Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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10. Dezember 2019


Der naturwissenschaftliche Beweis ist das Experiment. Der geisteswissenschaftliche das Zitat.


PS: "Ich weiss wohl, was Sie sagen wollen und stimme völlig zu, aber ich kann es dennoch einfach nicht lassen, besserwisserischen Senf beizusteuern: Da es in der Natur der Naturwissenschaft liegt, Beweisen im mathematischen und landläufigen Sinne eher abhold zu sein, dies tatsächlich gewissermassen ihre wesentliche Innovation gegenüber vorigem ist und eine intellektuelle Singularität darstellt, die den abendländischen Erkenntnisgewinn über alles andere majestätisch erhebt, erlaube ich mir vorzuschlagen: Der naturwissenschaftliche Test ist das Experiment. Der geisteswissenschaftliche der Beifall."
(Leser ***)


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Lieber Leser, verfertigen Sie bitte eine Tabelle aller Länder der Erde und schreiben Sie in die Spalte daneben, welche davon nach dem Willen von UNO, EU und Kanzleramt durch Massenmigration künftig "bunter" werden müssen. Meditieren Sie darüber.


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Nazimentalität, 1933: "Schuld der Juden!"
Nazimentalität, 2019: "Schuld der weißen Männer!"


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Für den Lauser, der zu Augsburg versehentlich einen Feuerwehrmann (außer Dienst) erschlagen hat, werden gewiss mildernde Umstände gelten. Erstens nämlich war er keiner jener latent rassistischen Augsburger, die ihre Wurzeln bis ins (italienische!) Augusta Vindelicorum zurückverfolgen wollen, sondern kam in der sogenannten Fuggerstadt als Einwandererkind zur Welt, litt also, zweitens, höchstwahrscheinlich unter tat- bzw. tatverdachtsmildernden sozialen Schwierigkeiten und, da er neben der deutschen auch die türkische und die libanesische Staatsbürgerschaft besitzt, unter einem notorischen Identitätskonflikt. Drittens gilt der Augsburger Königsplatz, wo sich der Zwischenfall zutrug, seit dem 16. Jahrhundert als Kriminalitätsschwerpunkt, wird allerdings erst – zum Nachteil eines aktuellen Beteiligten am "tödlichen Streit" (BR) – seit Dezember 2018 videoüberwacht. Zum vierten hat ein Freund den 17-jährigen mutmaßlichen Hauptverdächtigen als "hilfsbereit, nett und herzlich" beschrieben. "Ich kenne den Halid sonst gar nicht so", beteuerte er; sein Freund sei eher "konfliktscheu" und der "Vorfall in Augsburg" (Focus) in seinen Augen ein Unfall gewesen. Der Hauptverdächtige der tödlichen Attacke sei in den vergangenen Jahren schon mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten, unter anderem auch mit Körperverletzung(en?), räumte zwar ein Sprecher der Kriminalpolizei ein, doch dafür, dass der Bub konfliktscheu ist, spricht allein die Tatsache, dass er kein Messer dabei hatte bzw., wenn doch, es immerhin nicht zückte.

Außerdem wurde mehrfach in den Medien betont, dass die Jungs aus der "Gruppe" nur die beiden Männer geschlagen haben, jedoch nicht deren Begleiterinnen. Schutzsuchende der ersten Generation brennen den Weibern noch öfter tüchtig eins über, aber schon, wenn sie in 'schland geboren werden, lassen sie die Frauen laufen und kümmern sich nur um die Kerle. Es ist also Hoffnung, etwa ab der über- oder überübernächsten Generation wird die Integration bereits nahezu hundertprozentig gelungen sein. Nur ca. 30.000 mal schlafen und ein paar tausend "Vorfälle" noch!

PS: Die Täter, quatsch, Tatverdächtigen "umringten" das mutmaßliche Opfer, das erinnert mich doch an etwas.


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Ein Nachtrag zur Indienstnahme Beethovens durch Staatsministerin Grütters zwecks Verteidigung der EUdSSR gegen die Schwefelbrüder (Acta von gestern): Eine Art europäischer Einigung erlebte der Komponist durchaus selber, und zwar durch Napoleon. Bekanntlich hatte er dem damaligen Ersten Konsul, den er für den Sendboten von Liberté, Égalité, Fraternité hielt, 1803 seine Es-Dur-Symphonie (die spätere "Eroica") zugeeignet, doch als er die Nachricht bekam, Bonaparte habe sich zum Kaiser gekrönt, also gehandelt wie sämtliche exponierten Gleichheitsverkünder vor und nach ihm (und dies selber mit der Bemerkung zugab: "Die Idee der Gleichheit gefiel mir, weil ich mir Erhöhung davon versprach"), da rief der enttäuschte Beethoven aus: "Nun wird er ein Tyrann werden!" und zerriss das Titelblatt mit der Widmung. Fortan war Beethoven antinapoleonisch, also "nationalistisch", also irgendwie "antieuropäisch". Seinen "Yorckschen Marsch" hatte er zwar ursprünglich Erzherzog Joseph Anton von Österreich gewidmet, doch mir ist nicht bekannt, dass der Kompinost – warum nicht mal so herum? Hofrat Behrens hatte schließlich auch beschlossen, nurmehr noch Manot statt Monat zu sagen! – gegen die Umbenennung protestiert hat; Generalfeldmarschall Yorck von Wartenburg war es, der im Dezember 1812 ohne Genehmigung des preußischen Königs die Konvention von Tauroggen unterzeichnete, also ein preußisch-russisches Bündnis schloss, das die Befreiungskriege gegen Napoleon einleitete. Die Erwägung, welche Komposition Beethovens uns entgangen sind, weil er Martin Schulz, Jean-Claude Juncker oder Ursula von der Leyen nie kennenlernen durfte, sei der Untröstlichkeit anheimgestellt.  

Und die Neunte?

"Schiller konnte sein 'Seid umschlungen, Millionen' nur ausrufen, weil sie Jena und Weimar noch nicht belagerten." 
(Frank Lisson)



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Die Qualitätspresse berichtet:

"Thunberg, die wahrscheinlich nicht einmal um die Existenz Nuhrs weiß, bekommt nun Beistand aus dem deutschen Fernsehen, und zwar von Jan Böhmermann. Der 38-Jährige sprach in seiner Show 'Neo Magazin Royale' über die schwedische Aktivistin.

'Sie hat drei wichtige Forderungen: Erstens Emissionen senken. Klimafreundlicher leben ist Forderung zwei. Und die wichtigste Forderung von Greta Thunberg: Irgendjemand soll verdammt nochmal endlich Dieter Nuhr die Fresse polieren', so Böhmermann. Das Publikum feiert den wohl nicht ganz ernst gemeinten Seitenhieb gegen Dieter Nuhr mit Applaus und Jubel."

Dass Böhmermann dahin geht, wo es weh tut, und dabei auch kein hohes persönliches Risiko scheut, ist bekannt; deswegen zitier' ich das nicht, sondern wegen der Festellung, dass die Hl. Greta wahrscheinlich nicht mal weiß, wer Dieter Nuhr ist. Natürlich nicht! Unser Gretel kennt nur Mama, Papa und Onkel George, und den auch nur vom Telefon.

"Dieter Nuhr stand in der letzten Zeit nicht wegen seinen gelungenen Witzen (sic!) in den Schlagzeilen, sondern wegen denen, die vielen offenbar zu weit gegangen sind", setzt das Qualitätsmedium seine Pirsch fort. Zu einem benachbarten Fall mit zur Hälfte identischer Besetzung kommentierte der oppositionskritische Tagesspiegel: "Steimle darf im Osten, was Böhmermann im Westen darf. Das ist von der Meinungsfreiheit in dieser Demokratie gedeckt. Aber beide müssen stets damit rechnen, dass jene, die sich von ihnen belämmert/belästigt/beleidigt fühlen, sich dagegen (ver-)wehren."

Merkwürdig nur, dass der eine auf Sendung bleibt und der andere nicht.


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Netzfund:

greta


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Leser *** schreibt: "Eine kleine Suche im Internet zeigt sofort, dass sich die Zeitungen auf einen austrocknenden See in Chile stürzen. Das ist selbstverständlich ein Zeichen für den Klimawandel. Nun, Fachleute sagen zwar, dass der Acuneo-See mindestens seit den 80er Jahren an Eutrophie – den Folgen von Überdüngung – leidet (s. S. Cabrera in 'Plant and Soil', 67/1982), wodurch Faulschlamm entsteht und ein See auch austrocknen kann. Ein ähnliches Problem haben übrigens auch der Tschadsee und der Aralsee (die ohnehin im Laufe ihrer Geschichte mal fast verschwanden, mal wieder gross waren).

Aber wer wird sich denn mit solchen Pedanterien aufhalten? Das ist nur Wasser auf die Mühlen der Klimasünder. Und selbstverständlich ist es auch nicht sinnvoll, zu erwähnen, dass die Niederschläge anderswo zunehmen. Ein Verwandter ist zur Zeit in der chinesischen Provinz Xinjiang, nahe der Takla Makan. Und da schneit es munter. Niederschläge gibt es da nur äusserst selten – jetzt, in Zeiten des Klimawandels, aber schon. Ich habe Ihnen ein paar Bilder von der verschneiten Takla Makan angehängt. Ich finde sie sehr schön."

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PS: Die Taklamakan in Zentralasien ist nach der Sahara und vor dem Schädelinneren von Claudia Kipping-Eckhardt die zweitgrößte Wüste der Erde.