Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

Artikelsuche

Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


...mehr

 

 

7. Oktober 2017


Heute ist DDR-Geburtstag, wozu das folgende Schreiben passt, welches dieser Tage bei zahlreichen Medienvertretern eintrudelte:

"Lieber ***,

mittlerweile haben wir die Preisträger, der mit 200.000 Euro hochdotierten Integrationsinitiative 'The Power of the Arts' bekannt gegeben. Darunter die Dresdner Brass Band Banda Internationale, das inklusive und interkulturelle Performance Projekt 'Un-Label', die Jugendkulturinitiative 'Label m' aus Saarbrücken und die Kunsthochschule Weißensee Berlin mit der *foundationClass.

Diese vier sehr heterogenen Projekte stehen exemplarisch für das ungebrochene, diverse und deutschlandweite Engagement für die Integration in Deutschland. Sie bäumen sich auf gegen Pegida, AfD und Fremdenfeindlichkeit und engagieren sich für ein offenes, liberales Miteinander. Im Gesamtportrait zeigen sie, wo ein 'buntes' Deutschland trotz unterschiedlichster Hürden und Herausforderungen funktioniert. Dies ließe sich an diesen vier insbesondere auch bildstarken Projekten sehr gut erzählen. Alle Preisträger wurden in ausführlichen Reportagen portraitiert - das Bildmaterial kann kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Bei Interesse gibt es sicherlich auch die Möglichkeit für eine Pressereise. Bei Fragen melden Sie sich gerne jederzeit. Ich freue mich dazu von Ihnen zu hören.

Liebe Grüße,
***

BUREAU N is a specialist cultural
communications consultancy, working
at the intersection of art, architecture,
design, and other things we like.

***strasse 38
10999 Berlin, Germany"

Von allen Versionen des Aufbäumens ist ihnen das staatlich subventionierte natürlich das Allerliebste. Gern auch mit Pressereise.


                               ***


Zum DDR-Geburtstag passt auch, was Leserin *** zu jenem Mann schrieb, der in Wittenberg von Zugelaufenen totgeschlagen wurde (Actum diurnum vom 5. Oktober): "Die hallesche Bild berichtet am 5. 10. 17 über den Totschlag und zitiert dabei einen Augenzeugen, der auch den Rettungswagen rief: 'Ich stand mit meiner Frau zum Rauchen am Seiteneingang, als das spätere Opfer sein Fahrrad und das einer jungen Frau anschloss. Die Bekannte wurde sogleich von vier oder fünf Männern angesprochen, körperlich bedrängt. Dann kam es zu einem Wortgefecht zwischen den Männern, plötzlich flogen die Fäuste. Dann lag der Mann auf dem Boden, die Gruppe flüchtete Richtung Schwanenteich.'
Daraufhin musste die Mitteldeutsche heute wohl nachziehen; sie zitiert Angestellte des Wittenberger Einkaufszentrum: "Wir wurden alle zu Stillschweigen verdonnert", notiert jedoch auch: 'Ein Mann schildert gegenüber der Presse ( = Bild) den Vorfall ganz anders als bisher dargestellt', macht aber eben jenen Mann unglaubwürdig mit dem Satz: '(...), dass dieser Zeuge gegenüber der Polizei nichts von einer Belästigung erwähnt habe.'
Ich, Jg. 1953, konstatiere: Verlogener war die Freiheit auch nicht! Ich hätte nie gedacht, dass ich Bild mal würde loben müssen ...
Übrigens wurde 2016 in Bernburg ein junger Prekariatler zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt – er und seine Freundin hatten nach einem Stadtfest Flaschen aus den Papierkörben gesammelt, wobei 'Schutzsuchende' die junge Frau betatschten und dann ca. zehn von ihnen einen Kreis um die beiden bildeten, so dass der Bernburger sich mit einer der gesammelten Flaschen zur Wehr setzte. Jochbeinbruch beim Schutzsuchenden, Krankenhaus, Anzeige wegen Körperverletzung, Gerichtsverhandlung, Geldstrafe. Jetzt darf der Bernburger Prekariatler aber noch viele, viele Flaschen sammeln ... "

Wenn du hier einen Eingeborenen totschlägst, und man diesem armen Teufel vorwerfen kann, er habe irgendetwas Ausländerfeindliches geäußert, kommst du nicht einmal in Untersuchungshaft und spazierst als freier Mann aus dem Gerichtssaal. "Auffällig oft kommen Straftäter trotz schwerster Straftaten mittlerweile nicht mehr in U-Haft, auffallend oft gibt es Bewähungsurteile", notiert Alexander Wendt auf seiner Facebook-Seite und beschreibt einen typischen Fall: "Okan K. wurde 2014 wegen bandenmäßigen Diebstals zu fünf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Wann er den bandenmäßigen Raubzug begangen hatte und seit wann er deswegen sitzt, lässt sich auf die Schnelle nicht eruieren. Tatsache ist jedenfalls, dass er jetzt eigentlich vor Gericht stehen sollte, weil er 2013 zusammen mit seinem Kollegen Burak C. in Gesundbrunnen auf einen anderen Mann mit einer Machete eingehackt hatte. Warum ein Prozess erst vier Jahre nach einer schweren Straftat überhaupt erst beginnen sollte, ist ein eigenes Kapitel (...). Was tut die Berliner Justizverwaltung mit einem Häftling, der von der Polizei seit Jahren als hoch gefährlicher Intensivtäter eingeschätzt wird? Richtig, sie verlegt ihn – und zwar wegen Orkans schwerer Tilidin-Abhängigkeit – in den Maßregelvollzug. Kurz vor dem Strafprozess bekommt der schwer rauschmittelabhängige Serientäter Ausgang. Und kehrt zur Überraschung des Personals nicht mehr zurück" (hier).      

Puristen könnten formulieren: Es gibt keinen Rechtsstaat mehr, es gibt keine freie Presse mehr (die gab's freilich eh nie). Aber es gibt ein "breites gesellschaftliches Bündnis" bzw. "Aufbäumen" von freiheitsunfreundlichen, rechtsstaatsgeringschätzenden brachialhumanitären Weltumarmern gegen diejenigen, die den Rechtsstaat und die Meinungsfreiheit gern wieder herstellen wollen. Und ihr könnt, immerhin, sagen, ihr seid dabeigewesen!                 


                              ***


Wer die Schuld am Ausbruch eines Krieges trägt, steht immer erst fest, nachdem der Sieger ermittelt ist.

Wenn man Pech hat (und von einer geostrategischen Null wie dem Herrn Hitler geführt wird), schieben einem die Kriegsgewinner sogar noch die eigenen Massenmorde in die Schuhe (hier).