Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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20. April 2017


Man muss blind sein, um hinter der Mär von der Diversity nicht den alten kommunistischen Spuk zu entdecken.
Die Diversifizierer können vor allem eines nicht ertragen: Besonderheit.


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Wenn ein paar Nafris ihren Weibern elanvoll an die Wäsche gehen, stehen die braven Kölner mit angelegten Ohren daneben und schauen ergriffen zu. Aber wenn die AfD tagt, rotten sie sich in hellen Haufen zusammen, um gegen die einzige Oppositionspartei dieses Landes zu protestieren.

Was für ein Heldenstadt ist doch unser großes, heiliges Kölln!

Selbstredend macht gerade ihr Kuschen vor echten Kriminellen, gegen deren Import sie nicht protestiert und an die sie Teile ihrer Stadt verloren haben, unsere Engagierten in ihrem zivilgesellschaftlichen Meutenmut erst so richtig scharf; es handelt sich um eine reine Ersatzhandlung von Courage-Simulanten, denen die eigene Feigheit mindestens unterbewusst peinlich ist.

Ginge von der AfD auch nur die geringste Gefahr aus, wir hörten keinen Mucks von diesen Wichten.


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Einmal mehr wollen uns regierungsfromme Märchentanten mit Zahlen und Schätzungen für dumm verkaufen. Jeder zweite "Flüchtling", verkündet eine Studie, könne fünf Jahre nach der Ankunft in Deutschland einen Job haben. Könne oder werde? Egal. Eine Erwerbstätigenquote von 50 Prozent unter Geflüchteten nach etwa fünf Jahren sei jedenfalls "realistisch", teilt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit. Was mit der anderen Hälfte wird? Na die beschäftigt sich mit ihren nachgezogenen Familien und zeugt neue Mitglieder derselben, die um 2045 herum dann zu 50 Prozent einen Job haben könnten.

Erster Einschub: "Allerdings zählt das IAB auch bezahlte Praktika und geringfügige Beschäftigung als Erwerbstätigkeit", vermeldet Spiegel online. Zweiter Einschub: Grundlage der Studie ist eine "Befragung" von mehr als 4800 Flüchtlingen.

Der Untersuchung zufolge waren in der zweiten Jahreshälfte 2016 von den im Jahr davor "zugezogenen Flüchtlingen" im erwerbsfähigen Alter zehn Prozent erwerbstätig. Von den 2014 "Zugezogenen" (aber gottlob nicht Zugeknöpften) 22 Prozent, und von den 2013 glücklich Hereingeschneiten 31 Prozent.

Moment: 2015, war da nicht was? Gab es da nicht die sogenannte Flüchtlingskrise vulgo unkontrollierte Masseneinwanderung von ca. anderthalb Millionen vorwiegend jungen Männern, darunter auch viele Schlüsseldienst-Spezialisten sowie gynäkologische und theologische Fachkräfte?

Unsere Mietstatistiker wollen also die Zahlen vor der Grenzöffnung verallgemeinern auf die Zahlen danach, damit sie auch künftig noch öffentliche Aufträge bekommen. Das ist ungefähr, als erklärte ein römischer Senator im Frühjahr 455, bisher habe man jedem zweiten Vandalen, der in Rom vorstellig wurde, ein Auskommen bei den Legionen und ein Quartier verschafft, also werde man sich mit Geiserich und seinen vor der Stadt stehenden Horden schon arrangieren.

Was man ja bekanntlich auch tat, nur war Rom halt deutlich ärmer danach, und ein paar Völkerwanderungswirren später quasi verschwunden, jedenfalls für Römer kaum mehr bewohnbar.


PS: "Werter Herr Klonovsky, als ehemaliger Anhörer beim BAMF kann ich über die Beschäftigungsprognose nur lachen", schreibt Leser***. "Die Angaben zur Ausbildung werden so gut wie nie mit Zeugnissen belegt, Sprachkenntnisse jenseits von Arabisch haben Seltenheitswert. Betrachtet man die Gruppen mit den höchsten Schutzquoten und den meisten Antragstellern, Syrien, Irak, Afghanistan, dann sehe ich von denen maximal -sehr wohlwollend geschätzt- 10% in 5 Jahren in der Lage, eine Beschäftigung oberhalb des Mindestlohns auszuüben. Die Masse hat maximal die Mittelschule (9. Klasse) beendet. Das entspricht der 6. oder 7. Klasse in Deutschland. Viele Kurden sind Analphabeten oder haben max. die Grundschule (6. Klasse) absolviert. Die arabische Kleinfamilie zählt 3 Kinder, normal sind 5 oder 6, nicht außergewöhnlich sind  um die 10. Das korreliert signifikant mit dem Bildungsgrad. Die Leute haben alles verkauft, um nach Deutschland zu kommen. Alle haben mir erzählt, dass sie in Deutschland für immer bleiben wollen. Ein ähnlicher Lebensstandard ist für sie nirgendwo sonst erreichbar. Und das ohne Arbeit. Jeder Anhörer sieht das so, viele verstehen die Politik nicht. Die Antragsteller suchen ein gutes Leben, wer versteht das nicht. Aber was ist der Plan der Politiker und der Medien?"


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Der natürliche Feind des Professors ist das Genie.


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Zu den Signaturen unserer Zeit gehört die Entpersönlichung der Toten. Wo das Leben immer mehr "optimiert" werden soll, haben sie und hat sogar der Tod keinen Platz mehr. Gestorben wird im Verborgenen, unter der Obhut von Fachpersonal. Die Friedhöfe sind nur unter der Erde überfüllt. Die Generation@ reserviert sich sowieso keine realen Gräber mehr, sondern strebt in die Nekropolen des World Wide Web, wo ein unsterbliches Lämpchen für sie neben Millionen gleichen anderen Lämpchen blinkt.

In seinem italienischen Reisetagebuch berichtet Joachim Fest von einem Sizilianer aus Agrigent, der sich auf dem Friedhof neben seinen Vorfahren einen Grabstein habe aufstellen lassen, mit seinem Namen, der emaillierten Fotografie und dem Geburtsdatum. Es fehle nur der Sterbetag, den der Steinmetz dann einsetzen werde. Von Zeit zu Zeit suche er sein Grab auf, um dort nachzudenken.

Der Grabstein schon zu Lebzeiten, habe der Mann erklärt, fährt Fest fort, "sei ein alter Brauch auf Sizilien, der aber jetzt verlorengehe. Er habe sich dazu entschlossen, weil es sich besser mit dem Tod als ohne ihn lebe."