Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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25. März 2017


Ein Bekannter berichtet, ihm sei bei einer politischen Diskussion in Moskau freundlich bedeutet worden, er könne ganz offen sprechen, man sei ja nicht in Deutschland.


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Ein Schauspieler hat syrische Flüchtlingslager besucht und wird seiner Erregung über die Zustände darin nicht anders Herr, als sich tendenzkonform gegen die AfD zu erklären. Die durchaus simple Erwägung, dass mit jedem juvenilen Glücksritter, mit jedem Ganoven, Banditen, Antänzer und militanten Muslim, der hier eindringt, einem tatsächlichen Flüchtling, einem Kind, einer Frau, einem Alten der Platz weggenommen wird – von den Verheerungen, die dies Gelichter dem Image der Migranten verschafft, einmal abgesehen –, kommt ihm nicht in den Sinn. Wer seine Grenzen nicht kontrolliert, wer die einlässt, die es gut sozialdarwinistisch eben hierher schaffen, handelt nicht im Interesse von Flüchtlingen und Verfolgten.

Und, nebenbei: Je mehr aggressive Analphabeten in ein Land einwandern, desto weniger intelligente Fremde werden sich dort niederlassen.


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Gemeinsam mit der saarländischen SPD-Spitzenkandidatin, deren Name mir entfallen ist, hat "Mister 100 Prozent" Martin Schuuuuulz Wahlplakate vorgestellt, auf welchen der AfD die "rote Karte" gezeigt wird (oh dieser Esprit, diese immer neuen und originellen Ideen!). Der SPD-"Hoffnungsträger" und mögliche nächste Bundeskanzler kämpft gegen eine im Saarland laut Umfragen im einstelligen Prozentbereich liegende ohnehinnige Paria-Partei, und zwar in derselben Woche, in welcher der türkische Sultan Deutschland und Europa mit Krieg droht, in derselben Woche, in welcher zu London der nächste islamische Anschlag stattfand, und in einer typischen willkommensdeutschen Woche obendrein, mit immer mehr Zeitungsmeldungen über "Männer", die ihren Willkommensdank abstatten, indem sie stechen, hauen, treten, rauben, schänden oder schießen, worüber Schulz kein Sterbenswörtlein verliert. Aber die Rotstrolche haben den wahren Feind erkannt. Es ist, in der Logik der Dinge, der Feind, gegen den sich die verängstigte Gesellschaft am leichtesten mobilisieren lässt, derjenige, von dem weder Gefahr noch Gegenwehr drohen.

"Nachdem das Aas des Leviathan verzehrt ist, gehen die Würmer einander an den Kragen." (Rolf Peter Sieferle)


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Die Stalinade des Tages: Als sich Lenins Witwe Nadeshda Krupskaja gegen den Vorschlag aussprach, den Leichnam Lenins in einem Mausoleum öffentlich auszustellen, fuhr Stalin sie an: "Schweig, dumme Gans! Sonst ernennen wir eine andere zu Lenins Witwe!"