Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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16. Mai 2019



Die Dänin Margrethe Vestager, Mitglied der sozialliberalen Partei Radikale Venstre und derzeit EU-Kommissarin für Wettbewerb, sei "der Popstar der Europäischen Kommision"; Vestager "hat Charisma. Sie sagt einfache Sätze, die zünden. Dabei klingen sie nicht so, als kämen sie aus einem Baukasten für Wahlkämpfe. Sie sind echt. Eine Kostprobe: 'Wenn man etwas verändern will, muss man sich auch selbst verändern.' Oder: 'Europa ist der beste Ort, wo man heute leben kann – vor allem als Frau.' Und: 'Ich denke, dass Europäer ein großes Herz für Flüchtlinge haben.' Das sind feine Nadelstiche gegen den verschwurbelten EU-Jargon, gegen das Bashing von Flüchtlingen und gegen jene Dauernörgler, deren Sarkasmus in allen politischen Lagern zu finden ist."

Schleimt – die taz? Der Süddeutsche Beobachter? Nein, das steht auf der Webseite der Welt. "Spiel'n alle unter einem Leder!" (Baron Ochs auf Lerchenau, Rosenkavalier, Dritter Akt)

Warum, fragt sich der nur maßvoll Übergeschnappte, soll Europa dann ein Herz für Menschen haben, die den besten Ort für Frauen in einen weniger guten verwandeln wollen bzw. müssen?

Dazu passt ein Tableau, welches mir Leserin ***, mit der Bitte um Verbreitung, zusandte. Ich will dem gern nachkommen, freilich nicht ohne den Hinweis, dass es nicht und niemals "die USA" sind, die hier in Verantwortung genommen werden, sondern nur ein gewisser Teil der überseeischen Eliten. Donald Trump mag zwar einen Wirtschaftskrieg gegen "alle Welt" führen, aber in der Schicksalsfrage Europas, der Migration, ist er ein Verbündeter.

fluechtlingskrise verstehen 4


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Noch dazu: "Von den Parteien, mit denen ich rede, will keine die Europäische Union verlassen. Was die wollen, ist ein Europa der Nationen. Es gibt zwei grundlegende Philosophien bei dieser Wahl, und das macht sie für die Bürger so wichtig. Auf der einen Seite steht Macron mit seinem 'Renaissance'-Bündnis, für das er überall Anzeigen schaltet. Sein Ziel entspricht dem Programm der Globalisten: die Vereinigten Staaten von Europa. Deutschland soll so etwas wie North Carolina werden, und Frankreich South Carolina. Nationen als Verwaltungseinheiten einer zentralen Bürokratie. Macron will die Aussenpolitik zentralisieren, er will eine EU-Armee errichten." Weiter mit Steve Bannon in der Neuen Zürcher Zeitung hier.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Dieselben Leute, die der AfD vorwerfen, sie entsende Kandidaten in ein Parlament, das sie eigentlich abschaffen wolle (was nicht stimmt), wollen ihrerseits den Bundestag abschaffen. Ich wundere mich, dass man es denen so selten unter die Nase reibt. Frau Barley, FRau Kipping-Eckardt, Herr Maas, was stört Sie am deutschen Parlament? Warum soll es verschwinden bzw. zum Regionalparlament ohne Befugnisse schrumpfen?  


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Ebenfalls noch zum Vorigen. Alljährlich veröffentlicht das BKA ein "Bundeslagebild Kriminalität im Kontext von Zuwanderung".
Demzufolge haben "Flüchtlinge" von 2015 bis 2018 234 Menschen ermordet. Das sind, je nachdem, wen man alles einrechnet, ungefähr so viele Opfer, wie Honeckers Grenzschützern zum Opfer fielen.

2018: 430 Straftaten gegen das Leben/ 61mal "vollendet"
2017: 447/85
2016: 385/53
2015: 233/35

An der DDR-Grenze kamen offiziell 245 Menschen zu Tode.

Im Vorwort zur BKA-Statistik von 2016 heißt es (die Vorworte der folgenden Jahre werden dann in diesem Punkt einsilbiger):

"Grundlage für den statistischen Teil des Lagebildes sind für den Bereich der Allgemeinkriminalität die Daten aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), wobei (mit Ausnahme des Kapitels 'Opfer') lediglich aufgeklärte Fälle betrachtet werden. (…)

Analog der Festlegungen in der PKS versteht auch dieses Lagebild eine tatverdächtige Person als Zuwanderer, wenn sie sich mit dem Aufenthaltsstatus 'Asylbewerber', 'Duldung', 'Kontingentflüchtling/Bürgerkriegsflüchtling' oder 'unerlaubter Aufenthalt' in Deutschland aufhält.
Tatverdächtige mit positiv abgeschlossenem Asylverfahren ('international/national Schutzberechtigte und Asylberechtigte') werden in der PKS unter dem Sammelbegriff 'sonstiger erlaubter Aufenthalt' erfasst. Sie können im vorliegenden Lagebild nicht berücksichtigt werden, da ihr Anteil an dieser Kategorie nicht beziffert werden kann. Die nachfolgenden Angaben zu den tatverdächtigen Zuwanderern stellen daher nur eine Teilmenge des zu berücksichtigenden Personenkreises dar." 

Mit anderen Worten: Die Mord- und Totschlagsbilanz der "Geflohenen" hat jene der Mauerschützen längst übertroffen. Der progressive Teil der Deutschen hatte aber bereits mit den Maueropfern keine Probleme.


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"Sehr geehrter Herr Klonovsky, geistiger Bürgerkrieg – natürlich haben Sie mit dieser Formulierung Recht. Und so wie ich glaube, dass Deutschland verloren ist und von Alliierten nach diesem Krieg wieder aufgebaut werden muss – geistig! –, so sicher bin ich mir, dass unsere Nachbarn im Süden, Osten, Südosten und noch weiter im Süden diesen Krieg nicht verlieren werden.

Erzählen Sie mal einem Italiener, dass er – um des Klimas willen – auf sein Bistecca Fiorentina oder seine Saltimbocca verzichten soll, weil die Fleischproduktion ja energieintensiv ist! Er wird jeden, der diese Zumutung an in heranträgt, als das ansehen, was er ist: ein deutscher Irrer. Dasselbe gilt für die Einschränkung von Urlaubsflügen, etc..  Allenfalls wird der Südländer jene Wink-Bewegung mit dem Handrücken unter dem Kinn machen, mit der man südlich des Vesuv signalisiert: 'Das schert mich einen Dreck!'

Österreicher sind gottseidank ähnlich gepolt wie ihre Süd-Nachbarn – auch hier stehen Genuss und gutes Leben vor Ideologie. Und Schweizer – das sehe ich täglich in meinem Umfeld – glauben unerschütterlich nur an zwei Dinge: an Gott und an die Unzerstörbarkeit ihrer geliebten Nation. Für alle anderen Glaubensbekenntnisse ist man hier kaum offen. 

Die Frage stellt sich, welche Verbündeten haben die deutschen Wahnsinnigen noch? Geisteswissenschaftler an amerikanischen, kanadischen, britischen, und französischen Universitäten? Vielleicht. Aber sehr viel mehr Unterstützung von aussen können sie nicht mehr mobilisieren. Trump sei Dank. 

Andere Völker sind glücklicherweise viel weniger anfällig für Sektiereritis und Ratiophobie als wir Deutsche – sie verfallen diesen geistigen Seuchen höchstens partiell und zeitweilig. Es muss wohl an unseren Genen liegen, dass wir hier ganz besonders sind. Egal, der Westen wird wohl doch auch diesen Rückfall ins Mittelalter überstehen.  

Und in einigen Jahren wird man von unserer jetzigen geistigen Seuche sprechen wie von einem mittelalterlichen Pest-Anfall.

Mit hoffnungsvollen Grüssen,

***"