zum Sexsubjekt war ohne ihre Befreiung zum Sexobjekt nicht zu haben. Da steckt sie nun fest, die moderne Frau. Was tun?

Betrachten wir vor diesem Hintergrund noch einmal die Barbiepuppe im Hidschab, stellen wir fest, dass in ihr die Lösung sämtlicher #metoo-Probleme Spielzeug geworden ist. Diese Barbie offenbart uns den Ausweg. Sie zeigt eine sexuell nicht belästigbare Frau. Keine Anmache an der abendlichen Bar mehr, keine Anzüglichkeiten über ihr Dekolleté, keine Besetzungscouch mehr, keine unzüchtigen Kameraschwenks. Fremdgehen fällt sowieso aus. Dafür sorgen die Sitte, der Ehemann, die Brüder und die Scharia-Polizei. Diese Barbie verkörpert das Ende des Sexismus.

Hier pflegen einige Uralt-Emanzen und AfDler gemeinhin einzuwenden, es sei doch das Allersexistischste, die Frau mittels vorgeschriebener Körperbedeckung zu stigmatisieren und als Eigentum des Mannes zu deklarieren. Ja als was denn sonst! Man sieht doch, wohin es führt, wenn die Mädels herrenlos bleiben und aus eigenem Antrieb an ihrem Leben herumbasteln. Sie bekommen keine Kinder mehr. Sie fordern Bevorzugung durch Quoten und bejammern ihr Los, wenn auch das nicht hilft. Sie bieten fremden Völkerschaften ihr Land als Beute an, um edel und sozial intelligent zu erscheinen. Sie beklagen sich darüber, angemacht zu werden, und sie beklagen sich, wenn sie nicht angemacht werden. Sie schreiben Kolumnen. Sie haben Verständnis für ihren Vergewaltiger, sofern er nicht weiß ist und sozial unter ihnen steht. Sie beginnen Techtelmechtel mit zwergwüchsigen Ministern, statt den Kerl zum Casting für den nächsten Nazifilm zu schicken. Sie feminisieren die Politik. Sie zerstören die Logik. Sie denken sich irgendwelche Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien aus, um die Männer dafür anzuklagen. Nein, die Mädels müssen einfach unter Hidschab, Tschador, Nikab oder Burka, und alles wird gut!


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Ein in Paris eingesetzter Untersuchungsausschuss ermittelte in den vergangenen Monaten die Details des Massakers im Pariser Bataclan. Der Einsatzleiter der Polizeieinheit, die den Club eroberte und die Leichen fand, sagte unter anderem aus: "Es wurden Menschen enthauptet, geschlachtet, ausgenommen. Es gab sexuelle Handlungen an Frauen und Genitalverstümmelungen. Wenn ich mich nicht irre, haben sie die Augen mancher Menschen herausgenommen."

Die Jungs waren wahrscheinlich auf Drogen und wollten später den Huris im Paradies etwas zu erzählen haben.

Jesse Hughes von den Eagles Of Death Metal, der Band, die an jenem Abend auftrat, berichtete: "Ich sah etwa sieben Menschen sterben. Einige dieser Menschen waren weniger als einen Meter von der Barriere entfernt. Sie hätten sich nach hinten fallen lassen können und wären am Leben, aber sie waren sogar zu verängstigt, sich umzudrehen. Ich erinnere mich an eine Frau, die nur dastand – mit erhobenen Händen in einer Haltung der Unterwerfung. Der Terrorist sah sie schließlich, und alles, was sie tat, war: 'Nein, nein, nein' zu sagen. Sie stand da, wie jemand, der sich dem Tod preisgibt" (mehr hier).

Diese Typen hatten Maschinenpistolen, ihre Opfer nichts. Kriminelle haben immer irgendwoher Waffen, und im Bataclan hatten die Killer viel Zeit, bevor die sog. Staatsgewalt eintraf.

Mir genügt diese Beschreibung, um die Liberalisierung des privaten Waffenbesitzes für eine zentrale politische Mission der nächsten Jahre zu halten. "Die Verpflichtung der Bürger gegen den Souverän kann nur so lange dauern, als dieser imstande ist, sie zu schützen", statuierte Thomas Hobbes. Ist der Staat dazu nicht mehr in der Lage, trete "das natürliche Recht der Menschen, sich selbst zu schützen" in Kraft. 


PS: Warum liest man übrigens in den deutschen Wahrheits- und Qualitätsmedien nicht ein Sterbenswörtchen über diese doch in höchstem Maße berichtenswerten Details? Nun, wahrscheinlich weil die Unterwerfung ein Gesamtkunstwerk ist.


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Wenn in der Buchhandlung keine einzige Biographie eines Menschen mehr steht, dessen Leben einen Kulturmenschen interessieren könnte, hat der Fortschritt ein weiteres Etappenziel erreicht.