Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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21. März 2020

  1.  X. denkt nicht. Er würfelt.


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Die unangenehmste Eigenschaft des Linken ist weder sein Neid noch sein Kollektivismus noch sein Nivellierungsbedürfnis, nicht einmal seine Spitzelgesinnug, sondern sein gutes Gewissen.


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Viele Menschen halten jenes Geräusch, welches sie machen, um sich auf die Frequenz des Schwarmes einzuschwingen, für ihre eigene Meinung.


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Nazi: jemand, der die Positionen der Union von vor zehn Jahren vertritt.


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Wenn die Zeit der von den Jüngeren veranstalteten Corona-Partys vorbei ist, sollten die Alten im Gegenzug anständige CO2-Partys feiern.


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"Deep-State-Department."
Donald Trump
🤣🤣🤣



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Zum Corona-Phänomen erreichen mich zahlreiche Zuschriften. Die eine Hälfte klingt ungefähr so wie der Hinweis von Leser *** auf die "Schock-Strategie" nach Milton Friedman – alle einschneidenen, schmerzhaften Programme können unmittelbar nach Krisen am besten durchgesetzt werden – (mit Link auf dieses Video von Naomi Klein) samt folgender Mutmaßung:

"Wir befinden uns demnach in der Phase: Der Proband wird isoliert, ruhig gestellt und fixiert, bevor die eigentliche Behandlung beginnt. Die Aufmerksamkeit des Probanden wird dabei ganz auf die mediale Angst & Panik-Propaganda gerichtet, um seine Schwingungsfrequenz zu senken und sein Bewusstsein zu verwirren.
 
Darauf folgt die Phase der 'Elektro-Schocks', die Traumatisierung – mehrere aufeinanderfolgende soziale 'Explosionen' -> Wirtschaftscrash (mit Arbeitslosigkeit, Pleite, Wohnungsverlust, Krankheit) -> Globaler Finanzcrash (mit Totalverlust, Hunger und Chaos). Da der Proband weiterhin isoliert und fixiert ist, kann er nicht darauf reagieren und ist dem Ganzen hilf- und schutzlos ausgeliefert wie ein Säugling.
 
In der 3. Phase erscheint der Behandler als 'liebevoller Retter' und bietet dem Probanden 'Er-Lösung' aus seinem Leiden an, in Wahrheit aber nur seine 'Lösung' gemäss Hegelscher Dialektik (Problem – Reaktion – Lösung). Der Proband willigt dankbar ein und tauscht in einem okkult-magischen Ritual alle seine Freiheitsrechte gegen die versprochene 'Sicherheit' ein."

Die andere Hälfte der Zuschriften lässt sich in dem Satz von Leser *** zusammenfassen: "Manchmal ist eine Epidemie einfach nur eine Epidemie."

Ich will nicht sagen, dass ich mich dazu indifferent verhalte. Es kann ja beides zugleich zutreffen. Hitler und die Seinen mussten den Reichstag nicht selber anbrennen, um sich das Feuer zunutze zu machen. Mein beharrlicher Einwand gegen die sogenannten Verschwörungstheorien lautet, dass sie die Intelligenz und den Organisationsgrad der Beteiligten überschätzen. Das meiste, was politisch geschieht, ist meiner Ansicht nach eine Mischung aus Zufall, Improvisation, "Auf-Sicht-Fahren" und schierer Blödheit (von der Unberechenbarkeit sich gegenseitig aufhebender Aktionen ganz abgesehen).

Was die derzeitige Krise betrifft, glaube (!) ich, dass sie den Universalisten eher schadet und den Partikularisten eher nutzt. Während der Spiegel eine "Weltregierung" fordert (und die Headline heimlich wieder löscht), kehrt der Nationalstaat als konkrete handlungsfähige Ordnungsmacht ins Bewusstsein der Menschen und vor allem in die Realität zurück. Die EU war nie machtloser als derzeit. Das Pech der Deutschen ist zwar, dass die an Deutschland völlig desinteressierte Globalistin Merkel wie ein Katafalkdeckel auf diesem Land lastet (die meisten wollen es ja so bzw. sogar noch grünverschärft, aber die meisten Deutschen glaubten ja auch 1944 noch an den Endsieg, sie wollen ihre Lektion halt immer eingeprügelt bekommen). Allerdings musste selbst diese politische Übergeschnappte, die jahrelang beteuert hat, Grenzen könnten nicht geschlossen werden und Zäune hielten keine Menschen auf, den Grenzschließungen (tatsächlich: Grenzkontrollen) zustimmen, weil Zäune immerhin Viren aufhalten. Das Virus löst also die sogenannte Flüchtlingsfrage durch die "normative Kraft des Faktischen" (Georg Jellinek). Die (vermeintlich) größere Krise verdrängt die (vermeintlich) kleinere. Die gelenkten Medien versuchen derzeit, Merkel und Söder zu Helden des Krisenmanagements aufzubauen. Lassen Sie sich nicht vergackeiern. Die beiden leisten nichts, was Sie und ich nicht auch könnten; sie verfolgen jetzt einfach den harten oder meinetwegen panischen Kurs. In westlichen Gesellschaften ist die Angst vor dem Tod so groß wie Allah im Orient, darauf kannst du als Politiker bauen.

Aber ob hinter all dem tatsächlich die Strippen für die neue Weltordnung gezogen werden? Wie gesagt, ich glaube eher daran, dass diese Krise eine gewisse Renaissance des Partikularen einleitet. 


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Der Flügel beginnt zu flattern (so was kommt natürlich anonym):
"Clownovski, ist dir Judas eigentlich klar, daß Höcke Leistungssportler war und ist? Saufen und Maullhelden ist bequemer, wie? 'Ausschwitzen' ist ein ziemlich gebräuchlicher Begriff unter Athleten. Daß du mosesafiner Kasper noch nie was davon gehört, bzw. – harhar – gelesen hast, ist dein Problem, nicht seins. 
Schade, wie kann man als Ossi nur so totalversagen."

Nichts grundsätzlich gegen Wagenburgen, Kameraden, aber ich mag mir schon aussuchen, mit wem ich dort einziehe.

(Nebenbei: Das schlimmste Schimpfwort ist wohl doch das "Du".)


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"Die Rotationsachse der Erde wackelt. Diese sogenannte Präzession beeinflusst die saisonale Sonnenlichtmenge, die auf die Erdoberfläche trifft. Nun hat ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung herausgefunden, dass der Grad der Schiefstellung der Erdachse, wissenschaftlich Obliquität genannt, offenbar mit den Eiszeiten zusammenhängt: In der jüngsten Million Jahre war sie immer dann besonders groß, wenn Kaltperioden zu Ende gingen. Eine hohe Obliquität ist demnach ausschlaggebend für den Beginn von Warmzeiten."
(Weiter hier.)

Keine Bange, die Grünen werden das richten.


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Zur gestrigen Notiz über Placido Domingo kommt Leser ***  "Casanova Udo in den Sinn:
 
'Es sind Mädchen (…) auf mich zugestürzt und ich konnte haben, was ich wollte. Und ich wollte! Keine Macht der Welt (…) hätte mich davon abhalten können. Ich wollte diese Früchte ernten, die da an meinem Weg standen...' In irgendeinem Interview sagte er auch einmal, daß all diese Moralapostel, denen sich nie im Leben diese Art von Versuchungen boten, gut reden hätten… Und zuweilen fragt man sich bei diesen ganzen Debatten auch, wie es in weiten Teilen des Westens wirklich um das viel geschmähte Patriarchat bestellt ist. Danach kräht in 20, 30 Jahren, wenn das nur beschnittene und nicht kastrierte Patriarchat die Macht übernommen hat, vermutlich kein Hahn bzw. keine Henne mehr.
 
Aber die wirklich starke Frau sehnt sich ja bekanntlich auch nach einem starken Mann an ihrer Seite…"