Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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22. Juli 2020


Im Gespräch erinnert Günter Maschke an einen nahezu vergessenen Vorfall, der einmal mehr bezeugt, was für ein Wicht der BRD-Staatsphilosoph Jürgen Habermas war und ist (ich nenne ihn "Staatsphilosoph", denn wer sich so unphilosophisch aufführt wie der Künder des herrschaftsfreien Diskurses, ist kein Philosoph, ist überhaupt kein -soph). Begeben wir uns zurück in das Jahr des Herrn 1971 und schauen wir auf die Hauptfigur:

Heberto Padilla war ein kubanischer Lyriker, er lebte von 1931 bis 2000, geriet in den späten 1960ern in Konflikt mit dem Regime und wurde 1971 mitsamt seiner Ehefrau eingesperrt. Daraufhin schrieben westliche Intellektuelle, unter ihnen Sartre und Enzensberger, einen Protestbrief an Castro. Padilla kam schließlich wieder frei, lebte fast ein Jahrzehnt in Isolation und durfte 1980 in die USA ausreisen; warum es ihn aus dem sozialistischen Paradiso ausgerechnet in dieses Rassistenland zog, ist ein Rätsel.

1971 erschienen erstmals Gedichte von Padilla auf deutsch, im Band "Außerhalb des Spiels", übersetzt von Maschke (edition suhrkamp Nr. 506). Darunter befand sich das Gedicht "Theodor W. Adorno kehrt vom Tode zurück". Da dieses Buch aus sogleich ersichtlichen Gründen schwer erhältlich ist und auch im Netz keinerlei Spuren existieren, vertraue ich bei der Wiedergabe blind der von Maschke aus dem Kopf vorgetragenen Version (allfällige Umbruchfehler gehen auf meine Kappe):

Die ihn kannten, finden es nicht erstaunlich,
daß Theodor Adorno vom Tode zurückkehrt.
In beiden Deutschland erwarten ihn alle,
ausgenommen, versteht sich, Habermas und Ulbricht.
Aber er kommt nach Wien, geht einher wie in seinen alten Tagen,
setzt sich ans Piano, spielt eines seiner Stücke, die, wie man weiß, von Webern sind.
Unter den Sonnenschirmen der Stadt, die Hitler immer zerstören wollte,
der gleichen Stadt, die fast Günter Maschke verschlang,
bereiten ihm die alten Gräfinnen den Tee,
zischeln ihm Klatsch über Horkheimer,
und Adorno erinnert sich, das ist ein alter Freund.
Sein Leichnam lebt auf an den Wassern der Jugend,
ihn bekümmern nicht die Universitäten,
wo sein Denkmal bröckelt unterm Stimmengewirr.
Aber der hartnäckige Restaurateur des Nichts bemerkt lächelnd,
daß eine Studentin mit nackten Brüsten das neue Limit des Terrors besetzt hat.
Diese kleinen, häßlichen, weißen, fast nordischen Titten?
fragt erschauernd eine Gräfin,
Kierkegaard anklagend.

Dann passierte, wie Maschke schildert, Folgendes (ich erinnere mich dunkel, eine analoge Beschreibung in irgendeinem Buch gelesen zu haben, aber weiß nicht mehr, wo): Obwohl das Opus noch nicht erschienen war, bekam Habermas Wind von seiner Erwähnung – er hatte ja seine IMs bei Suhrkamp –, woraufhin der Transzendentaldemokrat, dem zwanglosen Zwang des besseren Arguments blind vertrauend, Siegfried Unseld ein Ultimatum stellte: Entweder dieser Lyrikband werde nicht veröffentlicht, oder er verlasse den Verlag. Wegen einer Zeile! Unseld knickte ein, war aber raffiniert genug, die bereits gedruckten Exemplare zu verramschen. Damit war das Buch in der Welt, aber man findet diese Preziose heute wohl nur bei der Auflösung von Privatbibliotheken.

Padilla, der wegen seiner systemkritischen Haltung ein halbes Jahr im Knast saß, habe sich "über die effekthascherischen Aktivitäten saturierter deutscher Aufmüpfiger" lustig machen wollen, erläutert sein Übersetzer (der 1969 selber und mit identischen Gründen aus Kuba ausgewiesen wurde). Wenn er, Maschke, der Herr Habermas wäre, und ein kubanischer Lyriker, dem obendrein noch so übel mitgespielt wurde, hätte ihn angepinkelt, "da liefe ich doch noch stolzer durch die Straßen. Darüber würde ich doch lachen." Er finde das Verhalten dieses Habermas unglaublich.


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Ich finde ja eher, dass es sich bei dieser Type um ein typisches Gewächs der Bundesrepublik handelt. Wenn ich das aktuelle deutsche Gemüt auf einen Nenner bringen müsste, würde ich kognitive Dissonanz vorschlagen, und in diesem Punkte ist der verschwiemelte Intrigant, Verbieter und Kulturwart Habermas, der auf der Fassadenseite eine Theorie des kommunikativen Handelns veröffentlicht hat und vom herrschaftsfreien Diskurs schwätzt, durchaus beispielhaft. Er hat dieses schamlos verlogene öffentliche Klima mitgeschaffen, in dem man einander ausschließende Dinge ungerührt gleichzeitig behaupten kann, etwa dass selbstverständlich Redefreiheit herrsche, aber an den Gesslerhüten bei Exkommunikationsandrohung gegrüßt werden müsse; dass es keine Rassen gebe, aber Rassenunruhen und Rassismus doch; dass man die Einwanderung begrenzen müsse, aber eine Obergrenze nicht festlegbar sei; dass Geschlecht ein Konstrukt sei, aber Frauen alles besser könnten, weshalb sie mit Quoten gefördert werden müssten; dass man zwar einen globalen Pakt für "replacement (=Austausch) migration" unterzeichnet hat, aber ein Bevölkerungsaustausch nicht stattfinde. Und so fort.


PS: "Für den notorischen Lügner führt die logische Wirklichkeitserfahrung zu kognitiver Dissonanz und die notorische Lüge zu kognitiver Harmonie. Was nur machen wir mit all den notorischen Lügnern in Machtpositionen?"
(Leser ***)



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Wat den eenen sin Ulbricht, is den annern sin Goebbels:


Goebbelsralle
 

 

Bei diesem besonders bezirzenden, ja zirzensischen Gevatter greife ich auf die schöne Sitte des Selbstzitates zurück:

Bevor die AfD auf der politischen Szenerie erschien, wusste kaum ein Mensch, wer Ralf Stegner ist. Inzwischen hat sich der Sozialdemokrat als eine feste Größe im Talkshow- und Twitter-Zirkus dieser Republik etabliert. Sein hölzernes Gesicht mit den nach unten gezogenen Mundwinkeln ist zur Marke geworden, zu einer Art Emoji. Stegner erscheint wie eine Commedia dell’arte-Figur, die sich im Jahrhundert und im Genre geirrt hat.

Den Aufstieg in die Glamourwelt des Gefragtseins und sogar -werdens verdankt Stegner den rechtspopulistischen Schwefelbuben, deren Bekämpfung er mangels anderer Alternativen zu seiner Obsession erklärt hat. Und auch die "rechtsextreme AfD-Bande" oder "die AfD-Idioten", wie er sie liebevoll nennt, profitieren von der symbiotischen Anhänglichkeit ihrer sozialdemokratischen Klette: Von Stegners Genossen Heiko Maas abgesehen, besitzen sie zur Zeit keinen verlässlicheren Wahlkämpfer als den stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden und Wiedergänger des Mr Beaker ("Mimimi") aus der Muppet-Show.

Das wirklich Drollige, ja Hochkomische an der Konstellation Stegner-AfD besteht ja darin, dass der Sozi habituell genau jene Eigenschaften verkörpert, die er der politischen Konkurrenz unterstellt: Er wirkt frustriert, dumpf, hasserfüllt und harthirnig. Stegners Charme gehört in eine Liga mit der Virilität von Anton Hofreiter und der Selbstironie von Martin Schulz. Gäbe es eine rechte "heute-Show", er wäre deren personifizierter Running Gag.

Wer der SPD Arges will, muss nichts weiter tun, als Stegner ins Fernsehen einzuladen. Optimisten kalkulieren um die 10.000 Minusstimmen für die Sozialdemokraten pro Talkshow-Auftritt von Stegner. Nie wirken Rechtspopulisten sympathischer, als wenn der Kastenschädel aus Bordesholm/Kreis Rendsburg-Eckernförde neben ihnen sitzt und ein Gesicht macht, als habe er ein Stück Gammelfleisch im Mund.


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Was mich als Hobby-Ethologen an vielen der neu zu uns Hereingeschneiten fasziniert, ist deren anscheinend naturhafter Drang, Verstärkung zu holen, um sich des Alltagsrassismus, der Diskriminierung, weißen Suprematie und Islamophobie zu erwehren. Ein beliebiges Beispiel eräugnete sich zu in Güstrow, mitten im blütenweißen Kernland Meckpomm:


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Auch bei der Willkommensdankabstattung gönnt sich der eine oder andere gern Verstärkung:


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Der konkrete Fall – man bringt die vielen Fälle leicht durcheinander – begab sich und trug sich zu in Eisenach, Thüringen, finsteres Höckeland. Trotzdem bleiben sie gesellig! Und geben ihren Landsleuten vom Kuchen ab. Sie bringen etwas mit, das einfach wertvoller als Gold ist: den Glauben an die grenzenlose Penetrierbarkeit der Jungfer Europa.

 


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Apropos Islamophobie (= Angst vor dem Islam). Die Times meldet:


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Um diese neuerdings unter Europäern grassierende Geisteskrankheit zu bekämpfen – und vor allem die Diskriminierung der Christen, Buddhisten, Hindus, Taoisten, Shintoisten und Animisten in den Polizeiberichten und Nachrichten zu beenden –, sollen die Bobbys fürderhin nur noch von "Terror aus religiösen Motiven" sprechen, wenn einer mit "Allahu akbar!"-Rufen um sich gemessert oder geschossen hat. Am einfachsten wäre es freilich, man verbuchte solche Einzelfälle gleich unter Rechtsextremismus. 


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Ein symphatischer Moslem räumt mit gewissen Integrations-Irrtümern auf:


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Herren der Welt müssen naturgemäß nicht arbeiten, sondern das tun andere für sie, die anderen machen auch die Erfindungen für sie und bauen die Häuser und Händis für sie, denn das hat Allah so beschlossen, wie er auch dafür gesorgt hat, dass unter den Füßen der Araber das Erdöl ist und dass ihnen in Deutschland aus Steuermitteln, für die deusche Malocher arbeiten mussten, Wohnungen gebaut werden und Hartz IV gezahlt wird – weshalb es eigentlich, wie Danisch pfiffig vorschlägt, "Allah IV" heißen sollte, nach dem Erfinder.

 
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Twitter ist manchmal witzig:


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Der Mediendienst Horizont kündet von einem erfreulichen Trend:

Im zweiten Quartal 2020 purzelte die verkaufte Auflage vieler Blätter im Vergleich zum Vorjahresquartal nur so.
 
Bild: minus 17,4 %
Bild am Sonntag: minus 11 %
Süddeutscher Beobachter: minus 9 %
FAZ: minus 20 %
Welt: minus 43 % 
Spiegel: minus 9,3 %
Stern: minus 18,6
Focus: minus 30,5 %

Mediensterben von seiner schönsten Seite, wie ein soeben in der Türkei in absentia verurteilter Schelm schreiben könnte. Aber ist wirklich das arme Virus auch für diese Agonie verantwortlich? Egal, die Staatsknete kommt ja sowieso. So ärgerlich das jedem erscheinen mag, der Figuren, die ihn täglich beschimpfen und durch den Dreck ziehen, mit durchfüttern muss, so angenehm ist doch zugleich die Vorstellung, dass trotzdem immer weniger Menschen dieses Geschreibs lesen. Sollen sie ruhig alimentiert werden, solange nur die Auflagen und Einschaltquoten sinken!


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Der Tagesspiegel wird in der Statistik nicht erwähnt; bei der Leküre dieses Textes kam mir der Gedanke, dass das Virus womöglich doch die Ursache für Auflagenschwund ist, allerdings auf dem Umweg über Journalistengehirne: 


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Oder haben die aus Mitleid bento-Personal übernommen?


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Ich erhalte mit einer gewissen Regelmäßigkeit Mails, deren Absender mir vorwerfen, in den Acta werde nur geschimpft, geschmäht und geklagt – eine Dame benutzt sogar das Wort "Gejammer", aber diese Jacke, Madame, zieht sich ein Vollzeit-Sanguiniker nicht an –, ich möge doch stattdessen besser Lösungen vorschlagen. Das ist wahrscheinlich gemeint im Sinne von "Er hat Vorschläge gemacht" (Brecht), und wir wissen ja, wie weit der Gute damit gekommen ist. Liebe Mitschwestern und Betbrüder, dies ist ein Diarium, kein Lösungsblog. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen, schon gar keine Lösungen!


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Aber Leser *** hat sich Gedanken über Lösungen gemacht, und die will ich den anderen Besuchern des Kleinen Eckladens nicht vorenthalten:

"'Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel', hat irgendein kluger Mensch gesagt. Ich habe Diskussionen um so eindeutige Dinge wie die Lage in Deutschland und die dafür Verantwortlichen so gründlich satt, daß ich nun im Freundes- und Bekanntenkreis aufräumen werde. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennen will, möge die Konsequenzen tragen. Ich ziehe mich zurück auf jene Bekanntschaften, die noch eine Restwahrnehmung  besitzen und klaren Kopfes geblieben sind und schmeiß alle anderen raus, bei FB, privat oder wo auch immer:

Deutschland hat sich unter der linksradikalen Politik Merkels und ihrer Kanaillen in nur 5 Jahren dermaßen abwärts entwickelt, daß ich mich in meinem eigenen Lande zunehmend fremd fühle und ab sofort Konsequenzen ziehen werde. 

Ich habe nichts gegen jene vielen Menschen mit Migrationshintergrund, die hier leben wollen und schon leben, sich dafür integrieren, assimilieren und einer Arbeit nachgehen um ihre Rechnungen zu bezahlen. Im Gegensatz dazu hat das Merkelregime jedoch seit 2015 mit Unterstützung der Medien und der Kirchen gezielt Hunderttausende afrikanische und orientalische Vollversorgungssuchende, Abenteurer und Kriminelle aus überwiegend moslemischen Krisengebieten rechtswidrig in mein Land geschleust. Krisenregionen, die diese überwiegend jungen Männer in ihren Herkunftsländern selbst zu verantworten haben. Sie hassen meine Lebensart und sind nicht im entferntesten bereit, sich an die hiesigen Geflogenheiten zu halten. Sie bilden in meinem Land No-go-Areas, behandeln Frauen wie Vieh und sorgen neuerdings mit Unterstützung staatlich geförderter linker Neofaschisten für bürgerkriegsähnliche Zustände in den Städten. 

Diese böswilligen Fanatiker stellen mit ihren kriminellen Übergriffen auf die Bevölkerung eine täglich zunehmende Bedrohung für freiheitsliebende Atheisten, Libertäre sowie Menschen christlichen und jüdischen Glaubens dar. Sie sind nicht gekommen, um hier zu leben, sondern sondern es geht sowohl ihnen aus auch dem neomarxistischen Gesindel darum, diese Zivilisation auslöschen. Ihre Aktivitäten werden weitestgehend staatlich geduldet, wobei ich als Bürger dieses Landes gezwungen, werde, diese gewalttätigen und von verlogenen Medien nach wie vor hartnäckig 'Flüchtlinge' Genannten zu tolerieren, gegen meinen Willen zu alimentieren und mit ihnen zusammenzuleben. 

Die Schuldigen für diese Zustände sind neben den Politikern der sozialistischen Einheitsfront jedoch in erster Linie jene meiner Landsleute, die mit ihrer linken, deutschen moralischen Herrenmenschenmentalität, einem militanten Gleichheitswahn oder gewissenloser Ignoranz dem Staat Pate stehen und mit ihm unser Land nach 1939 erneut an den Rand des Abgrundes bringen. 

Bevor auch bei uns, wie schon in Frankreich, die Kirchen brennen und sich ein unkontrollierter Bürgerkrieg entfaltet, wird von mir einstweilen jeder, der diese Entwicklung im Verein mit linken Vandalen unterstützt oder gutheißt, und damit meinen Freunden, meiner Familie, meiner Frau, meinen Töchtern, meiner jahrtausendealten Kultur und mir massiven Schaden zufügt, gemeinsam mit den Nichtintegrationswilligen ab sofort konsequent ignoriert, diskriminiert, ausgegrenzt und aus dem Kreise meiner FB-Freunde entfernt."