Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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12. Januar 2017


Studenten der Londoner School of Oriental and African Studies haben gefordert, weiße Philosophen weitestgehend aus dem Lehrplan zu entfernen. Dadurch solle der Fokus der alternativ-elitären Anstalt stärker auf Asien und Afrika gerichtet werden. Sollten weiße Philosophen behandelt werden, möge dies von einem „kritischen Standpunkt“ aus geschehen.

Das ist lustig. Als nächstes sollten die Werke weißer Physiker, Chemiker, Mathematiker und Ingenieure aus dem Lehrplan genommen bzw. nur noch „kritisch“ studiert werden (an anderen Schulen; die Koryphäen der Oriental and African Studies dürften mit dergleichen diskriminierenden Wissenschaften ohnehin kaum etwas anfangen können). Wäre es doch möglich, Aktien des Ressentiments zu erwerben, was für eine sichere und mit jedem emanzipierten Erdenkind an Wert zulegende Kapitalanlage stünde einem zu Gebote.




Roger Köppel: "Kennen Sie die drei gefährlichsten Worte der deutschen Sprache? – 'Wir schaffen das!' – Wenn ein Schweizer Politiker jemals sagen sollte: 'Wir schaffen das', dann verriegeln Sie sofort die Türen, verstecken Sie Ihr Geld und bringen Sie sich in Sicherheit!" Auch sonst ein hörenswerter Vortrag hier.




Ex oriente lux? Medien melden – also deutsche eher nicht –, dass der tschechische Innenminister Milan Chovanec das Recht auf den Besitz von Schusswaffen in der Verfassung verankern will. Zur Bekämpfung des Terrorismus sollte es jedem unbescholtenen Bürger erlaubt sein, eine Waffe zu tragen und von dieser im Fall eines Anschlags Gebrauch zu machen. Eine „aktive und rasche Verteidigung“ könne Anschläge wie in Berlin oder Nizza verhindern, erklärte der Minister Radio Prag zufolge. Ich sehe das genau so und halte die Vervielfachung der Zahl der Waffenbesitzer für den besten Weg, Unruhen und molekulare Bürgerkriege zu verhindern. Kein Plünderer und kein Mob wagt sich in Quartiere, wo hinreichend viele Bewaffnete leben. Ist aber noch Zukunftsmusik. Der Weg zur Liberalisierung des Schusswaffenrechts wird mit unbewaffneten Leichen gepflastert sein. (Wie immer, wenn ich eine düstere Prognosen niederschreibe, tu' ich's auch diesmal mit dem innigsten Wunsche, mich zu irren.)


PS: Aber das hier – quo vadis, Tschechien?

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