Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

Artikelsuche

Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


...mehr

 

 

31. Juli 2019


"Ich fühle mich wie eine von ihrem Fels gerissene Auster."
Joseph de Maistre

"Es gibt Epochen des Niedergangs, in denen sich die Form verwischt, die innerst dem Leben vorgezeichnet ist. Wenn wir in sie geraten, taumeln wir als Wesen, die des Gleichgewichts ermangeln, hin und her. Wir sinken aus dumpfen Freuden in den dumpfen Schmerz."
Ernst Jünger, "Auf den Marmorklippen"


                                    ***


Eine Überzeugung offenbart ihre volle Plausibilität, wenn man eine Kamera auf denjenigen richtet, der sie vorträgt, und dann, sagen wir, 500.000 Kilometer zurückfährt.


                                    ***


Es gibt keinen niedrigen Beweggrund, der nicht in eine linke Gesinnung münden könnte.


                                    ***


Fast allen Menschen kann man zuhören, wenn sie erzählen, was sie erlebt haben, aber fast alle werden unerträglich, wenn sie darlegen, was sie meinen.


                                    ***


Für das, was Deutsche im vergangenen Jahrhundert Polen angetan haben, "kann man nur Scham empfinden", sagte heute Außenminister Heiko Maas bei seinem Besuch im Nachbarland angelegentlich einer Gedenkstunde an den Warschauer Aufstand – Herr Maas reist ja am liebsten ins Ausland, um sich zu schämen, und das kann er ja immerhin. Ich habe kein Problem damit, dass sich ein deutscher Politiker bei den Polen für die Exzesse der Nationalsozialisten entschuldigt. Ich erwarte freilich von einem deutschen Politker auch, dass er, nicht unbedingt an diesem Datum, aber überhaupt, auf die Vertreibung der Deutschen hinweist, und ich meine vor allem die Vertreibung von mehr als einer Million Deutscher aus dem plötzlich polnisch gewordenen "Korridor" in der Zwischenkriegszeit, also lange bevor Hitler Polen angreifen ließ. Ich vermute freilich, dass Herr Maas davon noch nie gehört hat.


                                    ***


In Dortmund ist eine Frau, Mutter zweier kleiner Kinder, von ihrem Mann mit über siebzig Messerstichen massakriert worden; außerdem wies die Tote Würgemale am Hals auf. Wenn Sie, geneigte Eckladenbesucher, so etwas erfahren, denken Sie natürlich sofort: Seine Ehefrau abstechen und sich dabei in einen Blutrausch zu steigern, das ist mal mal wieder typisch deutsch. Wahrscheinlich ein Sachse. Ein Chinese oder ein Israeli kämen noch in Frage. Völlig überrascht lesen Sie dann, dass der Täter ein Afghane ist, was Sie aber sogleich daran erinnert, dass man Verallgemeinerungen unterlassen muss, weil Gewalttaten nichts mit Kulturen, Ehnien oder gar Rassen zu tun haben, sondern höchstens, wenn weiße Täter ins Spiel kommen, mit Rassismus. Ansonsten ist die Herkunft des Delinquenten egal, wie uns die Qualitätsmedien immer wieder versichern und auch gestern versicherten, nachdem ein Mitmensch aus zufällig Eritrea einen Achtjährigen und dessen Mutter aus zufällig Deutschland in Frankfurt vor einen planmäßig einfahrenden ICE geschubst hatte. Dass noch nie ein Biodeutscher ein Kind vor einen ICE gestoßen hat, ist kein Argument dagegen, denn es gibt auf Erden deutlich mehr Schwarze, die dergleichen ebenfalls noch nie getan haben, als Biodeutsche, damit das mal klar ist. Wenn Sie jetzt am Bahnsteig unruhig werden, weil Sie zwischen dem Gleisbett und einem dunkelhäutigen Mann stehen, oder wenn Sie als Frau vor einer Beziehung mit einem Afghanen oder Araber zurückschrecken, weil Sie etwas von Einzelfällen mit Messern gehört haben, dann sind Sie entweder Ihren Vorurteilen oder der rechtspopulistischen Hetze oder beidem zusammen auf den Leim gegangen und sollten sich gehörig schämen. (Sofern Sie nicht wissen, wie Sie das konkret anstellen sollen, schlagen Sie nach in Heiko Maasens Bestseller "Schämen statt wegducken", Gütersloh 2019, Putenleder, 88 S., 18 Euro.)


                                    ***


"Ich kann mich nicht damit abfinden, dass die Presse das Morden als 'Schubsen' verharmlost, wenn es politisch gerade passt, aber in Chemnitz eine 'Hetzjagd' gesehen haben will."
Hadmut Danisch


                                    ***

Die Völkerpsychologie, eine aus den bekannten Gründen eher als anrüchig geltende Wissenschaft, hat lange schon nachgewiesen, dass sich Nationalcharaktere bzw. ethnische Prägungen auch im Ausland und dort über Generationen erhalten. In seinem Buch "Völkerpsychologie" zieht Andreas Vonderach eine eindrucksvolle Bilanz der bis dato statistisch, kriminologisch, soziologisch, ethologisch, kriminologisch, physiologisch und – hui! – genetisch ermittelten kollektiven Verschiedenheiten. Im Kapitel "Moral- und Kriminalstatistik" ist zu lesen:

"Aufschlussreich sind Daten aus den Staaten, in denen verschiedene Völker lebten. So war in Österreich-Ungarn die Gewaltkriminalität in allen nicht deutschen Gebieten größer als in den deutschen. Die Juden wiesen nur eine sehr geringe Gewaltkriminalität auf, dafür aber hohe Werte bei Betrug. Die Zigeuner waren beim Diebstahl stark vertreten. Auch innerhalb des zaristischen Russlands war die Gewaltkriminalität bei Deutschen und bei Juden am geringsten. Am meisten neigten dort die Kaukasus-Völker und die Tataren zu Gewalttaten. Das europäische Verteilungsmuster spiegelte sich auch in der amerikanischen Gesellschaft wider. Auch hier hatten die Nachkommen der aus Nord- und Westeuropa Eingewanderten eine viel geringere Straffälligkeit als die der aus Süd- und Osteuropa stammenden."

Linke und liberale Soziologen bringen bei solchen Statistiken die sozialen Verhältnisse als wichtigste Einflussgröße ins Spiel. Unbeantwortet lassen sie die Frage, warum verschiedene Völker oder Ethnien verschiedene soziale Verhältnisse herstellen. Allerdings haben empirische Untersuchungen ergeben, dass sich bereits Neugeborene in ihrem Verhalten nach ihrer Ethnie unterscheiden. So beginnen weiße Babys leichter zu schreien und sind schwerer zu beruhigen als chinesische Babys, die weniger erregbar und mit fast jeder Lage zufrieden sind, in die man sie bringt. Diese Unterschiede gelten übrigens auch für Babys chinesischer Herkunft in den USA. 

Am interessantesten wird es – und hier beginnt zugleich die Zone der akademischen Kopfschüsse, weil das derzeit größte Tabu der westlichen Welt den Weg sperrt –, wenn genetische Unterschiede zwischen den großen ethnischen Gruppen zur Erklärung für unterschiedliches Verhalten herangezogen werden. Zum Beispiel eben für die unterschiedliche Gewaltneigung.

Wir kennen dieses Problem aus den Diskussionen um kriminelle Zuwanderer. Statistisch ist deren Kriminalität, verglichen mit den Eingeborenen, um ein Vielfaches höher, was trotz mehr oder weniger smarter Statistikmanipulation, trotz Dunkelfeld und Gesinnungsdruck nicht mehr offiziell geleugnet werden kann. Man beschallt uns freilich multimedial mit der endgültigen Wahrheit, die Herkunft habe nichts damit zu tun, Flüchtlinge seien nicht per se krimineller als Deutsche, auch wenn sie pro Kopf deutlich mehr Straftaten begehen, andere Faktoren seien dafür verantwortlich, es handle sich vor allem um junge Männer, also eine Gruppe, die überall auf der Welt die meisten Straftaten begehe, sie seien oft traumatisiert, vegetierten weiberlos und ohne ihre Familie in überfüllten Heimen und so weiter. Wenn Holger und Jochen so leben müssten, würden sie genau so oft straffällig werden wie Achmed und Mustafa. Denn alle Menschen und Ethnien sind gleich.

Also was uns diese Wohlmeinenden eigentlich vorrechnen, ist folgendes: Wenn Martin im selben Land wie Muhammad geboren wäre, seine Eltern und Vorfahren aus demselben Milieu stammten und derselben Religion folgten, wenn er genauso aufgewachsen wäre, dieselbe Bildung erfahren, einen ähnlichen Beruf gelernt, überhaupt ein ähnliches Schicksal hätte, dann wären beide auch in einem ähnlichen Maße gewaltaffin. Zwar hat der FC Schalke 1:7 gegen Manchester City verloren, aber wenn wir statistisch alles herausrechnen, was zu Schalkes Ungunsten spricht, Budget, Trainer, Spielergehälter, Konkurrenzdruck in der Liga und so weiter, liefe die Sache auf ein Remis hinaus. Die linke Vorliebe für die Zukunft und das Reich des Optativ bringt jeden, der auf die tristen Tatsachen hinweist, in den verdienten Ruch der Ewiggestrigkeit, denn unter den immer idealeren Bedingungen einer immer gerechteren, von Diskriminierung, Rassismus, Armut und sozialer Ungleichheit gesäuberten Welt werden sich auch die großen Menschengruppen, die schlechte Menschen früher Rassen nannten, immer ähnlicher, bis man sie dermaleinst gar nicht mehr unterscheiden kann. Da bleibt dem Ewiggestrigen nur noch der Stoßseufzer: Aber kann man nicht die Massenmigration bis dahin vertagen?

Nun kommt indes ein Problem durch die Hintertür, nämlich die Genetik mit der Erkenntnis, dass die unterschiedliche Gewaltneigung innerhalb von Ethnien mit genetischen Unterschieden korreliert. In Rede steht das Mono-amino-oxidase A-Gen, kurz MAOA-Gen, das auf den plakativen Namen "Krieger-Gen" getauft wurde. Es handelt sich um ein Gen auf dem X-Chromosom, das in mehreren Allelen vorstellig wird. Seit den 1990er Jahren ist bekannt, dass das Vorkommen eines dieser Genloci, das MAOA-2R-Allel, mit aggressivem Verhalten korreliert. Die genetischen Details sind kompliziert, zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass das MAOA-2R-Allel nur bei 0,1 bis 0,5 Prozent der Europäer vorkommt, bei amerikanischen Schwarzen mit Werten zwischen 4,7 bis 5,5 Prozent deutlich häufiger ist, bei Chinesen überhaupt nicht gemessen werden konnte, aber bei Arabern den beeindruckenden Wert von 15,6 Prozent erreicht.   

Die Volksempirie – das Vorurteil – sagt bekanntlich schon lange, Araber seien heißblütig. Die Genetik pflichtet dem jetzt bei. Eine plausible, wenn auch nicht allumfassende Erklärung lautet: Eine kriegerische, patriarchalische Beduinenkultur, in der Polygamie praktiziert wird, hat über Jahrhunderte im Kampf erfolgreiche, aggressive Männer mit mehreren Frauen und zahlreichen Nachkommen versorgt, während weniger aggressive Männer von der Fortpflanzung ausgeschlossen wurden. Plausibel oder nicht – in unserem Zusammenhang genügt die Feststellung des signifikanten Unterschieds. Auch das deckt sich mit den Alltagsbeobachtungen und den Pressemeldungen über Vorfälle mit "Gruppen" und Messern in Deutschland. Aggressivität kann durchaus im Blut liegen. Ein Blick in die Gefängnisse gibt darüber Aufschluss. Keine der schon in den Zeiten vor der Flut routiniert gefälschten Polizeistatistiken wird daran etwas ändern.

(Vonderachs Buch, in dem man das alles nachlesen kann, finden Sie hier.)

Ein PS "in Sachen Mono-aminoxidase-A und China" sendet Leser ***: "Die chinesische Gesellschaft war und ist bis heute eine außergewöhnlich gewaltaffine. Dies bestätigen meine Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Beschäftigung mit Kriminalität, Alltagsgewalt und Militär. Ich verbrachte viele Jahre im Land und konnte Zeuge zahlloser tätlicher Auseinandersetzungen werden, die in unseren europäischen Breitengraden wenn nicht ignoriert, so zumindest mit ein paar Worte geregelt worden wären.

Adrian Raine, einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der biologischen Grundlagen von Gewalt, bemerkte jüngst zu China: 'While the base rate of the low-MAOA gene is about 34 percent in Caucasian maless and 56% percent in the Maori, it is 77 percent in Chinese males.' (in The Anatomy of Violence –
The Biological Roots of Crime, Pantheon Books, New York 2013, p. 55). Eine herausragende Lektüre zur Historie der Alltagsgewalt bietet William T. Rowe in
"Crimson Rain – Seven Centuries of Violence in a Chinese County", Stanford University Press 2007.
 
Es findet sich kein einziges Jahr in Chinas später Kaiserzeit (1368-1911), in dem nicht irgendwo im Land massiv Militär eingesetzt wurde. Die Taiping-Rebellion (1851-1864), das größte Aufstandsereignis in diesem Zeitraum, zählte wenigstens 30 Millionen Tote. Auf die Atrozitäten der Mao-Herrschaft hinzuweisen ist überflüssig."
 


                                    ***


Abermals ist ein Monat ins Land gegangen, der herrliche Juli, der Klimakatastrophenhysteriebeschleunigungs- und Freibädereroberungsmonat, überdies der mir Liebste unter den Zwölfen, weil ich Ja sage zum Klimawandel, weil ich die Hitze noch mehr mag als z.B. mein Vaterland und, natürlich, weil in der Julimitte nach dem französischen Revolutionskalender der Thermidor beginnt, jener Monat, der das Herz eines jeden Reactionärs freudiger schlagen lässt, da wir doch allesamt auf neue Thermidors hoffen...

Wie immer zum Monatsende wird die gleichnamige Figur fällig. Früher erkannte man Pianisten an ihrem Spiel. Heute erkennt man eine der besten unter ihnen auch an ihrem Rücken:

Khatia

Wie üblich zum Monatsende geht auch heuer wieder die Kollekte um, mit einem Vergelt's Gott! an alle, die sie im vergangenen Umlauf zum Teil großzügig befüllt haben; alle anderen klicken bitte hier.