Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Man redet derzeit viel über Schwarmintelligenz; der Normalfall lautet aber immer noch: Schwarmblödheit. 

 

Es fragt sich, warum man in seinem Ekel Unterschiede machen soll zwischen einem Rap-Video und einem Neonazi-Aufmarsch,  zumal der Rapper womöglich nur der Vorbote der ethnischen Sturmabteilungen von morgen ist.

 

Die Ökumene ist das Gender-Mainstreaming der Kirchen.

 

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Adoration

"Ich bin ein Spätentwickler"

Aber was für einer: Martin Mosebach ist sicher einer der besten lebenden deutschsprachigen Autoren

Nein, das hat er nicht gewollt. Nicht, dass er die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek nicht mehr für "einen der dümmsten Menschen der westlichen Hemisphäre" halte, aber als er dies damals in trauter Runde daherplauderte, hatte er doch keine Ahnung, dass ...
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Da einige der hier versammelten Sentenzen vergleichsweise oft zitiert werden, gestatte ich mir eine Vorbemerkung: Zustimmung beruht meistens auf Missverständnissen und ist vernachlässigbar, aber wer diese Einlassungen mit Empörung und Widerwillen liest, der fühle sich auch fortan gemeint.

 

 

Der Klassenbeste ist vorbestraft, und die schlechteren Schüler reiben es ihm bei Bedarf permanent unter die Nase: Europa.

 

 

Wenn ich den Gabriel sehe, denke ich, der Mauerbau kommt erst noch.

 

 

Nationalcharakter ist das, wovon man an verschiedenen Orten mehr oder weniger unbefangen reden kann, je nach Nationalcharakter. 

 

 

Schriebe Klio eine Geschichte des Nationalsozialismus, sie begänne mit dem Dreißigjährigen Krieg.

 

 

Die meisten Errungenschaften der Demokratie verdanken sich lediglich der Entwicklung der Technik.

 

 

Nach Auffassung des Linksintellektuellen und seines journalistischen Milchbruders hat die Demokratie versagt, wenn sie keine linken Mehrheiten produziert.

 

 

Seiner Schwärmerei für fremde Kulturen kam enorm entgegen, dass ihm jede Kultur fremd war.

 

 

Am meisten scheint gegen Berlusconi zu sprechen, dass er mehr Spitzenweiber im Bett hatte als der gesamte Bundestag.

 

 

Diskurse nennt man jene akademischen Modenschauen, auf denen die führenden Gesinnungsdesigner festlegen, welche Themen und Meinungen in der nächsten Saison als angesagt zu gelten haben. 

 

 

Auf eine Frau eifersüchtig zu sein, mit der man bereits geschlafen hat, ist übertrieben.

 

 

Der Linke ist aufs Äußerste irritiert, wenn er an einen zufriedenen Menschen gerät, der sich von ihm weder aufstacheln noch ein schlechtes Gewissen einreden lassen will.

 

 

Ein schwarzer Jesus, wie gelegentlich "provokativ" inszeniert, ist für einen weißen Christen vollkommen akzeptabel, doch auf einen Schwarzen mit Distinktion muss er wie eine peinliche Vordrängelei wirken.

 

 

Die Geschichtsschreibung in der bürgerlichen Epoche wurde im wesentlichen von Anwälten betrieben, heute haben sich die Ankläger durchgesetzt.

 

 

Schande über seine Familie bringen, dergleichen ist heutzutage, wo jeder Charakterdefekt seine sozialkitschige Erklärung findet, kaum mehr möglich; weder durch Feigheit, Geiz oder Gier, schlechte Manieren, sexuelle Abartigkeit, Schamlosigkeit oder die Verübung von Straftaten will es gelingen; einzig die Mitgliedschaft in einer Rechtspartei mag den gesunkenen Ansprüchen in puncto Schändlichkeit zuweilen noch genügen.

 

 

Solange die eigenen Großtaten sich in der Rückschau noch in Peinlichkeiten verwandeln können, bleibt auch die Zukunft spannend.

 

 

Man erkennt den zur Demokratie bekehrten Linken daran, dass er nunmehr nach Nichtdemokraten fahndet und Kriterien für deren Ächtung formuliert.  

 

 

Wie ich lese, ist die Anzahl meiner Zellengenossen inzwischen auf 7 Milliarden gestiegen. 

 

 

Die einen sagen, Gott existiere, die anderen, er sei eine Erfindung des Menschen. Ich glaube weder das eine noch das andere.

 

 

Das mehrheitsfähige Paradies dürfte eine Mischung aus Media Markt und Sex-Shop sein, von "All you can eat"-Büffets umgeben, gelegen irgendwo am Mittelmeer.

 

 

Mit dem Ancien Régime hatte Europa sein sexuelles "1968" längst hinter sich.

 

 

Alle Rätsel des Universums verblassen neben der Frage, warum so wenige Menschen verrückt werden angesichts des Schicksals, das jedem Einzelnen droht.

 

 

Der deutsche Gegenwartsschauspieler könnte den Napoleon geben, Nero oder Jack the Ripper, seine Mimik brächte doch zum Ausdruck, dass er nach Dienstschluss wieder fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht.

 

 

Ob es in den Opern Richard Wagners Judenkarikaturen gibt, ist umstritten. Bis zur Unerwähntheit unbestritten sind zugleich die dort versammelten Arierkarikaturen.

 

 

Nichts macht den linken Pädagogen rasender als der ewige Triumph der Begabung über den guten Willen.

 

 

 "Burn out", das passt allenfalls auf Dresden im Februar 1945.

 

 

Es ist nur folgerichtig, dass die schleichende Privilegierung der Frauen mit ihrer überlegenen sozialen Intelligenz letztbegründet wird; die andere ist ja halbwegs messbar.

 

 

Nichts kuriert eine Blamage gründlicher als die nächste.

 

 

Wer keinen Geist besitzt, kann sich immerhin noch am Geist anderer erfreuen, das heißt: sofern er vornehm genug dafür ist.

 

 

Im Wort "Ausländerfeindlichkeit" manifestiert sich die aktuelle und wohl zugleich finale Form deutscher Selbstüberschätzung. "Integration" wiederum ist die zeitgemäße Version der "Wunderwaffe"; wer will sich schon integrieren in eine unfruchtbare, sich selbst verachtende, durchmemmte, unstolze, aussterbewillige Gesellschaft?

 

 

Man soll die schönen Frauen, die sich mit Showstars oder TV-Kaspern einlassen, darum nicht gleich geringschätzen; wenn deren Einkommen und Status es zuließen, stiegen sie nämlich sogar mit Philosophen ins Bett.

 

 

"Ach, Sie haben ein Burn-out? Zu einer anständigen Depression hat's wohl nicht gelangt?"

 

 

Wer ohne Kinder gelebt hat, hat nie in einen Spiegel geschaut.

 

 

Wie kann nur jemand ernsthaft darüber erstaunt sein, wenn eine Theorie nicht stimmt?

 

 

Krankenhäuser sind nicht dafür da, dass sich die Kranken, sondern dass sich die Gesunden besser fühlen.  

 

 

Junge Frauen tragen Schmuck, um auf sich hinzuweisen, ältere, um von sich abzulenken.

 

 

Wer sein Denken reinigen will, muss sich zunächst von denen fernhalten, die ihm beipflichten.

 

 

Über die Frage der Willensfreiheit entscheidet am Ende nicht Wolf Singer, sondern Carl Schmitt.

 

 

Noch abstoßender als die völlige Mitleidlosigkeit sind die Bekundungen selektiven Mitleids.

 

 

Das Strafgesetzbuch des säkularen Staates ist eine verschämte Anerkennung der Erbsünde.

 

 

Mit dem Selbsthass wie mit einem Zwillingsbruder aufgewachsen, lag die Messlatte für ihn schließlich so hoch, dass er auch alle anderen mithassen musste.

 

 

Sich schämen kann so schamlos sein.

 

 

Der "Forschungsstand"  ist jener Wall, hinter welchem sich in den Geisteswissenschaften die Geistlosen verschanzen.

 

 

Dass rechtes Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft eindringe, ist ein großes Ärgernis derer, die dort schon lange und unbehelligt ihr linkes Gedankengut verbreiten.

 

 

"Flache Hierarchie" bedeutet gemeinhin: Wiedereinführung der Hackordnung.

 

 

Nihilismus verträgt sich schlecht mit dem Bekenntnis dazu.

 

 

Es ist das skurrilste Kapitel der Gattungsgeschichte, dass sich die aus Bequemlichkeitsgier und Schmerzscheu sukzessive Aussterbenden den vitalen Altvorderen moralisch überlegen fühlen.

 

 

Die einzige "Top Location", die ich kenne, ist der Mastkorb.

 

 

Man darf heutzutage ganz unbefangen von minderwertiger Kunst reden; sie muss nur aus der Nazizeit stammen.

 

 

Steve Jobs kann nicht in der Hölle schmoren, weil er zu ihren Ausstattern gehört.

 

  

Einst galt es als Rassismus, wenn jemand sagte, schwarz sei schlecht. Heute handelt es sich bereits um Rassismus, wenn einem auffällt, dass schwarz schwarz ist.

 

 

Als Abwandlung von Heideggers berühmter Aristoteles-Kurzbiographie: Adorno wurde geboren, jammerte und starb.

 

 

Peinlich berührt senken die Musen den Blick, wenn die Rede auf die "Botschaft" des Künstlers kommt.

 

 

Verglichen mit den "Wutbürgern" war der Volkssturm ein Aufgebot von Prätorianern.

 

 

Richard Wagners Pamphlet "Das Judenthum in der Musik" hat seine kondebile Entsprechung in den Schriften all derer gefunden, die Antisemitisches in Wagners Musik entlarvt zu haben vorgeben.

 

 

Atheist sein, das hieße, Bach zu unterbreiten, er habe sein gesamtes Werk an die falsche Adresse gerichtet.

 

 

Die erste Voraussetzung für die sogenannte "Entrümpelung der Klassiker" ist anscheinend möglichst viel Gerümpel auf der Bühne. 

 

 

Das Erlebenswerte ist selten erzählenswert.

 

 

Der gesunde Menschenverstand lehrt, dass man nicht allzusehr mit ihm rechnen sollte.

 

 

Wenn der moderne Historiker den Begriff "Kadavergehorsam" verwendet, wird es sich wohl um einen besonders mutigen Truppenteil gehandelt haben. 

 

 

Man redet derzeit viel über Schwarmintelligenz; der Normalfall lautet aber immer noch: Schwarmblödheit. 

 

 

Fast alle jungen Frauen können heute joggen, aber kaum eine kann mehr gehen.

 

 

Wenn es über einen Künstler heißt, er sei ein "Rebell" gewesen oder ein "Provokateur", darf man getrost davon ausgehen, dass er weder sein Handwerk beherrschte noch etwas ästhetisch Relevantes mitzuteilen hatte.  

 

 

Niemand hat die Erfolgsbilanz linker Politik inniger und detailverliebter beschrieben als Thilo Sarrazin; es sollte, was seine Behandlung durch das rotgrüne Establishment betrifft, durchaus von Undankbarkeit gesprochen werden.

 

 

Verflucht sei, wer aufrechnet. Aber verflucht sei nicht minder, wer verschweigt.

 

 

Ein mit Begabung geschilderter Stromausfall ist aufregender als ein talentlos beschriebenes Erdbeben.

 

 

Auch kulturell gilt der Entropiesatz: Hochkulturen können sich in Massenkulturen verwandeln; ein umgekehrter Prozess ist ausgeschlossen.

 

 

Erst mit seinen persönlichen Intrigen und Mauscheleien hat Jürgen Habermas dem Totenschädel seiner Theorie ein blühendes menschliches Antlitz verliehen.

 

 

Der in vielen Menschen rumorende Drang nach gerechter Empörung ist dem Sexualtrieb eines Vergewaltigers nicht unähnlich.

 

 

Menschenwürdige Zustände, das kann nur heißen: Zustände, in denen die Menschenwürde nicht auf die Probe gestellt wird.

 

 

Eine erdrückende Minderheit der Deutschen lehnt die Sarrazin-Thesen ab.

 

 

Wenn der Gegenwartsbesiedler einem Gedankengang nicht folgen kann, zieht er dem Autor auf amazon zur Strafe drei Punkte ab.

 

 

Eher ist der Orgasmus einer Hure echt als die Rede eines Politikers frei von Heuchelei.

 

 

Dass alle Menschen gleich groß sein sollten, ist ein alter Traum der Zwerge.

 

 

Der vor dem Gott, an den er nicht glaubt, auf die Knie geht, hat alles begriffen.

 

 

Soziale Isolation ist das Zusammengeschlagenwerden auf Raten.

 

 

Leider verwehrt einem die Zeitgenossenschaft, zu erleben, wie den Winkler und Wehler das Schicksal der Treitschke und Gervinus widerfährt, aber in dieser heiteren Gewissheit soll man sie lesen. 

 

 

Der Quotenfrauenwitz wird den Blondinenwitz ablösen.

 

 

Während andere Sprachen bloß in ihrer Existenz bedroht sind, ist es das Englische in seiner Substanz.

 

 

Der Begriff "Entrüstung" belehrt uns, wie distinkt dieser Affekt einst verstanden wurde; heute, im Zeitalter der egalitär Empörten, müsste er eher "Aufrüstung" heißen.

 

 

Menschenrechtsverletzungen, so der neue Katechismus, sind dringend geboten zum Schutz der Menschenrechte.

 

 

Die allzeit pfiffigdumm dreinschauende „Kreativen“-Welteinheitsvisage...

 

 

Die Homosexualität ist dann erst wirklich emanzipiert, wenn mehr Fußball-Nationalspieler als Fußball-Nationalspielerinnen mit Männern schlafen.

 

 

Der Schlachtruf des Feminismus: Arbeit macht frei.

 

 

Hat der Linke erst einmal die Diskurshoheit erlangt, bilden andere Ansichten nurmehr noch den Inhalt seiner Steckbriefe.

 

 

Immer mehr Schmeißfliegen wehren sich gegen Vergleiche mit Journalisten.

 

 

Gender-Mainstreaming ist die Lehre, dass man im Meer klettern und auf Bergen schwimmen kann.

 

 

Die Förderung der Homosexualität ist womöglich der sicherste Weg zu ihrem Aussterben.

 

 

Die Abtreibungskliniken sind die Kathedralen des Feminismus.

 

 

Der imposante Weg des westlichen Mannes führte von der Entdeckung Amerikas zur Entdeckung seiner weiblichen Seite.

 

 

Vermutlich sind unsere Linken nur deshalb böse auf Sarrazin, weil sie seine Bilanz am Ende gern selber ziehen wollten.

 

 

Nicht mehr an ein Gebet zu glauben, aber Wunschzettel in Wahlurnen zu werfen, zeugt auch nicht gerade von Realitätssinn.

 

 

Die feministische Klage über Männergewalt gegen Frauen wäre deutlich kleinlauter, wenn nicht unzählige Männer diese Männergewalt bekämpften.

 

 

Wozu jemandem in seiner Meinung beipflichten? Er hat sie doch schon.

 

 

In einer ehrenwerten Gesellschaft wird man eher wegen Geld oder wegen einer Frau umgebracht als wegen seiner politischen Ansichten verfemt.

 

 

Es ist der Kultur eines Landes abträglich, wenn zwar die durchschnittliche Bildung zunimmt, die der Eliten jedoch sinkt.

 

 

Letztlich ist die Zeit mit Kunstwerken vertan, mit denen man sich nicht abgeben würde, wenn man kaum noch Zeit hätte. In sein letztes Zimmer nimmt kein Mensch ein Werk der modernen Kunst mit.

 

 

Obwohl ein Mann des Geistes, wurde sein Bedürfnis, den Hintern aus dem Dreck zu ziehen, am Ende so stark, dass er stattdessen den Kopf hineinsteckte. 

 

 

Jedes Wort ist ein "Vorurteil".

 

 

Sollten wir jemals auf Außerirdische stoßen, dürfte eine der ersten Reaktionen der Grünen darin bestehen, den Begriff "Menschheit" für latent rassistisch (bzw. speziesistisch) zu erklären.

 

 

Solange nicht irgendein Wissenschaftler behauptet, vorzeigbare Beweise für ihre Existenz gefunden zu haben, besteht kein Grund daran zu zweifeln, dass Abraham, Moses und Jesus Christus tatsächlich lebten.

 

 

Wie überzeugt der Fortschrittsmensch doch von seinem klugen Heute war, bevor es sich in ein dummes Gestern verwandelte.

 

 

Wenn es nach der derzeitigen universitären Mode geht, wird sich die Lektüre Prousts demnächst in der Frage erschöpfen, inwieweit sein Werk die Unterdrückung von Homosexuellen und von Frauen während der Dritten Republik darstellt.

 

 

Die moderne bildende Kunst ist von einzigartiger Qualität; keinem ihrer Vertreter ist je ein missratenes Werk unterlaufen.

 

 

Man sucht gute Umgangsformen meist bei denjenigen vergeblich, die von sich behaupten,  eine bessere Gesellschaft schaffen zu wollen.

 

 

Wer die Zusammensetzung ihrer Gegner anschaut, kann den Geschmack der katholischen Kirche nur bewundern.

 

 

An Westerwelle würde sogar Velázquez scheitern.

 

 

Literaturkritik: Die Mistel benotet den Baum. 

 

 

Die Befürworter von Kreuzzügen im Namen der Demokratie verlangen von der Kirche, sie möge sich für die Kreuzzüge im Namen Christi entschuldigen.

 

 

Wenn man ein paar Seiten Habermas über Nacht in Zuckerwasser legt, erhält man am Morgen eine Käßmannsche Predigt. 

 

 


Was ich zu gern läse: eine Studie über das Verhalten der Grünen unter einer Diktatur.

 

 

Hätte Carl Schmitt wie Stalins Claqueure Feuchtwanger, Bloch, Benjamin die Moskauer Prozesse verteidigt statt die "Nacht der langen Messer" Hitlers, hätte Heidegger die "Größe und Herrlichkeit" des kommunistischen Aufbruchs gepriesen statt des nationalsozialistischen, beide gälten heute als moralisch integre Klassiker. 

 

 

Die Verurteilung des diskriminierenden Rassismus gehört zur Geschichte der Zivilisation, die Verurteilung des distinktiven Rassismus zur Geschichte der Heuchelei.

 

 

Ein "Tabubruch", der den Brecher nicht selber halb umbringt, ist keiner.

 

 

Die Ökumene ist das Gender-Mainstreaming der Kirchen. 

 

 

Ohne seine zahlreichen männlichen Kollaborateure existierte der Feminismus heute nur im Lehrbuch der Psychologie.

 

 

Schwer vorstellbar, wenngleich eine amüsante Erwägung, dass eine Frau dem Achilles unterbreitet, seine Männlichkeit sei bloß "kulturell konstruiert".

 

 

Die Begabungsunterschiede zwischen einzelnen Individuen vermag auch der entschiedenste Egalitarist nicht zu leugnen (er müsste sonst keiner sein), aber zwischen den Völkern und Rassen stellt sich durch das Walten wundersamer osmotischer Kräfte die völlige Befähigungsgleichheit ein.

 

 

Da die meisten Büro-Jobs bloß die Seele oder den Charakter beschmutzen und nicht die Hände, genießen Büroangestellte ein höheres "Sozialprestige" als Handwerker. Beim Gang durch ein modernes Bürohochhaus ist man gleichwohl versucht, Friedrich Engels' berühmte Schrift "Der Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen" in die entgegengesetzte Richtung zu denken.

 

 

Ein Mann, der sein Urteil über eine Frau auch nur im Geringsten davon abhängig macht, ob sie ihn erhört hat, erreicht den Gipfel der Vulgarität.

 

 

Eine Rangordnung der Religionen nach ihrem Gottesverständnis ist schlechterdings unmöglich. Man hierarchisiere sie also nach den Stilen und den Künstlern, die sie hervorgebracht haben.

 

 

Zur historischen Aufführungspraxis: Es ist im Grunde einerlei, ob der Hörer der h-Moll-Messe das "Et incarnatus" und "Et resurrexit" auf zeitgenössischen oder modernen Instrumenten nicht mehr versteht.

 

 

Die zum Diskriminieren längst zu schwach sind, erklären sich für tolerant. Herrschte tatsächlich Diskriminierung, gäbe es keine Antidiskriminierungsgesetze.

 

 

Im Auswärtigen Amt lässt der amtierende Opportunist die Bilder der ehemaligen Opportunisten abhängen.

 

 

Die deutsche Sprache erhalten bedeutet, die Migranten zu assimilieren, also zum Beispiel "kuhl", "Händi" und "hitchheiken" zu schreiben.

 

 

Man muss die Hervorbringung seiner "Bewältiger" wohl mit zu den Untaten des Nationalsozialismus zählen.

 

 

"Was gibt's Neues?" – "Was gibt's Bewährtes?"

 

 

Wie zuletzt die Sarrazin-Debatte gezeigt hat, besteht die zentrale Mission der meinungsbildenden Medien dieses Landes darin, den Leuten ihre Alltagserfahrungen auszureden. 

 

 

Er möchte unsterblich werden. Sie wäre mit einem Eigenheim auch schon zufrieden.

 

 

Ein Mensch mit Distinktion macht eben einen Bogen um den Verein, der ihn wegen seiner Herkunft, seines Geschlechtes, seiner sexuellen Orientierung nicht aufnehmen will. Der Emanzipationsmensch ist so versessen auf seine Gleichheit, dass er alle Welt damit belästigt und sich notfalls hineinklagt.

 

 

Seit 1789 sind die Weltgeschichte und ihr Lauf dermaßen mit sozialer und egalitaristischer Rhetorik durchtränkt worden, dass der heutige Allerweltsdemokrat aus tiefer Überzeugung von sich behaupten kann, er sei doch gar nicht links.

 

 

Niemand würde einem Grünen oder einem Sozialdemokraten vorwerfen, dass er grüne oder sozialdemokratische Ansichten vertrete, und die Debatte damit für erledigt halten. Bei einem Rechten aber soll es so funktionieren.

 

 

Ein wesentlicher Grund für die vergleichsweise Beliebtheit der modernen bildenden Kunst dürfte darin liegen, dass die Erzeugnisse dieser Kunst es dem Publikum erlauben, sofort und uneingeschränkt von sich selber zu reden.

 

 

Verblüfft stellt der Besucher einer orthodoxen Messe fest, dass sich der Gott der Ostkirche noch gar nicht seinen "individuellen Bedürfnissen" angepasst hat.

 

 

Ohne Kulturchauvinismus keine Kultur.

 

 

Jeder Gegenwartsroman belehrt uns darüber, dass es über den Jetztmenschen viel zu erzählen, aber der Nachwelt nichts zu überliefern gibt. 

 

 

Nachdem ihre gesunden Instinkte die Frau davon abgehalten haben, sich dem männlichen Horntier gleich ins Joch zu begeben, will man sie nun per Quote dazu zwingen.

 

 

Der Linke ist alleine – nichts.

 

 

Derweil sie "Gesicht zeigen gegen rechts", senken sie furchtsam den Blick, wenn Ali und Achmed dräuen; derweil sie bekämpfen, was sich nicht wehren kann -- tote Nazis, Kriegsgeneration, katholische Kirche, Burschenschaften, "Junge Freiheit" --, geht ihnen in der U-Bahn, der Diskothek und auf dem abendlichen Heimweg die Muffe vor Mustafa und Hassan. (Und die anderen Maulhelden krakeelen auf PI herum.) 

 

 

Wie trefflich sich doch ein Mensch verachten lässt, nachdem man ihm unterstellt hat, seine Ansichten seien menschenverachtend!

 

 

Ein Surfbrett und ein Dummkopf üben eine magische Anziehungskraft aufeinander aus.

 

 

Die deutsche Nachkriegsgeschichtsschreibung wird zunehmend ein Fall für die Geschichtsschreibung.

 

 

Ein Alchemist, der aus Blei und Aluminium Gold herzustellen verspricht,  ist nicht weniger glaubwürdig als ein Politiker, der vorgibt, aus daueralimentierten anatolischen Halbanalphabeten wirtschaftsdienliche Fachkräfte destillieren zu wollen.

 

 

Bach, Velázquez, Homer, Shakespeare, Proust: Was sind daneben schon Demokratie, Gott, der Klimawandel oder die Frauengleichstellung? 

 

 

"Vergangenheitsbewältigung": Ein Haufen Geläuterter mit persönlicher und/oder familiärer Nazivergangenheit fordert die anderen auf, sich an den Verbrechen ihrer Sippe mitschuldig zu fühlen.

   

 

Courbet, liest man angelegentlich einer großen Schau allerorten,  sei ein großer Künstler gewesen, weil er ein Vorläufer dieser und ein Revolutionär jener Richtung gewesen sei, gewissermaßen ein Treppchen im unendlichen Stiegenhaus der Kunst... Aber nicht doch, er war groß, weil er malen konnte, und zwar ausschließlich deshalb!

 

 

Der "deutsche Sonderweg" hat begonnen, als man anfing, ihn im Munde zu führen.  

 

 

Nur wo Eliten fehlen, bekommt der Begriff "elitär" einen Hautgout.

 

 

Mit dialektischer Notwendigkeit verschwand schließlich auch die Dialektik.

 

 

Die Gegenwartsliteratur ist der bildenden Kunst jedenfalls insoweit überlegen, als noch kein Autor es hat wagen dürfen, ein Buch mit unleserlich beschmierten Seiten zu veröffentlichen.

 

 

Es gibt einige zuverlässige, weil verallgemeinerbare Kriterien für den gebotenen Abbruch einer Konversation: etwa wenn einer Goya und Velázquez in einem Atem nennt, Benn für einen größeren Lyriker als George hält und nicht einmal ahnt, dass die Denkkraft eines Heidegger für zehn Adornos und 20 Sartres ausgereicht hätte.

 

 

Gerührt lächelt der deutsche Christdemokrat, wenn der Linke ihn lobt.

 

 

Je länger das Dritte Reich zurückliegt, desto mehr Hakenkreuze zieren die Bayreuther Festspiele.

 

 


Erstaunlich, mit welch einfältigen Worten deutsche Politiker die kulturelle Vielfalt beschwören.

 

 

Das große Problem des zeitgenössischen Schriftstellers besteht darin, dass er für Letzte Menschen über Letzte Menschen schreiben soll. Das noch größere, dass er in der Regel selber einer ist.

 

 

Dass sich ausgerechnet erfolgreiche und hierzulande heimische Türken (oder Perserinnen) über Sarrazin mokieren, obwohl er sie nun explizit gerade nicht gemeint hat, zeigt sehr gut, dass diese Leute in ihrer Mentalität tatsächlich brave Deutsche geworden sind.

 

 

Die historisch endaufgeklärten Deutschen wollen die Schrecken des 20. Jahrhunderts nicht nur angerichtet, sondern auch noch verursacht haben.

 

 

Es ist jedesmal von Neuem ein absurder Versuch, innerhalb der Grenzen der Meinungsfreiheit über die Grenzen der Meinungsfreiheit zu schreiben. 

 

 

Die Lösung für den "Casus Sarrazin" und alle Folgefälle wäre eigentlich sehr einfach: Der Bundestag möge beschließen, dass sämtliche Wissenschaften, die im Dritten Reich galten oder benutzt bzw. teilweise benutzt wurden, hinfort in Deutschland keinerlei Geltung mehr besitzen und nicht mehr gelehrt werden dürfen.

 

 

Die geradezu kopftuchmädchenserienproduzentenhafte Dümmlichkeit unserer Debatten – –

 

 

Aus der Dialektik der Aufklärung:  Sie arbeite immer länger, sagt Freundin E. bitter, um sich immer bessere Kinderbetreuung leisten zu können.

 

 

Mit großem Getöse verkündet der linke Buch- oder Zeitungshändler, dass er das "rechte Machwerk" nicht mehr feilbiete; geschähe dasselbe mit politisch umgekehrtem Vorzeichen (was merkwürdigerweise nie passiert, Rechte sind erstaunlich generös gegenüber linkem Geschreibs), er schriee Zeter, Mordio und Zensur.

 

 

Die Nachkriegsdeutschen haben die landesübliche Tüchtigkeit erweitert um das Strebertum im Besiegtsein.

 

 

Verfassungspatriotismus: Erst stirbt der Patriotismus, dann die Verfassung.

 

 

Der gymnasiale Stundenplan im Traum des Progressiven: Landessprache (jeweilige); Freie Orthographie; Geschlechtergerechte Mathematik; Gender- und Transsexualitätskunde; Soziale Gerechtigkeitslehre; Emanzipationsgeschichte; Deutsche Verbrechenskunde (früher: Geschichte); Erderwärmungslehre; Demokratische Rhetorik; Dritte-Welt-Kunde; Antidiskriminierung (früher: Ethik); Multikulturelles Basteln (früher: Kunst). 

 

 

Die deutsche Neigung, das Dritte Reich auf seine Verbrechen zu reduzieren und ihnen metaphysische, von Ursachen und Zusammenhängen losgelöste Dimensionen zu geben, zeigt, dass dieses Land in seinem Verständnis von Weltpolitik ungefähr seit Bismarck keinen Schritt mehr vorangekommen ist.

 

 

Interessant, dass die Erwähnung historischer Tatsachen inzwischen unter Revanchismus fällt. Erinnern wir uns trotzdem daran, dass die Vertreibung der Deutschen aus Polen (näherhin: dem "Korridor") bereits nach dem Ersten Weltkrieg begann oder dass die Royal Air Force in der Zwischenkriegszeit munter Zivilisten in Afrika und Indien bombardierte.

 

 

Es gibt kaum ein größeres Vergnügen, als die Apokalypse anzukündigen; es ist so groß, dass man sie dafür beinahe in Kauf nehmen würde.

 

 

Die Frage, inwieweit Intelligenz erblich sei, beantwortet trefflich die Bayreuther Familie Wagner; speziell der Progress von der Niederschrift der "Meistersinger" durch den Uropa bis hin zur Inszenierung derselben durch die Urenkelin.

 

 

"Also mich hätte bei den Nazis und bei den Kommunisten vor allem der Konformitätsdruck abgestoßen", sagte er, bevor er sich bei Facebook einloggte.

 

 

Die Konstanz völkischen Denkens bei den extremen Rechten korreliert aufs Drolligste mit der Konstanz der völkischen Mentalität bei den Kämpfern "gegen rechts".

 

 

"Bildungsferne Familien" heißt ein neuer deutscher Euphemismus für die Plebs, aber "bildungsfern" ist auch jeder zweite Politikerhaushalt.

 

 

Wo die Individualität blüht, welkt die Persönlichkeit.

 

 

Lieber im Unrecht als in irgendeiner Meute.

 

 

Was für eine elende Kultur, wo die Frau hinter dem Mann zu gehen hat.

 

 
Bei Proust lernt man mehr über das Leben, als wenn man es selber lebt.

 

 

Im Dritten Reich gab es eine Liste der "Gottbegnadeten", das heißt derjenigen Geister, die das Regime für zu wertvoll hielt, als dass man ihr Leben an der Front aufs Spiel setzen wollte. Einer demokratischen Gesellschaft läge die Privilegierung von Genies, deren Existenz sie ohnehin bestreitet, wohl eher fern.

 

 

Es scheint ein Zusammenhang zu bestehen zwischen der Unfähigkeit zum Denken und dem Interesse an dessen Funktionsweise.

 


"Der lange Weg nach Westen": So stellt sich der deutsche Geschichtsprofessor inzwischen die Vorsehung vor.

 


Ausgewogenheit ist die Tugend der Lauen. Kein bedeutender Mensch urteilt ausgewogen.

 


Dem gewaltigsten Kollektivierungsprozess der bisherigen Geschichte haben Soziologen den Namen Individualisierung gegeben.

 

 


Kulturpessimismus ist keineswegs eine "politische Gefahr", wie gewisse alte bundesrepublikanische Tanten behaupten – politische Gefahr pflegt in aller Regel von Politikern auszugehen –, sondern ein dem Kotzen nicht nur physiologisch verwandter Reflex von ein paar übriggebliebenen Kultivierten. 

 

 


Selbstverständlich darf der Künstler "Gesellschaftskritik üben". Aber nur, wenn er nichts Gescheites zu tun hat. 

 


Keine Mutter glaubt an die "Gleichheit der Geschlechter", keine Ehefrau an die "Herrschaft des Mannes".

 

 


Sobald eine Person zum Abschuss freigegeben ist, wird auch die Regionalpresse mutig. 

 


Man stelle sich vor, wie die Gewaltstatistik in die Höhe schnellen würde, wenn die Frauen plötzlich den Männern körperlich überlegen wären.

 


Eines der sinnfälligsten Ergebnisse der Wiedervereinigung: Die "Aktuelle Kamera" dauert nur noch eine Viertelstunde.

 


Religiosität ist jener siebte Sinn, mit welchem der Mensch seine Winzigkeit und Verlorenheit wahrnimmt. Sie wird alle Götter überleben.

 


Wenn sie ihrer Gender-Idee wirklich Glauben schenkten, wenn sie also tatsächlich meinten, dass alle Geschlechtsunterschiede sozial konstruiert und folglich auf sozialem Wege abzuschaffen seien, dann würden unsere MainstreamerInnen neun Zehntel ihrer Energie in die Lösung eines einzigen Problems stecken müssen: Wie verhindern wir, dass Männer im Schnitt fünf bis sechs Jahre eher sterben als Frauen?

 


Auch der phantasielose Mensch hat gemeinhin sehr phantasievolle Vorstellungen vom Glück der anderen.

 


Gott ist eine Metapher, gewiss, aber wir wissen nicht, wofür.

 


Es gibt kein "moderneres" Werk als die "Kunst der Fuge". Es gibt auch kein älteres.

 


Je mehr Zeit und Interesse jemand in ein Kunstwerk investiert, desto mehr erhält er zurück. Sollte dieser Satz nicht zutreffen, handelt es sich vermutlich gar nicht um ein Kunstwerk.

 


Da bin ich aber altgierig!

 

 

Ein wirklicher Moralist wird erst, wem das Leben die philanthropischen Zähne gezogen hat.

 


Indem er die Untat schlichtweg bestreitet, bewegt sich der Holocaust-Leugner immer noch im Kraftfeld der traditionellen Moral. Die trostlosen Figuren mit ihren "Bomber Harris, do it again!"-Plakaten haben sie hinter sich gelassen und unmittelbar zu den Nazis aufgeschlossen.

 


Wie lächerlich, aus bloßer Parteidisziplin auch gegen den fähigen Kandidaten des Gegners zu stimmen.


Man kann mit dem Wort Auschwitz im Kontext Bundesrepublik keinen wirklich sinnvollen Satz bilden: Es kommt entweder eine Trivialität oder eine Obszönität heraus. 

 


Der bekennende Atheist: Ich brauche keine Gott!, trötet der Denkwurm ins All; da wird es aber beeindruckt sein, das All.  

 


Eine meiner (zugegeben wenigen) Überzeugungen besteht darin, dass eine Seite Friedell mehr historischen Sinn enthält als zehn Bände sogenannter "historischer Diskursanalysen".

 

 

Die "taz" fordert einen Holocaust-Gedenktag. Aber wir haben doch schon 365.

 

 

Ein Thema ausdiskutieren ist plebejisch. Ein Mensch mit Geschmack wechselt es rechtzeitig.

 

 


Sie haben jedenfalls ihre Lehrstühle aus der Geschichte gezogen.

 

 


Das Niedersinken am Kreuz, welches Nietzsche an Wagner so verzweifelt rügte, jenes unter die Fittiche Christi schlüpfen, sich nicht mehr allein dem Gegenwind aussetzen, endlich zur Gemeinde gehören, hat viel gemein mit dem Nachgeben gegenüber dem Druck des aktuellen Zeitgeistes. Warum nicht das Knie beugen und das Mantra mitmurmeln: Alle Menschen sind gleich, es gibt keine Plebs, Genie ist ein Mythos, keine Kultur ist der anderen überlegen, die Demokratie ist das Endziel der Geschichte, der Holocaust kann mit keinem anderen Verbrechen verglichen werden, der Kommunismus war wenigstens gut gemeint, der Geschlechtsunterschied ist ein soziales Konstrukt, Gewalt löst keine Probleme, Verbrechen haben ausschließlich soziale Ursachen, die Klassiker waren Rassisten, Sexisten, Nationalisten und „Wegbereiter“ und die deutsche Geschichte bis 1945 ein Irrweg...

 


"Ich weiß, es ist nicht politisch korrekt, das zu sagen..." - so  redet der geistig Kolonisierte. Wer die Unfreiheit beklagt, verbreitet sie nolens volens. Wer die Politische Korrektheit auch nur erwähnt, ist schon ihr Komplize. 
 

 

Sie bekämpfen den Führer mit einer Inbrunst, als wenn er es noch persönlich angeordnet hätte.

 

 

Nachdem sie den Mann verteufelt, geschwächt und entnervt hat, wird die westliche Frau wohl noch hinreichend Gelegenheit für die Feststellung bekommen, dass sie auch keinen Verteidiger mehr besitzt.

 

 

Dass der Holocaust das schlimmste aller Verbrechen sei, ist, soweit ich's übersehe, der letzte von einer großen Zahl moderner Menschen akzeptierte anti-egalitäre Gedanke. 

 

 

 

Ob man Linker oder Rechter, Kommunist, Liberaler oder Monarchist wird, entscheidet der biographische Zufall. Ob man zu den "Barabbas!"-Schreiern gehört, entscheidet der Charakter.

 

 

Der Habermas'sche Diskurs ist eine Art öffentliches Dessert; der Hauptgang wurde bereits hinter den verschlossenen Türen der Vorverständigung verspeist.

 

 

Eben weil der Mensch nicht unsterblich ist, sollte er vor allem die Unsterblichen lesen.

 

 

Der Weg zum Kunstgeschmack führt über die Einsicht in die Zweitrangigkeit subjektiven Empfindens.

 

 

Ein Arzt, der erklärt, seine Therapie wirke aus diesen und jenen Gründen, verdient nicht mehr Vertrauen als sein Kollege, der versichert, seine Behandlung wirke erfahrungsgemäß, er habe aber keine Ahnung, warum.

 

 

Der Eintritt ins nachkulturelle Zeitalter ist vollzogen, wenn sich die Luxusvorstellungen eines Staatschefs von denen eines Rappers nicht mehr unterscheiden.

 

 

Die Evolutionsbiologie mag als empirische Wissenschaft Beeindruckendes geleistet haben, intellektuell wird sie wohl immer hinter der Theologie zurückbleiben. Denn während die Gotteskunde Delikatessen wie die Theodizee zu fabrizieren imstande war, muss sich die Evolutionslehre auch in der Frage, warum es das Böse gibt, mit ihrer simplen Dauerauskunft bescheiden: Es hat sich halt durchgesetzt.

 

 

Gemeinhin fühlt sich der Autor nach der Lektüre einer Rezension beschmutzt.

 

 

Wer kommuniziert, hat nichts zu sagen.

 

 

"Multitaskingfähigkeit" ist ein mentaler Schnuller für diejenigen, die zu fahrig sind, eine Gleichung dritten Grades zu lösen oder dem Gedankengang eines Philosophen zu folgen.

 

 

Wir gehören zur Religionsgemeinschaft der Sieben-Tags-Mülltrenner.

 

 

Man muss mit der Zeit gehen, das heißt übersetzt: Ich habe nichts anzubieten. Wenn einmal jeder mit der Zeit ginge, würde sich keiner mehr von der Stelle bewegen.

 

 

"Er war der festen Überzeugung, dass..."– "Oh, das tut mir leid. Geht es ihm wieder besser?"

 

 
Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, wo einen der Gedanke befällt, bis hierher so viel Falsches und Peinliches getan, so viel Unsinn geredet, so viel Entscheidendes versäumt zu haben, dass es in diesem einen Leben nie mehr wettzumachen ist. Wenn man dann versucht, es dennoch wettzumachen, beginnt der interessantere Teil desselben.

 

 

Fast alle, die mit dem Verfassen von  Texten ihr Geld verdienen, können besser reden als schreiben. Mit Ausnahme jener paar Leute, die schreiben können.

 

 

"Wer immer strebend sich bemüht", heißt es göttlicherseits im Faust, "den können wir erlösen." Und wenn auch nur von seinen Bemühungen.

 

 

"Teamwork", das ist die Volksgemeinschaft in Modulform.

 

 

Vermutlich besteht die einzige Möglichkeit, heutzutage Distinktion zu zeigen, im völligen Verzicht auf Sex.

 
 
Wer die Reaktion eines Sklaven studieren möchte, frage einen festangestellten deutschen Historiker coram publico, zu welchem Zweck Stalin im Sommer 1941 die größte Armee aller Zeiten an der deutsch-sowjetischen Grenze hat aufmarschieren lassen.
 
 

Wenn eines fernen Tages die Menschheit ausgestorben sein wird, hat die Evolutionstheorie bestimmt eine plausible Erklärung dafür. Nur ist die dann leider ebenfalls ausgestorben.

 
 
Sie lese nur noch Bücher, aus deren Lektüre sie gestärkt hervorgehe, alle anderen – Problemliteratur, Psychologisiererei, Weltbeschimpfung –  lege sie schnell weg, erklärt eine Freundin. Eine schöne Einstellung.
 
 

Der vollendete Ausdruck einer vitalen Demokratie ist eine Schlägerei im Parlament.
 
 

Das menschliche Gehirn hätte sich ohne die biologische Zweiheit der Geschlechter niemals so weit entwickelt, dass es sogar Theorien wie jene ersinnen konnte, diese Zweiheit sei ein "soziales Konstrukt".
 
 

Der Kritiker, der ein 1000-Seiten-Werk rezensiert, lobt oder beklagt immer sein Gesäß mit.

 
 

Dass einer ein Relativierer und also böse sei, lautet ein Lieblingsvorwurf derer, die sich durchs Verabsolutieren Pöstchen und Häuschen ergaunert haben.
  

 
Warum sollte ich ihn mit Geringschätzung behandeln? Er ist doch nichts Besonderes.

 
 
Der Professor war an seiner Theorie erblindet.

  


Wenn vor 25 Jahren eine "Salome" gegeben wurde, dachte man mit Grausen an den Striptease der Titelfigur und freute sich auf ihren Gesang. Heute verhält es sich meistens umgekehrt.
 
 

Der junge Historiker hatte in Deutschland Neuere Geschichte und Hektorschleiferei studiert.

 
 

Durch ein Kreuz bei den Grünen verwandelt sich für viele der Wahlschein in einen Ablasszettel.

 
 

Es ist eine seltsame Idee, dass Kunststile gleichsam organisch auseinander wachsen und einander ablösen. In der Regel wechseln bloß Moden, und die Stile sind schon lange da.  Hieronymus Bosch etwa war surrealistischer als der gesamte Surrealismus, der Malstil des späten Frans Hals ist purer Impressionismus (nur besser),  und eine beliebige Pietá aus dem 14. Jahrhundert wirft die Frage auf, was am Expressionismus eigentlich neu gewesen ist.
 
 

Es gibt Leute, die verzeihen einem das Talent nie.

 

 
"Beautiful females work less", heißt es in einer Studie. Mit anderen Worten: Väter in Elternzeit haben selten Frauen, auf die andere Männer scharf sind.

 
 
Um die Diktatur einer Partei für die Zukunft auszuschließen, wurde in der Bundesrepublik die Mehrparteiendiktatur eingeführt.

 
 

Vielleicht besteht ein geheimnisvoller Zusammenhang zwischen dem Niedergang der Künste und der Entwicklung der Schmerzmittel.

 
 

Sogar unter den Pianisten siegt die moderne Mentalität: Es gab wohl nie zuvor so viele erstklassige Virtuosen und so wenige Charaktere.

 
 
Unter den Mitgliedern der Gleichheitspartei brach ein erbitterter Streit aus, wer der Anführer sein darf.

 

 
Einer populären Erklärung zufolge haben viele große Künstler zeitlebens wenig Anerkennung erfahren, weil sie ihrer Zeit voraus gewesen seien. Tatsächlich wird es sich meist wohl so verhalten haben, dass der Neid der üblicherweise dominierenden Mittelmäßigen jene Bewunderung verhinderte, die sich post mortem dann desto reichlicher zollen ließ, weil man Tote nicht mehr beneiden muss.
 


 
"Wir waren Nazis", sagte eine alte Frau zu mir, "weil Hitler uns Arbeit gegeben hat." - "Das ist heute noch so", erklärte ich ihr, "nur sind die Leute inzwischen Antinazis."

 
 

Tag für Tag begibt sich der Linksintellektuelle auf die Suche nach den sozialen Ursachen des Schicksals.

 

 

Mutter Natur ist eine veritable Kindsmörderin.

 

 

Der Populist personifiziert das Misstrauen des Demokraten gegenüber der Demokratie.

 

 

Der Alptraum des Sozialpolitikers: ein Volk von selbständig Beschäftigten. (Aber dann würde er die Sozialfälle eben importieren.)

 

 

Der Feminismus müsste eigentlich Maskulismus heißen.

 

 

Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass der Präger des Begriffes Gender ein Arzt war, der eine operative Geschlechtsumwandlung an einem Jungen vonahm und diesen damit schließlich in den Selbstmord trieb.

 

 

Zu den Basalmythen der Demokratie gehört, dass es sie gibt.

 

 

Ein Börsenexperte, der sein Geld damit verdient, als Börsenexperte aufzutreten, wirkt nicht sehr glaubwürdig.

 

 

Die Klage über schlechte Manieren ist bereits ein Bestandteil derselben.

 

 

Der späte Hitler war so inbrünstig antigermanisch, so rasend an der Vernichtung deutschen Lebens interessiert, dass unsere derzeitigen Antideutschen noch viel von ihm lernen können.

 

 

Der Mann grämt sich, dass er seiner Geliebten nicht jeden körperlichen Schmerz abnehmen kann, möglichst noch den des Gebärens. Der Frau sind solche Erwägungen völlig fremd.

 

 

Das Praktische an der Nötigung, sich an die Verbrechen der Nationalsozialisten zu erinnern, ist die per se herausgehobenen Position derer, die dazu auffordern. Man sollte sie also, sofern es sich nicht um tatsächliche Opfer des NS-Terrors handelt (wobei die in der Regel zu gar nichts auffordern), stets danach fragen, welche Legitimation sie besitzen und was ihnen ihr Tun moralisch und/oder finanziell einbringt.

 

 

Die Einlassungen eines Nichtkatholiken über die Moralauffassungen des Papstes sind ungefähr so bedeutend als wenn sich der Papst über die Trainingsmethoden des AC Mailand äußerte.

 

 

Die Aussage, dass man mit dem Hinweis auf die Verbrechen Hitlers jene Stalins verharmlose oder relativiere, hat man merkwürdigerweise noch nicht gehört.

 

 

Die korrekte Anrede einer gewissen Bundesverdienstkreuzträgerin lautet: Fräulein Alice Schwarzer.

 
 

Es ist bezeichnend für den herrschenden Egalitarismus, dass sogar gebildete Leute die Formulierung benutzen, bei der alten katholischen Messe kehre der Priester der Gemeinde den Rücken zu. Tatsächlich wendet er sich zu Gott.

 

 

Das landsknechtsnahe Verhalten der männlichen Darsteller in gewissen harten Pornos sei eine Reaktion auf die weibliche Emanzipation und gelte stellvertretend der starken Frau, meinen Feministinnen. Womöglich handelt es sich aber bloß um eine Reaktion auf das Verschwinden der Dame.

 

 

Es ist kaum mehr vorstellbar, aber die meiste Zeit haben die Menschen ohne politische Rhetorik gelebt; sie ist einfach aufgekommen wie der Straßenlärm, und mit ihr die Ansicht, dass erst ihre Politisierung die Dinge ins rechte Licht rücke.

 

 

Was Wikipedia von einem alten Konversationslexikon unterscheidet, ist die traurige Gewissheit, dass man dort nie auf einen elegant formulierten Satz stoßen wird. 

 

 

Um einen Menschen kennenzulernen, muss man ihn nur fragen, wen oder was er bewundert. 

 

 
Wer sich um die Rettung der Welt oder das Geschick der Menschheit sorgt, hat selten noch Zeit für seine Nächsten.

 

 

Bodentruppen und Luftwaffe sind gute Argumente zur Durchsetzung demokratischer Verhältnisse in störrischen Staaten, aber sie sind nichts verglichen mit sexueller Freizügigkeit und Pornographie.

 

 

In Diktaturen wird die Presse zensiert. In Demokratien zensiert sie gern selber.

 
 

"Das Weib schweige in der Gemeinde" – man muss sich, beim frühchristlichen Frauenüberschuss, diesen Paulus-Satz nicht als herrische Anweisung, sondern als genervten Seufzer vorstellen.

 

 

Was anscheinend kein deutscher Politiker kann: eine mitreißende Rede halten, sich elegant kleiden, einen literarisch wertvollen Absatz schreiben, eine Affäre mit einem Star beginnen, ohne den Beifall irgendeiner Menge Befehle erteilen.

 

 

Lob ist nicht nur deswegen schwer erträglich, weil der Lobende sich, wie Goethe anmerkt, dem Gelobten gleichzustellen versucht, sondern weil er obendrein noch eine gewisse Dankbarkeit einfordert (die Verbeugung vor dem Publikum hat immer etwas Demütigendes). Dagegen irritieren der Tadel oder die Kritik wenig, denn sie bedeuten keinerlei Verbindlichkeit, und dass ihn irgendwer nicht mag, ist einem Menschen von Geschmack oft sogar angenehm.

 

 

Verglichen mit der These vom deutschen Sonderweg und dessen glücklichem Ende im Westen nimmt sich der marxistische Geschichtsdeterminismus richtiggehend geistreich aus.

 

 

Emanzipation nach unten: Gleiche Rechte! Emanzipation nach oben: Gleiche Pflichten!

 

 

Wie kolossal muss der Beginn des "Weihnachtsoratoriums" auf den zeitgenössischen Christen gewirkt haben, wo man schon als ungläubiger Gegenwartsmensch so viel Glanz kaum aushält.

 

 

Der moderne demokratische Typus setzt sich in Windeseile durch. Bereits ein Winston Churchill würde unter seinen heutigen Kollegen wie ein Dinosaurier wirken.

 

 

Ungefähr jedes zweite hierzulande erscheinende Geschichtsbuch ist von einem Menschen verfasst, der die historischen Akteure nicht verstehen, sondern sich ihnen überlegen fühlen will. 

 

 
Schülern Geschichtsdenken beizubringen, würde zum Beispiel bedeuten, sie mit der Frage zu konfrontieren, was den Faschismus/Nationalsozialismus bedingt, verursacht und in einem gewissen Sinn gerechtfertigt hat. Da diese Frage aber tabu ist, lernen die Jugendlichen Mythen.

 

 

Eine Gesellschaft, die an der Spitze ihrer Werteordnung die soziale Frage, den Antifaschismus, den Kampf "gegen rechts", die Nivellierung der Bildungseliten und die Emanzipation jeder sogenannten Minderheit stellt, kann schwerlich anders als links genannt werden. Die Wirtschaftsverhältnisse sind kein Gegenargument - der Kapitalismus hat sich einfach als die beste Melkkuh erwiesen.

 

 

Eines muss man den Antisemiten lassen: Nie hat einer von ihnen den Juden Intelligenz abgesprochen.

 

 
Die Parteien sind angeblich besorgt über die um sich greifende Politikverdrossenheit. Aber dieser Verdrossenheit verdanken sie ihre Existenz.

 

 
Es fragt sich, warum man in seinem Ekel Unterschiede machen soll zwischen einem NPD-Aufmarsch und einem Rap-Video, zumal der Rapper womöglich nur der Vorbote der ethnischen Sturmabteilungen von morgen ist.

 

 
Nichts kleidet den Menschen besser als eine Uniform (die Narrenkleider der Bundeswehr einmal ausgenommen).  Es waren ästhetisch glückliche Zeiten, als Militär das Straßenbild verschönerte.

 

 

Die schlimmsten Zerstörungen finden derzeit im Satzbau statt.

 

 

Erstaunlich, wie der Mensch an Grazie und Würde verliert, sobald er in der Gruppe aufgeht. Ein einzelner Penner wirkt geradezu prätentiös neben einer Schar Professoren. Ein Dutzend Frauen, jede für sich allein anbetungswürdig, ergeben zusammen eine Schar schnatternder Gänse. Nur Rituale und Drill machen die Gruppe ästhetisch erträglich.

 

 

Lesen ist wesentlich Wiederlesen.  Ein Mensch, der tausend Bücher gelesen hat, aber jedes nur einmal, hat im Grunde überhaupt nicht oder nur Unbedeutendes gelesen. Ein Autor, dessen Bücher niemand mindestens zweimal in seinem Leben aufschlagen will, ist ein unbedeutender Autor.

 

 
Selbstverständlich ist der Holocaust "singulär".  Selbstverständlich ist er nicht "unvergleichlich".

 

 

Nichts bringt eine Frau stärker in Wallung als das glaubhaft vorgetragene Geständnis, man sei rettungslos in eine andere verliebt.

 

 

Obwohl vielerorts Gangs "mit Migrationshintergrund" die Straßen und Schulhöfe beherrschen, reißt die notorisch einseitige Klage über ausländerfeindliche Gewalt  nicht ab.  Sie wird wohl erst verstummen, wenn sich die Bandenchefs durch solche Vergewaltigungsphantasien von Impotenten in ihrer Ehre gekränkt fühlen.

 

  

Die wirkliche Feigheit beginnt erst ab einem gewissen Alter.

 

 

Nur wer die kulturellen Massive der aristokratischen Gesellschaften nicht kennt, kann sich in den Steppen der demokratischen Massenkultur sehnsuchtsfrei wohlfühlen.

 

 

Alles, was einem Motivationsberater, Verhaltenstrainer und ähnliche Spezialisten andienen, hat jedermann schon, nur unendlich klarer, von seiner Großmutter gehört.

 

 

Seit jeher hat das Patriarchat den größten Teil seiner Energien der Unterdrückung von Männern gewidmet.

 

 

Wenn die Hochschulen und Unternehmen mit Mastern vollgestopft sind,  wird man händeringend nach Magistern zu suchen beginnen, wie nach frischer Luft.

 

 

"Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen", dieser Satz entspricht möglicherweise nicht den Tatsachen. Aber weiß irgendwer einen besseren?

 

 

Die Idee des Fortschritts rührt weniger aus dem Studium der menschlichen Geschichte als  vielmehr aus der Eitelkeit der jeweils gerade lebenden Generation.

 

 

Es ist merkwürdig: Ich muss nur drei Minuten einem Hirnforscher zuhören, um sofort an, sagen wir mal, die Göttlichkeit von Ramakrishna zu glauben, aber wenn ich drei Lehrsätze von Ramakrishna lese, bin ich plötzlich von der Triftigkeit der Hirnforschung überzeugt.

 

 

Letztlich bedeutet Gleichstellungsfeminismus, dass sich Frauen und Männer um die Plätze in den Rettungsbooten prügeln.

 

 

Wenn ein Linker einen Rechten öffentlich verbal angreift und der Rechte zufälligerweise einen Verteidiger findet, melden die Medien, der Linke sei attackiert worden.

 

 

Literaturkritik: Die  Mistel benotet den Baum.

 

 
Wenn sie für ihre persönliche Diskriminierung nun wirklich keinerlei Beleg mehr finden kann, fühlt sich die Feministin eben stellvertretend in Afrika oder in der Antike unterdrückt.

 

 
In Berlin gibt es inzwischen ein Denkmal für Ernst Röhm (Homosexuelle, die während der Naziherrschaft ermordet wurden).

 

 

In Gottesstaaten gilt die Bezeichnung "revisionistischer Historiker" als anrüchig.

 

 

In der Ehe stellt der Mensch normalerweise fest, dass er auf der Suche nach Indien war und Amerika gefunden hat.

 

 
Hätte Karthago den dritten punischen Krieg überlebt, wäre die "Theorie des kommunikativen Handelns" vermutlich schon damals entstanden.

 

 

"Wenn Richard Wagner heute leben würde, er wäre eine Mischung aus Bill Gates, Steven Spielberg und Abramovitsch", schwafelte unlängst im TV Sir Peter Jonas. Darf man daraus auch folgern, dass Gates, Spielberg und Abramovitsch, wenn sie vor 150 Jahren gelebt hätten, gemeinsam Richard Wagner geworden wären?

 

 
Wer einen Hirnforscher totschlägt, tut nicht wissentlich Unrechtes und darf auf Nachsicht zumindest von dessen Kollegen hoffen, denn das Gehirn entscheidet, wie die Hirnforschung lehrt, ja ohne Beteiligung des Bewusstseins.

 

 
Unter dem Feldzeichen des Feminismus marschiert eine Armee, die noch nie auf einen Gegner getroffen ist. Soll man es ihr wünschen?

 

 
Nicht wählen zu gehen ist angesichts dessen, was zur Wahl steht, weniger eine politische Entscheidung als ein ästhetischer Imperativ.

  

 

Der gute Wille als Aggressionsform ist das zentrale gruppenpsychologische Symptom der gegenwärtigen westlichen Gesellschaften.

 

 

Fast alle von Journalisten verursachten Probleme würden durch die Wiedereinführung des Duells im Handumdrehen verschwinden.

 

 

Die sexuelle Ausbeutung der Frau hat zur Voraussetzung die sexuelle Ausbeutbarkeit von Männern.

 

 
So gewiss der durchschnittliche Akademiker dem durchschnittlichen Nichtakademiker intellektuell überlegen ist, so sicher stammen doch die allerdämlichsten Ideen stets aus den Köpfen von Studierten.

 

 
Die den Applaus genießen, sind ihn nicht wert.

 

 

Der Aufgeklärte stirbt verzweifelter.

 

 

Die sogenannte deutsche Vergangenheitsbewältigung ist zu erheblichen Teilen nichts weiter als ein seelisches Wellnessprogramm für ihre Betreiber.

 

 

Mitunter noch stupider als der Antisemitismus ist die Antisemitismusforschung.

 

 

Die Juden sind die einzigen, die über ihren Gott Witze machen können, ohne gleich ganz von ihm abzufallen.

 

 

"Die Sinne trügen nicht,  der Verstand trügt", sagt Goethe. Mit anderen Worten: Ein Mensch, der ein Kunstwerk auschließlich nach sinnlichen Kriterien beurteilt, wird niemals einen solchen Quatsch reden können wie einer, der ausschließlich seinem Intellekt folgt.

 

 

Tacitus zufolge waren die Germanen stolz, kriegerisch, faul, freiheitsliebend, großzügig und exzessiv gastfreundlich. Wir können also nicht von ihnen abstammen.

 

 
Wenn sich alle einig sind, wird immer einer geschlachtet. Damit sich alle einig sein können, muss immer einer geschlachtet werden. Man sollte nur erkennen, dass es vollkommen egal ist (und bloß der gerade herrschenden Gesinnungsmode entspricht), wen es unter welchem Vorwand trifft.  

 

 

Die Verwissenschaftlichung religiöser Inhalte schreitet fort: Nachdem die Evolutionsbiologie die Erbsünde bestätigt hat, spricht die Hirnforschung den Menschen von der Schuld los. Man muss nur glauben können.

 

 
Wenn sie auf Treue verzichtete, würde er sie ihr schwören.

 

 

Religiöse Zeitrechnung: nach Christus. Säkularreligiöse Zeitrechnung: nach der Großen Oktoberrevolution. Zivilreligiöse Zeitrechnung: nach Auschwitz.

 

 

Wer die Naturwissenschaften nicht kennt, kann leicht  Atheist sein.

 

 
Mit einer gewissen Vorfreude erwartet man den Tag, an welchem unsere Schwulen, Lesben und Feministinnen zum Endkampf gegen die muslimischen Machos antreten.

 

 

Ein Staat, der die Verleugung irgendeines historischen Ereignisses unter Strafe stellt, nimmt den Zweifel an diesem Ereignis offiziell in seine Gesetzgebung auf.



Hitler unser, der du bist im Orkus, verfluchet werde dein Name, dein Reich vergehe, dein Wille sterbe, wie im Print so im Fernsehn. Unser tägliches Brot gib uns heute, und erhalt uns unsere Schuld...

 


Seit ihre Hervorbringung keine mehr erfordert, nennt man die Kunstwerke „Arbeiten“.

 

 

Die ganze Tragikomik der Emanzipation offenbart sich, wenn man sieht, was die emanzipierte Frau anstelle von Kindern so zur Welt bringt: vom Handyklingelton bis zur soziologischen Studie über das Nichtvorhandensein von  Geschlechtsunterschieden.



Buchmessen sind der Ort, wo die Autoren auf den Strich gehen.



Konservativ sein bedeutet keineswegs, am Althergebrachten zu hängen, sondern sich die permanenten Kulissenwechsel nicht als das Stück selber aufschwatzen zu lassen.



Je mehr Linksparteiler in den Parlamenten sitzen, desto mehr wird der „Kampf gegen rechts“ an Dringlichkeit gewinnen.

 

 

Zuerst musste man jahrzehntelang darauf warten, dass die Nazis austerben, nunmehr darauf, dass es endlich ihre vermeintlichen Bewältiger dahinrafft.

 

 

"Beifall von der falschen Seite"? Jede Seite ist die falsche.

 

 
Der Rechte mag genauso einseitig und vernagelt sein wie der Linke – da ihm das Vortragen seiner Ansichten keinerlei Sozialprestige einträgt, ist er wenigstens nicht so verlogen.

 

 

Die größte Sorge des Gegenwarts-Intellektuellen ist die, man könne ihn für altmodisch und irgendwie gestrig halten. Das mag auch der Grund sein, warum die moderne Kunst quasi unkritisierbar ist.

 

 
Wozu eigentlich klonen? Es gibt doch Bachelor-Studiengänge.

 

 

Dieses: Das waren schließlich auch nur Menschen, das die zeitgenössische Biografik den Klassikern angepappt hat, ist unvollständig ohne den Zusatz: Desto erstaunlicher!

 


"Man hat sich hierzulande leider daran gewöhnt, dass jüdische Einrichtungen ausschauen müssen wie Festungen", schreibt der SZ-Primärmeiner Heribert Prantl. Dass er mit seinen Leitartikeln zur Einwanderung zahlloser Antisemiten jahrelang hilfreich beitrug, verschweigt er.




Der junge Linke schleudert seinen ersten Faschismus-Vorwurf mit jener kraftmeierischen Selbstberauschtheit gegen irgendwen, mit welcher er als Knabe zum erstenmal coram publico „Fotze“ sagte.




Gibt es etwas Obszöneres als einen Politiker, der sich selber wählt?



Sich unter Gleichmeinenden immer etwas unwohl zu fühlen, unterscheidet den gebildeten Menschen vom vulgären.



Von den meisten Leuten, die so engagiert "Gesicht zeigen gegen rechts", würde man nicht einmal die Nasenspitze sehen, wenn sie Nachteile davon hätten.



Wenn ihm öffentlich widersprochen wird, erklärt der Linke sofort, ein Rechtsruck habe stattgefunden.




Moderne Malerei ist jener Wandbehang, dem das häppchenverdrückende und plaudernde Publikum bei Vernissagen seinen Rücken zukehrt.




Dass "jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger" sei, gehört zum feministischen Kanon. Merkwürdigerweise kann man Feministinnen zugleich bis zum Äußersten reizen mit der These, dass die Vergewaltigung als Fortpflanzungsoption evolutionär verankert ist.




Eine Frau, die sich morgens zurechtmacht, tut mehr für die Kultur ihres Landes als deren sämtliche Funktionäre.




"Fantasy" ist die Zukunft der Vergangenheit.




Zum finalen Mitschreiben: Dieses Land ruckt schon seines Mangels an Vitalität wegen nirgendwohin, schon gar nicht nach rechts (auch wenn es den Überbringern solcher Botschaften nach wie vor Honorare zahlt), sondern allenfalls gen ultimo; von diesem rapide vergreisenden, vergangenheitsbesessenen, durchpazifizierten, duldungsstarren, sich nicht mögenden und sich gern hinter anderen versteckenden, keine Kinder haben wollenden, seine kulturellen Restbestände und seine Sprache drangebenden Volk geht keinerlei Gefahr mehr für sonstwen aus – außer für sich selbst.



Heideggers "Technikkritik"? Heidegger kritisiert nicht. Er sagt.



In den letzten fünfzig Jahren sind Frauen doch wirklich so zunehmend ausgiebig und mit wachsendem Talent geleckt worden, dass unsere Feministinnen allmählich, statt dauernd vom penizentrischen Sexismus zu schwallen, vom Jahrhundert der Klitoris salbungsvoll zu künden anheben sollten.




In der Ablehnung des Schleiers sind sich der Pornograph und die Feministin abwechslungshalber mal einig.




Der amusische Mensch, ein mehrheitsfähiger tragischer Fall, interessiert sich dafür, was auf einem Bild dargestellt wurde, aber nicht, wie es gemalt ist. Desgleichen interessiert ihn vor allem, was ein Roman erzählt, aber nicht, wie er geschrieben ist. Ihm schmecken alle Gerichte gleich, wenn sie nur Fleisch enthalten.




In der Musik lief es nicht anders als in der restlichen Gesellschaft: Kaum hatte sich die Dissonanz emanzipiert, wollte sie auch schon herrschen.



Es gibt eine sehr dumme Weise, an den Einfluss der Sterne auf das Leben der Menschen zu glauben. Es gibt aber auch eine sehr dumme Weise, nicht daran zu glauben.



Der Dritte Weltkrieg findet zwischen den Sprachen statt.



Unter Alt-68ern ist der selbstironische Blick auf die eigene Existenz ungefähr so verbreitet wie unter afghanischen Clan-Chefs.

 

Die Exkommunikation Ernst Noltes war der Sündenfall der bundesrepublikanischen Historiographie. Niemals hätten ehrbare Historiker es zulassen dürfen, dass ein hochgescheites und angesehenes Mitglied ihrer Gilde wegen der Lächerlichkeit einer abweichenden Meinung von journalistischen Krethi und politischen Plethi auf ihrem eigenen Terrain geschmäht und für indiskutabel erklärt wird.  

 


Kein existentieller Trübsinn, der nicht von einer veritablen Katastrophe im Handumdrehen geheilt würde.



Einverstanden, Pamela Anderson besitzt bzw. besaß eines der Cum-shot-würdigsten planetarischen Frauenantlitze, an dieser Kombination aus Drecksmäulchen und Gossenblick hat ein priapischer Gott lange gedengelt und gedrechselt  – aber wer sie wegen ihrer nur noch Titten zu nennenden Pneus, nein: Pneus zu nennenden Titten euphemistisch gesprochen: mag, der hat, wie überhaupt jeder, der an solchen Plastikballons sich aufzugeilen imstande (sic!) ist, doch schwer einen an der Waffel, der tickt doch nicht richtig, der schiebt doch morgen auch mit Schaufensterpuppen ab, der ist doch ein Evolutions-Irrläufer...



Im Mindestfall illustriert ein Aphorismus, dass über das Thema nachzudenken Anstrengung gekostet hätte.



Nach dem Verklingen des Schlusstaktes der Matthäus-Passion stelle ich mir immer vor, wie Bach sich zu Gott umdreht mit den Worten: "So, und jetzt du."



Der amerikanische Physiologe Benjamin Libet will experimentell festgestellt haben, dass sich bei Probanden vor dem Entschluss, einen Finger oder die ganze Hand zu bewegen, im Gehirn bereits ein "Bereitschaftspotential" aufbaute. Daraus schloss er, das Gehirn habe entschieden, bevor das Bewusstsein davon etwas ahnte, folglich existiere kein freier Wille.
Freuen wir uns, erstens, dass Michelangelos Gehirn unwillentlich ein Bereitschaftspotential zur Ausmalung der Sixtinischen Kapelle aufgebaut hat, bis sein Bewusstsein die Detailfragen entschied.
Wundern wir uns, zweitens, dass in Hitlers Hirn das Bereitschaftspotential zum Selbstmord erst dann entstand, als die Russen seinen Bunker so gut wie erreicht hatten.



Die sexuelle Befreiung hat unter anderem dazu geführt, dass der westliche Mensch nun vollends zum Sklaven seiner sexuellen Gelüste geworden ist.



Gesinnungen sind biographisch bedingt und fast immer tolerierbar. Unverzeihlich bleibt allein die Denunziation.



Wir wollen nur mitdiskutieren, sagen die Linken, wenn sie an die Macht wollen. Mit Rechten diskutieren wir nicht, sagen sie, wenn sie an der Macht sind.



Die Abschaffung der Todesstrafe gestattet dem Lustmörder, ein Leben lang die erlebte Lust am Mord weiterzuempfinden. Bis er stirbt, wird die Qual des Opfers in der Welt sein. Nur die kalte Rache löscht die Tat aus.



Vielen technischen Neuerungen des 20. Jahrhunderts muss man nur ihre amerikanische Larve vom Gesicht ziehen, um auf ein deutsches Patent zu stoßen.



Um den Unterschied zwischen Ethik und Moral, der heute vergessen scheint, zu verdeutlichen: Ethisch ist die Verurteilung sämtlicher Kriegsverbrechen, die Moral kennt nur jene der Besiegten.

 

 

Die ungläubig staunende Miene des Joschka Fischer, als er zum erstenmal auf dem Sessel des Vizekanzlers und Außenministers Platz genommen hatte, sprach sehr deutlich seine Gedanken aus: Sie haben doch tatsächlich einen wie mich hierher gesetzt. Ich darf ein Volk international repräsentieren, das ich zu erheblichen Teilen verachte und von dem mich nicht einmal jeder zwanzigste gewählt hat.

 

 

Alle unsere Theorien sind bestens geeignet zum Training des Gehirns, aber völlig irrelevant für die Beschreibung höherer Wahrheiten.
Ob wir das Rätsel nun Gott nennen oder Evolution, ob wir nun theologischen oder empiristisch-spekulativen Scharfsinn in seine Deutung investieren, wir besitzen nicht die geringste Ahnung davon, warum sich alles vollzieht und welche Rolle wir dabei spielen.



Das einsame Kind Menschheit wartet in der finsteren Nacht des Universums darauf, dass die Eltern heimkommen.



Das grüne Unkraut wächst gut auf dem braunen Humus.



Wenn man die demokratischen Öffentlichkeitsarbeiter bei ihrer vom guten Gewissen befeuerten, völlig außer Rand und Band geratenen Hatz auf vermeintliche Rechtsabweichler vom Schlage der Mölle-, Hoh- oder Hermann beobachtet, dämmert düster die Frage heran: Ob ihnen eines Tages der pure Rufmord nicht mehr genügt?



Es gibt nur zwei Völker, denen Hitler explizit den Tod gewünscht hat: die Juden, und die Deutschen.



Je inniger deutsche Journalisten vor einer Gefahr warnen, desto sicherer darf man sein, dass ihnen dadurch keine droht. Ein Indiz dafür, dass etwa die NPD tatsächlich zu einer Bedrohung der Demokratie geworden ist, läge vor, wenn Journalisten anfingen, neutral über sie zu berichten.



Der einfachste Schritt in Richtung "Lebensqualität" ist der allmorgendliche Verzicht auf Massenmedien.



Man sollte sich langsam mal ideologiekritisch mit der Mathematik befassen. Immerhin haben die Nazis sie benutzt.



Allen operninszenierenden Zeitgeistwetterhähnen hinter die Ohren geschrieben: Hans Sachsens Schlussmonolog in den "Meistersingern", dies „Zerging‘ in Dunst/das heil’ge röm’sche Reich/uns bliebe gleich/die heil’ge deutsche Kunst!“, hat unendlich mal mehr mit beispielsweise Goethe und Schiller zu tun als mit dem außer in seiner Wagnerverknalltheit zutiefst deutschkunstabholden Alien aus Braunau.



Ist das Kampfgetümmel der Diskurse beendet, bleiben auf dem Schlachtfeld die Mundtoten zurück.



Für den 68er Mythos, dass friedliche Studenten auf eine martialische Staatsmacht trafen, muss in der Regel der inzwischen kanonische Name Benno Ohnesorg herhalten. Dagegen sind die Namen Rüdiger Schreck und Klaus Frings — der Student und der Fotograf wurden am 15. April 1968 vor dem Münchner Buchgewerbehaus durch Steinwürfe aus den Reihen der Demonstranten getötet — naturgemäß nicht kanonisiert worden.



Der gebildete Mensch erzählt nicht, wovon ein Buch handelt, sondern auf welche Weise es von etwas handelt.



Und wenn man nur eine einzige weibliche Silhouette flüchtig erblickt hätte, würde sich dieses Dasein gelohnt haben.



Die Band "Rammstein" hat vermutlich mehr für die Verbreitung der deutschen Sprache im Ausland getan als sämtliche Goethe-Institute, in denen dennoch Doppelnamensträgerinnen eifrig verhindern, dass bei ihnen der Name "Rammstein" fällt.



Dass der moderne Mensch sich nicht mehr bekreuzigt, nicht mehr niederkniet, nicht mehr betet, wird allgemein als der Aufklärung zu dankender Fortschritt betrachtet. Ästhetisch ist es ein Verlust.




"Kein Respekt vor großen Namen": das ist in Geistesdingen weniger eine Tugend als vielmehr die sichere Voraussetzung dafür, es selber niemals zu einem zu bringen.




Sämtliche Angeklagte im Auschwitz-Prozess haben bis Anfang 1945 nach Herzenslust gefoltert und gemordet und nach 1945 keiner Fliege etwas zuleide getan; einer von ihnen ist sogar Pfleger geworden. Dies nur angemerkt zu der natürlich wieder von Hirnforschern vorgetragenen Theorie, ob ein Mensch kriminell werde oder nicht sei irgendwie determiniert und keineswegs eine freie Entscheidung seines Willens.




Es ist erstaunlich, dass ausgerechnet viele Erforscher unseres Denkorgans mit dessen Gebrauch so große Schwierigkeiten haben.



Obwohl es eigentlich objektive Eigenschaften sind, misst die hiesige öffentliche Meinung bei der Verteilung der Prädikate "mutig" und "feige" mit zweierlei Maß. Wenn Iris Berben aus dem Tagebuch der Anne Frank vorliest, darf sie als couragiert gelten, ein Neonazi, der für seine kruden Ansichten in den Knast geht, dagegen keineswegs; während eine junger Oberst, der seine Bombe unter den Kartentisch stellt und sich dann eilends hinwegbegibt, ein Held ist, nennt man muslimische Attentäter, die sich selber mit in die Luft sprengen, gemeinhin feige.



Feminist sein bedeutet, die Waffen der Frau für Machtmittel des Mannes zu halten.



Das Werk des Jürgen Habermas, liest man, sei in alle großen Sprachen der Welt übersetzt worden.
Außer ins Deutsche.


 
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