Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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19. August 2017


"Ihre Werke werden überleben", schreibt Leser ***, verbunden mit besten Wünschen zum Wiegenfeste (ich danke hiermit herzlich und summarisch allen, die sich zu Gratulationsbotschaften bemüßigt sahen). Ja, und zwar so: Es wird sich dermaleinst eine chinesische Germanistin, sehr schlank, sehr zart, sehr ernst, über meine Texte beugen, eine kleine senkrechte Falte wird bei der Leküre auf ihrer blassen Stirn entstehen, sich aber allmählich glätten, während sich ihr Antlitz belebt und die Wangen sich aufblasen, bis schließlich ein prustendes Gelächter aus ihr bricht, das sie nur mit äußerster Anstrengung und tränenden Auges bezähmen kann, um, immer wieder von mühsam unterdrückten Lachanfällen geschüttelt, mit rosigen Wangen weiter und weiter zu lesen...


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Gegen die aktuelle Linke findet man inzwischen sogar bei den linken Klassikern Trost.


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"Gemeinsam mit Forschern der TU Berlin analysieren 25 Migranten die Bedarfe Mannheims und erarbeiten Pläne für die zukünftige Gestaltung der Stadt", meldet die Südwestpresse. Das Projekt läuft unter dem Titel "Migrants4Cities". 25 Neumitbürger bilden das "Urban Design Thinking Team Mannheim", auf dessen Webseite es heißt: "Migrant*innen arbeiten über einen Zeitraum von drei Jahren in kulturell, ethnisch und professionell gemischten Gruppen von fünf bis sieben Personen und unterstützt von Fachexpert*innen zu Themen wie Mobilität, Wohnen oder Beteiligung zusammen. In neun UrbanLabs betrachten sie die Stadt aus ihrer ureigenen Perspektive. Sie (...) entwickeln und diskutieren gemeinsam Ideen, testen Arbeitsergebnisse und präsentieren ihre Lösungen der Stadtgesellschaft."

Die Idee, dass Migranten an der Stadtentwicklung mitarbeiten, ist ja so neu nicht (neu ist, dass man sie Migrant*innen nennt). Um nur ein paar deutsche Migranten mit Urbanisierungsverdiensten aufzuzählen: An der Erbauung von Sankt Petersburg wirkten zahlreiche deutsche Ingenieure und Handwerker mit, von denen sich viele an der Newa niederließen. Der Migrant John August Roebling aus Thüringen konstruierte die erste Brücke über die Niagarafälle und die Brooklyn-Bridge in New York. Der Migrant Konstantin Thon war der Architekt der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau und mehrerer anderer Gotteshäuser; außerdem erbaute er den Leningrader und den Moskauer Bahnhof. Der deutsche Architekt Richard Kauffmann wanderte 1920 nach Palästina aus und war dort als Siedlungs- und Stadtplaner tätig, unter anderem erbaute er den Beit Aghion in Jerusalem, in dem seit 1974 der israelische Ministerpräsident residiert. Der aus Baden stammende Architekt Ole Scheeren baut und lehrt als Arbeitsmigrant in China und Hongkong, sein bekanntestes Bauwerk ist die spektakuläre Sendezentrale des chinesischen Fernsehens in Peking.

Kein Mensch auf der Welt hat etwas gegen Einwanderer, die sich beruflich mit Städteplanung und Stadtentwicklung beschäftigen und damit ihr Geld verdienen. Völlig neu und weltweit einzigartig ist allerdings, dass diese städteplanenden Migranten vom Steuerzahler finanziert werden und so etwas wie eine Expertise kaum besitzen.

Das Mannheimer "Projekt" wird zu hundert Prozent gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird geleitet von einer Inderin, die uns die Südwestpresse vorstellt mit den Worten: "Rajya Karumanchi-Dörsam ist Stadtentwicklerin. Sie beschäftigt sich damit, wie Mannheim künftig aussehen soll. Sie macht das ehrenamtlich, denn eigentlich ist sie Sprachtrainerin." 200.000 Euro Steuergelder * gehen an ein Projekt, das geleitet wird von einer Stadtentwicklerin, die eigentlich Sprachtrainerin ist. Das schreibt ein Journalist, der wahrscheinlich eigentlich Satiriker ist. In dem Planungszirkel vereinen sich laut Südwestpresse außerdem ein Musiker, eine Psychologin, eine Grafikerin, ein Bankkaufmann, ein Bildungsberater und immerhin eine Ingenieurin; von letzterer nehmen wir mal an, dass sie das auch eigentlich ist (über die Kompetenzen der anderen Mitglieder werden wir nicht informiert; wie schade). Die illustre Truppe besteht zu zwei Dritteln aus Frauen, damit, wenn schon jede städteplanerische und architektonische Kompetenz fehlt, wenigstens die soziale vertreten ist.  Und vergessen wir nicht: Es handelt sich um ein Pilotprojekt, mit dem man prima an Steuerkohle kommt! Aus Bundesmitteln! Es wäre doch gelacht, wenn die Folgeprojekte in anderen Städten nicht wie Asylheime aus dem Boden sprössen! Ich schlage vor: Nafris4Women's Shelters! Roma4Biotech! Somalis4Hospitals! Gambier4Education! Pakistanis4Religious Meeting Places

Die für das Projekt zuständige Mitarbeiterin der Stadt erklärt übrigens, sie sei schon gefragt worden, ob es nicht umgekehrt heißen müsse: "Cities4Migrants". Die Frager haben ja recht! Weil ohnehin alles in diese Richtung läuft, Wohnungen "4Migrants", Sozialleistungen "4Migrants", Kindergärten und Schulen (ohne Schweinefleisch) "4Migrants", kostenlose Verkehrsmittel "4Migrants", neue Gebisse "4Migrants", Gebetsräume „4Migrants“, natürlich alles auf Kosten des Steuerzahlers, wie ja auch "Migrants4Cities". Und mal ehrlich: Wenn Sie in ein anderes Land einwandern, erwarten Sie schließlich auch, dass man dort die Städte nach Ihren Vorstellungen gestaltet und gegebenenfalls umbaut.


* "Sehr geehrter Herr Klonovsky, eine Korrektur zu Ihrem gestrigen Beitrag: das Projekt Migrants 4 Cities kostet nicht 200 000€ sondern 850 000€. Ob das in der Presse ein Versehen oder bewußte Auslassung war? Der Gemeinderat hat dem zugestimmt, weil das Mannheim (direkt) nix kostet – das Geld kommt ja aus Berlin.
Es grüßt freundlich
***"


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Die Welt gibt bekannt: "Stunden nach dem Messerangriff mit zwei Toten im finnischen Turku sind Identität und Motiv des Täters weiter unklar. Die Polizei will einen terroristischen Hintergrund nicht ausschließen." Das ist eine normale Meldung, obwohl hierzulande ca. hundert Prozent der Zeitungsleser wissen, was den Täter getrieben hat. Völlig undenkbar indes wäre die Meldung: "In Charlottesville fuhr ein Mann in eine Menschenmenge. Die Motive des Täters sind weiter unklar. Die Polizei will einen rechtsextremem Hintergrund nicht ausschließen."


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"Charlottesville: Wie faschistisch ist Amerika?", fragen die alten Tanten beiderlei Geschlechts bei der Zeit. Die Frage, die sie nicht stellen und nie stellen würden, lautet: "Paris, Nizza, Brüssel, Manchester, London, Berlin, Barcelona, Turku: Wie islamistisch ist Europa?"

PS: Nicht übel übrigens diese Zeile auf Zeit online: "Nizza, London, Berlin – und jetzt auch Barcelona: die Zahl der europäischen Länder, die zum Angriffsziel fanatischer Lieferwagenfahrer geworden sind, wird immer größer" (hier). Als Satiriker würde ich allmählich über eine Sammelklage nachdenken.


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"Mysteriöses Funksignal aus dem Weltall könnte das definitive Ende von Donald Trumps Amtszeit bedeuten." (Bernd Zeller)


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Interessant: Dieses Land produziert wieder politische Gefangene. Der Aktivist Michael Stürzenberger ist von der Strafkammer des Amtsgerichts München wegen "Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen" zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Während du hierzulande einen Stadtteil verwüsten oder Oppositionspolitiker tätlich angreifen kannst, ohne dafür ernstlich zur Rechenschaft gezogen zu werden, während Gruppenvergewaltiger und Kopftreter mit Bewährungsstrafen aus dem Gericht laufen, gibt es für ein solches Delikt – das zudem noch auf einer vorsätzlichen Fehlinterpretation zu beruhen scheint (hier) – ein halbes Jahr Knast.

Übrigens hat mir ein Journalist einer großen Zeitung erzählt, er recherchiere gerade über die Belegung hiesiger Haftanstalten; aufgrund der Einwanderung krimineller Scharen platzten sämtliche JVA, wie man sagt, aus allen Nähten, es herrsche überdies enormer Mangel an Strafvollzugsbeamten (unser Recht will, dass es ausgebildete Beamte sein müssen; diese Lücke wird sich nicht so schnell schließen lassen). Letztlich lacht uns folgendes Szenarium: In den überbelegten und vor allem von rustikalen Neuankömmlingen bevölkerten Gefängnissen kommt es früher oder später zu Revolten wie in Südamerika, während viele Bandidaten ihre Haftstrafen gar nicht antreten müssen, weil im Kittchen kein Zimmer frei ist. Und wenn sich das erst mal in der Welt der Fachkräfte herumspricht, ist Ausgelassenheit praktisch garantiert! Dann können die Krankenhäuser nachziehen!