Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

Artikelsuche

Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


...mehr

 

 

29. Februar 2020


Ideal...


HutTuch


... und Wirklichkeit:


Karnevalshetzjagden


"Meist sind die Schläger nicht verkleidet, sie haben auch kein Interesse am Feiern", wundert sich der WDR. "Sie halten gezielt Ausschau nach Karnevalisten, die viel Alkohol getrunken haben. Sie provozieren ihre Opfer und prügeln dann drauf los. Besonders betroffen ist das Kölner Studentenviertel. (...)
Die Polizei sieht das Phänomen der gezielten Prügeleien mittlerweile relativ häufig. Bei den jugendlichen Provokateuren handelt es sich in der Regel um Kleingruppen, die keinen Alkohol trinken und auch nicht mitfeiern wollen. Sie mischen sich aber gezielt unter die zum Teil alkoholisierten Feiernden, um Prügeleien anzuzetteln."

Ein wahrlich wunderliches Phänomen! Wer mögen diese zu "Kleingruppen" vereinten jungen Männer sein, die keinen Alkohol trinken, kein Interesse am Feiern haben, offenbar den Karneval hassen und Hetzjagden auf feiernde Narren veranstalten? Sind die Nazis neuerdings traditionsfeindlich und abstinent geworden?

Der Kommentator einer online-Plattform fühlt sich an die Kölner Silvesterkirmes anno 2015/16 erinnert (das dort eingestellte Video wurde inzwischen von Youtube entfernt, wahrscheinlich weil es Vorurteile schürte; wenigstens das funktioniert noch).

Aussichten auf den Bürgerkrieg, zum ersten.


PS: Und hier gibt's noch den passgenauen Kommentar einer Spiegel-Quassilstrippe dazu:


"'Es sind immer schwierige Momente, wenn wir unsere Weltoffenheit, unsere Toleranz und unsere Lebensfreude an Tagen erleben, die überschattet sind, wie jetzt durch diese scheußlichen Vorfälle in Hanau. Aber das gehört zum Karneval dazu, dass er auch in schwierigen Zeiten Lebensfreude ausstrahlt', sagte Kölns Bürgermeisterin Henriette Reker dem WDR. In diesen sogenannten 'schwierigen' Zeiten trotzdem 'Lebensfreude' zu erleben, ist ein Luxus, den sich Menschen mit Migrationshintergrund gerade nicht leisten können."



                                 ***


Und gleich zun zweiten; diesmal die Rolle der Justiz betreffend und antizipierend:

Zweierleimaß


                                 ***


Aussichten auf den Bürgerkrieg, drei:

Die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Amokläufers von Hanau wurde von interessierter Seite in die Rekrutierung muslimischer Kombattanten für den "Kampf gegen rechts" umgewandelt.

Am Rande: Über Tobias Rathjen, den Todesschützen, sagt Frank Urbaniok, deutsch-schweizerischer forensischer Psychiater und langjähriger Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes Zürich, im Interview in der aktuellen Weltwoche, dessen sogenanntes  Manifest offenbare eine klare psychiatrische Erkrankung. Urbanioks Diagnose lautet: "wahnhafte Störung". Rathjen repräsentiere keine politische Bewegung. Auch die irrsinnigen rassistischen Vorstellungen des Täters seien entschei­dend wahnhaft geprägt. Das Weltbild des Amokläufers entstamme "einer psy­chiatrischen Eigenlogik, nicht der Welt der Parteiprogramme. Ich sehe keine direkte Linie zu organisierten Parteien und ihren Wertewelten. Der Täter sagt ja selber, er sei der Einzige, der alles durchschaut hat."


Rathjen, der seine Ideen angeblich von der AfD entliehen haben soll, schreibt in seinem Bekenntnis, er werde seit seiner Geburt von Geheimdiensten überwacht. Er phantasiert von finsteren Mächten, die sich in sein Gehirn und das anderer Menschen einklicken, um sie zu steuern, und behauptet, dass Netflix-Serien, politische Ideen von Donald Trump sowie Entscheidungen von Fußballtrainern wie Jürgen Klopp direkt aus seinem Kopf gestohlen worden seien. Er fabuliert von Zeitreisen und von seiner Wiedergeburt. Er will in eine Zeitschlaufe einsteigen, um an den Ursprung der Welt zu gelangen, denn die Welt sei am Anfang gewissermaßen auf das falsche Gleis gesetzt worden, und das müsse er korrigieren. Er will ganze Völker auslöschen und die Bevölkerung Deutschlands halbieren. Er wendet sich in einem Video auf Englisch an alle Amerikaner, um sie über unterirdische Folteranlagen aufzuklären. "Die Bruchstücke, aus denen er sein Manifest zusammenleimte, vom Anschlag am 11. September 2001 bis zu Vernichtungsvorstellungen ganzer Völker – diese Bausteine konnte er überall im Internet finden, und er hätte sie dort auch gefunden, wenn die AfD überhaupt nicht existieren würde", notiert Alexander Wendt.

Wer eine solche Figur gegen eine Oppositionspartei instrumentalisiert, weiß genau, was er tut.



                                 ***


Aussichten auf den Bürgerkrieg, zum vierten.

Während des Konzertes eines kongolesischen Sängers ist der denkmalgeschützte Pariser Bahnhof Gare de Lyon, ähnlich wie zuvor Notre-Dame, durch Selbstentzündung in Brand geraten. Weil solche Feuer normalerweise auch von selbst wieder ausgehen, löste der überzogene Einsatz der Feuerwehr Proteste aus. Hélas!


                                 ***


Die gestern angekündigte Rede ist jetzt online; sie fand zwar im Düsseldorfer Landtag statt, aber keineswegs, wie manche wähnen, vor demselben; so weit sind wir noch lange nicht (und der Applaus wäre auch viel heftiger ausgefallen)...