Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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21. September 2017


Fast alle, die auf das "Literaturrätsel" reagierten, haben die richtige Antwort gegeben: Es handelt sich um Franz Kafkas Erzählung "Ein altes Blatt", erschienen 1920 im Erzählband "Ein Landarzt". Die kurze Geschichte korrespondiert mit einer anderen Erzählung Kafkas, "Beim Bau der chinesischen Mauer". Nun heißt es warten.


                             ***


"Die Vereinigten Staaten sind eine mitfühlende Nation und haben Milliarden und Milliarden von Dollar ausgegeben (...). Wir suchen einen Ansatz für die Neuansiedlung von Flüchtlingen, der diesen schrecklich behandelten Menschen helfen soll und es ihnen ermöglicht, in ihre Heimatländer zurückzukehren und Teil des Wiederaufbauprozesses zu sein.

Für die Kosten für die Ansiedlung eines Flüchtlings in den Vereinigten Staaten können wir mehr als zehn Flüchtlinge in ihrer Heimatregion unterstützen. Aus ganzem Herzen bieten wir Gastgeberländern in der Region finanzielle Unterstützung an, und wir unterstützen die jüngsten Abkommen der G20-Staaten, die versuchen werden, Flüchtlinge so nah wie möglich an ihren Heimatländern aufzunehmen. Dies ist der sichere, verantwortungsvolle und humanitäre Ansatz.

Die Vereinigten Staaten beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit den Migrationsherausforderungen in der westlichen Hemisphäre. Wir haben gelernt, dass die unkontrollierte Migration auf lange Sicht sowohl für die Entsende- als auch für die Aufnahmeländer zutiefst ungerecht ist. Für die Entsenderländer wird dadurch der innenpolitische Druck auf die erforderlichen politischen und wirtschaftlichen Reformen verringert und das Humankapital abgebaut, das für die Motivierung und Umsetzung dieser Reformen erforderlich ist. Für die Aufnahmeländer werden die beträchtlichen Kosten der unkontrollierten Migration überwiegend von einkommensschwachen Bürgern getragen, deren Sorgen sowohl von den Medien als auch von der Regierung oft ignoriert werden."

Also sprach der teuflische Donald Trump vor der UN-Generalversammlung (die ganze Rede auf deutsch hier). Diese Worte passen zu einer Zahl, auf die mich Leser *** aufmerksam macht.

Die UNO-Flüchtlingshilfsorganisation UNHCR verfügte 2016 für weltweit ca. 65 Millionen Flüchtlinge über ein Gesamtbudget von insgesamt vier Milliarden US-Dollar. Davon zahlten die USA ca. 1,5 Milliarden, 363 Millionen kamen von der EU, 360 Millionen aus Deutschland (hier). Im gleichen Zeitraum bezahlte der deutsche Staat für etwa eine Million "Flüchtlinge" innerhalb der Bundesrepublik 30 Milliarden Euro (hier), mit all den Nebenkosten für Kollateralschäden aus Kriminalität, medizinischer Betreuung der Opfer, Kosten für Haftanstalten, Vandalismus etc. pp. bestimmt sogar noch mehr.

Vergleiche man nun die Aufwendungen des Staates, so lassen die Deutschen jedem Flüchtling auf der Welt außerhalb Deutschlands ca. 4,60 Euro pro Jahr an humanitärer Hilfe zukommen (300 Millionen Euro für 65 Millionen), während die steuerliche Belastung durch jene, die die deutschen Grenzen überwinden konnten, 30.000 Euro pro Jahr und Kopf betrage (30 Milliarden Euro für eine Million Zugelaufene).

Dies ergebe, rechnet *** vor, den Faktor 6521. So viel kostet ein "Flüchtling" innerhalb Deutschlands den deutschen Steuerzahler mehr als ein Mensch, der irgendwo sonst auf der Welt vor Krieg und Not Schutz sucht (30.000 versus 4,60 Euro).

"Wie viel mehr könnte ein vergleichbarer finanzieller Beitrag zur Linderung der Not auf diesem Planeten beitragen, würde dieses Geld nicht in Deutschland vergeudet", notiert ***. "Wäre die so viel gepriesene und propagierte Humanität tatsächlich Triebfeder dieses finanziellen Wahnsinns, würde man doch höchstwahrscheinlich versuchen, mit all diesen Milliarden möglichst vielen Notleidenden zu helfen. Stattdessen entwurzelt man durch diesen beispiellosen finanziellen Anreiz einen Bruchteil der weltweiten Flüchtlinge und importiert ein Millionenheer kulturfremder und perspektivloser Analphabeten nach Deutschland."

Wie bei allen Amokläufen steht man vor der hilfosen Frage: Warum?


PS: "Sehr verehrter Herr Klonovsky, die ursprüngliche Fassung Ihrer Frage (ob es bösartige Ideologen oder handlungsunfähige, feige und opportunistische Schwachsinnige seien, von denen wir regiert werden), war deutlich weniger 'hilflos'..."

PPS: Leser *** merkt an, auf den Faktor 6521 komme nur, wer ausschließlich den deutschen Beitrag zum UNO-Budget berücksichtige, damit sei zwar in Relationen gesetzt, was Deutschland für Flüchtlinge jeweils ausgebe, aber nicht, was diese tatsächlich bekommen. Der Gesamtaufwand pro Flüchtling auf der Welt ergebe sich ja aus dem UNO-Gesamtbudget von vier Milliarden Dollar (= 3,34 Mrd Euro auf 65  Mio Flüchtlinge = 51 Euro/Flüchtling), den man dann zu dem Aufwand für 'Flüchtlinge' in Deutschland (30.000 EUR/Flüchtling) ins Verhältnis setzen muss.  EUR 30.000 / EUR 51 = 588. Das sei freilich, schließt *** "immer noch beeindruckend".