Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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28. Februar 2017


"Mehr als 3.500 Angriffe auf Flüchtlinge" haben in den letzten Tagen ca. sämtliche  deutsche Zeitungen, Radiosender und Fernsehnachrichten gemeldet. Der Verdacht, dass, wie immer bei rechtsextremen Delikten, jede Hakenkreuzschmiererei unter "Angriff" subsumiert wird, lag nahe; hier findet man die aufgedröselte Auswertung der, es lässt sich nicht anderes sagen: linken Fake News.

               
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Leser *** teilt mit, dass am vergangenen Wochenende im beschaulichen Dresdener Stadteil Briesnitz ein Fachwerkhaus brannte. Das Feuer wurde an mehreren Stellen gelegt, nachdem die Täter sich gewaltsam Zutritt verschafft hatten.  Es handelt sich um die letzte Meldeadresse eines gewissen Lutz Bachmann, was aber, so die Polizei, nichts bedeuten müsse (hier).
"Und sollte es demnächst in Dresden-Striesen die Feuerwehr zu dem Haus gerufen werden, in dem mal der Richter Maier nebst Frau und Kindern wohnte (die Aufrechten dieses Landes verfügen anscheinend nicht immer über die aktuellen Adressen der Bösen)", fährt *** unter Beifügung dieses Links fort, "ist dies bestimmt nur ein ganz dummer Zufall. Es wird ungemütlich in unserem Land."


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Zwei Nachträge zu meiner gestrigen Notiz über die Saturnalien des karnevalistischen Hate speech. Leser *** schickt den passenden Link zu launigen Bildern vom Kölner Karneval anno 1933, wo die Narren auch schon mal einer Gruppe der Bevölkerung die schleunige Ausreise nahelegten.
Und Leser *** weist darauf hin, ich hätte eine durchaus erwähnenswerte Entgleisung hervorzuheben und zu preisen unterlassen, nämlich dass der von der Sportpalaststimmung befeuerte sog. Kabarettist Lars Reichow Marine LePen eine "ranzige Faschisten-Braut", Geert Wilders einen "verwesten Säugling" und Frauke Petry eine "verwelkte Kräuterhexe" genannt hat (hier).

"Die Narren kriechen den Regierenden in den Arsch", lautet ein wiederkehrender Vorwurf in den Kommentarspalten. Die Erbärmlichkeit, mit der sie dies tun, ist immerhin bemerkenswert.