Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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9. Oktober 2019


Anschlag auf die Synagoge in Halle, bislang zwei Tote. 

"Heute sieht man wieder ganz genau was Twitter eigentlich für ein durchgeknalltes Scheißhaus ist, niemand weiß etwas genaues, aber alle hauen sofort wie die Irren ihre zur eigenen politischen Agenda passenden Theorien und Spekulationen in die Tasten", schreibt ein Twitterer, und dem ist nichts hinzuzufügen.

Zwei Prognosen: Wenn es islamische Radikale waren, werden sie wieder alle schalmeien: Das hat nichts mit dem Islam zu tun. Wenn es Rechtsextreme waren, wird die Allparteienkoalition versuchen, gerade mit Blick auf die Wahlen in Thüringen eine Art Ermächtigungsgesetz gegen "rechts" daraus zu stricken.


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Am Abend hat die Bundeskanzlerin ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde Halle bekundet und auf Anregung der Staatssekretärin S. Chebli eine Mahnwache an der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte abgehalten. Es ist jene Synagoge, in die vor fünf Tagen Mohamad M. (23) einzudringen versuchte, mit einem Messer bewaffnet, "Allahu Akbar!" und "Fuck Israel!" rufend, bis ihn Wachleute mit Pfefferspray außer Gefecht setzten und der Polizei übergaben, ohne dass jemand im Anschluss Haltung zeigte. Samstag wurde Mohamad M. aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Auch nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz ließ sich die Kanzlerin auf keiner Mahnwache blicken (die Frau ist auch nur ein Mensch mit einem benutzbaren schlechten Gewissen), obwohl unter den Opfern eine Israelin war. Mahnwachen gelten in diesen Kreisen offenbar nicht den Opfern, sondern den richtigen Tätern. Geschäft ist Geschäft.



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Es kann nach diesem Tag eigentlich nur einen politischen Minimalkonsens geben: Juden müssen im "besten Deutschland, das es je gab" (Steinmeier) unbehelligt mit Kippa und Davidstern herumlaufen können, um jeden Preis, denn ein Land, wo das nicht möglich ist, darf sich nicht als zivilisiert bezeichnen.



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"Unser Klima wird sich ändern, und zwar drastisch, und ich sag' euch eins: Ich freu’ mich drauf."
(Leser ***)


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"Wenn die DDR wiederkommt, wird sie nicht sagen: Ich bin die DDR. Sie wird sagen: Ich bin das bunte, weltoffene Deutschland."
(Leser ***)


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Treffliche Formulierung von Susanne Dagen: Die Ostdeutschen haben den Westdeutschen nicht nur die Diktaturerfahrung voraus, sondern auch die "Utopieerfahrung".

Deswegen sträuben sich östlich der Elbe* auch so viele gegen die Pläne zur Schaffung des neuen, bunten, multikulturellen Menschen, weil sie eine staatlich organisierte sozialistische Neumenschwerdung und deren krachendes Scheitern bereits hinter sich haben. Das mindert den Appetit auf das nächste linke Menschenexperiment.


* "Weite Bereiche von Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt lagen auch zu DDR-Zeiten westelbisch. Erst nördlich von Wittenberg entsprach der Verlauf der Elbe der von den Alliierten vereinbarten Demarkationslinie. Nördlich von Lauenburg verließ die Zonengrenze den Elbverlauf (oder umgekehrt), so dass beträchtliche Teile Schleswig-Holsteins, auch Hamburgs genau genommen ostelbisch gelegen sind." (Leser ***)

Ja ja ja ja, der Begriff "ostelbisch" ist geografisch unscharf bis viertelfalsch, aber das Wort "ostdeutsch" ist es wiederum historisch; "mitteldeutsch" hat neben dem revisionistischen Beiklang, der mir eher schnurz ist, ebenfalls etwas Unscharfes, insofern je nichts Ostdeutsches mehr neben Mitteldeutschland existiert und der Begriff sozusagen von Jahr zu Jahr mehr verblasst. "Oh Wort, das mir fehlt!" (Schönberg, "Moses und Aaron")


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Dresden, Albertinum. Eigentlich wollte ich mir einen, wie man sagt, netten Nachmittag machen, aber daraus wurde nichts. Offenbar will man Leute wie mich aus manchen Museen vertreiben. Die Antiken gleich in der Eingangshalle hinter einer großen Glasscheibe wie in einem Depot chaotisch versammelt. In der Skulpturenhalle stattdessen documenta-artiger Schamott – Motto: Bastelnachmittag im Irrenhaus. Überall Bildschirme, aus denen Geräusche, Gerede, Lärm dringen. Penetrant drängeln sich Gegenwartsbezüge zwischen die Exponate, möglichst als Multikulti-Agitprop mit unterschwelliger Kolonialschuldanklage:

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Neben assyrischen Reliefs Bildschirme, auf denen zunächst dieselben Reliefs zu sehen sind, bis die Figuren sich zu bewegen beginnen und in fähnchenschwenkende Demonstranten oder Colatrinker verwandeln.

Das Ideal, möglichst alles zu einem großen bunten Ganzen zu vermengen und vermischen. Ansonsten ästhetische Impotenz. Keine Distinktion, keine Hierarchie, alle Kulturen sind gleich, "Totalherrschaft der Gegenwart" (B. Strauß). Genau das ist es: totalitär. Schluss! Aus! Gesindel! Boykott!


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Speisewagen im tschechischen Eurocity. Auf den Tischen weiße Decken. Das Angebot dreimal so umfangreich wie im ICE und von erheblich höherer Qualität (was nichts heißt). Drei verschiedene Eierspeisen, acht Hauptgerichte, nicht aus der Mikrowelle, sondern am Herd zubereitet (zumindest das Omelette), dazu Vor- bzw. Zwischenspeisen (Tapas, Tortillas), Suppen, Salate, Käseteller, Desserts. Vier Weißweine, zwei Rote, ein Sekt, ein Champagner, vier Biersorten. Die Preise, wie man sagt, moderat. Kein eingeschränktes Angebot, keine defekte Kaffeemaschine, kein kaputter Kühlschrank, überhaupt kein Kein. Die sind halt noch nicht so weit.


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Apropos. Zerknirscht gebe ich zu, dass Begriffe wie "Umvolkung" oder "Großer Austausch" den Sachverhalt womöglich missverständlich beschreiben (jeder anständig gebliebene Grüne kennt ja Karl Krausens Bonmot: "Es ist nicht wahr, dass ich ihn an die Wand drücken wollte, es ist mir bloß gelungen"). Einigen wir uns also auf: Personalwechsel. Und zwar mit verkleinertem Angebot und eingeschränktem Service.


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Zum Vorigen.

"Bis 2040 könnten die gesetzlichen Krankenkassen einer Studie zufolge ein Defizit von annähernd 50 Milliarden Euro angesammelt haben", meldet Bild. Wie aus einer in Gütersloh (Bertelsmann!) veröffentlichten "Analyse des IGES-Instituts hervorgeht, müsste der Beitragssatz demnach von derzeit 14,6 Prozent schrittweise auf 16,9 Prozent steigen. Nur so könnten die vorausberechneten künftigen Ausgabensteigerungen finanziert werden."

Warum die Kosten explodieren, bleibt ein großes Geheimnis bzw. heiliges Rätsel. Ob es irgendwie damit zu tun hat, dass eine oder anderthalb oder zwei Millionen Nichtbeitragszahler plötzlich ihre Gebeine und Gebisse sukzessive auf Kosten der bisherigen Einzahler sanieren lassen dürfen? (Die Kosten der Stich- und Schnittwundenversorgung allein reichen ja zur Erklärung nicht hin.) Ja, was für eine rechtspopulistische Hetzfrage! Da werden wieder Migranten zu Sündenböcken gemacht!

PS: "Zu den Gründen, die gestiegenen Kosten betreffend, meine ich gelesen zu haben, dass insbesondere gestiegene Medizinkosten und Ausgaben für ältere Mensch*Innen dafür verantwortlich sind. In beiden Fällen ist also das Eingreifen der GRÖKOZ (größte Koalition aller Zeiten) dringend gefordert. Neben umweltverträglichen und CO2 neutralen Lösungen für das kostensparende Frühableben (Ablebprämie) muss zweifelsfrei und alternativlos der bedingungslose Zuzug junger Klimaflüchtlinge im Fordergrund stehen. Anders sind ja unsere demographischen Probleme nicht lösbar." (Leser ***)

 

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Irgendwie noch zum Vorigen.

"Deutschland belegt bei der Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit anderen Ländern keinen Spitzenplatz mehr. In der neuen Rangliste des Weltwirtschaftsforums (WEF) fällt die Bundesrepublik von Platz drei auf Platz sieben zurück", melden diverse Medien.

Wahrscheinlich sind immer noch zu wenige Fachkräfte eingewandert und zu wenige Klimaschutzdekrete erlassen worden.


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Ebenfalls noch zum Vorigen.

Grüne und SPD in Berlin wollen auch den neuen Euro-6-Diesel verbieten. So wie sie aus der Kohleverstromung, der Atomkraft und aus der Erdgasnutzung aussteigen wollen. Die Autos fahren im grünen Taka-Tuka-Land alle mit Batterien, den Strom für die Haushalte bringt der Wind, die Industrie braucht keinen Strom mehr, weil wir keine Industrie mehr brauchen – aber womit wird eigentlich geheizt? Na was für eine blöde Frage; wir heizen mit CO2.

Man muss die Grünen machen lassen, die erledigen sich selber, und wenn sie den Laden an die Wand gefahren haben, wird der brave Meutendeutsche auf den politischen Terminus "Grün" ungefähr so reagieren wie nach ’45 auf die Schwesterfarbe Braun. Der Klimarettungs- und Energiewendunfug lässt sich zurückdrehen, Deutschland kann man wieder aufbauen. Nur die Migration ist irreversibel. Nichts gegen Einwanderer an sich, also gegen solche, die etwas auf die Beine stellen, die arbeiten und ihre Rechnungen selber begleichen wollen, aber diese Einwanderer in dieses Narrenhaus Deutschland bauen nichts auf, allenfalls ein paar Moscheen.


PS: Leser *** wendet sich "gegen die Aussage, dass die Migration irreversibel sei. Drei einfache Maßnahmen könnten hier Wunder bewirken:

1. Sozialhilfe wird nur noch in Sachleistungen ausbezahlt
2. Als Gegenleistung muss gemeinnützige Arbeit in der jeweiligen Gemeinde verrichtet werden, sonst Kürzung der Sachleistungen auf Wasser und Brot
3. Strafrechtliche Erscheinung führt ausnahmslos in den ersten zehn Jahren des Aufenthalts zur sofortigen Abschiebung."



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Immer noch zum Vorigen.

Angela Merkel hat die Ostdeutschen aufgerufen, Mut zu zeigen und sich selbstbewusst in die Gesellschaft einzubringen. Die Wahlergebnisse der AfD im Osten und Pegida genügen ihr anscheinend nicht.


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Was in Sachsen ansteht, sollte übrigens nicht "Kenia-Koalition" genannt werden; "Afghanistan-Koalition" wäre farblich identisch und weit treffender:

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Und wieder haben zwei alte weiße Männer (und ein gelber Mann aus einem Abschottungsland) den Chemienobelpreis errungen! #Alltagsrassismus #Sexismus #metoo


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Und wieder haben drei alte weiße Männer den Nobelpreis für Medizin errungen! #Alltagsrassismus #Sexismus #metoo