Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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10. April 2019


"Haben Sie", fragt ein Gast im französischen Restaurant den Kellner, "haben Sie Amaretto?"
Antwort: "Ja. Leider."


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Vor vielen Jahren, es war noch in den 1990ern, schrieb ein Freund eine Satire über das Deutschland das Jahres 2025. Fast alle seine orakelhaften Überspitzungen sind eingetreten, auch wenn die Berliner Zentralmoschee einstweilen noch fehlt. Unter anderem kam in seiner Story ein Denkmal für die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus verurteilten Sexualstraftäter vor. Seit gestern sind wir diesem Monument einen Schritt näher gekommen. Die Bundestagsfraktion der Grünen fordert in ihrem Antrag die offizielle "Anerkennung der NS-Opfergruppen der damals sogenannten 'Asozialen' und 'Berufsverbrecher'". Die Bundesregierung möge sich für die Aufnahme dieser Opfergruppen "in die offizielle Erinnerungskultur einsetzen" und "den heute noch lebenden Opfern Zugang zu einer angemessenen, würdigen Entschädigung eröffnen". Die FDP-Fraktion hatte einen ähnlichen Antrag formuliert. Als der AfD-Abgeordnete Thomas Ehrhorn dem Ansinnen widersprach, sah er sich naturgemäß der NS-Apologetik geziehen, denn was damals Recht war, kann heute nur Unrecht sein. Wir werden wahrscheinlich eines Tages jede unter Hitler begangene Straftat zum Widerstand rechnen müssen. Oder dürfen. Und was die Grünen betrifft, ist ihr Antrag immerhin zur Hälfte konsequent; niemand agitiert mehr für die Nicht-Verfolgung bzw. -Bestrafung von Strafttätern, niemand hat mehr Verständnis für Täter als "Opfer der Gesellschaft", vom grünspezifischen Verständnis für Päderastie und Knabennagelei gar nicht zu reden. Freilich waren die meisten der in Rede stehenden und zu rehabilitierenden Kriminellen Deutsche. Aber irgendwas ist ja immer...    


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Unter der Überschrift "Deutsche Opfer und das Schweigen der Relotianten" nehmen die Spoekenkieker die Polizeiliche Kriminalstatistik beim Wort: 102 Personen starben 2018 infolge eines "vollendeten" Tötungsdelikts durch sogenannte Flüchtlinge; umgekehrt gab es genau einen Fall. "Beinahe an jedem dritten Tag muss irgendwo in dem Land, in dem wir angeblich so gut und gerne leben, ein deutscher Mensch sein Leben lassen, weil ein Schutzsuchender das so wollte oder wenigstens billigend in Kauf nahm", schreiben die Kieker; gemeldet hat's nur welt.online. Die Grenzen von der Lücken- zur Lumpenpresse sind fließend. Aber wem sag ich das? – –


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Diese Fotomontage des aktuellen Spiegel versetzt den KGB in Unruhe: Wer ist der Mann neben Frohnmaier?

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"Punkto Migration steckt Deutschland in einer zweifach misslichen Situation. Während es viele Länder mit Leuten alimentiert, die für teures Geld an deutschen Universitäten ausgebildet wurden, erlebt es einen steten Zustrom von Menschen mit geringer Qualifikation. Das kann auf Dauer nicht ohne Wirkung bleiben." Hetzt die AfD? Nein, notiert die Neue Zürcher Zeitung. Eine für jedermann sichtbare Folge ist der Zustrom von Menschen mit geringer Qualifikation in die Bundesregierung, beispielsweise ins Auswärtige Amt (hier).


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Bezugnehmend auf den oben verlinkten Text schreibt Leser***, ein in der Schweiz praktizierender deutscher Arzt: "seit etwa 25 jahren exportiert deutschland gut ausgebildete ärzte in fast alle welt. dies führt zu der bemerkenswerten tatsache, dass deutschland pro kopf weltweit am meisten mediziner ausbildet und trotzdem an einem mangel an qualifizierten ärzten leidet. die nzz berichtet nun über dieses einmalige experiment deutschlands, das gut ausgebildete ärzte und ingenieure exportiert und dafür analphabeten in grosser zahl importiert, eine echte win-win situation, wie man heute zu sagen pflegt; es fragt sich allerdings für wen? die intelligenzkanone der cdu, also ihr anti-habeck jens spahn, hat das nun auch festgestellt, und fragt sich, wie er die deutschen ärzte heim ins reich führen kann. 

zitat nzz: 'seltsam ist, dass die nahe liegende lösung, höhere gehälter, nicht in erwägung gezogen wird.'

seltsam, seltsam, aber die gute nachricht ist, dass die lückenpresse darüber nicht berichtet, denn in meiner praxis verdient eine arzthelferin besser als so mancher arzt oder professor in deutschland; allerdings muss sie zur strafe auch noch weniger steuern und sozialabgaben zahlen. wenn das dr. seltsam wüsste. also wenn fürs medizinische fachpersonal grad nicht so gut läuft, für die gehirnamputierten aus politik und fernsehen läuft es ja umso besser. mal sehen wie lange noch."

PS: "Sicherlich kann man das Gesundheitssystem in Deutschland und in diesem Zusammenhang auch die Art der Bezahlung von medizinischem Personal, von der Krankenschwester bis zum Oberarzt kritisieren", erwidert Leser ***. "Man sollte bei der Betrachtung aber nicht außer Acht lassen, daß das Medizinstudium in Deutschland quasi kostenlos ist. Kein Wunder, alle Welt will hier studieren, weiß aber bei Beginn des Studiums schon, daß es seine Brötchen lieber im Ausland verdient, weil diese dort dicker sind. Ein Arzt in der Schweiz oder der USA verdient deutlich mehr als in Deutschland, dafür muß er für sein teures Studium aber nicht selten erst einmal einen hohen Kredit aufnehmen. Wirklich asozial, wenn auch legal, finde ich es, wenn deutsche Ärzte sich auf Kosten der Allgemeinheit in Deutschland bestens ausbilden lassen und danach ins Ausland ziehen um dort das große Geld zu verdienen. Zumal dann, wenn es sich – wie beim Medizinstudium – um ein extrem teures Studium handelt.

Dem brain drain der deutschen Mediziner könnte man bspw. dadurch entgegnen, indem man jeden Medizinstudent vor Beginn des Studiums zur anteiligen Rückzahlung der Kosten des Studiums verpflichtet, wenn er innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nach Abschluss des Studiums ins Ausland zieht. Man kann dies aus EU-rechtlichen Gründen vielleicht nur auf nicht-EU-Länder anwenden, jedoch dürfte ohnehin nur ein kleiner Teil deutscher Ärzte ins EU-Ausland zum Praktizieren auswandern, was kein großes Problem darstellt."


PPS: "erlauben sie mir einen nachtrag zu dem ps", repliziert seinerseits Leser ***:

"1. der neid ist ein meister aus deutschland. 
 
2. in der schweiz zahlen die studenten an den staatlichen universitäten, wie auch in deutschland, keine wesentlichen studiengebühren. auch in vielen anderen europäischen staaten werden keine, zumindest keine hohen, gebühren fällig. 
 
3. in den usa sind an allen universitäten und für alle studienfächer gebühren fällig, nicht bloss für das (angeblich reich machende) medizinstudium. die gebühr an einer elite universität wie zb harvard für das college beträgt etwa 40000 usd jährlich, für die medical school zahlt man in den usa zwischen 20000 und 65000 usd jährlich. 
und es sei unserem sozialisten ins stammbuch geschrieben: die ärzte haben in den usa kein problem, ihre hohen studiengebühren zurückzuzahlen. das trifft eher diejenigen, die geschwätz- und bescheidwissenschaften studiert haben. denn denen fehlt jegliche berufsqualifikation. und eine heinrich-böll-stiftung gibt es in den usa nicht. 
 
4. also wenn schon denn schon, bedeutet: studiengebühren für alle studenten, nicht nur für mediziner. 
 
5. als arzt habe ich wahrscheinlich sehr viel mehr steuern gezahlt als der kollege, der über die wegziehenden ärzte jammert. die studienkosten, welche der staat gezahlt hat, waren nach wenigen jahren abgegolten und danach hat der staat sich schön an mir bereichert.
 
6. vor 35 jahren war das medizinstudium in deutschland auch ohne gebühr, und keine ärzte sind fortgezogen! warum? weil man in d gut bezahlt worden ist. so einfach ist das. 
 
7. wie der artikel in der nzz darstellt verlassen nicht nur ärzte sondern alle high potentials deutschland, deren abschlüsse es erlauben, also ingenieure, informatiker, andere mint absolventen etc. und nebenbei: nicht nur ärzte sondern alle professionen verdienen in der schweiz deutlich besser als in deutschland. 
 
8. wie der nzz artikel dokumentiert: in den usa verdient ein truck driver bei walmart soviel wie ein assistenzarzt in d, wobei da die nachtdienste des arztes schon eingerechnet sind.
 
9. und klar: keine empörung über diese skandalöse unterbezahlung, sondern wieder der links-grün-sozialistische versuch, die dinge mit verboten wie wegzugverbot, dienstverpflichtung, zwangshypothek, reichswegzugsteuer und ähnlichen massnahmen zu 'regeln'
 
10. nur: so wird das nichts. sozialismus ist das problem, kapitalismus ist die lösung (allerdings mit anwendung der geltenden kartellrechte ...). 
 
11. es ist erstaunlich. in d ist in den letzten 30 jahren ein grossteil der mittelschicht rasiert, geschröpft und teilweise ausradiert worden. seit etwa 1990 haben die mittelschichten in d keinen wesentlichen einkommenszuwachs bzw. keine wesentliche steigerng der kaufkraft. und der kollege schwätzt davon dass deutsche ärzte 'im ausland das grosse geld verdienen' würden. hat der noch alle tassen im spind?
 
12. 1970 haben ein facharzt oder ein ingenieur in d besser verdient als ein bundestagsabgeordneter. heute verdienen analphabeten, abgebrochene studenten, nichtsnutze, zivilversager und andere sozialschmarotzer im bundestag deutlich mehr als viele qualifizierte professoren, ärzte, ingegenieure, handwerksmeister und juristen. das scheint dem kollegen noch nicht aufgefallen zu sein."