Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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12. Juli 2019


Heute ist der Geburtstag von Kirsten Flagstadt, jener Sopran-Kathedrale, unter deren gewaltigem Deckengewölbe die Orgelklänge Lauritz Melchiors ertönten.  


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Auf meine unlängst gestellte Frage, wer wohl der nächste Papst nach Benedikt XVI. sein werde, hat der sympathische Herr Salvini eine diplomatische Antwort:


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"Hitlers Aussehen, als er an jenem Nachmittag (am 24. Februar 1945 – M.K.) den Saal betrat, schockierte viele Gauleiter (...) Sein körperlicher Zustand hatte sich während der letzten sechs Monate stark verschlechtert. (...) Die linke Hand und der linke Arm zitterten unkontrolliert. Sein Gesicht war ohne jede Farbe, seine Augen blutunterlaufen, mit Tränensäcken darunter."
Ian Kershaw, "Hitler", Bd. 2, S. 1008


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"Eine von Realitätsferne geprägte Stimmung herrschte zum Teil auch im Verwaltungsapparat von Partei und Staat. Die (...) Staatsbürokratie war mit den praktischen Problemen eines verlorenen Krieges konfrontiert, hatte mit akuten Nöten der Flüchtlinge aus dem Osten fertigzuwerden, mußte Wohnungen für ausgebombte Städter beschaffen und sicherstellen, daß öffentliche Dienstleistungen weiter funktionierten. Dabei wurde sie durch wiederholte Zusammenbrüche im Post- und Eisenbahnwesen massiv behindert.
Der spröde und langjährige Reichsfinanzminister Lutz Graf Schwerin von Krosigk schloß beispielsweise Ende März Pläne für eine Steuerreform ab. Als bestünde eine Chance ihrer Durchführung, monierte Goebbels: 'Dieser Entwurf ist mir zu unsozial.' Ihn störte die Betonung der Verbrauchssteuer, die im Gegensatz zur Einkommenssteuer die Masse der Bevölkerung treffen würde. Daß große Teile des Landes zu dieser Zeit bereits vom Feind besetzt waren, schien bedeutungslos."
a. a. O., S. 1018/1019


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"Warum", fragt Leser *** zu meinem Eintrag über einen Artikel des Süddeutschen Beobachters mit der Titelzeile: "Die Beschuldigten sind extrem erstaunt, wenn die Polizei vor der Tür steht" (Acta vom 10. Juli), "warum fällt mir zu dem obigen Artikel das folgende Zitat von Churchill ein: 'Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet, und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe.' Warum nur?"



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Ob die Polizei auch bald bei einer Flüchtlingshelferin klingelt, die das zu Protokoll gibt?

"Sie haben NULL Vorstellung davon, was das heißt, hier zu leben und zu arbeiten, wieviele Mühen, Umstellungen usw. es kostet – auch die Deutschen glauben, ein Sprachkurs und ein bisschen Zeit genügt. Welche heillose Unterschätzung und Überforderung! Wir sprechen hier von Menschen, die gar nicht oder nur ganz wenig Zeit in der Schule verbracht haben und die zu 80% nicht mal ihre Muttersprache lesen und schreiben können!

Und sie haben auch keinen Schimmer, dass wir als Deutsche Anpassung und Integration fordern und warum, und sie sehen es auch nicht ein, weil sie nie gelernt haben, über die Relativität von Kulturen nachzudenken oder überhaupt über irgendetwas 'logisch' oder auf der Metaebene nachzudenken. Hart, aber wahr und oft erlebt! Sie erwarten hier weiter zu leben wie dort unten auch, nur reicher. Sie wissen nicht, dass man hier deutsch spricht, sie erwarten 'kaltes Wetter, aber weniger als 20 Grad wird es nicht werden', sie denken, sie können hier als Schneider von Wallegewändern gut Geld verdienen, oder sie haben von vornherein nicht die Absicht, hier zu arbeiten und sagen, Allah wird ihnen ein Einkommen bescheren."


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"Reaktionäre Konservative wie (Karlheinz) Weißmann teilen eine grundsätzliche Überzeugung der Aufklärung nicht: dass alle Menschen frei und gleich geboren sind und gleiche Rechte haben." Also spricht Jakob Augstein, der sich immerhin mit einem dieser Schwefelbuben aufs Podium gesetzt hat. Aus einem einzigen Sätzchen lugen Lüge und Lücke in traulicher Harmonie. Kein zumindest mir bekannter Konservativer ist nicht der Meinung, dass alle Menschen frei geboren sind und die gleichen Rechte haben. Es fehlt freilich ein Wörtchen zum Geltungsbereich dieser Aussage. Augstein meint wahrscheinlich – und mit ihm Kanzlerin, Grüne, Linke, Kirchen etc. –: Jeder in Deutschland auftauchende Mensch hat die gleichen Rechte wie jeder Deutsche. Also praktisch jeder Mensch auf Erden hat (in Deutschland) die gleichen Rechte, u.a. auf Sozialleistungen. Dieser Aufkläricht würde, wenn er gälte, das betroffene Gemeinwesen binnen kurzer Zeit in ein Notstands- und Bürgerkriegsgebiet verwandeln. Eine Diskussion mit einem arabischen Ulamā über das Freigeborensein von Frauen und die gleichen Rechte von Muslimen und Ungläubigen wäre ein hilfreicher gegenaufklärerischer Anfang (danach mit einem Zulu-Führer über die gleichen Rechte von Schwarzen und Weißen). Ich empfehle ferner die Lektüre der besten, weil wahrhaft aufklärerischen Analyse zum Thema, Sieferles Buch "Das Migrations-Problem". Alle Menschen sind frei geboren, und sie genießen die Rechte ihres jeweiligen Landes; sollten sie damit unzufrieden sein, müssen sie das Recht ändern. Das Grundgesetz gilt nicht für Afrika. Die Überdehnung des Rechts im Namen der Moral zerstört mittelfristig jede Gesellschaft. Deshalb gibt es, gelobt sei Allah, den Populismus. Und der, verehrter Gevatter Augstein, muss genau so wenig konstruktiv sein, wie es der Antifaschismus war; es genügt, wenn er das zerstörerische Infame seinerseits zerstört. Danach möge er in Frieden ziehen.

PS: Dass Einwanderung einem Land Nutzen stiften kann, ist unbestritten, dass dies immer und ausschließlich zutrifft, lautet ein linkes Mantra, welches natürlich nicht stimmt, wofür es verschiedene Gründe gibt. Einer wird hier erläutert, oder nochmals hier (von 25.26 - 29.30).


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Demnächst in jedem gutsortierten Buchladen (ich habe gerade die Fahnen korrekturgelesen):


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