Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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1. Mai, internationaler Kampf- und Feiertag ...


... der (momentan meist untätigen) Werktätigen. Heraus zum...!


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Die Konzentration auf die Wiegenfeste der beiden welthistorischen Bandenchefs am 20. und 22. April hat mich doch glatt den 23., den Todestag Shakespeares – keine Diskussion jetzt mit den Oxfordians! –, vergessen lassen (das Geburtsdatum ist ja unbekannt). Dabei hatte ich mir schon das Zitat zum Tage zurechtgelegt, eines, das mir seit Längerem durchs Gedankenfach rumpelt: 

"Misery acquaints a man with strange bedfellows."
("The Tempest")

Sogar das nationale Elend!

Sehr schön ist auch:

"Wenn Herr Shaw Shakespeare angreift, so handelt er in berechtigter Notwehr."
Karl Kraus

Gilt für kleinere Formate nicht minder.

PS: "Mir scheint, bei der Erinnerung an Shakespeares Todestag haben Sie sich kein Versäumnis vorzuwerfen. Im Gegenteil – Sie kommen damit nicht zu spät, sondern zu früh. Denn auf den 23. April fällt der Tag seines Todes nur im Julianischen Kalender. Im Gregorianischen hingegen, den wir heute benutzen, fällt er auf den 3. Mai. Außerhalb Englands war der durch Papst Gregor XIII. reformierte Kalender bereits zu Shakespeares Lebzeiten in weiten Teilen Europas durchgesetzt."
(Leser ***)


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Es gibt Verrisse, die so gut sind, dass selbst dem dümmsten Film noch eine Art Sinn zuwächst. Im Idealfall stellen sie das Miserable obendrein als Symptom einer allgemeineren Tendenz bloß. Einen solchen unverhofften Mehrwert bescherte der gute Alexander Wendt seinen Lesern, indem er die Mentalität jenes Soziotops untersuchte, in welchem die ZDF-Serie "Deutscher" nicht nur geschrieben und produziert, sondern auch als preiswürdig eingestuft werden kann (eigentlich müssten Regisseur und Drehbuchschreiber nach dieser Kritik in die Spree gehen, aber Indolenz schützt verlässlich vor der Erkenntnis von Indolenz).

Die Handlung beginnt mit einer fiktiven Bundestagswahl, in der eine fiktive rechte Partei die absolute Mehrheit erreicht; man sieht also, vor welche Schmiede man tritt. Vor zweieinhalb Jahren hatte die ARD mit einem Film über eine geglückte Nazi-Machtübernahme in Deutschland vorgelegt: "Aufbruch ins Ungewisse" schilderte, wie eine biodeutsche Familie vor einer Berliner Rechtsdiktatur in das tolerante Südafrika flieht. Nun zieht also die aus dem selben Säckel alimentierte altjüngferliche Sendeschwester nach.

Gevatter Wendt drängt sich bei dieser Gelegenheit "als Apropos die Frage auf: Hat es jemals ein öffentlich-rechtliches Fernsehspiel gegeben, das die Machtübernahme durch eine linke Junta durchspielt? Getragen beispielsweise von einer Partei, die auf einer Strategiekonferenz schon einmal Erschießung und Zwangsarbeitsverschickung missliebiger Personen durchspielt, zusammen mit einer anderen Truppe, deren charismatische Vorsitzende extralegalen 'Druck der Straße' gut findet, wenn er in die passende Richtung geht, flankiert von einer weiteren ganz ähnlichen Partei, deren bedeutungshubernder Chef individuelle Freiheit für überschätzt hält? Und das Ganze getragen durch Journalisten, die ein bisschen Diktatur der guten Sache zuliebe schon immer dufte fanden? Wäre das nicht ein schöner Plot für das kleine ZDF-Fernsehspiel? Er wäre jedenfalls, wie es unter Filmproduktionsleuten heißt, noch nicht auserzählt."


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Leser *** sendet "eine kleine Randbemerkung zu Ihrer Mutmaßungen, unser aller Klimaguards könnten bald schon auf Bodyguards angewiesen sein: Bereits Fritze Merz raunte ja schon davon, die Sicherheitsorgane 'schlands könnten an die Schwefelpartei verloren gehen. In der Tat dürfte der Prozentsatz von AfD-Wählern in Polizei, Grenzschutz und Streitkräften höher sein als beim Rest der hier schon länger Lebenden. Und er steigt mit dem Professionalisierungsgrad. Er dürfte z.B. im Heer höher sein als in der Bundeswehr insgesamt, bei der Infanterie höher als im Heer, bei den Fallschirmjägern höher als in der Infanterie und im KSK höher als bei den Fallschirmjägern. Sollten unsere Qualitätspolitiker tatsächlich einmal auf robusten Schutz durch mehr als nur ein halbes dutzend ausgesuchte Personenschützer angewiesen sein, könnten interessante Effekte eintreten. Die Enttäuschung von Nikolaus II. über die Treue seiner Garde im Februar 17 dürfte erschütternd gewesen sein..."



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Es sei unhöflich, moniert Leser ***, die Kinderlosigkeit der Bundeskanzlerin "als Argument gegen ihre Politik zu missbrauchen. Es ist überhaupt unhöflich, die Kinderlosigkeit einer Frau, deren Ursachen man nicht kennt, öffentlich zu rügen" (Acta vom 29. April).  

Abgesehen davon, dass ich dieses Faktum nicht als Argument gegen Merkels Politik, sondern als Erklärung ihrer Motive heranzog, hat der Mann völlig recht. Es ist unmanierlich und vulgär, einer Frau ihre Kinderlosigkeit vorzuhalten, ohne zu wissen, inwieweit dieser traurigen Tatsache eine bewusste Entscheidung vorausging. Aber wer einem Land einen solchen demographischen Schock zumutet wie Merkel 2015 ff. und dabei selber aus der künftigen Demographie aussteigt, soll auf taktvolle Behandlung nicht zählen.

Sela, Psalmenende.


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Apropos Merkel.

Ich lese eben, dass sie, um ihre globalistische Anti-Abgrenzungs-Agenda auch dort unterzubringen, in ihrer Rede zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November die Formulierung gebrauchte: "Keine Mauer, die Menschen ausgrenzt (...), ist so hoch oder so breit, dass sie nicht doch durchbrochen werden kann." Den Gedanken etwas zugespitzt – nur leicht, nicht so sehr, wie man ihn beispielsweise nach der Kemmerich-Wahl in Thüringen gegen Höcke zuspitzte –, könnte man also auch formulieren: In Dachau und Buchenwald wurden Menschen ausgegrenzt.

Nein, diese Person hat das Recht auf eine taktvolle Behandlung verwirkt. Und keineswegs nur sie.


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Man soll sagen: Für seine Taten wurde Charles Manson zu lebenslänglichem Ausgegrenztsein verurteilt.


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– Haben Sie etwas dagegen, dass jemand ihre Wohnung betritt?
– Das hängt davon ab, wer dieser Jemand ist.
– Also wollen Sie Menschen pauschal ausgrenzen?


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Apropos Kinderlosigkeit.

Wie hier bereits gemeldet, prophezeit der Berliner Migrationsforscher Herbert Brücker, dass der Anteil von Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland bis zum Jahr 2040 auf ca. 40 Prozent steigen werde. (Eine Prognose für 2080 gab er nicht ab; wahrscheinlich würde sie auf eine rechte Verschwörungstheorie und die Ächtung des Oraklers hinauslaufen.) Immerhin vertritt Brücker die Meinung, Deutschland möge sich beispielsweise an Portugal orientieren, wo eine Einbürgerung erst nach mehreren Jahren sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit erteilt werde; er plädiert also für die klassische Art der Einwanderung, die bekanntlich darin besteht, dass Menschen, die ein besseres Leben suchen, in ein Land einwandern, das ihnen die Chancen dafür bietet – unter der Voraussetzung, dass sie sich ihren Unterhalt selbst verdienen und nicht kommen, um die Landessitten zu brechen.  

Nun kann man als deutscher Patriot oder Nationalist ein Lamento über das Schrumpfen des autochthonen Bevölkerungsanteils anstimmen, aber Tatsache ist, dass die Deutschen immer weniger Kinder bekommen und diesem Trend auch mit der paläokonservativsten Politik – Abtreibungsverbot, rigide Schrumpfung des Sozialstaats (was Frauen mit Kindern dazu zwänge, sich eine Scheidung x-mal zu überlegen), Familienförderung durch Wegfall von Steuern etc. – kaum zu wehren sein dürfte. Es handelt sich nach meiner Ansicht um Dekadenz. Salopp gesagt: Die Luft ist raus. Die Spenglersche Uhr läuft ab. Die meisten Deutschen und auch Europäer wollen nicht mehr.

In dieser Einstellung zeigt sich zugleich eine gewisse Vernunft; die Gesamtbevölkerung des Planeten strebt gerade der achten Milliarde entgegen, was Wahnsinn ist und tendenziell zu einem entsetzlichen Massensterben führen wird – ich muss daran immer denken, wenn mir im TV hungernde Kinder in Afrika gezeigt werden, die wir unterstützen sollen. Aber mit welchen Folgen? Bislang reagierte dieser Weltteil auf Hilfen für Kinder mit immer mehr Kindern. – Es bestünde also eine gewisse Überschneidung von Kinderarmut und Vernunft, sofern man nicht den Fehler begeht – und Europa steht im Gegensatz zu Ostasien davor –, sich als Überlaufbecken für den Bevölkerungsüberschuss aus Afrika und dem Orient anzubieten und damit ebenfalls eines Tages zum Schwellenländereck oder zur Elendszone zu werden. Da sich dieser Prozess allerdings über mehr als eine Generation hinzöge, sind unsere Linken bereit, ihn im Interesse des eigenen moralischen Profits zu fördern. Auf der Titanic wurde es auch erst gegen Ende hektisch.

Ich stieß unlängst im Acta-Band von 2016 auf den Brief einer jungen Frau, die mir schrieb, nachdem ich eine typische kinderlose Akademikerin geschildert und anschließend einen Passus von Hadmut Danisch zur Massenproduktion nutzloser, in keinen adäquaten Job vermittelbarer Geisteswissenschaftlerinnen zitiert hatte. Dieser Brief beschreibt in Kürze all das, was sich für mich aktuell und mit Blick auf das Verhältnis der Geschlechter im Begriff Dekadenz zusammenfassen lässt, weshalb ich ihn noch einmal zitiere:

"Sie hätten die Frau lieber fragen sollen, ob sie einen Mann gefunden hat, der Kinder wollte. Ich bin selber Ende 20 und habe keine, aber das liegt nicht daran, dass ich nicht wollte, sondern lediglich daran, dass ich mich mit Entwicklungspsychologie auseinandergesetzt habe und deswegen zu dem Schluss gekommen bin, nicht alleinerziehend sein zu wollen. Es waren allerdings lediglich Schwarzafrikaner, die mir die Mutterschaft anboten. Alle anderen Männer wollten nicht. Man sollte sich deshalb hüten, den Schwarzen Peter nur den Frauen zuzuschieben. Und man sollte sich auch davor hüten, dann sofort davon auszugehen, dass die Frau bösartig ist und es deswegen verdient hat. Frauen in Arbeit zu bringen, ist darüber hinaus kein Ärgernis, sondern notwendig, um Frauen vor der Altersarmut zu bewahren. Wenn Sie meinen, mangelnde Eheschließungen oder Scheidungen seien nur Produkte von Feminismus und ähnlichem, dann irren Sie. Für mich sind es Produkte der Moderne. Wir haben Globalisierung, man kann in ein paar Stunden zum Sexurlaub nach Thailand fahren, wir haben Massenpornografie und Sexspielzeuge, wir haben Verhütungsmittel, wir haben Antibiotika, die eine Syphilis leicht kurieren, wir haben Sozialstaat, der Kinder am Leben hält, die keinen Ernährer haben, wir haben inzwischen Virtuelle-Realitäts-Pornografie, die von der neurologischen Stimulierung alles, was normale Frauen bieten können, in den Schatten stellt. Und in so einer Welt denken Sie, dass Männer ein Interesse daran haben, für eine Frau zu sorgen, bis sie 98 ist? Warum sollten sie? In dem Artikel steht doch, dass Frauen über 30 nicht mal einen Mann finden, der umsonst und ohne Verpflichtung mit ihnen schläft. Wieso denken Sie dann, dass Männer für einen aufkommen wollen, wenn man 35, 40 oder gar 55 ist?"

Wir sind ein Land, das von immer mehr – im Wortsinne – Endverbrauchern bevölkert wird, von Menschen, denen die Zukunft einerlei ist, weil es sich nicht um ihre handelt. Die Gründe dafür, diese bizarre Verbindung aus Privategoismen, kultureller Erschlaffung, transgenerationalen Erbschuldgefühlen und dem stetigen Ausgreifen der Technosphäre (der gewaltigste Trend überhaupt), sollen hier nur als Schildwache stehen; die Tatsache an sich lässt sich nicht wegwischen. Fragen wir also: Was wäre daran schlimm, wenn die Hälfte der Deutschen kein Bio-Herkunftssiegel mehr trüge? Nun, das hängt vor allem davon ab, um was für Menschen es sich handelt. Würde Deutschland es fertigbringen, ausschließlich Einwanderer aufzunehmen, die Deutsche werden, die Zivilisation verteidigen und sich aus eigenen Kräften eine Existenz aufbauen wollen – und im Umkehrschluss alle des Landes verwiese, die genau das nicht wollen –, es wäre am Ende womöglich zu retten.

Mit solchen Einwanderern könnte man nicht nur die Demographie wieder ausbalancieren und die allgemeine Stimmung heben – der Irrsinn der Merkelschen Willkommenspolitik zeigt sich allein darin, dass kaum ein Deutscher beim Wort Migration mehr an junge Frauen und mögliche Partnerinnen denkt –, sondern auch die Grenzen kontrollieren und nationale Interessen durchsetzen. Mit dem Asylrecht hat das alles nichts zu tun. Asyl, um es zu x-ten Male zu wiederholen, genießen ausschließlich politisch Verfolgte, und es ergibt sich daraus keinerlei Bleibe- oder gar Einbürgerungsrecht.   

Wenn schon der das sagt:

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Das deutsche Kardinalproblem sind die Deutschen selber, präziser formuliert: jener Teil von ihnen, der sich entweder in humanitär-eskapistische Illusionen stürzt oder dieses Land bzw. Volk tatsächlich abschaffen will. Politisch haben diese Leute das Sagen und Meinen – dass ein paar globalistische deutsche Wirtschaftslenker dabei mitmischen, die im Zweifelsfall, wenn das Land kippt, einfach in ein anderes wechseln werden, ist damit verglichen sekundär; die deutschen Manager sind fast alle politikhörige Opportunisten –, und ein Politikwechsel ist nicht in Sicht. Das heißt nach momentaner Handhabe: Die 40-Prozent-Prognose von Herrn Brücker wird sich als zutreffend erweisen, nur ohne das portugiesische Vorbild.

Eine gute Freundin, keine Deutsche natürlich, fragte mich einmal: Wer sind die Leute, die dich anschwärzen, wenn du irgendwo öffentlich mit deiner Frau auftreten willst, damit man dir den Saal nicht vermietet – Deutsche oder Einwanderer? Wer sind die Leute, die AfD-Veranstaltungen blockieren, die keine Rechten bewirten wollen, die Kampagnen gegen rechts starten, die fordern, Rechten oder "Klimaleugnern" Räume und Treffpunkte zu verweigern – Deutsche oder Einwanderer? Kannst du dir einen türkischen Friseur vorstellen, der dir nicht die Haare schneidet, weil du für Gauland arbeitest? Wie viele nichtwestliche Ausländer siehst du unter den Irren, die hier für die Rettung des Weltklimas hüpfen? Wie viele nichtwestliche Ausländer glauben daran, dass man sich sein Geschlecht aussuchen kann? Dass Familie eine Sache von gestern ist? Dass man Zehnjährigen in der Schule erklären muss, wie Analsex funktioniert? Wer denunziert dich im Internet und hetzt bei der FAZ gegen dich? Mit wem hast du hier Probleme und mit wem nicht?

Tja...
                            

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Zum Vorigen.

"Daß wir überwiegend junge Männer importieren, führt unweigerlich zu dem Folgeproblem, daß sie die Meme, die Konditionierungen, die sie in sich tragen, an ihre Nachkommen weiterzugeben", notiert Leser ***. "Etwas, was in meinen Augen erwünscht erscheint, um das trotz Dekadenz zugleich auch steigende Bewußtseinsniveau zu reduzieren. Der Islam kommt da offensichtlich gerade recht, zumal er sich über rund 70 Generationsstufen als geradezu ideale ‘Verwaltungssoftware’ für unfreie Gesellschaften bewährt hat.

Ein Freund von mir, den es vor einigen Jahren in den ‘Reichshauptslum' verschlagen hat und der Studium und Doktorandenzeit übergangsweise einen Job als Deutschlehrer für Integrationskurse fand, wüßte nur zu gut zu berichten, wie junge Syrerinnen nach der westlichen Lebensart und unter Aufbringung höchster Anpassungsfähigkeiten geradezu lechzen. Ich kenne die junge Dame, die mittlerweile (auf Druck ihrer Familie) seine Ehefrau ist (sie kam allerdings als Studentin und nicht als Geflüchtete nach D), nur von Fotos her. Und ich wage es zu behaupten, daß mit solch einem Augenstern an seiner Seite so manch deutscher Mann (meine Wenigkeit eingeschlossen) auch jenes Liebesglück wagen würde, das der von Ihnen zitierten Akademikerin verwehrt blieb. Wo findet man heute denn noch so etwas wie echte Anmut und echte Hingabe dort draußen? Eine von der Unterdrückung des arabischen Patriarchats befreite Frau hätte beides wohl noch zu bieten.

Vor über 20 Jahren verliebte sich einmal eine junge, vom italienischen Matriarchat unterdrückte Frau in mich. Innerhalb eines Jahres vermochte sie annähernd fließend Deutsch zu sprechen (während ich allenfalls 10 Worte Italienisch gelernt hatte). Eine bulgarische Freundin, die in D studiert hatte, in den Emiraten dann einige Jahre arbeitete, dort ihren Mann kennenlernte und mit ihm in seine Heimat nach Holland zog, wagte letztes Jahr mit ihrer jungen Familie einen Neustart in Down Under. Oder nehmen wir nur all die jungen ostdeutschen Frauen, die ihre Dörfer gen Westen verlassen haben, während ihre männlichen Altersgenossen daheimblieben und anfingen sich ihr Weltbild samt Glatzen aufzupolieren.

Vielleicht sind Frauen sehr viel mehr zum Anywhere bestimmt als wir Männer."



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Aber ganz ohne Coronavirus wollen wir nicht in den Mai tanzen:

"Ober! Zahlen!"
"Aber gerne. 1289 Neuerkrankungen, davon 98 über 89, 178 Tote, davon 77 unter 77, außerdem..."
"Danke. Behalten Sie den Rest!"
(Archi Bechlenberg)