Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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2. April 2019


Diskriminieren (= einen Unterschied machen) zu dürfen, ist ein Grundrecht. Wer dieses Grundrecht angreift, will die Wahlfreiheit einschränken. Diskriminierungsverbote sind totalitär.


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Wir lesen immer wieder von Geschlechtsumwandlungen, aber nie ist die Rede davon, jemand habe sich weder zur Frau noch zum Mann, sondern zu einem der zahllosen anderen Geschlechter ummodeln lassen. Gerade diejenigen, die sich im falschen Körper wähnen, bezeugen also die schöne Geltung der Zweigeschlechtlichkeit; sie sind Märtyrer der Heteronormativität.

PS: Leser ***, "aktives AfD-Mitglied" merkt dazu an:

"Ich bin selbst transsexuell (Mann zu Frau), und ich habe (wie übrigens heute sehr viele Betroffene) genau das getan: mich zu 'einem der zahllosen anderen Geschlechter ummodeln lassen'. Konkret: ich habe mir – nach jahrelanger, nahezu ergebnisloser Östrogentherapie – schon vor 20 Jahren chirurgisch die Brust aufbauen lassen; den Unterleib habe ich gelassen, wie er war, und im öffentlichen Alltag lebe ich trotzdem nach wie vor als Mann. Als Ziel der 'Umwandlung' habe ich also tatsächlich eine Art Zwitterwesen gewählt – ein 'drittes Geschlecht'. 

Gesllschaftspolitisch ist das deshalb von Bedeutung, weil ich mit diesem Behandlungsziel in den 90er Jahren noch eine große Ausnahme war. Mit der dazu nötigen Pionierarbeit trug ich damals nicht unerheblich dazu bei, den Begriff eines 'dritten Geschlechts' überhaupt erst in die Öffentlichkeit zu tragen.

Für ein tieferes Verständnis wichtig ist dabei aber, dass dieses 'dritte Geschlecht' KEIN eigenständiges Geschlechtsbild ist, sondern nur ein operativer Kompromiss zwischen den ZWEI natürlichen Geschlechtern. Man kann – leider – das Geschlecht nicht wirklich wechseln, sondern nur (mit mehr oder weniger Erfolg – meist weniger) die äußere Erscheinung. Dass ich für mich diesen Zwischenweg gewählt habe (erfolgreich übrigens: seitdem hat sich mein Leben dauerhaft sehr zum Positiven entwickelt), ist der Begrenztheit medizinischer Möglichkeiten geschuldet; das Kosten/Nutzen-Verhältnis einer 'kompletten' Geschlechtsumwandlung wäre  für mich einfach zu schlecht, weil mich mehr als die Hälfte der Leute selbst dann immer noch spontan als Mann identifizieren würden. Um einen praktisch lebbaren Kompromiss zu ermöglichen und dabei der gesellschaftlichen  Kategorisierung als wahlweise 'pervers' oder 'mißgebildet' zu entgehen, haben wir damals das Konzept eines 'dritten Geschlechts' etabliert. 

Wenn Sie schreiben: 'Gerade diejenigen, die sich im falschen Körper wähnen, bezeugen also die schöne Geltung der Zweigeschlechtlichkeit; sie sind Märtyrer der Heteronormativität', ist im Grunde richtig – aber dann doch auf einen SEHR kurzen Nenner gebracht, mit der Gefahr von Missverständnissen.

Wiederum wichtig für das Verständnis ist hier, dass es nicht nur ein körperliches, sondern auch ein psychisches Geschlecht gibt. Die menschliche Psyche ist – im Wesentlichen auf emotionaler Ebene – großenteils geschlechtsspezifisch als Teil der sekundären, (Gehirn-)physiologischen Geschlechtsmerkmale. Das ist angeboren – also nix mit 'tabula rasa'. Erziehung kann daran nichts ändern. Da aber die psychischen Geschlechtsunterschiede SEKUNDÄRE
Geschlechtsmerkmale sind, sind sie NICHT streng dual: ihre Entstehung wird hormonell vermittelt und kann somit in einem Kontinuum zwischen den Polen 'männlich' und 'weiblich' beliebige Zwischenpositionen (als gehirnphysiologisch vorgegebene, durch Erziehung später nicht mehr änderbare Fixpunkte!) einnehmen – im Einzelfall sogar konträr zum sonstigen, körperlichen Phänotypus, wie es eben bei uns Transsexuellen der Fall ist. 

Die Gender-Ideologie präsentiert uns Transsexuelle gerne als angeblichen Beweis für geschlechtliche Beliebigkeit. Genau das sind wir nicht, im Gegenteil: obwohl die Gesellschaft nun wirklich alles tut, um uns schon von klein auf auch psychisch heteronormativ zu formen, mißlingt das bei Transsexuellen regelmäßig. Wir sind somit der lebende Beweis GEGEN die 'tabula rasa'.

Ich hoffe, damit ein wenig zum Verständnis beigetragen zu haben."


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"Es ist dem gallischen Hahn unerträglich, wenn auf dem europäischen Hühnerhof ein anderer lauter kräht als er."
Otto von Bismarck zum Chefredakteur der Hamburger Nachrichten, Hermann Hofmann



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Diese Konversation will ich doch gern hier einrücken.

Grundlast i. klassischen Sinne wird es nicht mehr geben

Eine Grundlast wird es nicht mehr geben, dafür ein smartes System aus bislang unbekannten Speichern und intelligenten Netzen (d.i. Speicher im Sinne einer smarten Grünen-Chefin)! Auch das bitte zu den Beweismitteln für meine Behauptung, dass diese Republik niemals von dümmeren Menschen regiert worden ist, als momentan.


"Ihr heutiger tweet-screenshot", juxt Leser ***, werde "nicht richtig dargestellt; tatsächlich antwortete das BmU so: 'Wir werden, wenn nötig, moderner und smarter, als Sie es sich heute überhaupt noch vorstellen können.'"


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Zur Debatte um eine ohne ausdrücklichen Widerruf womöglich dereinst verbindliche Organspende weist Leser *** darauf hin, dass Muslime "kein Problem damit haben, ein Organ gespendet zu bekommen, jedoch überproportional häufig sich nicht dazu bereit erklären, selbst Organe zu spenden. Zum Beispiel kollidiert das nämlich mit den religiösen Bestattungsriten.
 
Es gibt sicherlich keine Statistiken dazu, aber ich bin selber Arzt und habe noch nie erlebt, dass ein Moslem beziehungsweise eine muslimische Familie sich dazu bereit erklärt hätte, die Organe des toten Familienangehörigen für eine Spende freizugeben. Ob aber sonnenbankgebräunte Jugendliche mit Shisha-Bar-Hintergrund einen deutschen Organspendenausweis mit sich herumtragen, überlasse ich jedem zur eigenen Reflektion. Auch die Schlussfolgerung bzgl des Sterbens Deutscher auf der durch Zuwanderung wahrscheinlich verlängerten Warteliste überlasse ich jedem selber. insofern erscheint mir die Widerspruchsregelung zwar nicht als komplette Lösung des Problems, aber ich sehe hier einen wesentlichen Fortschritt, weil zumindest der Teil der Einwanderer, die nicht aktiv widersprechen, einen Beitrag zum Solidarsystem der Organspende leistet."

Sofern eben die besagten Angehörigen keinen Ärger wegen der postumen Ausweidung machen.


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Zum Vorigen, eins.
"Ich lese ich bei Ihnen, dass auch Sie davon ausgehen, das einer Organspende ein 'posthumes Ausweiden' vorausgehe", merkt Leser *** an. "Das ist aber nicht der Fall; viel schlimmer ist (was Befürworter der Organspende stets wohlweislich verschweigen), dass Organspenden ausschließlich dann genutzt werden können, wenn sie aus einem noch lebenden Körper entnommen werden können! Tote Organe sind wertlos! Deshalb der ständige Streit über den sog Hirntod + seine Folgen für den sterbenden Organismus."

Zum Vorigen, zwei.
Leser *** wiederum schlägt für die umstrittener Organspende Folgendes vor: 
"Vor Jahren kam mir selbst eine Idee, die ich nirgendwo vertreten fand. Sie ist aber Fachkreisen wohl doch bekannt, denn im Gespräch mit einer Philosophin wußte die gleich den Namen dafür: 'Clublösung'. Die Idee ist: Wer nehmen will, soll auch geben. Die Bevölkerung soll sich in zwei Lagern organisieren: Protrans mit Organspendeausweis und Contratrans ohne. Organe werden nur innerhalb des Protranslagers gespendet und empfangen.
Der Einwand ist: Wer unorganisiert weiterlebt, wird eventuell falsch behandelt. Das Problem der Zustimmmung oder des Widerspruchs wird nicht gelöst. Meine Überlegung geht dahin, in einer Übergangszeit die Gelegenheit zur Organisation zu geben. Danach sollen Menschen, die keinen Organspendeausweis haben, der älter als ein Jahr ist, grundsätzlich keine Organe bekommen. Grundsätzlich ist im juristischen Sinne nicht ausnahmslos, sondern dann, wenn nicht bestimmt Gründe entgegenstehen. Z.B. soll es nur ab dem 14. Lebensjahr gelten, nicht für Touristen, die hier verunfallen, usw.
Ich weiß, der Streit ist damit nicht behoben. Andere können fordern, dass man einen Ausweis einführen muss, in dem die Ablehnung der Organentnahme festgehalten wird. Dann kann man den von Ihnen angesprochenen Jungs aus Shishabars ohne Ausweis Organe entnehmen. Wenn also immer noch verschiedene Konzepte gegenüberstehen, so hat die Clublösung doch den Vorteil, dass sie Spender- und Empfängergruppen ausgleicht."