Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

Artikelsuche

Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


...mehr

 

 

15. November 2020


Was für eine verrückte Idee, die Sexualität – das Kollektivste, Gleichmacherischste überhaupt – zur Individualität zu rechnen.


                                 ***


Mit welcher Intention ich gestern das Video von John Voight veröffentlicht habe, fragen mehrere Leser. Zunächst einmal sei der Mann ein Schauspieler, gehöre also nach meiner bisweilen hier vorgetragenen Einschätzung zu einer Berufsgruppe besonders chamäleonesker und meist nicht sehr intelligenter Menschen mit wenig eigener Urteilskraft (stimmt); außerdem sei es nicht sehr wahrscheinlich, dass Trump noch beweisen werde, der Wahlsieg Bidens sei durch Betrug zustandegekommen, womit das Statement des Mimen nichts weiter sei als eine ungedeckte Behauptung mit radikalen Schlüssen. Indem er den politischen Gegner als "Satan" bezeichne, gehöre Voight selber zu den Spaltern und Bürgerkriegern wie auf der anderen Seite die BLM-Randalierer oder Frau Ocasio-Cortez.

Ja, mag sein. Was mir aber besonders gefiel an Voights Worten, war gerade die Erwähnung Satans. Als Verehrer und heimlicher Erbschleicher Joseph de Maistres, welcher bekanntlich in den Jakobinern Agenten des Teufels erblickte – und welcher Nicht-Satanist würde ihm da widersprechen? –, betrachte ich die derzeit von der bekannten Allianz ins Werk gesetzte Zerstörung der westlichen Zivilisation als Teufelswerk, worüber ich hier ja regelmäßig schreibe. Diabolos ist der Verwirrer – seine irdischen Eiferer greifen alles an und werfen alles durcheinander, was Menschen trägt und ihnen Halt gibt: Geschlecht, Familie, Identität, Kulturen, Nationen, Traditionen, Institutionen, inzwischen sogar die ("weißengemachten") Naturgesetze. Der Antichrist, heißt es, werde an der Rhetorik von Friede, Freude, Eierkuchen und Menschenrechten zu erkennen sein – seine irdischen Diener offenbaren sich damit sekündlich.

  1. Zugleich sind sie von Umerziehungs- und Vernichtungsphantasien besessen (Alexander Wendt hat eine kleine Kollektion zusammengestellt). Diese Welt-Gleichschalter und Diversivitäts-Harpyien, die alles marginalisieren, brandmarken, exkommunizieren und letztlich beseitigen wollen, was ihren Plänen zuwiderläuft, haben sich im Kulturbetrieb, an den Universitäten, in den Medien, im Silicon Valley, in den meisten Parteien, in den DGOs (D = Deep), Kirchen und in den globalen Konzernen durchgesetzt. Die westlichen Freiheiten haben sie längst geschleift. Was kommt, werden Diktaturen sein, wie smart auch immer verpackt. Insofern finde ich Voights Worte angemessen.


Im Übrigen betrachte ich sein Statement als ein kleines Korrektiv für den Unflat, den Narrenkollegen wie Robert de Niro oder George Clooney über Donald Trump auskübelten. Oder hierzulande fanatische Trottel wie der Stegner (ein Leser hat einmal dessen Äußerungen über den US-Präsidenten kompiliert; man muss sich immer vor Augen halten, von wem diese Klassifizierungen stammen):


Bildschirmfoto 2020 11 15 um 10.31.02


                                 ***


Noch dazu.

"Grüß Gott, Herr Klonovsky, in Anbetracht der aktuellen Situation erlaube ich mir festzustellen, daß Sie schon letztes Jahr den richtigen Riecher hatten:
'Man wird einmal sagen: Die Trump-Jahre waren die friedlichsten in der jüngeren Geschichte der USA, ein späte Erholungsphase, bevor das Land auseinanderfiel' (Acta vom 12. September 2019)."

Immerhin gibt es über 70 Millionen Trump-Wähler, es ist immer noch Hoffnung, viele davon sind bewaffnet – in der Krise kauft der Amerikaner Waffen, der Franzose Rotwein, der Deutsche Klopapier – und zumindest in der analogen Sphäre nicht so leicht ins Gatter der Brave New World zu treiben wie der brave, für den Marsch in jede Art Bockshorn bereite Germane.


                                 ***


Immer noch zum Vorigen und damit niemand meint, Trump-Kritiker kämen hier nicht zu Wort:


"Auch ich habe mich 2016 sehr über den Sieg Trumps gefreut" schreibt Leser ***, "musste aber einsehen, dass wir, also die Amerikaner und wir Einwohner der periphereren Provinzen des amerikanischen Imperiums, belogen wurden.

Sicher, er hat keine neuen schwachsinnigen Kriege angefangen, immerhin, und aus europäischer Perspektive war vielleicht wirklich nicht alles schlecht am orangenen Mann. Aber wo ist die Mauer, wo wurden die Macht der Internetkartelle auch nur angetastet, wo hatte das von Anfang an gewalttätige Vorgehen gegen seine Anhänger auch nur die geringsten Konsequenzen?

Schauen Sie sich bei Interesse die kurzen Videoschnipsel an, die das Geschehen im Nachgang des 'MillionMagaMarch' zeigen; man hat es zwar mittlerweile dutzendfach gesehen, wie ein Mob aus Antifa oder BLM-Pöbel einzelne Trump-Anhänger abdrängt, bepöbelt und attackiert, man kennt es ja auch hierzulande zu genügend,  aber trotz eines gewissen Gewöhnungseffekts bleibt es doch verstörend (hier, hier, hier). Trump ist auch kurz vorbeigefahren, bis er dann zum Golfen verschwunden ist, immerhin mehr als er die vier Jahre davor getan hat, als es beim Tweeten blieb.

Es gibt derlei Szenen noch beliebig mehr. Angesichts dieser unwürdigen Zustände befriedigt es mich, dass der Con-Man die Wahl nun verloren hat, und das letztlich weil 5% seiner Kernwählergruppe der weißen Männer die Schnauze voll hatten. Dass Trump das ein oder andere für Israel getan hat, ist im Sinne einer allgemenen Sympathie für dieses von Identitätszweifeln weitgehend ungeplagte Land schön, aber doch letztlich nicht sein eigentliches Mandat als amerikanischer Präsident gewesen. Gerade der Vergleich mit Netanyahu zeigt doch, was für eine Luftnummer Trump war."


                                 ***


Was uns Sleepy Joe stattdessen bescheren wird, dämmert allmählich sogar der ARD:


Bildschirmfoto 2020 11 15 um 11.56.35


Außerdem: Verschärfung der Internetzensur, Kampf gegen Weiß und natürlich Neuwählerakquise:


Bildschirmfoto 2020 11 15 um 11.55.20


                                 ***


Bildschirmfoto 2020 11 15 um 10.00.25


Wenn Echokammern in Echokammern als Echokammern geschmäht werden...


                                 ***


Apropos teuflisch: In der Oper Mannheim ist Puccinis Cio-Cio-San, bekannter als Madama Butterfly, inzwischen ein Junge:


Cio Cio Trans


Beziehungsweise ein Hermaphrodit, der/die/das ein Kind zur Welt bringt. Einfach so aus Wichtigtuerei, künstlerischer Impotenz, Kulturschickeria-Beschleimerei und Zerstörungsnotdurft. Und das dumpfe teutsche Publikum nimmt es hin, wie es die Masken hinnimmt, die Steuern, die Asylforderer und deren Sitten, die Strompreise, den Lockdown, Merkels Stammel- und Stummeldeutsch, Steinmeiers Geseier und die Regentänze der grünen Gauner...
 
Écrasez l'infâme!

PS: Freilich haben sich die Satansfellationierer und Allesverdreher auch dieser Formel längst bemächtigt. (Nichts gegen Geburtenkontrollen übrigens, sofern sie dort stattfinden, wo auch die Bevölkerungsexplosionen stattfinden.)