Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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11. September 2017


Im Frühjahr 1988 wurde die Ostberliner Oppositionelle Vera Wollenberger vom Stadtbezirksgericht Lichtenberg wegen "versuchter Zusammenrottung" zu sechs Monaten Haft verurteilt; sie hatte Meinungsfreiheit gefordert. Was sie nicht wusste: Ihr Anwalt war Stasi-Mitarbeiter. Der Richter war Stasi-Mitarbeiter. Im Publikum saßen – strenggenommen könnte man sagen: als Publikum fungierten – Stasi-Mitarbeiter. – Daran musste ich unwillkürlich denken, als Alice Weidel aus dem ZDF-Studio lief. – Und genau jene Bürgerrechtlerin, die seit 1991 Vera Lengsfeld heißt, weil auch Herr Wollenberger inoffizieller Stasi-Mitarbeiter war, wirft nun dem politisch-medialen Komplex vor, mit Stasi-Methoden gegen Frau Weidel vorzugehen (hier).
 

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Man hat es schon öfter gelesen: Bei westlichen Männern sinkt die Spermienqualität. Einer Studie der Hebräischen Universität Jerusalem zufolge hat zwischen 1973 und 2011 die Spermienkonzentration in diesem Weltteil um insgesamt 52,4 Prozent abgenommen. Die Gesamtzahl vorhandener Spermien sei im Schnitt sogar um 59,3 Prozent gesunken, erklärte Hagai Levine, Leiter der Abteilung für Umweltgesundheit an der Hebräischen Universität Jerusalem. Das heißt, Netzer – Hoeneß – G. Müller hatten praktisch mehr als doppelt so viele Spermien wie Götze – Kroos – T. Müller (Boateng lassen wir mal raus). Mal ganz zu schweigen von Angriffsreihen wie von Leeb – von Bock – von Rundstedt. Doch Ernst beiseite: "Die Zahl der Männer mit eingeschränkter Fruchtbarkeit bis hin zu Unfruchtbarkeit hat sich bedeutend erhöht", konstatiert Levine. Dieser Wandel könne nur auf schädigende Umwelteinflüsse zurückgeführt werden, weil genetische Veränderungen niemals so schnell eintreten können. Was jedoch nicht erkläre, warum ausgerechnet der westliche Mann betroffen bzw. befallen ist.

Levines Team hat Studien aus über 50 Ländern ausgewertet, auch einigen nicht-westlichen, doch genüge bei Letzteren die Datenmenge nicht, um einen Trend festzustellen. Die vorhandenen Daten deuteten darauf hin, dass bei nicht-westlichen Männern das Verfallsphänomen jedenfalls nicht in solcher Drastik vorstellig werde. Man wisse inzwischen, dass diverse chemische Einflüsse sich negativ auf die Spermienproduktion auswirken. Als Beispiel nennt Levine Pestizide. Außerdem gelten Rauchen, Drogen, Medikamente, Fettleibigkeit und Bewegungsmangel als Spermienproduktionsbremsen, dazu Gifte und Hormone aus Landwirtschaft und Massentierzucht.

Resultiert also der schwindende kollektive Trieb, in Nachkommen zu überleben, ganz profan aus der Verabfolgung von Ernährungswohlstandsmüll? Oder muss man den Spermienqualitätsniedergang als eine Art Entelechieschwund begreifen, als biologischen Ausdruck des nachlassenden metaphysischen Überlebenswillens einer ehedem Rasse genannten Subspezies?

PS: Wenn aber Geschlecht bloß ein Konstrukt und überhaupt alles eine Frage der Chancengleichheit ist, müssen vielleicht jetzt die Mädels mal ran bei der Spermienproduktion?