Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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10. November 2017


"Ce qui constitue une République, c'est la destruction totale de ce qui lui est opposé."
Saint-Just


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Ich fühle mich, indem ich als Michael Klonovsky gelten muss, in meinen Persönlich*keits!rechten verletzt. Ich heiße so aufgrund elterlicher Willkür, empfinde mich aber wahlweise als Uschi Glas und/oder als der hl. Paulus. Indem man mich z.B. bei der Wahlbenachrichtigung oder der Facebook-Sperrung als jene Per*son anspricht, mit der ich mich nicht identisch fühle, verstößt der Staat gegen seine Pflicht zur Durchsetzung des allgemeinen Per*sön!!lichkeits*rechtes von Personen mit einer oder mehreren von ihrer Zwangsidentität abweichenden Persönlich*keit(en). Art. 1 Abs. 2 GG gewährt aber jedem das Recht auf freie Entfaltung der PersönlIch*keit, also auch der Persönlichkeit**enx.

Die PersönlI(!)chkeits_*zugehörigkeit spielt in den allgemeinen Lebensvorgängen eine wichtige um nicht zu sagen die entscheidende Rolle. Dass ich mich wahlweise als Uschi Obermaier und/oder als der hl. Franziskus empfinde, ist konstitutiver Bestanteil meiner P_ersönlichkeit. Indem das geltende Recht mich dazu zwingt, als eine Person! zu leben, als die ich mich nicht empfinde, verletzt es meine Persönlichkeitsrecht*e. Natürlich habe ich einen an der Waffel, aber ich werde Sie verklagen, wenn Sie das irgendwo öffentlich machen. Überhaupt werde ich klagen. Ich will mein Recht!


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Er war ein praktischer Mensch und sah keinen Widerspruch darin, aus Gründen der Aufgeklärtheit das Christentum abzulehnen und aus Gründen der Feigheit den Islam willkommenzuheißen.


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Mozarts da Ponte-Opern, "Figaro", "Cosi", "Don Giovanni", handeln alle vom selben Thema: der skandalösen Normalität sexueller Belästigung. Insbesondere dieser Don Giovanni! "Und in Spanien schon tausendundrei!" Me too!


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"Was Deutschland betrifft, so läßt die satirische Selbstkritik, die es durch seinen Literaten an sich übt, keinen Zweifel darüber, daß es sich als das eigentlich häßliche Land, das Land der Häßlichen fühlt: Dies ist die Manifestation seines ‚Geistes’".
Thomas Mann, "Betrachtungen eines Unpolitischen"