Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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12. Dezember 2018


Machen wir uns nichts vor: Wo heute ein Maas sitzt, kann irgendwann auch ein Habeck sitzen. Nur ein Snob entdeckt da noch Unterschiede.


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Es wird immer fabelhafter mit dem "Global Compact for Migration": Nachdem Frau Merkel gemeinsam mit u.a. afrikanischen Diktatoren, Despoten, Scheichs und Häuptlingen zu Marrakesch den umgekehrt mephistophelischen Pakt abgesegnet hat – "Ich bin ein Teil von jener Kraft,/ die stets das Gute will und stets das Böse schafft" –, tat unsere geliebte Fremdenführerin heute im Bundestag kund und zu wissen, dass die Amis, die Ösis, die Osteuropäer, die Australier und all die anderen renitenten Auslandssachsen ganz vergebens erklärt haben, dem – völlig unverbindlichen – Vertrag nicht folgen zu wollen, denn: "Wenn bei der UNO-Vollversammlung nächste Woche der Pakt noch einmal zur Debatte steht und angenommen wird, dann kann ein Mitgliedsstaat Abstimmung verlangen. Die Abstimmung muss dann so sein, dass zwei Drittel der Länder der VN dem zustimmen, und dann ist es für alle gültig. Das ist nun mal so, wenn es um Mehrheitsentscheidungen geht."

Für alle gültig, aber natürlich unverbindlich. Praktisch die V3, aber nur für den Inlandseinsatz. "Merkel in Marrakesch", das wird einst ein so geflügeltes Wort werden wie "Lenin in Zürich" oder "Chomeini in Paris".

(Aber wie ich den perfiden Donald kenne, der tritt dann einfach gemeinsam mit den Israelis aus der UNO aus, und alle alle Gänslein folgen ihm, alle – bis auf eines. Das holen sich zuletzt  die Füchse.)


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Wieder ist Frankreich ein sog. Anschlag geschehen, diesmal in Straßburg, wo ein "29-Jähriger" mehrere Menschen erschossen hat, darunter einen Touristen aus Thailand, wobei Besonnenheit angezeigt ist, denn die Motive des Täters, der "Allahu akbar" rief, haben sich mitsamt dem Täter selbst per Taxi nach Neudorf nahe der deutschen Grenze absentiert und unseren Spekulationen entzogen. Weil sich Grenzen bekanntlich nicht sichern lassen, wird der Mann wohl bei uns Schutz suchen, und da der "Global Compact" rechtlich noch nicht bindend ist, können wir nichts gegen solche illegale Migration tun. Die Kanzlerin, die unbeirrt aus illegal legal machen will, ließ durch ihren Sprecher mitteilen: "Welches Motiv auch immer hinter den Schüssen steckt: Wir trauern um die Getöteten und sind mit unseren Gedanken und Wünschen bei den Verletzten..."


Wie viele andere, die schon länger hier bzw. auf der anderen Seite des Rheins leben, rätselt auch Henryk M. Broder, was die Motive des Mannes gewesen sein könnten. "Wollte der Täter ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen? Gegen die Vermüllung der Meere oder die Nöte der Eisbären? Wer macht denn so was?" Einig sind sich alle guten Demokraten und Weltoffenen, dass man nicht vorschnell urteilen darf und keinesfalls verallgemeinern soll, denn der Instrumentalisierung des Einzelunglücks durch die Rechtspopulisten muss entgegentreten werden. Wie es vorbildlich die SPD-Politikerin Aydan "Was der Begriff Entsorgung genau beschreibt, muss täglich neu ausgehandelt werden" Özoğuz tat, indem sie twitterte: "Es ist so schrecklich, was in Straßburg geschieht. Und so unglaublich, dass die AfD sich an dem Leid der Menschen weidet. Ohne Worte. Den Verletzten und Angehörigen gilt unsere Solidarität. Ich wünsche Ihnen so viel Kraft für die nächsten Stunden, Tage...", wenn nicht Wochen oder Jahre!

"Zum Glück", notieren die Spoekenkieker, "war es wenigstens keine 'Hetzjagd.'" Gepriesen sei der Allmächtige und auch Allerbarmer!


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Nicht nur die Malfoys von der Antifa beherrschen den "Wingardium Leviosa"-Zauber, auch einige Schutzsuchende im Ankerzentrum Bamberg waren imstande, Steine einfach so fliegen zu lassen (hier). Jeder bedankt sich auf seine Weise dafür, in Merkelland Aufnahme und Obdach gefunden zu haben. Wenn aber erst der "Global Compact" wirklich "umgesetzt" worden ist, muss die Polizei kaum mehr ausrücken, um solche Missverständnisse, die meist aus der Angst vor Illegalität rühren, abzumoderieren.