Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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3. April 2017


Wird das Brandenburger Tor nach dem Anschlag in St. Petersburg jetzt eigentlich aus Solidarität mit den Nationalfarben Russlands beleuchtet? Oder schert es die Elben wie immer nicht, wenn die Orks nur schnöde Menschen umgebracht haben? Oder machen sich die Berlin-Beleuchter allmählich Sorgen, dass das Tor in nicht allzu ferner Zeit jede Nacht in einer anderen Farbe erstrahlen müsste? Am besten, sie stellen einfach die Schrottbusse aus Dresden davor auf, die passen praktisch zu jeder Islam-Kirmes.


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Nicolás Gómez Dávila spricht:

"Die Zivilsationen sind sommerliches Insektengebrumm zwischen zwei Wintern."

"Die Wasser des Abendlandes sind faulig, doch die Quelle ist rein."

"Die Missachtung der Individualität ist Gegenstand der Erziehung. Das Vergessen dieser so offensichtlichen Wahrheit ist zum Teil der Grund für das Entstehen des modernen Pöbels."

"Zivilisationen sind Perioden, in denen die Manieren einen Teil der Ethik bilden."

"Der Kristall Zivilisation ist ab einer bestimmten Bevölkerungsdichte schmelzbar."

"Unter Intellektuellen ist das Gespräch Austausch fremder Ideen."

"Man kann ungestraft einen großen Mann verachten, vorausgesetzt, man bewundert keinen mittelmäßigen."

"Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein."

"Im Herbst der Kulturen zieht sich der Saft in die trockensten Zweige zurück."


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Die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch hat eine Sottise von mir getwittert und auf einen Artikel verlinkt, wo sie erläutert wird. Es handelt sich um den Satz: "Die westlichen Antirassisten in Zeiten der neuen Völkerwanderung sind degenerierte Weiße, die sich den schwächsten Gegner ausgesucht haben: ihresgleichen." Er fällt zur Sekundierung einer Bemerkung von Rolf Peter Sieferle, welche lautet: "Die letzten Menschen (gemeint im Sinne Nietzsches – M.K.) werden erstaunt sein, wie viele Alltagskonflikte plötzlich mit ungewohnter Gewalt ausgetragen werden. (...) Sie werden die Verunsicherung in innere Konfliktlinien transformieren, sie werden in den eigenen Reihen Feinde identifizieren, die leicht zu bekämpfen sind, da sie aus dem gleichen Holz geschnitzt sind wie sie selbst." (Der Artikel findet sich hier.)

Geradezu betörend drollig sind viele Reaktionen auf den Tweet, deren Verfasser allen Ernstes behaupten, die Sentenz sei eine Rechtfertigung des Rassismus. Wer meint, diese Art von "Antirassismus" wende sich gegen Rassisten, der glaubt wahrscheinlich auch, die Antifa bekämpfe den Faschismus. Und ein Zitronenfalter heiße Zitronenfalter, weil er Zitronen faltet.

                        
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Ein Demoskop stellte zwei statistische Befunde einander gegenüber, um die Relativität solcher Aussagen vorzuführen: In Deutschland werde alle acht Minuten in eine Wohnung eingebrochen. – Es dauere theoretisch aber 130 Jahre, bis bei einem selber eingebrochen werde. (Man kennt dergleichen Relativierungsspielchen von Journalisten mit vorwiegend deutschen Migrationshintergrund, die sofort wenn irgendwo ein Lkw-Unfall oder ein Messer-Unglück mit nicht mehr zu leugnendem islamischen Hintergrund stattgefunden haben, darauf hinweisen, wie statistisch unwahrscheinlich es sei, einem solchen Verwirrten persönlich zu begegnen.)

Beide Aussagen sind belanglos. Die einzig relevanten Feststellungen lauten: 1. Bei mir ist eingebrochen worden. 2. Es gibt immer mehr Einbrüche in Deutschland.


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Das Hochamt der Diversity ist die Massenschlägerei. "Gruppen" oder "Familien" zelebrieren es inzwischen regelmäßig, zuletzt etwa in Hanau, Peine, Erkner, Karlsruhe, Oldenburg und Berlin-Treptow.


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Es ist längst wieder eine Stalinade fällig im fortlaufenden Jubiläumsjahr:

Damit wichtige Telefonate nicht über Leitungen geführt wurden, bei denen die Telefonistinnen die Gespräche jederzeit mithören konnten, hatte Lenin im Kreml für die Parteispitze eine Spezialanlage ohne Vermittlung installieren lassen. Ein solcher automatischer Anschluss galt als das wichtigste Kennzeichen für die Zugehörigkeit zum Inner Circle der Bolschewiki. Stalin ließ nach Lenins Tod insgeheim eine Manipulation an der Anlage vornehmen, von der nur sein Sekretär Boris Baschanow etwas mitbekam. Baschanow, der im Januar 1928 über den Iran in den Westen floh, lüftete das Geheimnis später in seinen Memoiren. Eines Tages im Jahr 1925 betrat er Stalins Büro und fand seinen Chef telefonierend. Allerdings zog sich das Telefonat in die Länge, ohne dass der Generalsekretär ein Wort sprach, was ungewöhnlich war. Baschanow fiel alsdann auf, dass bei allen vier Apparaten auf dem Schreibtisch die Hörer auf ihrer Gabel lagen, während Stalin "den Hörer irgendeines seltsamen und mir verborgenen Telephons ans Ohr hielt, dessen Schnur in seine Schreibtischlade führte". Augenscheinlich belauschte der rote Zar andere Telefonate.

Der Sekretär begriff, dass sich in dessen Schreibtisch "eine Zentralstation befinden musste, mit deren Hilfe er jedes beliebige Gespräch abhören konnte, einschließlich der über die automatische Anlage geführten. Die Regierungsmitglieder, die über diesen 'Selbstanschluss' sprachen, waren fest davon überzeugt, dass man sie nicht abhören konnte und redeten daher völlig offen, so dass man alle ihre Geheinnisse erfuhr." In seinem Kampf um die Macht, resümiert Baschanow, sei dieser geheime Apparat für Stalin von enormer Wichtigkeit gewesen, so habe er all die Trotzkijs, Sinowjews und Kamanews lange ausspionieren und Material gegen sie sammeln können. "Ein kolossales Machtinstrument! Stalin war der einzige Sehende unter ihnen, alle anderen waren blind. Und sie ahnten nichts, ahnten jahrlang nichts..."
(Boris Baschanow: Ich war Stalins Sekretär, Berlin/Frankfurt/M. 1977, S. 50/51) 

 
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Mensus eram coelos, nunc terrae metior umbras.
Mens coelestis erat, corporis umbra iacet.

("Die Himmel hab ich gemessen, jetzt mess ich die Schatten der Erde.
Himmelwärts strebte der Geist, des Körpers Schatten ruht hier.")

Grabinschrift Johannes Keplers