Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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11. Oktober 2017


Die Saat des Engagements geht auf: Heute Nacht oder in den frühen Morgenstunden ist der Stand des Antaios-Verlages auf der Frankfurter Buchmesse verwüstet worden, etwa 35 Bücher wurden durch Zahnpasta, Kaffee und andere Flüssigkeiten beschädigt und in den Zustand der Unverkäuflichkeit überführt; die Linke ist doch arg infantil, was ihre staatliche Alimentierung nicht nobler macht. Am Vormittag gab es linke "Protestveranstaltungen" – in Deutschland protestiert ja nicht die Opposition, sondern es wird gegen sie protestiert –, und auch ein paar Gesandte des Börsenvereins wurden mit total originellen Plakaten vorstellig, um Haltung zu zeigen.

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Ob es in irgendeiner Form zu Diskussionen kommen wird – ich meine, mit ausformulierten Argumenten und so –, darf angesichts dieser elanlosen, bildungsfernen, aber machtgeschützten Linken bezweifelt werden.


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"Sehr geehrter Herr Klonovsky, mit Abscheu habe ich Ihr Notat des heutigen (i.e. gestrigen – M.K.) Tages gelesen. Als Buchhändler schäme ich mich für unseren Verein. Die nehmen für sich immer in Anspruch, in ureigenstem Interesse für die Meinungsfreiheit einzutreten. Beim Umgang mit Pirincci und Sieferle und jetzt mit diesem Schreiben traten sie den negativen Wahrheitsbeweis an. Das schöne Märchen vom freiheitsliebenden Buchhandel entbehrt jeder Grundlage, denn von jedermann ständig erreichbare und damit verwundbare Personen sind gerade nicht dazu prädestiniert, körperliche oder finanzielle Risiken einzugehen. Der Staat kann jedes Unternehmen zudem allzuleicht gängeln. Widerstand, ein für die heutige Zeit noch zu großes Wort, können nur Privatpersonen heimlich ausüben.

Der Buchhandel als Verband oder Buchhändler als Einzelunternehmer widerstanden auch zur Schlächterzeit nicht, sondern haben fleißig Schlächterliteratur produziert und verkauft. Deshalb müssen sie aber heute nicht gemeinsame Sache mit der neuen SA machen und das auch noch als Engagement für Meinungsfreiheit hinstellen. 
(...) 
Den Aufruf zur Repression als widerständige, ‚kritische’ Haltung darzustellen, ist an Schäbigkeit kaum zu überbieten."


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Opportunismus ist Widerstand!

Opportunismus ist Courage!

Opportunismus ist Individualität!

Opportunismus ist Vielfalt!


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Der Klimawandel ist eine ähnliche Binse wie der Sonnenzyklus, wenngleich dieser auf den kurzen Blick etwas chaotischer wirkt als jener. Das Klima wandelt sich seit Menschengedenken, und die Biomasse reagiert darauf mit Anpassung oder Artentod, Homo sapiens gar mit Aufzeichnungen und Prognosen. Die heute im Raum stehende Frage ist die, ob bzw. in welchem Maße die momentane Art des Wandels vom Menschen beeinflusst wird. Entgegen der verbreiteten Medienmeinung gibt es keinen stichfesten Beweis dafür, dass es sich um Menschenwerk handelt. Dass es eine grüne Weltkirche gibt, welcher die Verteilung von Priesterplanstellen, die Erzeugung eines kollektiven Sündenbewusstseins sowie ein schwungvoller Ablasshandel zugeschrieben werden kann, dafür liegen allerdings erdrückende Beweise vor. (Die Geschichte lehrt, dass die Kirche recht haben kann, doch ohne kollektive Hysterien kommt sie bei ihrem Missionswerk selten aus.)

Wie zuletzt Spiegel, Focus und andere Gazetten mit sogar Titelgeschichten suggerierten, erkenne man den menschengemachten Klimawandel – und mithin die Gültigkeit der grünen Apokalypse – an Wetterextremen wie zuletzt den Hurrican*innen "Irma" und "Maria". Die Zunahme solcher Phänomene scheint evident zu sein; die Pole schmelzen (angeblich), die Wüsten wachsen (womöglich), die Gletscher schwinden (ein bisschen), der Meeresspiegel steigt (kaum merklich); Zerstörungen durch Stürme, Zerstörungen durch Flutwellen, Zerstörungen durch Brände, Zerstörungen durch Überschwemmungen allüberall. Grüne Ablassprediger ziehen durch die Lande und bereiten uns auf Millionen "Klimaflüchtlinge" vor, deren Versorgung sie, auf anderer Leute Kosten, schon übernehmen würden. Der Planet rächt sich, das Klima schlägt zurück.

Es gibt freilich etwas, wovon diese Klagechöre in ihren Schreckensgesängen nie künden: die Bevölkerungsexplosion in jenen Ländern, die "vom Klimawandel am stärksten betroffen" sind. Ist es nicht merkwürdig, dass ausgerechnet dort, wo der Planet zurückschlägt, das Leben blüht und wimmelt? Und ersteht nicht überdies mit jedem neuen Erdenkind sowohl ein neues potentielles Opfer als auch ein neuer Seismograph des Klimawandels? Die Verfeinerung der Messmethoden hat uns Einblicke in den Horror des täglichen Vergiftetwerdens verschafft, der unser parallel stattfindendes kollektives Immer-älter-werden mit einem wohligen Grusel bereichert. Indem die Menschheit sich gerade in der Dritten Welt rasend vermehrt, verfeinert sie die Messmethoden zumindest quantitativ, weil immer mehr humanoide Seismographen existieren. Wenn die Bevölkerung eines regelmäßig von Stürmen oder Überschwemmungen heimgesuchten Weltwinkels sich binnen kurzem verdoppelt, bekommen auf einmal doppelt so viele Menschen nasse Füße oder verlieren ihre Bleibe. Eines zumindest ist ganz sicher: Die Wahrnehmung des Klimawandels ist menschengemacht.


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"Derlei Tätern muss klare Kante gezeigt werden", erklärte der Richter. Diese Dreistigkeit und Brutalität könne "keine Gesellschaft der Welt hinnehmen".

Greifen deutsche Richter jetzt endlich gegen Messerstecher, Ehrenmörder, Gruppenvergewaltiger und Kopftreter durch? Ja, sie tun es, zuweilen, speziell wenn es sich um deutsche Täter handelt; neun Jahre und zehn Monate Haft wegen versuchten Mordes (hier), dergleichen widerfährt den uns Zugelaufenen, wenn sie im Einzelfall mal jemandem den Schädel einschlagen, jemanden vor den Zug stoßen oder mit dem Messer tranchieren, meines Wissens nie. Deutsche Täter haben ja gottlob weder Brüder noch Clans, also niemanden der weiß, wo der Richter wohnt und wo dessen Kinder zur Schule gehen, deutsche Täter kann man noch folgenfrei wegsperren, und die eigene Feigheit lässt sich mit einem solchen harten (= angemessenen) Urteil kaschieren, zumal ausländerfeindliche deutsche Gewalttäter im Gegensatz zu importierten Inländerfeinden weder traumatisiert noch verwirrt noch in ihren religiösen Gefühlen verletzt worden sind, für ihre Taten keine sozialen Ursachen vorliegen, und ihre Sozialprognose nicht nur schlecht, sondern der Gesellschaft völlig gleichgültig ist.


Wobei, in der Saarbrücker Zeitung liest man: "Das Gefühl der sozialen Ausgrenzung könne bei den jugendlichen Rechtsextremen im schlimmsten Fall zu Amokläufen oder Terrorattacken führen, sagte Bernhard Morsch, Präsident der Saar-Psychotherapeutenkammer."

Liest man natürlich nicht. Exakt heißt es dort: "Das Gefühl der sozialen Ausgrenzung könne bei den jugendlichen Flüchtlingen im schlimmsten Fall zu Amokläufen oder Terrorattacken führen."


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Und immer weiter mit der Verwandlung von Kaltland in Buntland! "Brennpunkt Rostocker Innenstadt: Schon wieder hat sich am Nachmittag mitten in der City eine Massenschlägerei zwischen ausländischen jungen Männern und deutschen Jugendlichen ereignet", meldet die Presse aus jener Weltgegend, in der es eigentlich keine Ausländer, aber eine kolossale Ausländerfeindlichkeit gibt. "Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei ausschließlich um ausländische Jugendliche. Bei den Geschädigten handelt es sich um deutsche Jugendliche."

Tja, woran mag das liegen? Können nicht einmal mehr die Ostdeutschen richtig zulangen?

Unter dem Artikel erklärt die Redaktion: "Liebe Leserinnen und Leser, im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserer Webseite haben wir unter diesem Text die Kommentarfunktion deaktiviert. Leider erreichen uns zu diesem Thema so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Kommentare, dass eine gewissenhafte Moderation kaum mehr möglich ist. Wir bitten um Verständnis."

Es ist nicht immer einfach, aus den zwanzig Massenschlägereien der Woche die knackigste hervorzuheben, doch dieses Gesamtkunstwerk bildet so akkurat die Lage bzw. die aktuelle Bevölkerungspyramide ab, dass die Wahl leicht fällt. Die importierten Jungmänner sind sogar in ostdeutschen Städten bereits zahlreich, stark und selbstbewusst genug, um Gruppenschlägereien mit Eingeborenen anzuzetteln, die sie dann auch gewinnen, und die Wut der eingeschüchtert ihrer sukzessiven Verdrängung entgegensehenden Einheimischen, die im Schnitt 50 und älter sind, also zwischen erstem und zweitem Bandscheibenvorfall in den Kampf zögen, wenn sie es denn wagten, tobt sich lieber im Internet aus, was die Medien aber zu unterbinden wissen (damit es nicht die Masi tun muss, wobei in diesem Fall schnell ein Richter ein hartes Urteil spräche, denn es drohte ja keine Gefahr von einem verurteilten Frührentner).


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Ich versprach, den "Sieferle des Tages" wieder einzuführen. Also: "Seitdem Merkel Bundeskanzlerin ist, hat die Gesinnungsethik den gesamten politisch-medialen Raum erobert. Wir haben eine sensationelle Infantilisierung der Politik erlebt, vor allem in der Migrationsfrage, und diese ist letztlich Ausdruck einer tieferliegenden fundamentalen Infantilisierung der Bevölkerung. In der Demokratie werden die Politiker gewählt, und letztlich sind die Wähler für das verantwortlich, was in der Politik geschieht."
(Das Migrationsproblem, S. 129)


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Goebbels soll nach seiner Sportpalastrede unter Vertrauten von einer "Stunde der Idiotie" gesprochen und hinzugesetzt haben: "Wenn ich den Leuten gesagt hätte, springt aus dem dritten Stock des Columbia-Hauses, sie hätten es auch getan." Einer apokryphen Quelle zufolge lautete das Zitat etwas anders; der Propagandaminister habe nicht vom Sprung aus dem Columbia-Haus gesprochen, sondern seine Worte seien gewesen: "Wenn ich den Leuten gesagt hätte, holt zwei Millionen Afrikaner ins Land, sie hätten es auch getan."


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Wie jedermann weiß, ist die Sozialhilfe an gewisse Bevölkerungsgruppen nichts anderes als ein Schutzgeld, mit dem sich die Gesellschaft von Unruhen, Plünderungen und öffentlichen Krawallen freikauft. Die erste ernsthafte Wirtschaftskrise wird auch hierzulande jene Hunde im Souterrain wecken, die andernorts längst ihre Rudelinstinke öffentlich ausleben. Dann bedarf es zusätzlicher Quellen für Reparationen und Besänftigungszahlungen. Ich habe einen Vorschlag: Man kürze oder, je nach Schwere der Unruhen, streiche dann dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk einfach die Alimente. Mit diesen Milliarden ließe sich der partiell drohende Bürgerkrieg, zumindest für eine Legislaturperiode, in die tolerable Alltagskriminalität zurückhegen.