Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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18. Oktober 2019


Impressionen von der Frankfurter Buchmesse.

Mittendrin:

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Statt nur dabei:

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Am Ende der Sackgasse resp. des Tschandala-Korridors findet jener gefährliche Rechtsruck statt – es sind schon drei von 7200 Ausstellern! –, den noch zu verhindern die Zivilgesellschaft aufgerufen ist. Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei Rechten!

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Zum Beispiel diese so fröhliche wie artifizielle, vornehmlich den Künsten sich widmende, von Klio und Polyhymnia problemlos und nach kurzem Zögern auch noch von Urania abgesegnete Essaysammlung:

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Zu beziehen hier oder hier.


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Die jüdischen Verlage werden heuer scharf be-, die rechten Verlage überwacht. So lautete jedenfalls die Auskunft, die Letzteren erteilt ward. Die Polizei sei weniger zu ihrem Schutz da als zum Schutz vor ihnen.

Gerüchte, wonach die Mitarbeiter der schlimmen Buchschleudern bei der kommenden Messe einen Aufnäher gut sichtbar auf der Brust tragen sollen, blieben unbestätigt. Aber mal Ernst beiseite: Natürlich geht der Isolationsplan auf, es gibt in dieser Sackgasse praktisch null Laufkundschaft, kaum jemand traut sich dorthin, wo die Aussätzigen ausstellen, man könnte ja gesehen werden.

Einer der Schwefelbuben sagt, mit Blick auf den Pferch: "So ist dieses Land. Verdruckst. Kein Schneid. Isolieren, an den Rand schieben, Quarantäne verhängen, anstatt die Stände einfach kaputtzuschlagen und ein anständiges Verbot zu verhängen."


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Freund *** erzählt am ***-Stand, ein halbwegs bekannter Journalist – wenn ich den Bub karikieren sollte, würde ich es bei einer bebenden Unterlippe belassen – habe ihn zornig aufgefordert, sein nächstes Buch nicht beim ***-Verlag zu veröffentlichen, denn dort wolle er, Journalist, selber ein Buch unterbringen, und es ginge nicht, dass neben ihm "solches rechtsradikales Zeug" erscheine. Freund *** verweist auf seine bisherigen Bücher und darauf, dass sie schon vom Sujet her weder links noch rechts sein könnten. Ja, aber was er sonst so schreibe sei rechts, rügt die bebende Unterlippe. Na dann möge er sich doch beim Verlagschef beschweren, empfiehlt ***.
Das habe er schon, lautet die Antwort des Journalisten.

Die ziehen einfach ihre Rolle durch. Diederich Heßling hat aufgehört, eine bloße Karikatur zu sein.


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Der Kalauer der Buchmesse: "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Arno Breker."



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Ein österreichischer Leser rügt mich, ich habe auf meiner Webseite ein Zahl von migrantischen Straftätern veröffentlicht, welcher er, im soliden Vertrauen auf meine Seriosität, in einer Podiumsdiskussion (oder war's ein Interview?) verwendet habe, um damit auf die Nase zu fallen; es habe sich nicht um überführte Täter, sondern um Tatverdächtige gehandelt. Wie peinlich, da habe ich nicht achtgegeben. Das einzige, was ich zu meiner Teilentlastung vorbringen könnte, wäre die Vermutung, dass es bei unseren Goldstücken in den beiden Kategorien eine relativ hohe Übereinstimmung geben dürfte (außer natürlich in Sachsen, wo die Dunkeldeutschen jeden Andershäutigen per se anzeigen).


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Das Team von Heiko Maas stellt sich vor:

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Da sollte sich Orbán für ein Nachhilfesemester einschreiben.

Am Mittwoch kündigte die "Staatsverratsvorsitzende" (Leser ***) übrigens im Plenum an, dass EU-Gelder für Mitgliedsländer mit einer Vier oder Fünf im Demokratiekundeunterricht künftig gedrosselt würden.


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Einer noch. Alexander Gauland kann im Bundestag kaum mehr eine Rede halten, die nicht von einem Mänadenchor akkompagniert wird. Schallend lachen musste ich gestern über einen Zwischenzeter bei Gaulands Antwortrede zur Regierungserklärung der Kanzlerin. Es ging um Recep den Prächtigen, über den der AfD-Fraktionschef ausführte: 

"Am Bosporus sitzt ein Präsident, der von einem neoosmanischen Reich träumt, der von der Expansion des Islam träumt, der seit langem schon über die türkische Minderheit Druck auf die deutsche Politik auszuüben versucht. 'Die Türkei ist größer als die Türkei', sagte Erdogan in einer Rede, 'wir können nicht auf 780.000 Quadratkilometer Gefangene sein.' Zugleich animiert er seine Landsleute bekanntlich, fleißig Kinder zu zeugen und das türkische Volk zu vergrößern. 'Unsere physischen Grenzen sind anders als die Grenzen unserer Herzen', sagte Erdogan in derselben Rede." Und jetzt folgt der Zwischenruf einer minniglichen Maid von links: "Was geht Sie das denn an?" (hier, bei 6.27).

Wahrscheinlich bin ich mit meinen Schätzungen zum Durchschnitts-IQ dieses Auditoriums immer noch zu optimistisch.



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Auch bei dieser Kampagne der Bundesregierung gilt die bewährte Faustformel: Der IQ erklärt nichts, aber korreliert mit allem.

Sooo Deutsch1.2
 

Mehr totaaaal Deutsches hier.


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Zum Schluss noch ein Blick in die Zukunft. Alles im rotgrünen Bereich. Kein Grund, ein Geschrei anzustimmen.