Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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24. August 2020


Der Hahn steigt auf den Misthaufen, um zu krähen. Der Linke folgt seinem identischen Drang auf der Theoriemüllhalde.


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Neumond

(Netzfund)


Apropos Donald. So etwas schreibt seine für ihr "Enthüllungsbuch" über den narzisstischen Onkel gefeierte Nichte Mary Trump (und Milo setzt den passenden Kommentar hinzu): 


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Auf Facebook schreibt ein Community-член namens Rocco Burggraf (zitiert nach Alexander Wendts Facebookseite, und zwar zur Gänze, um es wirken zu lassen):
"Der mildernde Umstand Mord.
Das Land debattiert über Fälle. Richtige und falsche Fall-Zahlen. Corona-Fälle. Vor-Fälle. Mord-Fälle. Einzel-Fälle. Der Mensch gewöhnt sich. Von Fall zu Fall sozusagen. Es fällt zum Beispiel kaum noch auf, wenn nach einer Gewaltstraftat ein Richter kein Urteil mehr fällt sondern Diagnosen stellt. In meiner losen Linksammlung solcher Spezial-Fälle aus den letzten drei Jahren finden sich unter der Rubrik ‚Schuldunfähig' folgende Ereignisse:
• Kiel. Einmann aus Togo erteilt seiner Frau eine 'Lektion'. Er überschüttet sie mit Benzin und zündet sie an. Zu Hilfe Eilende löschen das Feuer. Er überschüttet sie ein zweites Mal. Sie endet als lebende Fackel vor den Augen entsetzter Passanten. Der Täter will sich später nicht erinnern. Festgestellt wird die Schuldunfähigkeit.
• Wuppertal. Drei Tote im Flüchtlingsheim. Die 'Steuerungsfähigkeit des Täters (Einmann 42) sei aufgrund einer psychischen Krankheit erheblich vermindert.' Einlieferung in die Psychiatrie.
• Offenburg. Mann aus Djibouti zerstückelt einen Arzt in dessen Praxis. Eine kurzzeitigen psychiatrischen Unterbringung folgt kurz darauf die Abschiebung. Keine weiteren Kommentare.
• Börwang. Ein Flüchtling sticht einen weiteren nieder. Schwerstverletzt. Ein Gutachten. Fazit: Schuldunfähig.
• Ravensburg, Innenstadt. Drei Schwerverletzte durch Messerattacke eines 19jährigen Afghanen. Keine Verurteilung wegen posttraumatischer Belastungsstörung.
• Frankfurt-Höchst. Ein Afghane schneidet einem Mitbewohner in einem 'tragischen Geschehen' die Kehle durch. Drogeneinfluss. Der Täter wird als schuldunfähig eingestuft.
• Gaimerheim, Kleingartenkolonie. Ein Gartennachbar überlebt die Messerattacke seines türkischen Nachbarn nicht. Eine 'Sache unter Männern', wie der Täter zu seiner Verteidigung vorbringt. Prozess. Schuldunfähig.
• Kiel. 25jähriger Afghane tötet zweifache 36jährige Mutter mit 37 Messerstichen. Kein Hafturteil sondern Einweisung in die Psychiatrie.
• Dresden. Ein Somalier randaliert, beschädigt eine Gedenkstätte. Auf Sanktionen wird 'verzichtet'. Man vermutet psychische Auffälligkeiten.
• Deggendorf. Geiselnahme mit Messer. Der 31jährige Mann wird freigelassen. Akute Psychose.
• Oldenburg. Der Machetenangriff eines Gambiers auf eine 26-Jährige bleibt ungesühnt. Psychische Auffälligkeiten.
• Berlin-Mitte. Mohamad M. (23), geduldet, überwindet mit Kampfmesser in der Hand die Absperrrung der Synagoge, schreit 'Allahu Akbar!' und 'Fuck Israel!' Am Nachmittag ist der Syrer wieder frei. Er 'befinde sich bereits in Behandlung', wird mitgeteilt.
• Flensburg. Ein Mann aus Jemen (30) ersticht seinen Mitbewohner. Schuldunfähig.
• Lauffen. Der Senegalese, der im August 2019 vor laufenden Kameras die Scheiben von 19 Autos mit einer Stange aus Aluminium zertrümmert, kann nicht verurteilt werden. Psychische Probleme.
• Karlsruhe. Mutter und Kind von Schutzsuchendem erstochen. Täter wird per Gutachten bescheinigt, dass er nicht verurteilt werden kann.
• Leipzig. Eine Anklage wegen versuchten Mordes einer 34jährigen Frau im Stadtpark wird zurückgenommen. 'Psychische Ausnahmesituation.'
• Vorde. Frau wird von Iraker vor einen Zug gestoßen. Tot. Der Täter wird später in die Psychiatrie eingewiesen. 'Mein Kopf hat sich gedreht!'
• Frankfurt. Neun Tage nach Voerde 'schubst' ein Eritreer eine Mutter und achtjährigen Sohn vor einen einfahrenden ICE. Das Kind stirbt vor den Augen der Mutter. Eine strafbare Schuld kann nicht festgestellt werden.
• Magdeburg. Syrer schlägt ohne jede Vorwarnung im Drogenrausch zwei Mitfahrer in der Straßenbahn zusammen. Schuldunfähig.
• Düren. Eritreer (23) verletzt Rentnerin (73), die ihn im Haus aufgenommen hat, schwer. Er hat Stimmen gehört. Eine Psychose, die ihm die Haft erspart.
• Sindelfingen. 25 jähriger Afghane zündet Unterkunft an. Bereits in Behandlung. Keine Strafen.
• Berlin. Eritreer beißt Fünfjährige in Berlin ins Gesicht. Psychisch gestört. Nicht haftbar zu machen.
• Stuttgart. Die regelrechte Schlachtung eines Mannes mit dem Samuraischwert auf offener Straße geht vor Gericht erwartungsgemäß aus. Festgestellt wird eine psychische Ausnahmesituation.
• Kirchheim. Messerangriff durch 19jährigen geduldeten somalischen Serienstraftäter. Freilassung wegen psychischer Probleme.
• Stadtautobahn Berlin. Islamistischer Iraker rammt nach Ankündigung im Netz und diversen Aufmunterungen aus seinem Umfeld diverse Motorradfahrer unter Allahu Akbar Rufen von der Autobahn. Schwerstverletzte. Er rollt zum Abschluss seinen Gebetsteppich aus. Über seine Psyche wird bereits spekuliert.

Ein winziger Ausschnitt aus einer Endloskette von gerichtlich festgestellten Entschuldungen. Natürlich erntet vehementen Widerspruch von offizieller Seite, wer da irgendeine Häufung feststellen will. Längst sind Experten aufgeboten, die das genaue Gegenteil beobachten. Nicht nur ist Deutschland das sicherste aller Zeiten, auch die Anzahl festgestellter Schuldunfähigkeiten sinkt von Jahr zu Jahr. Ein 'heuristisches Wahrnehmungsphänomen' also auch hier. Mit anderen Worten – nicht die Täter und Straftaten sind zunehmend irre, sondern die Zeitungsleser.
Wer das Messer schwingt, andere vor Gleise schubst oder selbst mit dem Auto überrollt, kann sich in Deutschland sicher sein, dass der Unbegreiflichkeit seiner Tat bereits ein Bonus innewohnt. Je abartiger die Tat, umso größer die Wahrscheinlichkeit für eine verständnisvoll suchende Zuwendung einer Gesellschaft, die derartiger Vernichtungswut völlig hilflos gegenübersteht.
Sicher, keines der einzelnen Urteile kann hier juristisch fundiert in Frage gestellt werden. Aber es drängt sich in der Gesamtschau doch der Eindruck auf, dass sich der Rechtsstaat sukzessive dahin flüchtet, der Gewaltexplosion, der Unbegreiflichkeit der Taten eine medizinisch indizierte Schicksalhaftigkeit beizumessen, die Politikversagen, Kontrollverlust und die unvermeidliche Kapitulation vor der normativen Kraft des Faktischen überdecken soll."


Vielleicht sollte man sich grundsätzlich darauf verständigen, dass Gewalttaten, sofern ihnen kein rechtes oder rassistisches Motiv zugrundegelegt werden kann, stets aus einer psychischen Ausnahmesituation resultieren und nicht justitiabel sind (allerdings nur bei Migranten; viele dieser Morde könnten ja sonst rassistisch interpretiert werden).

Der Grund für die Häufung von Schuldunfähigkeitserklärungen mag einerseits tatsächlich darin bestehen, dass deutsche Richter von solcher archaischen Brutalität überfordert sind und sie deshalb in den Bereich des Unerklärlichen abzuschieben suchen. Andererseits ist die politische Erwünschtheit von Abwiegelungsargumenten angesichts der zahlreichen Kollateralopfer der Willkommenskultur, die in einem nichtpsychotischen Volk jede Regierung aus dem Amt gefegt hätten, sonnenklar, und auf diese Weise werden sie juristisch-psychologisch gestützt. Wenn die Täter nicht schuldfähig sind, dann ist auch niemand dafür politisch verantwortlich zu machen. Aber das ist ein Fehlschluss. Auch wer psychisch Abartige einlässt und diejenigen ihrer Aggressivität aussetzt, auf deren Wohl er seinen Amtseid abgelegt hat, ist politisch dafür haftbar.


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Zum Vorigen.
Ein unabhängiger Historiker, der einmal die Geschichte der Bundesrepublik während der Zeiten des freundlichen Gesichts beschreibt, wird die Ermordung Walter Lübckes auch vor dem Hintergrund solcher Taten betrachten (nein, Genossen, das ist keine Rechtfertigung eines Mordes, nicht im Mindesten, sondern eine Kontextualisierung der Tatmotive, welche kein bisschen mit den klammheimlichen Empfindungen des Verfassers eines gewissen Mescalerobriefes kokettiert). 

Der Historiker Egon Flaig hat den Anfang gemacht: "Wer den Staatsbürgern das Angebot macht, ihren Staat zu verlassen, spielt mit dem Bürgerrecht; er spricht Staatsbürgern, die 'nicht einverstanden sind', das Recht ab, Bürger unserer Republik zu sein. Es ist ein furchtbarer Fall von politischem Extremismus. Jemandem nahezulegen, das Land zu verlassen, aus dem bloßen Grunde, weil dieser 'nicht einverstanden' ist, macht jenes Gedicht von Bertolt Brecht akut, in dem der Dichter nach dem 17. Juni 1953 der Regierung der DDR den Rat gab, sie möge sich 'ein anderes Volk' wählen.

Jene Aussage vom 14. 10. 2015 enthält eine Auffassung des Staatsbürgers, die unvereinbar ist mit dem Grundgesetz – ja mit jedweder Demokratie. Es wäre sofort zu prüfen gewesen, ob der Regierungspräsident damit nicht gegen seinen Amtseid verstieß.

Die fatalen Worte bringen auf den Punkt, was die globalistische Ideologie befürwortet: Es gibt kein Volk von Bürgern mehr. Und wenn man die Grenzen tilgt, dann verschafft man sich das Recht, dissentierende Teile des Staatsvolkes auszubürgern."

(Egon Faig, "Was nottut. Plädoyer für einen aufgeklärten Konservatismus", Lüdinghausen/Berlin 2019, S. 58/59)


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Dem politischen Gegner den Tod wünschen – das tun "Rechte". Der Linke bzw. Grüne macht bloß einen Scherz.


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Der fröhliche Geselle mit dem Charakterkopf heißt Jonas Stickelbroeck und ist Chef der Grünen Jugend in Krefeld, also Mitglied einer Partei, die nächstes Jahr in Deutschland mitregieren könnte. Auch wenn er, wie man sagt, zurückruderte, nachdem einige Leute außerhalb seines politischen Milieus auf seine Hassbotschaften aufmerksam wurden, bleibt doch interessant, dass der Wichtel sich nicht scheut, dergleichen zu veröffentlichen. Also dass im momentan herrschenden zeitgeistigen Klima kein Wagnis darin besteht, den Gegner ins Lager oder an den Galgen zu halluzinieren – allenfalls jenes, für eine Legislaturperiode in die kaderpolitische Warteschleife geschoben zu werden, bis sich der aufgewirbelte Staub wieder gelegt hat.


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Die Grünen haben nun mitgeteilt, dass ihr Krefelder Satiriker nicht in den Stadtrat einziehen wird.
Kopf hoch, Jonas! Spätestens die Enkel fechten's besser aus (auch wenn du wahrscheinlich keine bekommst).


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Man sollte zumindest sprachästhetisch nicht allzu große Hoffnungen auf das Schweizer Westfernsehen projizieren.


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Na, ob da mal nicht in Wirklichkeit Untersuchende geforscht haben?


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Über den Sinn des Maskentragens lesen wir in der Deutschen Apothekerzeitung:

"Die mangelhafte Schutzwirkung von Alltagsmasken (und auch von chirurgischen Masken) als Schutz vor Infektionen mit Viren ist in der wissenschaftlichen Welt basierend auf den bisher vorliegenden Daten unstrittig. Das wissen auch unsere Politiker und das RKI, deshalb wurde auch zunächst von der Verwendung von Masken abgeraten. Warum es zu einer Änderung in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit kam und einem Zwang, Masken in bestimmten Situationen zu tragen, da­rüber kann man nur spekulieren – ­zumal das zu einem Zeitpunkt passierte, als der Infektionsdruck bereits am Abklingen war.

Ein Risiko der Alltagsmasken, auf das anfangs auch das RKI immer wieder hingewiesen hat, ist, dass damit eine vermeintliche Sicherheit suggeriert wird. Ein anderes (wissenschaftlich bisher unbewiesenes, aber plausibles) Risiko ist, dass das Übertragungsrisiko steigt und nicht abnimmt! Warum ist das so? Wenn wir beispielsweise durch Wolle oder Baumwolle (die häufig bei den selbst gefertigten Masken verwendet und in unzähligen Foren empfohlen wird) ausatmen, kondensiert sich die Feuchtigkeit in der Atemluft an den Fasern. Das hängt mit der Mikrostruktur der Fasern zusammen. Dabei bildet sich auf diesen ein Wasserfilm (das kann jeder mal ausprobieren). In mehr oder weniger großem Ausmaß geschieht das auch bei textilen Geweben. In diesem Habitat können Viren bestens überleben, es ist geradezu optimal für sie. Anders als professionelle Masken werden die selbst gefertigten nach der Benutzung nicht entsorgt, sondern die Menschen legen sie irgendwo ab und tragen so möglicherweise zur Verbreitung der Viren bei. Dieses Ablegen wird ja in Schulen und Gaststätten behördlicherseits auch noch verordnet, indem man beim Kommen und Gehen eine Maske tragen muss und dann nicht mehr – welch ein Unsinn!"

Das Webportal PrimaryDoctor.Org sekundiert: "Masks are neither effective nor safe." Dem folgenden "summary of the science" ist jenes Zitat aus dem New England Journal of Medicine entnommen:

"We know that wearing a mask outside health care facilities offers little, if any, protection from infection. Public health authorities define a significant exposure to Covid-19 as face-to-face contact within 6 feet with a patient with symptomatic Covid-19 that is sustained for at least a few minutes (and some say more than 10 minutes or even 20 minutes). The chance of catching Covid-19 from a passing interaction in a public space is therefore minimal. In many cases, the desire for widespread masking is a reflexive reaction to anxiety over the pandemic."


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Und immer weiter mit der leidigen Maskendiskussion! Leser *** verweist auf einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt vor dem Auftauchen des SARS-CoV-2-Virus und moniert: "In dieser Studie wurde festgestellt, dass die 'einfache' chriurgische Maske auch einen sehr guten Eigenschutz hat. Unstrittig war vorher schon, dass diese Maske die anderen vor Keimen des Maskenträgers schützt. Beides wird nun ständig in Frage gestellt. Wieso, war bisher das medizinische Personal zu dumm, die Sinnlosigkeit solcher Masken zu erkennen? Wer der schlauen Maskenverweigerer möchte sich von einem Chirurgen ohne Maske operieren lassen?
 
Nur weil Spahn und Merkel (nach anfänglich dem Gegenteil, weil keine vorhanden waren) nun die Masken propagieren, heißt das noch lange nicht automatisch, dass das falsch ist oder eine Verschwörung. Im Gegenteil, solche absurden Diskussionen lenken von anderen Dingen ab, auf die man sehr viel aufmerksamer schauen sollte."



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"Folgendes", notiert Leser ***, "gab eine Nachbarin von sich, ein linksgrüner, ÖR-gläubiger Bessermensch, den ich stoisch ertrage: 'Mir macht die Maske nichts mehr aus, ich habe mich daran gewöhnt. Immer wenn ich aus dem Haus gehe, trage ich halt die Maske. Darunter bin ich immer noch ich; darunter bin ich immer noch schön. Und sie schützt mich ja auch da draußen vor der Gefahr, mit ihr fühle ich mich viel sicherer!'
Und nun ersetzen Sie bitte das Wort Maske durch Kopftuch. Dann wissen Sie, wie dieser Menschenschlag in etwa 15-20 Jahren sich sang- und klanglos den dann herrschenden Umständen anpassen wird."

Merkwürdig, heute bei der Siesta tagträumte ich, dass viele Menschen sich öffentlich die Masken vom Gesicht rissen und das als Befreiung feierten, ungefähr wie jene Frauen im Iran, die coram publico Kopftuch oder Tschador abnehmen. Interessant wird es, wenn nicht mehr nur un anno in maschera droht, sondern die Obrigkeit auf unabsehbare Zeit Maskenpflicht anordnet, derweil die Coronawellen wie jene der Ostsee trekken an den Strand. Ich erlaube mir, beim Maskentragen einen Unterschied zu machen zwischen einem operierenden Chirurgen und dem unter Superspreader-Verdacht reisenden Jedermann im ICE drei Sitze weiter. Ich habe erhebliche Schwierigkeiten, die Contenance zu bewahren, wenn mich Schaffner auffordern, den Gesichtsschleier auch dann aufzuziehen, wenn ich allein im Abteil sitze. Wieviel Demütigung ist einem die – angebliche – Sicherheit wert?


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Ein Nichtbekloppter, Nichtaufgehetzter wirkt inmitten der allgemeinen Rassismusriecherei geradezu exotisch:


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Besonders typisch sind zwei Besucher des Lokals, die den Restaurantleiter sprechen und sich über den "rassistischen" Namen des Ladens beschweren wollen, aber nicht glauben, dass der Schwarze selber der Chef ist (soviel zum Rassismus). Onuegbu habe "seinen Kindern habe er von klein auf eingeprägt: 'Lernt, seid fleissig, passt gut in der Schule auf. Dass ihr eine andere Hautfarbe habt, ist keine Ausrede für schlechte Noten.' Seine Tochter studiere inzwischen, er nenne sie liebevoll 'Vollmilchschokolade – ihr Mutter ist weiss'." (Mehr unnormale Normalität hier.)