Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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22. Februar 2017


Unter denjenigen Zeitgenossen, die meinen, alle Menschen seien gleich, nicht nur vor Gott und dem Gesetz, sondern in einem höheren, gesamtmenschheitlichen Sinne, finden sich erstaunlich viele, die bei der gleichen Straftat, begangen von verschiedenen Tätern, ein unterschiedliches Strafmaß – Härte bei den einen, mildernde Umstände bei den anderen – für gerechtfertigt halten. Ausgerechnet die auf äußerste Neutralität verpflichtete weltliche Instanz soll also die Gleichheit aufheben und Unterschiede machen.

 
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Der neue Dolchstoß: Wenn eines Tages eine Nachfolgeregierung der Merkel-Administration die Sozialleistungen drastisch kürzen muss, um den Staatshaushalt zu retten, werden die (vornehmlich immigrierten) Leistungsempfänger krakeelen, dass unter Merkel alles besser gewesen sei, und man wird die neue Regierung dafür verantwortlich machen, dass nun Unruhen und Verteilungskämpfe ausbrechen.


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"In ihrem Artikel vom 19. Februar 2017 hat sich ein Fehler eingeschlichen“, notiert Leser ***. „Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg hatte ‚Schreiben nach Gehör’ 2011 unter Andres Stoch (SPD) schrecklicherweise eingeführt, und es ging im freien Fall abwärts. 2016 mit der neuen grün-schwarzen Koalition wurde das Kultusministerium von der CDU wieder übernommen, und sie hat ‚Schreiben nach Gehör’ dann abgeschafft, da, wie Sie richtigerweise schreiben, es im freien Fall nach unten ging. (...)

Die Tochter einer Bekannten ist 14 oder 15 Jahre alt und am Gymnasium in Kirchheim-Teck (Umland Stuttgart). Bei einem Aufsatz wird die Rechtschreibung grundsätzlich nicht bewertet. Die Mutter frug extra bei der Elternversammlung deshalb nach, und es wurde von der Lehrerin bestätigt. Solch ‚gebildete’ Abiturienten sollen später dann im Berufsleben einen fehlerfreien Geschäftsbrief schreiben."

 
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"Geehrter Herr Klonovsky, da Sie das Thema heute zum wiederholten Male reiten, hier eine Bemerkung von mir zum 'Schreiben lernen nach Gehör in der Grundschule'.
Es ist schon 10 Jahre her, als meiner Tochter in einer Grundschule im Freistaat Sachsen mit eben solcher Methode das Schreiben beigebracht werden sollte. Die Initiative ging von einer jungen Lehrerin aus (nicht etwa eine Vorgabe des Kultusministers). Meine Skepsis war groß – und unbegründet. Die Tochter war spätestens nach der 4. Klasse in der Lage, fehlerarm zu schreiben; also so fehlerarm, wie so viele Erwachsene heutzutage auch. Die zunächst lässige 'lange Leine' bzgl. Rechtschreibung bewirkte eine Schreibenslust beim Kind, welche sich durch endloses Geschichten schreiben oder Tagebuch führen etc. äußerte. Das rechte Schreiben ist ja nur ein Aspekt des Schreibens überhaupt. Schon vor 10 Jahren war nicht selbstverständlich, Kinder überhaupt zu Papier und Stift zu überreden. Und wie entwickelt sich eine Handschrift, geschweige denn Schönschrift, wenn zwar von Beginn an richtig, aber dann doch viel zu wenig geschrieben wird? Nun, ich kann nur über den Einzelfall berichten bzw. über die wohl sonst guten Erfahrungen innerhalb dieser Schulklasse.  Es scheinen mehrere Wege nach Rom zu führen, auch im Falle des Erlernens des Schreibens."


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Ich bin gespannt, wer der nächste Papst nach Benedikt XVI. wird.