Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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7. August 2019


Netzfund:

Volk dämlicher Arbeitgeber

Die Unfähigkeit reicht in der Regel so weit, dass diese Leute gar nicht wissen, dass sie Arbeitnehmer sind.


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"Die Laster sind voller Nachsicht gegeneinander, während die Tugenden eifersüchtig sind und einander bekämpfen."
(Cioran)


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Wo der Konstruktivismus aufhört:

- beim Gehaltsbescheid
- beim Kaufvertrag
- beim Arztrezept
- beim Erbschein


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Wenn eine sogenannte positive Diskriminierung bei der Studienplatzvergabe und bei der Jobeinstellung gut ist, warum soll dann racial profiling bei der Polizei schlecht sein?

PS: Leser *** nimmt diese Frage zum Anlass, eine Serialisierung anzuregen; als erste Folgen schlägt er vor:

– Wenn Rassismus nur von der Mehrheitsgesellschaft ausgehen kann, wie kann es dann jemals in Afrika Rassismus gegeben haben?
– Wenn es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern Mann und Frau gibt, wie kann es dann plötzlich 150 verschiedene Gender/Geschlechter geben?
– Wenn die deutsche Grenze für Migranten nicht kontrolliert wird, warum werde ich als deutscher Rückreisender aus den USA, aus GB oder Kuba im Flughafen kontrolliert?
 
To be continued.



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Münchner Stadträte geben sich "entsetzt", weil das Islamische Zentrum München (IZM) auf seiner Webseite empfiehlt, der Ehemann könne oder solle seine Partnerin im Falle von "Widerspenstigkeit" schlagen; die Empfehlung folgt der dreistufigen Anweisung Allahs aus Sure 4,34, welche lautet:

"Die Männer stehen über den Frauen (ar-riǧālu qauwāmūn ʿalā n-nisāʾ), weil Gott sie vor diesen ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben (...). Und wenn ihr fürchtet, dass Frauen sich auflehnen (nušūz), dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie (wa-ḍribū-hunna). Wenn Sie euch wieder gehorchen, dann unternehmt weiter nichts gegen sie! Gott ist erhaben und groß."

Die Gemeinde, wird gemeldet, wolle ihre Internetseite "spätestens in zwei Wochen ändern", denn Hast ist verpönt unter den Frommen. SPD-Stadtrat Cumali Naz, "Fachsprecher für Migration", erklärte: "Wenn das IZM propagiert, Gewalt sei ein legitimes Mittel zur Lösung von Ehekonflikten, widerspricht das fundamental den Werten unserer Gesellschaft. Aufrufe zu Gewalt haben in unserer Gesellschaft keinen Platz."

Ich frage mich bei der wiederkehrenden Formulierung, etwas habe in unserer Gesellschaft keinen Platz, mit derselben Regelmäßigkeit, was mit dieser offenkundig falschen Aussage gemeint sein mag, denn tatsächlich hat dieses Etwas dann ja in unserer Gesellschaft erheblichen Platz, zum Beispiel haben Aufrufe zur Gewalt in unserer Gesellschaft viel Platz. Der Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft, trotz aller rhetorisch tumben Beteuerungen, viel und sogar täglich wachsenden Platz, und jeder weiß, warum. Und die Gewalt selber erst!

PS: Bei der AfD hätten die Genossen Journalisten in einem vergleichbaren Fall wie beim IZM geschrieben: Jetzt zeigt die Partei ihr wahres Gesicht.

PPS: Dass man den Koran historisch lesen und interpretieren müsse, wie moderate Muslime sagen, offenbart sich anhand dieser Sure exemplarisch, denn die meisten Frauen, die von ihrem Partner geschlagen werden sollten, haben gar keinen.

"Mir schiene angezeigt, gewissen Fraun
Die fetten HinterInnen durchzuhaun."
(Peter Hacks)


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Der Sozialneidhass will heute Klimarettung genannt werden, und der SED 2.0-Funktionär Riexinger schreibt das Thesenpapier dazu. Wir gehen ekligen Zeiten entgegen.



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Was mir bei meinen vielen Bahnfahrten auffällt: Die Kinder schauen nicht mehr aus dem Fenster, weder verträumt noch aufmerksam, sondern sie schauen ins Händi oder auf die Playstation. Es ist, als ob der eine Raum den anderen abgelöst hätte, der neue, virtuelle, spannende den alten, realen, langweiligen.



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Ich sage als Schwarzgelber ungern etwas Freundliches über einen Schalker, aber der Herr Tönnies wird derzeit natürlich nur deswegen mit Kritik überkübelt, weil er in der Sache recht hat, er hat es nur mit einer für seine Position erstaunlichen Dämlichkeit formuliert (aber seine Einkaufspolitik ist ja auch nicht besser). Jeder weiß, dass Afrika trotz bzw. wegen seiner allgemeinen Rückständigkeit, die auf den Kolonialismus zu schieben allmählich langweilig wird – wie sah Deutschland 1945 aus? wo sind die Abermilliarden Entwicklungshilfe geblieben? –, eine Bevölkerungsexplosion sui generis erlebt. Um 1900 hatte der Kontinent kaum mehr Einwohner als Deutschland und Frankreich zusammen (133 Millionen), inzwischen ist die Milliarde überschritten, 2050 werden es zwei Milliarden sein. Ganz ohne Schnackseln ist das nicht zu haben. Wer von einer Umwelt- oder Klimakrise spricht, darf von der Überbevölkerung nicht schweigen.

In den Bergen gibt man in solchen Fällen übrigens Lawinenwarnung.


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Die "antirassistische" Wut gegen Tönnies hat mit der simplen Tatsache zu tun, dass es nicht nur zwischen Indiviuduen, sondern auch zwischen Ethnien Unterschiede gibt, die offen zu Tage liegen und deren Benennung deshalb besonders mit Sanktionen bestraft werden muss.

Im Roman "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles, der unmittelbar nach der russischen Revolution spielt (Acta vom 10. Dezember 2018), ordnen die Bolschewiken an, dass auf sämtlichen Flaschen im Weinkeller des Hotels "Metropol" die Etiketten entfernt werden und man künftig nur noch Rot- oder Weißwein ausschenkt, weil die Verschiedenheit der Rebsäfte dem bolschewistischen Ideal der Gleichheit widerspräche. Darauf läuft es wohl hinaus, wenn wir alle in den Ozean der Weltzivilisation gespült werden sollen. Allerdings war die (fiktive) Anordnung der russischen Linken aus heutiger linker Sicht nicht radikal genug, denn auch ohne Etikett bleiben die Weine ja so verschieden, wie sie eben sind. Die Multikulti-Linke würde, wenn man sie ließe, einfach alle Flaschen zusammenkippen. Erst dann wären die Unterschiede, vor denen diese trostlosen Figuren so einen panischen Schrecken empfinden, tatsächlich beseitigt.


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Keine Mutter glaubt an "Gender". Dieser Glaube erschließt sich nur weltfremden kinderlosen Geisteswissenschaftlerinnen.



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"Man muss entweder ein kompletter Idiot oder ein abgefeimter Lügner sein, um angesichts der Daten zu bestreiten, dass sich ein Bevölkerungsaustausch vollzieht", schreibt Leser *** und sendet diese aktuelle Bevölkerungspyramide:

Destatis
 
("Dunkel ergibt sich aus der Addition von Rot und Hell", erläutert Leser ***. "Wobei man aber für jeden Farbbereich von der '0' bis zum jeweils äußeren Rand rechnen muß.")

Besonders aufschlussreich sei der Blick auf einzelne westliche Bundesländer, wo der Prozess am fortgeschrittensten ist. Etwa Rheinland-Pfalz:

Screenshot 2019 08 07 12.35.08
 
(Quelle: Statistische Monatshefte Rheinland-Pfalz, 6/2019)


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"Langweilig ist jeder, der sich nicht bequemt, Eindruck zu machen. Der Eitle ist fast immer ärgerlich, aber er verausgabt sich, er macht eine Anstrengung: er ist ein Anöder, der es lieber nicht wäre, und dafür ist man ihm dankbar: man bringt es dahin, ihn auszuhalten, sogar ihn aufzusuchen. Hingegen wird man bleich vor Zorn gegenüber einem, der in keiner Weise nach Effekten hascht. Was soll man ihm sagen, was von ihm erwarten? Man muß einige Reste des Affen bewahren oder zu Hause bleiben."
(nochmals Cioran)


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Zu den Hidden Figures und den Hidden Champions gesellen sich die Hidden Nazis:

simone weil verwurzelung