Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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15. März 2019


Der Anschlag von Christchurch eröffnet weitere Aussichten auf den Bürgerkrieg. Diejenigen, die gehofft hatten, er werde nur eine Kriegspartei kennen, haben geirrt. Ich erinnere an die weisen Worte zweier großer zeitgenössischer Politiker: Terroranschläge sind "ein Bestandteil des Lebens in einer Großstadt", erklärte Londons Oberbürgermeister Sadiq Khan; "Wir werden mit der Terrorbedrohung leben müssen", sekundierte Thomas de Maizière, deutscher Innenminister in den Tagen des freundlichen Gesichts.


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"Ich gehöre immer noch zu den Extremen, die regelmäßig im Auto DLF hören", schreibt Leser ***. "Und als DLF-Hörer weiß man, dass vergleichbare Attentate in Städten wie Kabul, Mossul oder Bagdad regelmäßig stattfinden. Meist gibt es Dutzende von Toten. Der Täter bzw. die Täter gehören in aller Regel einer anderen Volksgruppe bzw. anderen Konfession an als die Opfer. Fast wöchentlich findet so etwas statt. Im DLF ist das oft die vierte oder fünfte Nachricht – in den TV-Nachrichten wird dergleichen allermeist ignoriert.
Findet so etwas aber in Neuseeland statt, immerhin doppelt so weit entfernt wie Kabul, so werden Sondersendungen geschaltet und die Frage nach 'Schuld und Sühne' steht im Raum. Man fragt sich dennoch: Ein Mann begeht ein Attentat. Dutzende von Leuten werden getötet. Die allermeisten gehören einer anderen Volksgruppe oder Konfession als der Täter an. Was also macht den Unterschied?? Wieso Sondersendung, Brennpunkt etc.?"


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Ein gutes Beispiel ist dieser "Extremismusforscher", den Focus-online aus seinem Flusensieb gefischt hat, auf dass er nach Weise eines Prantl oder Welke eine Verbindung nach Deutschland und zur AfD schlägt (während jene zwischen Islam, Masseneinwanderung, Bataclan und Breitscheidplatz in diesen Kreisen gern dementiert wird). Wer glaubt, "Rassismus" komme von "Rasse", darf sich eines Flexibleren belehren lassen; "Rassismus" ist praktisch alles, was "rechte" Weiße fühlen, denken und bisweilen sogar tun. Und umgekehrt nichts, was von Nichtweißen bzw. gegen Weiße gefühlt, gedacht und getan wird. Mit Rasse kann Rassismus schon deswegen nichts zu tun haben, weil es gar keine Rassen gibt.

Was den "Großen Austausch" betrifft, also die "rechte Verschwörungstheorie", dass in den Ländern des Westens die schrumpfende einheimische Bevölkerung sukzessive durch Migranten ersetzt wird, so habe ich (und haben viele andere) hier schon x-fach Belege dafür zitiert, von den Statements globalistischer politischer Apparatschiks und Missionare, etwa die Forderung des UN-Migrationsbeauftragte Peter Sutherland, die EU "should undermine national homogeneity" (hier) oder die Verkündung des Harvard-Politologen Yascha Mounk, der in den Tagesthemen sagte, Deutschland wage ein "historisch einzigartiges Experiment", nämlich "eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln", bis zu den Bevölkerungsstatistiken, den konkreten in den Ländern des Westens und den prognostizierten in Afrika und Asien. Der Berliner Tagesspiegel ließ Anfang August seine Leser wissen, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, "bis in größeren Städten Menschen mit Migrationshintergrund die Bevölkerungsmehrheit stellen. In Frankfurt am Main ist es bereits so weit: Schon 2017 waren 51,2 Prozent der Stadtbewohner nicht in Deutschland geboren oder hatten nichtdeutsche Eltern. Augsburg und Stuttgart sind die nächsten Kandidaten oder haben den Status gerade erreicht." Die grüne Abgeordnete Stefanie von Berg erklärte am 11. November 2015 vor der Hamburger Bürgerschaft: "Unsere Gesellschaft wird sich ändern, unsere Stadt wird sich radikal verändern. Ich bin der Auffassung, dass wir in 20, 30 Jahren gar keine ethnischen Mehrheiten mehr haben in unserer Stadt. Und ich sage Ihnen ganz deutlich, gerade hier in Richtung rechts: Das ist gut so." Dergleichen Äußerungen, von Jockel Fischer bis Sarkozy, sind Legion, aber die Tatsachen sprechen ohnehin für sich. Ganze Städte und Stadtteile haben den Bevölkerungsaustausch schon zur Hälfte bewältigt: Blackburn, London-Tower Hamlets, Malmö, Marseille, Duisburg, Berlin-Neukölln etc. pp., es ist einfach ein Fakt. Und diejenigen, die den Austausch ("Wandel", "Buntheit", "Offenheit") gutheißen oder preisen, dürfen die Folgen auch ganz unbefangen schildern und in einem globalen Migrationspakt, der nur ein Wanderungsziel und nur eine Wanderungsrichtung kennt, allmählich als politisch gewollt festschreiben. Eine "Verschwörungstheorie" wird erst daraus, wenn "Rechte" sich dagegen erklären.